Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Beitragvon Rudi Knoth » Sa 6. Dez 2025, 12:36

TheOldFox hat geschrieben:Ich denke, der Schlüssel zum Verständnis der speziellen Relativitätstheorie liegt darin, dass Einstein ein mathematisches System geschaffen hat, das einem bevorzugten Bezugssystem entspricht– obwohl es ein solches in der Physik per Definition nicht gibt.

Dieses mathematische Konstrukt erlaubt es jedoch, die Abläufe in relativ zueinander bewegten Systemen korrekt zu beschreiben. Dadurch lösen sich auch scheinbare Paradoxien wie die Zeitdilatation auf. Denn die SRT betrachtet nicht die Perspektive des Bahnhofs oder des Zuges, sondern benutzt sozusagen ein drittes, unabhängiges Bezugssystem, von dem aus die Relationen eindeutig beschrieben werden können.

Nein dem ist nicht so. Die SRT behauptet, daß es solch ein bevorzugtes Bezugssystem nicht gibt.. Bahnhof und Zug sind Bezugsysteme, die gleichberechtigt sind. Also ein Vorgang, der im Zug passiert, wird genauso im Bezugssystem Bahnhof gemessen wie ein entsprechender Vorgang im Bahnhof vom Zug gemessen wird. Das bevorzugte Bezugssystem wird als "Äther" angesehen, der z.B. die bewegten Uhren langsamer gehen lässt. Nur hat man mit dem Michelson-Morley Experiment versucht, die Bewegung der Erde gegenüber dem "Äther" zu messen. Allerdings ist eine Konsequenz des Relativitätsprinzips auf den optischen Dopplereffekt, daß die in einem System ruhende Uhr, die sich in einem anderen bewegt, in jenem "langsamer geht".

Gruß
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Re: Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Beitragvon Kurt » Sa 6. Dez 2025, 14:31

Rudi Knoth hat geschrieben:
TheOldFox hat geschrieben:Ich denke, der Schlüssel zum Verständnis der speziellen Relativitätstheorie liegt darin, dass Einstein ein mathematisches System geschaffen hat, das einem bevorzugten Bezugssystem entspricht– obwohl es ein solches in der Physik per Definition nicht gibt.

Dieses mathematische Konstrukt erlaubt es jedoch, die Abläufe in relativ zueinander bewegten Systemen korrekt zu beschreiben. Dadurch lösen sich auch scheinbare Paradoxien wie die Zeitdilatation auf. Denn die SRT betrachtet nicht die Perspektive des Bahnhofs oder des Zuges, sondern benutzt sozusagen ein drittes, unabhängiges Bezugssystem, von dem aus die Relationen eindeutig beschrieben werden können.

Nein dem ist nicht so. Die SRT behauptet, daß es solch ein bevorzugtes Bezugssystem nicht gibt.. Bahnhof und Zug sind Bezugsysteme, die gleichberechtigt sind. Also ein Vorgang, der im Zug passiert, wird genauso im Bezugssystem Bahnhof gemessen wie ein entsprechender Vorgang im Bahnhof vom Zug gemessen wird. Das bevorzugte Bezugssystem wird als "Äther" angesehen, der z.B. die bewegten Uhren langsamer gehen lässt. Nur hat man mit dem Michelson-Morley Experiment versucht, die Bewegung der Erde gegenüber dem "Äther" zu messen. Allerdings ist eine Konsequenz des Relativitätsprinzips auf den optischen Dopplereffekt, daß die in einem System ruhende Uhr, die sich in einem anderen bewegt, in jenem "langsamer geht".


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Re: Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Beitragvon TheOldFox » So 21. Dez 2025, 02:49

Rudi Knoth hat geschrieben:Nein dem ist nicht so. Die SRT behauptet, daß es solch ein bevorzugtes Bezugssystem nicht gibt..


Mir ist bekannt, dass es in der speziellen Relativitätstheorie kein bevorzugtes Bezugssystem gibt – darauf hatte ich ja ausdrücklich hingewiesen. Dennoch vertrete ich die Auffassung, dass Einstein mit seiner mathematischen Formulierung implizit genau ein solches ausgezeichnetes Bezugssystem definiert hat, zu dem alle relativ bewegten Systeme in Beziehung stehen.

Dieses Konstrukt erlaubt es aus meiner Sicht, die bekannten logischen Schwierigkeiten wie Zeitdilatation und Längenkontraktion bei zwei symmetrisch bewegten Systemen konsistent aufzulösen, ohne in Widersprüche zu geraten.
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Re: Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Beitragvon Rudi Knoth » So 21. Dez 2025, 08:45

TheOldFox hat geschrieben:
Rudi Knoth hat geschrieben:Nein dem ist nicht so. Die SRT behauptet, daß es solch ein bevorzugtes Bezugssystem nicht gibt..


Mir ist bekannt, dass es in der speziellen Relativitätstheorie kein bevorzugtes Bezugssystem gibt – darauf hatte ich ja ausdrücklich hingewiesen. Dennoch vertrete ich die Auffassung, dass Einstein mit seiner mathematischen Formulierung implizit genau ein solches ausgezeichnetes Bezugssystem definiert hat, zu dem alle relativ bewegten Systeme in Beziehung stehen.

Dieses Konstrukt erlaubt es aus meiner Sicht, die bekannten logischen Schwierigkeiten wie Zeitdilatation und Längenkontraktion bei zwei symmetrisch bewegten Systemen konsistent aufzulösen, ohne in Widersprüche zu geraten.


