sanchez hat geschrieben:
Hallo Daniel, schön das du wieder da bist.
Moin Sanchez,
endlich mal wer der sich freut, freundlich ist und soziale Kompetenz zeigt, ein Licht, ich sehe ein Licht.
sanchez hat geschrieben:Daniel K. hat geschrieben:
Aber die ART beschreibt alles in einer einzigen Formel, ich spare es mir mal eben Dir das hier im Detail vorzurechnen.
Ja, das ist gut. Lassen wir die ART noch außen vor und beschränken uns auf die SRT.
Gerne, die ART ist auch schon drüber. Man kann nicht eben selbst die Gleichung ableiten, Einstein hat viele Jahre gebraucht, wer kann schon wirklich mit Tensoren rechnen und versteht, was ein solcher ist. Man kann sich da an die ART vorsichtig herantasten, aber so richtig, nicht ohne wirklich viel Ahnung und Fähigkeiten. Ich sehe nur einen, der sich da etwas drin zurechtfindet.
sanchez hat geschrieben:Daniel K. hat geschrieben:Es zeigt, dass Einstein in beiden Punkten recht hatte:- Schnelle Uhren gehen langsamer (SRT-Aspekt).
Den Satz „bewegte Uhren gehen langsamer“ halte ich für problematisch.
Ja, das ist er, der Satz ist ein Problem, eigentlich hab ich mir lange abgewöhnt, das so zu formulieren. Der Punkt ist, es ist nicht wirklich falsch, wie man ja an einer Lichtuhr sehen kann, aber ohne genauere Erklärungen, verirrt man sich wie Holle und McMurdo einfach tief im Nebel.
sanchez hat geschrieben:
Nehmen wir an, da sind zwei Beobachter, die zueinander bewegt sind. Beide Beobachter sehen die Uhr des anderen langsamer gehen. Nach dem galileischen Prinzip ist keine der beiden Uhren zu bevorzugen. Was sie sehen ist zweifellos richtig. Allerdings, es ist nicht die eine Uhr, die langsamer geht, und auch nicht die andere Uhr. Es ist der Raum zwischen den Beiden Uhren. Die Geschwindigkeitsbegrenzung der Lichtgeschwindigkeit macht die Beobachtung real.
Ich habe es hier, auch Dir schon, ganz oft und echt lange erklärt. Man braucht eine Analogie, man muss erstmal ein Bild im Kopf haben, wie so eine Relation ausschauen kann, die wechselseitig ist. Dazu kurz, ein Salzsee, Du und Kurt im coolen Flitzer, leider fahren beide immer nur konstant 100 km/h. Ihr startet von einem Punkt, aber im Winkel von ca. 25 Grad. Jeder fährt genau 5 km gerade aus. Wenn Du nun schaust, wo ist Kurt, siehst Du ihn schräg hinter Dir. Du kannst also sagen, Du bist vorne. Er kann genau dasselbe sagen, er sieht Dich eben schräg hinter sich und meint, er ist vorne. Und beide habt ihr recht, Eure Koordinatensysteme sind zueinander verdreht, jeder hat auf seiner y-Achse eben mehr Strecke zurückgelegt, als der Andere. Wenn Du nun diese Meter durch Sekunde ersetzt, hast Du eine gute Analogie.
Schon während der Fahrt kannst Du ja sehen, wie Kurt "langsamer" für Dich ist, er bleibt immer weiter zurück und auch er sieht es so, aber für Dich. Nun zu sagen, ein schrägfahrendes Auto ist langsamer, ist schwierig, wei es eben schon was weglässt.
sanchez hat geschrieben:
Es ist sogar so, dass in der SRT (alle unbeschleunigten Uhren) synchron gehen.
Wenn Du damit gleichschnell im eigenen Ruhesystem meinst, ja dann ist das so richtig.
sanchez hat geschrieben:
Um die Zeitdilatation in der SRT zu berechnen, berechnet man den Lorentzfaktor Gamma. Setze in der Formel die Lichtgeschwindigkeit auf unendlich. Als Folge wird Gamma gleich 1. Und siehe da, auf einmal gibt es keine Zeitdilatation mehr, und alle unbeschleunigten Uhren laufen synchron.
