Relativitätstheorie von A. Einstein verkappte Äthertheorie?

Hier werden diverse Äthermodelle diskutiert

Relativitätstheorie von A. Einstein verkappte Äthertheorie?

Beitragvon Gerhard Kemme » Mi 5. Jan 2011, 20:40

Auf die Frage des Themas würde ich mit Ja antworten.

In seiner Rede vom 5. Mai 1920 mit dem Thema "Äther und Relativitätstheorie" an der Uni Leiden:

http://www.mahag.com/rede.htm

beklagt er mehr die schlechte Handhabbarkeit eines mechanischen Äthers, ohne auf ihn allerdings verzichten zu wollen - die Vorstellung sollte nur dem Forschungsstand angepasst werden.

Wer die Lorentztransformation bei der SRT anwendet, wird zu einer rechnerischen Verkürzung eines bewegten Gegenstandes kommen - so als hielte man einen elastischen Gegenstand in einen Ätherfahrtwind - dies wird als Längenkontraktion bezeichnet.

Wird die kugelförmige Lichtausbreitung rechnerisch auf auf das als bewegt angenommene Bezugssystem übertragen, so ergibt sich eine elliptische Form, als wäre ein elastisches rundes Objekt durch einen Äther-Fahrtwind zusammen gedrückt worden:

lichtausbreitung.PNG
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Re: Relativitätstheorie von A. Einstein verkappte Äthertheorie?

Beitragvon Ernst » Do 6. Jan 2011, 10:50

Gerhard Kemme hat geschrieben: Wird die kugelförmige Lichtausbreitung rechnerisch auf auf das als bewegt angenommene Bezugssystem übertragen, so ergibt sich eine elliptische Form, als wäre ein elastisches rundes Objekt durch einen Äther-Fahrtwind zusammen gedrückt worden [/attachment]

Das ist falsch. Wie Du im Nachbarthread leicht aus hunderten Beiträgen sehen könntest (u.a. Animation von Faber) bleibt die Sphäre im bewegten System kugelförmig.

Gruß
Ernst
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Re: Relativitätstheorie von A. Einstein verkappte Äthertheorie?

Beitragvon Gerhard Kemme » Do 6. Jan 2011, 21:08

Ernst hat geschrieben:
Gerhard Kemme hat geschrieben: Wird die kugelförmige Lichtausbreitung rechnerisch auf auf das als bewegt angenommene Bezugssystem übertragen, so ergibt sich eine elliptische Form, als wäre ein elastisches rundes Objekt durch einen Äther-Fahrtwind zusammen gedrückt worden [/attachment]

Das ist falsch. Wie Du im Nachbarthread leicht aus hunderten Beiträgen sehen könntest (u.a. Animation von Faber) bleibt die Sphäre im bewegten System kugelförmig.


Allerdings sind meine kritischen Anmerkungen dazu nicht beachtet worden und ich lasse mich da gerne überzeugen, bin aber momentan der Ansicht, dass eine Kugelwelle im Ruhesystem dann deformiert als Ellipse im bewegten System als Transformation (rechnerisch) abgebildet wird.

Nocheinmal meine Einlassungen dazu:
http://mahag.com/neufor/viewtopic.php?f=6&t=335&p=20839#p20839

Nach wie vor bin ich der Ansicht, dass es sich um keine Kugelwelle nach Berechnung der Transformation handelt.

Damit ein rechnerischer Überblick vorhanden ist, nachfolgend einige gegebene und errechnete Zahlenwerte:

geg.: t=10s; v=0,5c; x=3*10^9m; c=3*10^8m/s; y=3*10^9m; z=3*10^9m

errechnet: t'=5,773502692s; x'=1,732050808*10^9m

Die Frage wäre doch, wie weit sich die rechnerisch transformierte Wellenfront auf den x'- , y'- und z'-Achsen fortbewegt hat.

