Das Prinzip des Seins

Diskutieren Sie mit anderen Lesern über Physik und Philosophie
Aktuelle Zeit: Mo 2. Nov 2026, 23:14

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 2407 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1 ... 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89 ... 241  Nächste
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel
BeitragVerfasst: Mo 30. Aug 2010, 15:21 
Offline

Registriert: Do 1. Jan 2009, 01:56
Beiträge: 3201
Hallo Jocelyne !

Zitat:
Jedoch hat man schon versucht mit astronomischen Messungen die SRT zu bestätigen und die winzigen postulierten relativistischen Effekten bei astronomischen Entfernungen nachzuweisen. Sogar schon 1919 mit den Beobachtungen des Sonnenfinsternisses, die schon damals als triumphale Bestätigung der SRT erklärt wurden - jedoch manipuliert waren!!...


Die Beobachtungen bei Sonnenfinsternis dürften ganz banale Lichtbrechungserscheinungen
an der weit in den Weltraum hinausreichenden Sonnenatmosphäre darstellen.

Zitat:
Auch noch 1977 soll man die Unabhängigkeit der LG von der Geschwindigkeit der Quelle mit Beobachtungen an Doppelpulsaren nachgewiesen haben, siehe Prof. Dr. Bernard Schutz, Direktor am Albert Einstein Institut, erzählt uns was vom Pferd:


Die Unabhängigkeit der LG von der Quelle ergibt sich aus der Leitfähigkeit
des Weltraumgases und das ist c.

Mit Gruß

Hannes


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel
BeitragVerfasst: Mo 30. Aug 2010, 15:26 
Offline
Administrator

Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Beiträge: 3221
Wohnort: Graz
Amenutep hat geschrieben:
wieso behaupten dann leute wie Harald Lesch im TV das die längenkontraktion im versuch nachgewiesen wurde?


Man versucht, die Lorentzkontraktion indirekt nachzuweisen, z.B. mit der Frequenzveränderung der Undulatorstrahlung. Wie das geht und dass das sehr fragwürdig ist, habe ich hier:
http://www.mahag.com/srt/lorentz.php
beschrieben.
Auch aus dem Verhalten gestreuter Teilchen im Beschleuniger versucht man auf die kontrahierte Form von Ionen zurück zu schließen, die ja vom Laborsystem aus nicht rund, sondern ellipsoid erscheinen müssten. Diese Beweise sind allerdings nicht konform mit der SRT, die ja nicht von einer tatsächlichen Formveränderung ausgeht. Eine Kontraktion, die nur als Messwert existiert, kann sich physikalisch aber nicht auswirken. Abgesehen davon, dass man die Form beschleunigter Ionen gar nicht kennt.
Harald Lesch ist sowieso ein sehr begnadeter Märchenerzähler...

Grüße
Harald Maurer


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel
BeitragVerfasst: Mo 30. Aug 2010, 15:33 
Offline
Administrator

Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Beiträge: 3221
Wohnort: Graz
Hannes hat geschrieben:
Die Beobachtungen bei Sonnenfinsternis dürften ganz banale Lichtbrechungserscheinungen
an der weit in den Weltraum hinausreichenden Sonnenatmosphäre darstellen.


Das spielt zwar auch eine Rolle, aber nicht nur...Dass Licht der Gravitation unterliegt, ist zweifelsfrei durch Gravitationslinsen bestätigt. Aber das betrifft die ART und nicht die SRT.

Hannes hat geschrieben:
Die Unabhängigkeit der LG von der Quelle ergibt sich aus der Leitfähigkeit
des Weltraumgases und das ist c.


Die Unabhängigkeit der LG von der Quelle ergibt sich aus dem Wellenmodell des Lichts. Wellen haben nun mal diese Eigenschaft.

Grüße
Harald Maurer


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel
BeitragVerfasst: Mo 30. Aug 2010, 15:44 
Offline

Registriert: Do 1. Jan 2009, 01:56
Beiträge: 3201
Hallo Harald!

Zitat:
Das spielt zwar auch eine Rolle, aber nicht nur...Dass Licht der Gravitation unterliegt, ist zweifelsfrei durch Gravitationslinsen bestätigt. Aber das betrifft die ART und nicht die SRT.


Ja, so sehe ich das auch.

Zitat:
Hannes hat geschrieben:
Die Unabhängigkeit der LG von der Quelle ergibt sich aus der Leitfähigkeit
des Weltraumgases und das ist c.
Du schreibst:
Die Unabhängigkeit der LG ergibt sich aus dem Wellenmodell des Lichts. Wellen haben nun mal diese Eigenschaft.


Auch hier deckt sich unsere Meinung. Denn in welchem Medium breiten sich die Lichtwellen aus ? Im Weltraumgas oder wie man auch sagen kann im Vacuum
des Weltraumes.

