Trigemina hat geschrieben:
Das meinst du ernsthaft?
Ja, ganz ernsthaft
Trigemina hat geschrieben:
Wenn sich wie du behauptest elektromagnetische Wellen genau gleich wie Schall- oder Wasserwellen ausbreiten, müssten die Maxwell-Gleichungen über die Galilei-Transformation in eine kovariante Form gebracht werden können, was aber nur über die Lorentz-Transformation möglich ist.
Die Wellengleichung hat für elastische Wellen und em-Wellen dieselbe Form. Würde man fordern, dass Schallwellen in jedem Bezugssystem gleich schnell gemessen werden, müsste man auch hier so eine Art Lorentztrafo erfinden. Schallwellen dürfen hingegen c+/-v Geschwindigkeiten haben; dass em-Wellen dies nicht haben sollen, ist bloß ein Postulat unter der Prämisse des Relativitätsprinzips. Dass die Maxwell-Gleichungen, die für den Äther geschaffen waren und eine isotrope Lichtausbreitung zeigten, nicht galileitransformiert werden können, weil dadurch die Lichtausbreitung anisotrop würde, ist ein mathematisches Problem und hat mit der Behandlung von Welleneigenschaften an und für sich nichts zu tun. Die Frage war, ob der Faktor 2, der mit der Geschwindigkeitsmessung mittels Dezimeterwellen (Radar) eine Rolle spielt, weil der Doppler-Effekt sowohl beim Welleneinfang als auch bei der Wellenerzeugung durch einen "Reflexer" entsteht, auch allgemein bei Wellen in Medien (z.B. Wasserwellen) vorliegt- und diese Frage habe ich bejaht, wogegen Ernst offenbar von einer Art ballistischer Wellen ausgeht und meint, dieser doppelte Doppler wäre nur ballistisch erklärbar.
Ehe Du also wieder mit der SRT und der Lorentztrafo hereinschneist, könntest Du dich ja mit der Grundfrage befassen und eine Meinung zu diesem doppelten Doppler abgeben, bei dem es m.E. keine Rolle spielt, ob man ein Trägermedium annimmt oder nicht. Auch die unterschiedliche Erklärung für den D.Effekt (SRT=Zeitdilatation contra ballistische Wellen oder Teilchen, oder Wellen im Medium) spielt keine Rolle, weil quantitativ überall nahezu dasselbe herauskommt.
Was Ernst nicht verstehen will, ist, dass Wellen in Medien ganz denselben Faktor 2 aufweisen, wenn sie von einem
bewegten Reflexer zurückkommen. Dieser Faktor 2 ist hier sogar leichter zu verstehen als bei den angeblich trägerlosen em-Wellen. Ein bewegter Reflexer kommt den Wasserwellen entgegen und fängt sie daher mit kürzerer Wellenlänge ein. Es wird daher eine höhere Frequenz reflektiert, aber sie wird während einer Bewegung reflektiert, d.h. diese reflektierte Welle bekommt abermals eine kürzere Wellenlänge, ergo höhere Frequenz. Zum Sender kommt daher auch
jede Welle im Medium nach einer Reflexion am bewegten Reflexer mit dem
zweifachen Doppler E. zurück.
Bewegter Wellenempfang und bewegte Wellenerzeugung kann man nicht in einen Vorgang zusammenfassen, um damit nur einen einzigen Doppler Effekt zu begründen. Wäre das so, gäbe es keinen Unterschied zwischen einem ruhenden und einem bewegten Reflexer - beide würden dieselbe Frequenz zurücksenden, die sie erhalten.
Das kann schon aufgrund der Impuls- und Energieerhaltung nicht der Fall sein. Abgesehen davon, dass sich auch vor dem bewegten Reflexer eine stehende Welle bilden müsste und wir damit eine stehende Welle hätten, obwohl sich die Distanz zwischen Sender und Reflexer kontinuierlich verändert! Wellen sind Wellen, und Maxwell oder Lorentz haben hier vordergründig gar nichts zu bedeuten.
Ich sage, Wellen in Medien und Wellen, die angeblich ohne Träger funktionieren, verhalten sich bei Reflexion am bewegten Reflexer gleich - zumindest was den Faktor 2 betrifft.
Was ist falsch an meiner Behauptung
