Da hier der Name dieses Mannes genannt ist, und in zwei Diskussionen (AM-Modulation, Doppelspaltexperiment) die mit seinem Namen verbundenen mathematischen Begriffe genannt sind, will ich diese mal erklären. Es sind die Begriffe Fourier-Reihen und Fourier-Transformation.
1. Fourier-Reihen. Diese sind für periodische nicht sinusförmige Signale von Bedeutung. Ein hier diskutiertes Beispiel sind Rechteckschwingungen. Im Falle solcher periodischen Signale braucht man sich nur für eine Periode des Signals die Frequenz der Sinusschwingungen ansehen, die ein ganzzahliges Vielfaches der Frequenz des Signales ist. Im Falle des Rechtecksignals sind die ungeradzahlige Vielfache der Frequenz des Signals.
2. Fourier-Transformation Nun gibt es auch Signale, die nicht periodisch sind. Nehmen wir das Rechtecksignal, das aber nicht periodisch ist, sondern nur aus dem Einschalten und Ausschalten eines Stromes. Hat man da ein Frequenzspektrum? In der Tat ist es so. Natürlich ist die Frequenz Null am stärksten vertreten. Aber auch Sinusschwingungen von "kleineren" Frequenzen "passen" mit der positiven Halbwelle in die Zeit zwischen Ei- und Ausschalten rein. Erst wenn die ganze Welle reinpasst, hat man auf jeden Fall keinen Anteil dieser Frequenz. Aber es gibt wieder bei höheren Frequenzen wieder Anteile. Diese Anteile werden aber mit wachsender Frequenz umgekehrt zur Frequenz kleiner.
Aber anders als beim periodischen Rechtecksignal hat man nur Vielfache der Periode des Rechtecksignal.
Was hat dies mit Physik zu tun? Nun man kann zum Beispiel daraus ableiten, daß nichtlineare Bauteile Harmonische also ganzzahlige Vielfache der Grundfrequenz erzeugen. Diese können Empfänger im Empfang beeinträchtigen, wenn die Harmonische dieselbe Frequenz wie die Empfangsfrequenz des Empfängers hat.
Ein anderes Beispiel sind optische Effekte wie die Interferenzen an einem Einzelspalt oder einem Doppelspalt. Beim Einzelspalt hat man eine ähnliche Berechnung wie bei dem Rechtecksignal. Allerdings werden die Frequenzen durch die Winkel der Interferenzen ersetzt.
Und dann gibt es noch die Analysemethode FTIR. In dieser Apparatur bringen einzelne Spektralllinien beim Betrieb des Interferometers in Frequenzen umgewandelt. Mit der Fouriertransformation (FFT) kann man dann die Spektralllinien.
Also die Fourier-Transformation hat schon eine physikalische Bedeutung
Gruß
Rudi Knoth
