Eigentlich sollte ich gar nicht antworten, weil Du versuchst, auf relativistenspezifische Art zu verdrehen. Bucherer hat nämlich gesagt, dass die experimentellen Ergebnisse sein Relativitätsprinzip
quantitativ widerlegen, aber jeder Leser kann sehen, dass Einstein genau sein Prinzip verwendet, erweitert um die Annahme einer flexiblen Lichtgeschwindigkeit, die sich zu jedem "ruhenden" Beobachter auf 300.000km/s einstellt.
Hier muss noch gesagt werden, dass Einstein in seiner Arbeit (1905) das Heaviside-Searle Ellipsoid verwendet, welches bei nichrelativistischen Berechnungen zur Elektrodynamik bewegter Körper im Äther, gefunden wurde. Und während Bucherer alle bekannten Quellen zitiert, ist bei Einstein keine einzige zu finden (außer einer Danksagung an M. Besso).
In meinem früheren Post habe ich einige Sätze hervorgehoben, die eindeutig zeigen, dass Bucherer die Idee eines Ätherlosen Universums als Grundlage einer neuen physikalischen Richtung vorschlägt, wobei sogar die Zeit in Frage gestellt wird.
Zitat:
...so müsste man auf das von den Ätherhypothesen gewährte Bild einer zeitlichen Ausbreitung elektromagnetischer Störung verzichten.
Weiter, geht er ebenfalls von der gleichen falschen Vorstellung aus, wonach das magnetische Feld nur von der relativen Bewegung der Objekte zueinander abhängig sein kann, wie es auch in der Relativitätstheorie gefordert wird.
Zitat:
Ein geladener Körper, welcher von aller anderen Materie weit entfernt ist, wird im Gegensatz zur Maxwell-Lorentzschen Theorie kein magnetisches Feld mit sich führen, wenn er sich mit gleichförmiger Geschwindigkeit bewegt. Ein Beobachter, welcher an der Bewegung teilnimmt, wird ferner weder eine Änderung der elektrischen Kraft noch der elektrischen Energie wahrnehmen.
Da dieses, von Bucherer (1903) vorgeschlagene Relativitätsprinzip als Grundlage der SRT gilt, betrachte ich vorerst Bucherer als Erfinder der SRT bis ein anderer "älterer" gefunden ist.
Das mit dem Emil Kohn kann ich leider nicht nachprüfen, da ich seine Arbeit nicht finden kann.
Gruß