Mit Gruß
Hannes


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel
BeitragVerfasst: Mo 30. Aug 2010, 17:28 
Offline

Registriert: So 8. Feb 2009, 22:41
Beiträge: 4174
Harald Maurer hat geschrieben:

Wenn die Geschwindigkeit des Lichts unabhängig von der Quelle ist (sodass es keine Rolle spielt, in welchem BS sich die Quelle befindet), so ist die Annahme, die Geschwindigkeit wäre nach allen Richtungen die gleiche, nur dann erlaubt, wenn man davon ausgeht, dass die Geschwindigkeit des Beobachters auf die LG keinen Einfluss hat. Andernfalls würde es sich ja ergeben, dass aufgrund der Bewegung des Beobachters die LG von der Richtung abhängt.

Stimmt…

Man kann aber m.E. messtechnisch nicht gleichzeitig durch eine einzige astronomische Beobachtung nachweisen, dass die LG unabhängig von der Geschwindigkeit der Quelle UND des Beobachters ist, weil man bei astronomischen Messungen die Lichtgeschwindigkeit überhaupt nicht misst, schon gar nicht getrennt nach Einfluß der Geschwindigkeit der Quelle und Einfluß der Geschwindigkeit des Beobachters, sodass man den jeweiligen und gleichzeitigen Anteil der Geschwindigkeit der Quelle und der Geschwindigkeit des Beobachters in der Lichtgeschwindigkeit nicht erfahren und auseinander halten kann, wenn ein Lichtstrahl sich zwischen einer entfernten bewegten Quelle im All und einem Beobachter auf der bewegten Erde bewegt. Man kann nun mal nicht die LG „aus der Sicht der Quelle“ messen, dafür bräuchte man einen Beobachter auf der Quelle, hat man nun nicht. Man kann nun mal nicht einen Beobachter für eine Messung plazieren, wo man ihn gerade bräuchte und wo die Relativisten ihn gerne munter plazieren: auf der Sonne, auf einem Asteroid, auf einer entfernten Quelle im All, auf einem Myon... 8-) All solche "Messungen" sind nun mal technisch nicht möglich, das sind fiktive Messungen, Wunschträume der Relativisten. Man hat immer nur ganz platt einen Beobachter auf der Erde, der die LG „aus der Sicht der Erde“ sprich relativ zur Erdoberfläche messen kann. Mehr nicht. Alles Anderes ist nicht möglich. Das ist m.E. auch das, was Poincaré ausdrucken wollte als er sagte: „Das ist ein Postulat, ohne das keine Messung dieser Geschwindigkeit [der Geschwindigkeit der Quelle] versucht werden könnte." Man kann nun mal nicht einen Beoachter auf einer entfernten Lichtquelle im All für eine konkrete Messung plazieren, und der Beobachter auf der Erde kann nicht der Anteil der Geschwindigkeit der Quelle und der Anteil seiner eigenen Geschwindigkeit in der Lichtgeschwindigkeit erfahren, weil er beide Geschwindigkeiten nicht kennt und die LG aus der entfernten Quelle auch nicht messen kann. Viele unbekannte Faktore in astronomischen Beobachtungen... Oder?

Es ist also äußerst praktisch einen Wert der LG festzusetzen und dabei zu postulieren, dass sie zugleich unabhängig von der Geschwindigkeit der Quelle und des Beobachters ist, was jedoch in dem zweiten Fall einen Logikbruch bedeutet: Eine Messung kann grundsätzlich nie unabhängig von einem Beobachter sein, weil eine Messung nur durch die Existenz eines Beobachters (sprich auch von seinem Bewegungszustand) zustande kommt. Ohne Beobachter, keine Messung.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez


Zuletzt geändert von Jocelyne Lopez am Mo 30. Aug 2010, 18:03, insgesamt 1-mal geändert.

Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel
BeitragVerfasst: Mo 30. Aug 2010, 18:00 
Offline

Registriert: Do 1. Jan 2009, 01:56
Beiträge: 3201
Hallo Jocelyne !

Zitat:
Man kann nun mal nicht einen Beoachter auf einer entfernten Lichtquelle im All für eine konkrete Messung plazieren, und der Beobachter auf der Erde kann nicht der Anteil der Geschwindigkeit der Quelle und der Anteil seiner eigenen Geschwindigkeit in der Lichtgeschwindigkeit erfahren, weil er beide Geschwindigkeiten nicht kennt und die LG aus der entfernten Quelle auch nicht messen kann. Viele unbekannte Faktore in astronomischen Beobachtungen... Oder?


Deine Aussage ist richtig, aber umständlicher hättest du es nicht formulieren können.
Mit einem Satz:
Man kann die Geschwindigkeit eines Objektes nicht aus seiner
Ankunftsgeschwindigkeit ermitteln.
Es kann sich auf der Strecke ja vieles ereignet haben. Was beim Licht ja tatsächlich der Fall sein dürfte.
Man kann sein Verhalten auf der Strecke aber rekonstruieren.

