1. Möglichkeit, Der Beobachter legt Messstationen entlang der Messstrecke aus, die die "bewegte Uhr" abliest und deren Anzeige zusammen mit einer Kennung an den Beobachter mittels elektromagnetischer Signale sendet. Der Beobachter kennt dabei die Position der Messstation und hat dann ein Bild des Ganges der bewegten Uhr mit den Abständen und den Zeiten in seinem Bezugssystem. Wenn die Uhr sich auf ihn sich zu bewegt. hat er am Ende die "aktuelle Zeit" dieser Uhr. Dazu hat er aus den Zeiten, an denen diese Uhr die Messtationen passiert, einen Vergleich des Ganges dieser Uhr mit seiner Uhrzeit.
2. Wie bei 1. Nur sendet dann ein mit der bewegten Uhr sich bewegender Beobachter seine Ablesungen der Zeiten "seiner Uhr" mit den Kennungen der Messtationen an den "ruhenden Beobachter" mittels elektromagnetischer Signale.
Es sollte einleuchten , daß der "ruhende Beobachter" dieselben Informationen erhält. Im zweiten Fall kann man über den "optischen Dopplereffekt" Aussagen darüber machen, was für ein Gang der bewegten Uhr vom "ruhenden Beobachter gemessen wird. Denn es gilt:
Da im Falle des zum Beobachter bewegten Senders sich der Signalweg verkürzt, muß man diesen Wert von
Damit ergibt sich für die Taktzeit
Diese Zeit ist aso um Gamma länger als die Taktzeit der bewegten Uhr. Wenn allerdings auch die Signalisierung durch die Messtationen dasselbe Ergebnis sie der Dopplereffekt ergibt, ändert sich an der bewegten Uhrs nichts. Sie wird nur "langsamer" gemessen.
Gruß
Rudi Knoth
