Rudi Knoth hat geschrieben:
Aber die Umrechnung ist doch symmetrisch. Im Ruhesystem des Myons wäre das "irdische" Myon langlebiger.
Ja sicher. So ist es auch. Allerdings haben wir es hier mit der einseitgen Betrachtung zu tun wie im Beispiel mit den an der Strecke ruhenden Uhren, falls du dich erinnerst. D.h. im System des Myons hatte die Erduhr von Anfang an einen Vorsprung. Gemessen ab diesem Vorsprung (wie Daniel K. immer argumentierte) hat das irdische Myon inzwischen weniger Zeit erlebt und ist langlebiger, ganz klar.
Rudi Knoth hat geschrieben:Und die Invarianz des raumzeitlichen Abstandes muß doch messbar sein.
Das ist sie auch. Warum denn nicht? Die Metrik sagt es klipp und klar: Man setze erst die Messwerte vom einen und dann vom anderen System in die Formel ein und beide Ergebnisse sind gleich, obwohl die Messwerte vom einen und anderen System verschieden sind.
Rudi Knoth hat geschrieben:Es gibt aus dem Relativitätsprinzip kein "Meter des kosmischen Myons" und des "irdischen Myons".
Gerade
weil es einen Unterschied gibt ist das Relativitätsprinzip erfüllt. Man nimmt einfach die im Inertialsystem gültigen Maßeinheiten und muss sich um diese Unterschiede nicht kümmern. Die erhaltenen Messwerte kann man getrost in die bekannten Formeln einsetzen findet sie bestätigt: Die Naturgesetze sind dann so wie formuliert in allen Inertialsystemen gleich.
Die Natur verbiegt einem unter der Hand die Maßeinheiten gerade so, dass es immer passt. Der Trick ist, dass sie an die Lichtgeschwindigkeit gekoppelt sind: Die Sekunde über eine gewisse Periode des
im Inertialsystem ruhenden CS133-Atoms und der Meter über die Länge dieser Sekunde. Das passt immer, von Natur aus,
falls diese sich an das Postulat der absoluten LG hält. Und das scheint ja wohl der Fall zu sein. Denn wenn es anders wäre, hätten wir sicher inzwischen davon erfahren.