Per Rechnung wäre klar, dass sie sich auf der (bewegten) x'-Achse um x'=1,732050808*10^9m bewegt hat, dass sie auf der y'- und z'-Achse aber eine Entfernung von c*t zurückgelegt hat, d.h. y'=3*10^9m und z'=3*10^9m – insofern hätte man eine in x'-Richtung gestauchte ellipsenförmige Figur.


Für die Kreisfigur der Lichtausbreitung im Ruhesystem IS gilt im I. Quadranten x(t, alpha)=c*t*cos (alpha) und y(t, alpha)=c*t*sin (alpha), d.h. der Radius errechnet sich:
[x(t, alpha)]² + [y(t, alpha)]² = R² = c²*t²
oder
[c*t*cos (alpha)]² + [c*t*sin (alpha)]² = c²*t²

Allerdings soll dann y=y' gelten - und dies ist auch logisch, da es in y-Richtung keine Bewegung gibt. Da die y- und y'-Werte immer die gleichen Zahlenwerte für die Ordinate haben, d.h. auf gleicher Höhe liegen - siehe Skizze im Beitrag zuvor - gilt: y(t, alpha) = y'(t, alpha) =c*t*sin (alpha) , d.h. die rechnerische Lichtausbreitung des bewegten Systems IS' stimmt in y'-Richtung mit der Lichtausbreitung in y-Richtung überein und ist von "t" und nicht von " t' " abhängig.

Wenn die Werte im bewegten System IS' auf Ordinate (y') und Abzisse (x') unterschiedlich sind, dann handelt es sich um keine Kreisfigur mehr.
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Re: Relativitätstheorie von A. Einstein verkappte Äthertheorie?

Beitragvon Ernst » Do 6. Jan 2011, 21:54

Die vollständige Transformation von x,y,z,t nach x',y',z',t' findet sich geschlossen und numerisch incl. Animation im Nachbarthread. Es erweist sich, daß die Kugelform einer Lichtsphäre bei der vollständigen Transformation erhalten bleibt.

Gruß
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Re: Relativitätstheorie von A. Einstein verkappte Äthertheorie?

Beitragvon Gerhard Kemme » Do 6. Jan 2011, 22:38

Ernst hat geschrieben:Die vollständige Transformation von x,y,z,t nach x',y',z',t' findet sich geschlossen und numerisch incl. Animation im Nachbarthread. Es erweist sich, daß die Kugelform einer Lichtsphäre bei der vollständigen Transformation erhalten bleibt.


Es werden eigentlich einfache Antworten auf einfache Fragen etwas verlangt. Dabei stellt das Gleichungssystem der Lorentz-Transformation die Grundlage dar:

Bild

Und dort gibt es die klare Aussage, dass y=y' sei, hingegen sich die Abzissen-Werte x und x' unterscheiden - ich laß mich ja gerne belehren, aber ein solches transformiertes Gebilde hat ungleiche Durchmesser bzw Hauptachsen/Nebenachsen. Diese Anfrage: Kreis oder Ellipse, ist also ziemlich klar entscheidbar.
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Re: Relativitätstheorie von A. Einstein verkappte Äthertheorie?

Beitragvon galactic32 » Do 6. Jan 2011, 23:37

Ernst hat geschrieben:Es erweist sich, daß die Kugelform einer Lichtsphäre bei der vollständigen Transformation erhalten bleibt.
In Lorent'z Formel v=c zu setzen erwirkt sich als heikel,
denn die Division durch Null wird uneindeutig, bzw. müßte eindeutig zu x'=x führen.

Gruß
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Re: Relativitätstheorie von A. Einstein verkappte Äthertheorie?

Beitragvon Gerhard Kemme » Fr 7. Jan 2011, 00:28

galactic32 hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Es erweist sich, daß die Kugelform einer Lichtsphäre bei der vollständigen Transformation erhalten bleibt.
In Lorent'z Formel v=c zu setzen erwirkt sich als heikel,
denn die Division durch Null wird uneindeutig, bzw. müßte eindeutig zu x'=x führen.