Mit Gruß
Hannes


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel
BeitragVerfasst: Mo 30. Aug 2010, 18:50 
Offline

Registriert: Do 1. Jan 2009, 01:56
Beiträge: 3201
Hallo Chief !

Zitat:
Waren es nicht Newton, Soldner und viele andere die Gravitationseinfluss auf Lichtstrahlen für selbstverständlich hielten. Und zwar ohne SRT und ART.


Und wenn jemand überzeugt ist, dass es schwarze Löcher gibt, ist das
gleichzeitig das Einverständnis von Gravitationseinfluss auf Lichtstrahlen.

Besten Gruß
Hannes


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel
BeitragVerfasst: Mo 30. Aug 2010, 18:54 
Offline

Registriert: Mi 31. Dez 2008, 19:19
Beiträge: 1136
Wohnort: Hamburg
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Es ist also äußerst praktisch einen Wert der LG festzusetzen und dabei zu postulieren, dass sie zugleich unabhängig von der Geschwindigkeit der Quelle und des Beobachters ist, was jedoch in dem zweiten Fall einen Logikbruch bedeutet: Eine Messung kann grundsätzlich nie unabhängig von einem Beobachter sein, weil eine Messung nur durch die Existenz eines Beobachters (sprich auch von seinem Bewegungszustand) zustande kommt. Ohne Beobachter, keine Messung.

Man kann physikalische Dinge auch komplizierter machen als sie sind. Wenn sich etwas in seinem Medium bewegt, dann hat es bei gleichen Antriebsbedingungen auch seine für das Medium typische Geschwindigkeit:

    Setzt man eine Brieftaube von einem fahrenden Fahrzeug aus, dann hat sie kurz nach dem Start ihre Brieftaubengeschwindigkeit in Luft.
    Feuert man einen auf eine bestimmte Geschwindigkeit eingestellten Übungstorpedo auf ein Hartziel ab, dann läuft dieser "Aal" mit seiner Geschwindigkeit in Wasser.
    Betätigt man die Hupe seines fahrenden Automobils, so erreicht das Hupsignal einen etwas von der Straße entfernten Punkt mit Schallgeschwindigkeit.

Dies sind Alltagserfahrungen für die kaum ein Beobachter benötigt wird, da sie selbstverständlich sind wie ein nach unten fallender Turmspringer oder eine nasse Straße bei Regen. Es hat unterschiedlichste Messungen der Lichtgeschwindigkeit von Elektromagnetischen Wellen gegeben - zu denen als Frequenzbereich auch das Licht gehört - Wenn aus Weltraumsonden EM-Wellen als Funksignale gesendet wurden, konnte meiner Ansicht nicht festgestellt werden, dass die Signale schneller übertragen wurden, wenn sich eine solche Sonde zur Erde hin bewegt oder langsamer, wenn sie sich entfernt - d.h. v_quelle und c_Lichtgeschwindigkeit sind unabhängig voneinander.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel
BeitragVerfasst: Mo 30. Aug 2010, 19:08 
Offline

Registriert: Do 1. Jan 2009, 01:56
Beiträge: 3201
Hallo Gerhard Kemme !

Zitat:
Wenn aus Weltraumsonden EM-Wellen als Funksignale gesendet wurden, konnte meiner Ansicht nicht festgestellt werden, dass die Signale schneller übertragen wurden, wenn sich eine solche Sonde zur Erde hin bewegt oder langsamer, wenn sie sich entfernt - d.h. v_quelle und c_Lichtgeschwindigkeit sind unabhängig voneinander.


Genau das, was auch ich schon in ungezählten Beiträgen schreibe.
Licht hat systemspezifische Weiterleitungsgeschwindigkeit und ist völlig unabhängig
von einer Anfangsgeschwindigkeit.
Aber sag das unserem Forenfreund Ernst !

Hannes


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel
BeitragVerfasst: Mo 30. Aug 2010, 19:56 
Offline

Registriert: Do 1. Jan 2009, 01:56
Beiträge: 3201
Hallo Artie !

Zitat:
Im Rahmen der SRT wird der Effekt nicht nur so gemessen, der Effekt tritt auf.
Von allen möglichen Beobachtern, die jeweils einen anderen Bezugspunkt betrachten, stellt jeder einen geänderten Ablauf der Zeit zur eigenen Zeit fest.


Wer hat dir nur solchen Unsinn eingeredet ?
Wo ist so etwas schon beobachtet worden ?
Wie kann jemand einen geänderten Ablauf der Zeit zur eigenen Zeit feststellen ?^
Nichteinmal ein SRT-Experte behauptet das mehr heutzutage.

Hannes


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 2407 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1 ... 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89 ... 241  Nächste

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 5 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de