Frau Holle hat geschrieben:
Daniel K. hat geschrieben:
Und Du hast keiner meiner Aussagen mit Werten widersprochen, wie ist das zu verstehen, egal, oder schweigende Zustimmung?
Mit den Werten machst du etwas grundsätzlich falsch, meine ich. Weiß nur noch nicht wie ich es erklären soll ohne zu langen Text.
Kann sein, denke aber nicht, und ich habe nichts gegen längere Texte.

Frau Holle hat geschrieben:
Irgendwie addierst du eine Relativgeschwindigkeit zum Signal, aber das geht nicht.
Also doch das geht schon. Ich grübel mal laut, ein Zug mit 6 Lj Länge mit 0,6 c für Bob bewegt hat eine Länge von 4,8 Lj, durch die Lorentzkontraktion, da sind wir uns doch einig. Bob kann am Bahnhof stehen, in der Mitte, mit Lampe, er macht die mal an und aus. Der Zug steht auch mittig Bob gegenüber, der Schaffner sieht das Lichtsignal von Bob, direkt ins Auge. Denke mal bis hier sind wir uns doch einig.
Nun läuft das Signal für Bob den wirklich langen Bahnhof lang, zu einem Ende, das ist 3 Lj weit weg, das Signal läuft ganz sicher 3 Jahre, da sind wir uns doch auch einig.
Nun fragt sich Bob, wann wird das Signal denn das Zugende erreichen. Das Ende des Zuges bewegt sich auf Bob mit 0,6 c zu, auch hier rechne ich nicht mit einem Widerspruch von Dir.
Bob "weiß" also, das Zugende in 2,4 Lj Entfernung bewegt sich dem Lichtsignal mit 0,6 c entgegen. Logischer Weise sollte das Signal das Zugende eher treffen. Der Abstand zwischen Signal und Zugende ändert sich für Bob als mit c + 0,6 c = 1,6 c und in 1,5 Jahren sind das 2,4 Lj, genau der Abstand zwischen dem Signal beim Start und dem Ende des Zuges, also Treffer. Ich behaupte mal ganz frech, Bob "sieht" wie nach 1,5 Jahren das Signal die Uhr im Zugende startet.
Wenn Du hier Einwände hast, dann lass die mal hören.
Frau Holle hat geschrieben:
Die Relativgeschwindigkeit der Uhr in Richtung Signal ist doch mit der Längenkontraktion schon eingepreist. Für Bob ist der Abstand zu U5 nur 2,4 Lj, aber de facto ist er ja länger, nämlich 3 Lj.
Da gibt es keine de facto, die Länge des Zuges ist für Bob real und beträgt 4,8 Lj, ich meine der Abstand zwischen beiden Uhren, die Hälfte ist real 2,4 Lj. Das misst Bob so ganz real, das ist keine Illusion, ist eine reale physikalische Länge. Darum sage ich ja Fotos machen, Bob kann ein Foto über die ganze Länge machen in seinem System gleichzeitig und auf dem Bild ist, wenn wir da einen Zug hätten, ein Zug mit 4,8 Lj Länge. Und wenn wir bei 2,4 Lj am Bahnhof Uhren hätten, könnten die mit aufs Bild.
Bei t, t' = 0 haben wir einen Zug mit einer Ruhelänge von 6 Lj im Bahnhof mittig, Bob blickt dem Schaffner in der Zugmitte direkt in die Augen. Ein Blitz schlägt ein, durch die Zugmitte in die Gleise des Bahnhofs, das Licht läuft zu den Enden des Bahnhofs und des Zuges. Ohne Frage "sieht" Bob, wie das Licht an seinen beiden Enden das Bahnhofs nach 3 Jahren ankommt, in einer Entfernung von 3 Lj. Und beide Signal kommen für Bob gleichzeitig an den Enden an.
Stellen wir uns mal eine Reihe von Uhren am Bahnhof von Bob vor, über die ganze Länge und die laufen auch schon synchronisiert. Signal kann von mir aus ja nochmal laufen und kommt eben nach 3 Jahren an den Enden an. Wenn Bob nun überall am Bahnhof an den Uhren Fotos macht, also den Zug fotografiert, oder eine ganz lange Sensorfläche entlang des Bahnhofs hat, und bei t = 0 ein Bild macht, dann hat er bei - 2,4 Lj und + 2,4 Lj die beiden Zugenden auf dem Bild.
Und ja der kontrahierte Zug bewegt sich auch für Bob und natürlich bewegen sich auch die Enden des Zuges über die Zeit, kann doch gar nicht anders sein.
Das Licht des Blitzes läuft am Bahnhof entlang mit c für Bob, und nach 1,5 Jahren ist es 1,5 Lj weit am Bahnhof entlanggelaufen. Und das Zugende hat sich in der Zeit bewegt und zwar mit 0,6 c dann 0,9 Lj auf Bob zubewegt, dem Signal entgegen und in Summe sind das 2,4 Lj. Wenn der Schaffner im Zug am Ende seine Uhr mit dem Signal neu auf 0 stellt, kann das am Bahnhof 1,5 Lj weit entfernt von Bob fotografiert werden, nach 1,5 Jahren für Bob. Also ich bin mir da schon recht sicher. Aber lass ruhig mal hören was Du so meinst.
Frau Holle hat geschrieben:
Die Uhr kommt dem Signal nicht noch zusätzlich entgegen auf dieser bereits verkürzt gemessenen Strecke.
Doch Du, bin mir recht sicher. Also nun bringst Du mich doch echt wo durcheinander. Nun ich finde da erstmal keinen Fehler in meiner Beschreibung von eben. Der Zug ist real lorentzkontrahiert. Hat der eine Ruhelänge von 6 Lj hat er bei 0,6 c für Bob eine Länge von 4,8 Lj. Bob "steckt" für sich in seinem System die beiden Zugenden gleichzeitig ab. Foto, auf dem Bild beide Enden des Zuges, real 4,8 Lj. Bei t = 0 für Bob, wenn der Zug mittig im Bahnhof steht, sind das zu jedem Zugende für Bob 2,4 Lj.
Und über die Zeit bewegt sich dieser für Bob kürzere Zug, somit auch seine beiden Enden. Wenn - und das ist ja wohl sicher - das Licht des Signals am Bahnhof mit c entlangläuft, dann hat es - wohl auch unstrittig - nach 1,5 Jahren eben 1,5 Lj am Bahnhof zurückgelegt. In der Zeit hat sich das Zugende bewegt, mit 0,6 c und zwar dem Signal entgegen. Das sind 0,9 Lj. Und somit sollte das Signal nach 1,5 Jahren das Zugende treffen. Also ich finde da keinen Fehler, keine Ahnung, eventuell werde ich zu alt für so etwas.
Frau Holle hat geschrieben:
In meiner Grafik ist der Abstand zwischen Bobs Uhren übrigens nur l = 3 Lj, nicht wie früher 6 Lj. Dasselbe bei Alice.
Super, das hilft mir ja nun mal gar nicht, wenn Du nun auch noch die Vorgaben änderst. Wie dem auch sei, Wochenende, werde mir das noch mal in der Nacht durch grübeln. Man habe ich heute Nacht genial luzid geträumt, wie Supermann geflogen und viele andere Dinge probiert. Gut, also erstmal, und wie schon gesagt, Deine Animation ist ohne Frage cool.