Die Geschwindigkeit des bewegten Bezugssystems IS' ist beliebig v < c, z.B. v=0,86c. Worum es bei der Transformation einer sich kugelförmig sich ausbreitenden Lichtwellenfront geht, ist die Einsetzung von x=c*t, d.h. x'=c*t-v*t/sqrt(1-v²/c²). Insofern sind bei der Transformation die Wege der rechnerisch ermittelten Lichtstrahlen in x'- bzw. y'-Richtung unterschiedlich, so dass zumindest bei mir momentan keine Kreisform heraus kommt, wenn ich rechnerisch den Graph der Transformation bestimme: [c*t'*cos (alpha)]² + [c*t*cos (alpha)]² ={ Abstand von P(00) bis P(c*t'*cos (alpha);c*t*cos (alpha))}² - wobei aus y=y' folgt, dass y'(t;alpha) , d.h. y' hängt wie y von t und nicht von t' ab.
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Re: Relativitätstheorie von A. Einstein verkappte Äthertheorie?

Beitragvon galactic32 » Fr 7. Jan 2011, 01:26

Gerhard hat geschrieben:Die Geschwindigkeit des bewegten Bezugssystems IS' ist beliebig v < c, z.B. v=0,86c.
Da hast Du sicher recht.

So allmählich werd ich dröselig, wenn ich weiter auf diese dumme Lorent'z-Trafo sehe.

Hatt' schon dieses x=v*t auf das Sub-Koordinaten-System des Photon's angewendet.
Mit den Photonen, ist's so ein Unding, denn deren v wäre c, deren Systemzeit Null etc.

Andererseits zeigt das Ineinanderverketten von Bezugs-Systemen, daß unmöglich gepfuscht wird, mit der mathematisch logischen Klarheit.

Die Photonen müssen ja in dem Äther, dem mathematischen Hintergrund, der L.-Trafo, ein Ruhe-Bild hinterlassen, in Form Sekundärphotonenblitze, an Nebel o.ä.,deren Ursprünge absolut ruhend sein müssen.
Dann erst wird x=v*t mit v als Geschwindigkeit (eher wohl eine Art v') des Systems S' zu S.

Damit zeigt sich nach meinem Ermessen genau das „Verlogene“ hinter dieser mathematischen Spielerei.
Hinter der L.-Trafo steckt absoluter Äther.

Ich hatt grad zu viel von http://www.wbabin.net/mathis/spec.htm gelesen.

Der Mathematiker dieser Seite versteht zwar wohl nicht ganz die Zeitdilatation, allerdings zeigt er sehr gut auf, wie ein v', ein v, ein v_0 in die Koordinatensystem-Umrechnungen sauber einzubeziehen wäre.

Die officielle RT klärt den physikalischen Hintergrund nicht hinreichend, daß auf Kosten der Ruhe-Zeit, also der Änderungsfähigkeit im ruhenden Äther,die Geschwindigkeit eines Objekt's, also die lineare Änderungsfähigkeit des Ortes im Äther (z.B. v_x) nur zunehmen kann.

So weit Gruß
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Re: Relativitätstheorie von A. Einstein verkappte Äthertheorie?

Beitragvon Ernst » Fr 7. Jan 2011, 10:03

Gerhard Kemme hat geschrieben:Es werden eigentlich einfache Antworten auf einfache Fragen etwas verlangt.


Die gleiche Frage und ihre Beantwortung ist im Nachbarthread gestellt und beantwortet. Es reicht nicht, nur die Koordinaten zu transformieren, sondern auch für t ist die Transformation erforderlich. Aber bitte, alle Antworten dazu findest Du dort. Es macht doch keinen Sinn, hier alles zu wiederholen.

Gruß
Ernst
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Re: Relativitätstheorie von A. Einstein verkappte Äthertheorie?

Beitragvon Gerhard Kemme » Fr 7. Jan 2011, 21:27

Ernst hat geschrieben:
Gerhard Kemme hat geschrieben:Es werden eigentlich einfache Antworten auf einfache Fragen etwas verlangt.