Das musst Du aber mal zeigen. Also man setzt oft - ich auch - c = 1 und nicht auf unendlich, kenne keinen der das macht, das hat sogar Holle bisher nicht gemacht, und der versucht wirklich jeden Unfug zu schreiben, der möglich ist. Erkläre man genauer, was Du eigentlich sagen wolltest, und schau es Dir vorher nochmal an, keiner setzt wo die Lichtgeschwindigkeit auf unendlich.
sanchez hat geschrieben:
Zeitdilatation ist ein beobachteter Effekt, der aber real ist in der Wirkung.
Ja es ist ein realer Effekt, den man beobachten kann, warum hast Du da ein "aber" drin?
sanchez hat geschrieben:
Der Unterschied im einem Inertialsystem, zwischen Uhren, die unbeschleunigt bewegt sind, und Uhren, die im Inertialsystem ruhen, ist, dass die bewegten Uhren, eine relativistische Masse haben. (Ich finde das noch in Ordnung von relativistischer Masse zu reden).
Das ist keine gute Idee, das mit der relativistischen Masse, Uhren selbst sind wie Beobachter problematisch. Man muss versuchen so viel wie möglich vom Lametta vom Baum zu bekommen, alles abhängen, was man nicht braucht. Und in der SRT spielt die Masse selbst hier bei der Zeitdilatation keine Rolle. Also, Uhren nun noch eine Masse zu geben, eine relativistische auch noch, keine gute Idee, als nächstes bekommen die noch eine Farbe. Also ganz deutlich, Uhren brauchen keine Masse und kein Gewicht, wir haben hier in der SRT auch keine Gravitation.
sanchez hat geschrieben:
Auch hier sagen die zwei zueinander bewegten Beobachter, der andere hat eine relativistische Masse.
Ja, aber die "relativistische Masse" ist mehr was berechnetes, man kann den Gammafaktor eben auch an die Ruhemasse kleben, aber das macht am Ende mehr Probleme, als das es hilft.
sanchez hat geschrieben:
Die relativistische Masse ist nur wichtig, wenn ich eine Uhr, zum Uhrenvergleich, abbremse, z.B. Zwillingsparadoxon.
Auch da ist die nicht wichtig, beim Zwillingsparadoxon hängt man ja schon so viel Lametta vom Baum wie möglich, man lässt Beschleunigung soweit wie möglich raus, in einigen Beispielen sogar vollständig. Wie viel Masse das Raumschiff hat, ist so unwichtig, wie was der Zwilling zum Frühstück gegessen hat.
Wenn Du magst, kann ich Dir aber mal viele Uhren zum Zwillingsparadoxon von Kroll zeigen, wo man in einer Grafik schon erkennen kann, wenn man will, wie der Hase läuft.
sanchez hat geschrieben:
Außerdem, dadurch dass man eine Uhr abbremst, wird klar, die abgebremste Uhr ist die bewegte Uhr, die andere ist die ruhende Uhr. (durch Geschwindigkeitsänderung manifestiert sich eine Zeitdilatation).
Nein, das passt so nicht wirklich gut zum Zwillingsparadoxon. Schau mal, ich schrieb gerade man nimmt die Beschleunigung raus, weil es nicht darum geht. Dann ist "abbremsen" nur relativ, weil es ist nur eine Änderung der Geschwindigkeit, was für einen Abnahme der Geschwindigkeit (Abbremsen) ist, ist aus der Sicht eines anderen eine Zunahme der Geschwindigkeit.
Es gibt auch keine wirklich bewegte oder ruhende Uhr, und das ist schon ohne SRT so. Ganz deutlich, Du kannst in Deiner Rakete ein Jahr lang beschleunigen und kannst danach noch immer ganz zurecht sagen, Du ruhst und Deine Rakete auch. Weil es gibt keine absolute Geschwindigkeit gegenüber dem Raum.
Und wenn der "Reisende" nun "bremst" und landet, wechselt er nur in das System S, und da kennt man ja eh schon alles.
Sinn ist ja, die Relativität zu zeigen, also man nimmt schon zwei zueinander bewegte Systeme. Bevor aber das "Uhrenparadoxon" selbst nicht wirklich richtig verstanden ist, kann man nicht das Zwillingsparadoxon verstehen, denn das besteht ja selbst nun aus zwei einzelnen Uhrenparadoxien. Hatten wir hier auch schon mal im Forum.
Das ist der Weg ...