carly hat geschrieben:
WARUM DILATIERT DIE LÄNGE NICHT UND DIE ZEIT SICH NICH VERKÜRZT?
SO KÖNNTEN WIR GENAUSO ABSOLUT KONSTANTE LG BEKOMMEN!!!
Oder, wurde die Hypothese vielleicht aus der Luft gegriffen? Diese Frage ist Basis und Grundlage der SRT und ohne die zu lösen nützt es überhaupt nicht weiter zu philosophieren und irgendwelchen "superinteligenten" Formel zu schreiben.
Mein zweites Problem ist: Wenn es schon so ist, dass sich die Länge verkürzt, dann will ich wissen WAS DIE URSACHE FÜR DIESE VERKÜRZUNG IST??????
Die Verkürzung hat keine physikalische Ursache, die Verkürzung ist auch nicht das Ergebnis einer konkreten Messung, sondern die Verkürzung ist lediglich die
mathematische Beschreibung eines Postulats: Das Postulat der Unabhängigkeit der LG zu bewegten Beobachtern. Da Länge und Zeitdauer in strenger mathematischen Abhängigkeit stehen, könnte man wohl in der Tat auch das Postulat andersrum mathematisch beschreiben, es würde dasselben rauskommen: die Länge verlängert sich und die Zeit kontraktiert.
Es geh jedoch in der Realität ganz anders vor:
Einstein geht in seiner SRT explizit von 2 Längenmessungen eines starren Stabes aus, siehe Seiten
895-896:
- Die Messung einer
Ruhelänge l, vorgenommen im Ruhezustand des Stabes und des Beobachters zueinander, durch Anlegen eines unveränderlichen materiellen Maßstabes.
- Die Messung einer
bewegten Länge l’, vorgenommen im Zustand der Relativbewegung zwischen Stab und Beobachter durch Zweiwegmessung mit einem Lichtstrahl, wobei man dabei postuliert,
die LG sei invariant relativ zu dem bewegten Beobachter.
Einstein folgert missverständlich und widersprüchlich in seiner SRT, die beiden gemessenen Längen
l und
l’ würden „
verschieden sein“ oder aber „
verschieden erscheinen“, wobei diese zwei Versionen des materiellen Zustandes des Stabes unter den Autoren der Relativistik auch widersprüchlicherweise kursieren.
2008 hat jedoch Dr. Markus Pössel als autorisierter Experte der RT beim Albert Einstein Institut den Widerspruch unmissverständlich geklärt: Die beiden Längen
l und
l’ sind materiell nicht verschieden, bei der Messung mit dem Lichtstrahl verändert der Stab seine zuvor gemessene materielle Ruhelänge nicht.
Die scheinbare Verkürzung bei der zweiten Messung ist lediglich eine mathematische Beschreibung des Postulats der Konstanz der LG zu bewegten Beobachtern. Die scheinbare Verkürzung wird also
nicht gemessen, sondern nur mit einer entsprechenden mathematischen Formel
berechnet. Es handelt sich dabei nicht um eine konkrete Messung, sondern um eine mathematische Berechnung, wobei die Relativisten hier
Messungen mit Berechnungen verwechseln.
Viele Grüße
Jocelyne Lopez