Also weder Einstein noch Minkowski haben nach meinem Verständnis nicht ein drittes Bezugssystem angenommen. Wobei das Werk von Einstein aus dem Jahre 1905 nicht immer die Grundlage für die Vorlesungen in der Universität ist. In meinem Fall vor 50 Jahren wurde zuerst aus den Postulaten von Einstein die Struktur derTransformationsgleichungen entwickelt und dann auf Fälle wie Lichtkegel und Bewegungsgleichung angewendet.

Zu den Themen Zeitdilatation uns Längenkontraktion ist zu sagen, daß der Schlüssel die Relativität der Gleichzeitigkeit ist. Denn nur damit ist eine Feststellung von "gegenseitig langsamer gehenden Uhren" und "gegenseitig verkürzten Messlatten" möglich.

Nur ein drittes Bezugssystem ist da nicht nötig.

Gruß
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Re: Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Beitragvon Kurt » So 21. Dez 2025, 10:03

Rudi Knoth hat geschrieben:Zu den Themen Zeitdilatation uns Längenkontraktion ist zu sagen, daß der Schlüssel die Relativität der Gleichzeitigkeit ist. Denn nur damit ist eine Feststellung von "gegenseitig langsamer gehenden Uhren" und "gegenseitig verkürzten Messlatten" möglich.


Wie kann man sich denn ernsthaft mit einer solchen Märchenwelttheorie befassen?
Es ist doch auf den ersten Blick ersichtlich das da was zusammengesponnen wurde.
Durch die oben genannte "Schlüssel" wird dem Leser die "Auflösung" der Widersprüche aufgebürdet.
Diese Theorie hat keinerlei Bezug zur Realität, es ist eigentlich unvorstellbar wieso sie sich so lange halten hat können und wieso sich so viele Leute überhaupt damit beschäftigen.
Naja, sie ist ja eh schon in der Versenkung verschwunden, nur ein paar Nachzügler greifen sie überhaupt noch auf.

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Re: Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Beitragvon TheOldFox » Mo 22. Dez 2025, 14:52

Rudi Knoth hat geschrieben:Nur ein drittes Bezugssystem ist da nicht nötig.


Ja, so heißt es. Aber etwas grundsätzliches: Die Mathematik der speziellen Relativitätstheorie definiert zwangsläufig ein Bezugssystem – sonst wären ohne Bezug keine validen Aussagen über bewegte Systeme möglich.

Da dieses Bezugssystem zu allen anderen bewegten Systemen konsistente und valide Aussagen erlaubt, existiert damit ein Bezugssystem, von dem aus alle Relationen beschrieben werden können. Ist das nicht so etwas wie ein bevorzugtes Bezugssystem? Ich frage rhetorisch.

Grüße,

TheOldFox
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Re: Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Beitragvon Rudi Knoth » Mo 22. Dez 2025, 15:01

TheOldFox hat geschrieben:
Rudi Knoth hat geschrieben:Nur ein drittes Bezugssystem ist da nicht nötig.


Ja, so heißt es. Aber etwas grundsätzliches: Die Mathematik der speziellen Relativitätstheorie definiert zwangsläufig ein Bezugssystem – sonst wären ohne Bezug keine validen Aussagen über bewegte Systeme möglich.

Da dieses Bezugssystem zu allen anderen bewegten Systemen konsistente und valide Aussagen erlaubt, existiert damit ein Bezugssystem, von dem aus alle Relationen beschrieben werden können. Ist das nicht so etwas wie ein bevorzugtes Bezugssystem? Ich frage rhetorisch.

Grüße,

TheOldFox


Nein. Von einem als "ruhend" angesehenen Bezugssystem werden die in einem dazu bewegten Bezugssystem gemessenen Zeiten und Längen untersucht. Es sind also in solch einer Untersuchung 2 Bezugssysteme betrachtet.

Gruß
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Re: Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Beitragvon Lagrange » Mo 22. Dez 2025, 18:31

Es sind immer die kosmischen Myonen die länger leben, egal in welchem System sie betrachtet werden.
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Re: Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Beitragvon Kurt » Mo 22. Dez 2025, 19:03

Lagrange hat geschrieben:Es sind immer die kosmischen Myonen die länger leben, egal in welchem System sie betrachtet werden.


Das "Wunderbare" ist das eine Uhr am Bahndamm erst dann langsamer geht als die Uhren im fahrenden Zug wenn da eine dritte Uhr vorhanden ist, ansonsten nicht.

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Re: Nutzen und Schaden der Einsteinschen ART und SRT

Beitragvon TheOldFox » Mo 22. Dez 2025, 19:29

Rudi Knoth hat geschrieben:Nein. Von einem als "ruhend" angesehenen Bezugssystem werden die in einem dazu bewegten Bezugssystem gemessenen Zeiten und Längen untersucht. Es sind also in solch einer Untersuchung 2 Bezugssysteme betrachtet.

Gruß
Rudi Knoth


Der Rückzug auf lediglich zwei Bezugssysteme hilft nicht wirklich weiter. Von mehr als zwei Bezugssystemen ist auch bei mir nicht die Rede: eines, das den Maßstab der SRT anlegt – das (absolute) Bezugssystem – und eines, an dem gemessen wird.

Grüße,

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