fallili hat geschrieben:
julian apostata hat geschrieben:
Nehmen wir mal an, es gäbe keine relativistischen Effekte. Verstehst du dann die beiden folgenden Sätze?
1. Wenn wir 2 gleich lange Lineale aneinander vorbei führen, können sich die Linealenden gleichzeitig gegenüber liegen.
2. Wenn wir 2 ungleich lange Lineale aneinander vorbei führen, so ist dies nicht möglich.
Erst wenn du diese beiden Sätze verstehst und mir dann erklärst was konkret du trotzdem an den Animationen nicht kapierst, kann ich einen weiteren Erklärungsversuch starten.
Ich verstehe diese beiden Sätze und ich kann auch Deine Animationen nachvollziehen.
Aber was ich anscheinend NICHT rüberbringe ist, dass es ja in der Realität auch Züge und Bahnsteige gibt und dass dort das Ganze auch anders darstellbar ist.
Die "wahre" Zuglänge kann so gewählt werden, dass die Längen von Bahnsteig und Zug auch bei m vorbeifahren identisch sind!
Dateianhang:
Der Dateianhang Zug_real.gif existiert nicht mehr.
Dateianhang:
Zug_real.gif [ 20.36 KiB | 6597-mal betrachtet ]
Ein REALER Zug MUSS irgendwann so im Bahnhof positioniert sein, dass sich A A' und B B' exakt gegenüberstehen und z.B. "mit den Händen abklatschen" können. (schmerzhaft bei 0,5 c

)
Aber auf alle Fälle haben die Uhren IM Zug dabei identische Zeiten (tA und tB) und die Uhren am Bahnhof haben auch identische Zeiten (t'A' und t'B')
wobei t und t´ natürlich nicht identisch sein müssen - entscheidend ist nur dass tA und tb identisch sein MUSS (und im Zug t'A' und t'B' identisch sind).
Eine derartige Situation ist in der SRT NICHT darstellbar, da kann nur entweder A und A' ODER B und B' sich gleichzeitig am selben Raum-Zeit-Punkt befinden:
Dateianhang:
Der Dateianhang Zug_relat.gif existiert nicht mehr.
Dateianhang:
Zug_relat.gif [ 3.35 KiB | 6638-mal betrachtet ]
Die SRT sagt also:
Gleichzeitiges Händeabklatschen von A A' und B B' geht NICHT.
Die reale Vorstellung eines Zuges und Bahnhofes sagt:
"Natürlich geht das" - über den "wirklichen" Zeitpunkt könnte man sich uneinig sein (t und t' könnten verschieden sein) aber dass
für A und B ein identisches t feststellbar ist UND
für A' und B' ein identisches t' muss bei einem realen Zug und einem realen Bahnhof möglich sein.
Diese Diskrepanz treibt mich eben um - ich finde keinen Fehler in meinen Überlegungen.
Sorry, dass ich einen ganzen Beitrag noch mal einstelle. Aber ich sehe, dass die Grafiken schon 200 mal angeschaut wurden und NIEMAND sagt etwas dazu.
Das Problem beschäftigt mich wirklich ernsthaft, weil es nach meinen Überlegungen eindeutig ein Beispiel dafür ist, dass ZWEI Ereignisse (beide "Abklatschen mit der Hand") sowohl im ruhenden als auch im bewegten System gleichzeitig sein MÜSSEN.
Die vorderen Beobachter können NUR "abklatschen" wenn sich BEIDE Hände am selben Raum-Zeit-Punkt befinden und auch die hinteren beiden Beobachter können NUR "abklatschen" wenn sich deren BEIDE Hände auch am selben Raum-Zeit-Punkt befinden.
So eine Situation ist aber (siehe Minkowski-Diagramme) in der SRT nicht darstellbar.
Also wird A) das "abklatschen" entweder entgegen den Aussagen der SRT in BEIDEN IS als gleichzeitig beurteilt oder B) gleichzeitiges Abklatschen ist in KEINEM IS möglich.
Und da B eindeutig Blödsinn ist bleibt ja nur mehr A übrig.
Also ich hoffe, das jemand auch mal was dazu sagt. Die Kritiker müssten sich ja freuen, wenn hier ein Beispiel aufgezeigt wird, das die SRT offensichtlich nicht beschreiben kann und die Verteidiger müssten doch herausfinden ob ich da einen Denkfehler gemacht habe.