Die gleiche Frage und ihre Beantwortung ist im Nachbarthread gestellt und beantwortet. Es reicht nicht, nur die Koordinaten zu transformieren, sondern auch für t ist die Transformation erforderlich. Aber bitte, alle Antworten dazu findest Du dort. Es macht doch keinen Sinn, hier alles zu wiederholen.


Es war von mir und anderen im Nachbarthread durchaus darauf hingewiesen worden, dass die Resultate angezweifelt werden - nun ihr seid dort so im Schwung gewesen, dass eine ausführliche Widerlegung von Einwendungen etwas zurück blieb - zumindest meine Wahrnehmung - war zu Beginn auch nicht auf Sendung. Insofern ist u.a. die Frage nach Kugel- oder Ellipsenform der rechnerisch ins bewegte Bezugssystem transformierten Kugelwelle noch nicht zur Zufriedenheit aller geklärt - und ich gehe bis zu einer Widerlegung davon aus, dass die Figur in IS' keine Kugelform hat.

Dein Beitrag: http://mahag.com/neufor/viewtopic.php?f=6&t=335&p=20839#p20845
[:quote="Ernst"]
Gerhard Kemme hat geschrieben: Nach wie vor bin ich der Ansicht, dass es sich um keine Kugelwelle nach Berechnung der Transformation handelt.
Damit ein rechnerischer Überblick vorhanden ist, nachfolgend einige gegebene und errechnete Zahlenwerte:

Numerische Rechnung killt keine geschlossene Lösung.

Deine angesetzten Werte für x,y,z,c*t erfüllen (soweit ich das auf die Schnelle sehe) nicht die Gleichung:
x^2 + y^2 + z^2 = c^2 t^2
[/:quote]


Man muß selbstverständlich mit den Polarkoordinaten, d.h. den Winkeln rechnen, um den Kugelradius heraus zu bekommen, d.h. die Kugelgleichung müßte ausführlicher geschrieben werden: x=c*t*cos (alpha); y=c*t*sin (alpha); und z=0, d.h. der Radius-Vektor zeigt nicht in z-Richtung - dann:
[c*t*cos (alpha)]² + [c*t*sin (alpha)]² = c²*t²

Die gegebenen Werte waren in dem folgendem Beitrag:
http://mahag.com/neufor/viewtopic.php?f=6&t=335&p=20839#p20839

Damit ein rechnerischer Überblick vorhanden ist, nachfolgend einige gegebene und errechnete Zahlenwerte:

geg.: t=10s; v=0,5c; x=3*10^9m; c=3*10^8m/s; y=3*10^9m; z=3*10^9m

errechnet: t'=5,773502692s; x'=1,732050808*10^9m


In: [c*t*cos (alpha)]² + [c*t*sin (alpha)]² = c²*t²
wird eingesetzt:
[3*10^8*10*cos (30°)]² + [3*10^8*10*sin (30°)]² = 6,75*10^18 + 2,25*10^18 = 9*10^18
Die andere Seite - der Radius c²*t²:
c²*t²=[3*10^8*10]²=9*10^18
Das funzt mit Polarkoordinaten und Radius.

Wobei man dann den Kugelradius mit räumlichen Koordinaten nach:
x=c*t*sin (alpha)*cos (beta)
y=c*t*sin (alpha)*sin (beta)
z=c*t*cos (alpha)
bestimmt.
Es müßte also gelten:
[c*t*sin (alpha)*cos (beta)]² + [c*t*sin (alpha)*sin (beta)]² + [c*t*cos (alpha)] = c²*t²
Wieder eingesetzt:
[3*10^8*10*sin (30°) * cos (60°]² + [3*10^8*10*sin (30°) * sin (60°]² + [3*10^8*10*cos (30°)]² =
5,625*10^17 + 1,6875*10^18 + 6,75*10^18 = 9*10^18
Die andere Seite - der Radius c²*t²:
c²*t²=[3*10^8*10]²=9*10^18

Im Ruhesystem breitet sich also eine Kugelwelle aus.
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