TheOldFox hat geschrieben:Ich denke, der Schlüssel zum Verständnis der speziellen Relativitätstheorie liegt darin, dass Einstein ein mathematisches System geschaffen hat, das einem bevorzugten Bezugssystem entspricht– obwohl es ein solches in der Physik per Definition nicht gibt.
Dieses mathematische Konstrukt erlaubt es jedoch, die Abläufe in relativ zueinander bewegten Systemen korrekt zu beschreiben. Dadurch lösen sich auch scheinbare Paradoxien wie die Zeitdilatation auf. Denn die SRT betrachtet nicht die Perspektive des Bahnhofs oder des Zuges, sondern benutzt sozusagen ein drittes, unabhängiges Bezugssystem, von dem aus die Relationen eindeutig beschrieben werden können.
Nein dem ist nicht so. Die SRT behauptet, daß es solch ein bevorzugtes Bezugssystem nicht gibt.. Bahnhof und Zug sind Bezugsysteme, die gleichberechtigt sind. Also ein Vorgang, der im Zug passiert, wird genauso im Bezugssystem Bahnhof gemessen wie ein entsprechender Vorgang im Bahnhof vom Zug gemessen wird. Das bevorzugte Bezugssystem wird als "Äther" angesehen, der z.B. die bewegten Uhren langsamer gehen lässt. Nur hat man mit dem Michelson-Morley Experiment versucht, die Bewegung der Erde gegenüber dem "Äther" zu messen. Allerdings ist eine Konsequenz des Relativitätsprinzips auf den optischen Dopplereffekt, daß die in einem System ruhende Uhr, die sich in einem anderen bewegt, in jenem "langsamer geht".
Gruß
Rudi Knoth
