Das Max Planck Institut für Wissenschaftsgeschichte

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Das Max Planck Institut für Wissenschaftsgeschichte

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 15. Sep 2011, 06:32

Hallo zusammen,

Ich mache auf meinen heutigen Eintrag im Blog Kritische Stimmen zur Relativitätstheorie aufmerksam:

Das Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte und Geschichtsfälschung

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Das Max Planck Institut für Wissenschaftsgeschichte

Beitragvon Jocelyne Lopez » Fr 16. Sep 2011, 06:28


Ich behaupte, dass die systematische Darstellung der Kritiker der Relativitätstheorie als Antisemiten seit mehreren Jahrzehnten im Bildungssystem und in den Medien dem Tatbestand einer Geschichtsfälschung entspricht.

Zitate aus Wikipedia zu „Geschichtsfälschung“, die zu dieser Behauptung passen könnten:

Bei einer Geschichtsfälschung wird vorsätzlich versucht, mit wissenschaftlich unlauteren Mitteln einen falschen Eindruck von historischen Ereignissen und ihrer Interpretation zu vermitteln.
[…]
Die meisten Geschichtsfälschungen kommen hingegen durch eine willkürliche Interpretation des Quellenmaterials zustande, am einfachsten durch das Weglassen bzw. Nichtbeachten unerwünschter Quellen, also eine einseitige Quellen-/Literaturauswahl.
Eher selten, da leicht zu durchschauen und zu widerlegen, ist die direkte Lüge in der Darstellung.
[…]
Motive: [...]

- Wissenschaftsorientiert ist das Motiv, wenn der Fälscher seine eigene historische Interpretation gegenüber denen von Fachkollegen aufwerten bzw. seine Karriere fördern will.[…]

- Entfernung von unliebsam gewordenen Personen aus Dokumenten der Zeitgeschichte; […]

- Verächtlichmachung […]

Mit Fälschungen lässt sich mitunter Geld verdienen, nicht nur auf dem Kunst- und Antiquaria-Markt, sondern auch durch die publizistische Darstellung der vermeintlichen wissenschaftlichen Sensation. […]

Eine Geschichtsfälschung liegt nur vor, wenn in betrügerischer Absicht manipuliert wurde, um das Geschichtsbild zu verändern.
Keine Geschichtsfälschung ist daher
- ein veralteter Forschungsstand an sich, da es auch in der Geschichtswissenschaft Entwicklungen und Neuentdeckungen gibt,
- eine bloße abweichende Meinung, die aufgrund anderer Vorgaben bei der Interpretation zustande kommt,
- ein Irrtum.

Die Grenzen zwischen der abweichenden Meinung und einer Fälschung können fließend sein: Generell ist jede Theorie und eine Gesamtdarstellung eine Vereinfachung der Realität. Ob die Vereinfachung als angemessen empfunden wird, ist dann die Ursache möglichen Streits.


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Re: Das Max Planck Institut für Wissenschaftsgeschichte

Beitragvon Mordred » Fr 16. Sep 2011, 20:59

Im Bildungssystem wird die RT-Kritik gar nicht erwähnt. Man tut so als ob es die überhaupt nicht gibt.
Arti(g)denkend....leichtgeschafft-gemacht,.....
Ohne Wenn, kein,..Aber ???

Gruß Mordred
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Re: Das Max Planck Institut für Wissenschaftsgeschichte

Beitragvon Jocelyne Lopez » Sa 17. Sep 2011, 08:34

Chief hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Ich behaupte, dass die systematische Darstellung der Kritiker der Relativitätstheorie als Antisemiten seit mehreren Jahrzehnten im Bildungssystem und in den Medien dem Tatbestand einer Geschichtsfälschung entspricht.

Im Bildungssystem wird die RT-Kritik gar nicht erwähnt. Man tut so als ob es die überhaupt nicht gibt.

Das stimmt vielleicht für Grundschule und Oberstufe, wohl jedoch nicht für die Universitäten. Sonst würde man nicht in allgemeinen Forendiskussionen sofort und systematisch mit der weitverbreiteten Hetze von Studenten konfrontiert werden, bei jedem Versuch die Relativitätstheorie zu hinterfragen oder zu kritisieren. Irgendwoher müssen sie wohl im Bildungssystem diese „Information“ bekommen haben, dass die Kritiker der Relativitätstheorie nur Antisemiten waren („Deutsche Physik“ und Blabla) und die Kritik lediglich aus antisemitischen Motiven entstanden ist und immer noch entsteht.

Hier sei zum Beispiel ein aufschlussreiches zeitgenössisches Dokument erwähnt: Ein Brief von dem im Bildungssystem führenden Lexikonverlag Brockhaus an einen Lehrer, der Information über die Kritik der Relativitätstheorie zur Unterrichtsgestaltung anforderte. Ihm wurde diese Auskunft erteilt, siehe Lexikonverlag Brockhaus: Es gibt nur antisemitische und unseriöse Kritiker der Relativitätstheorie:

Zitat Lexikonverlag Brockhaus:
[…]
2. Die Relativitätstheorie fand in der wissenschaftlichen Welt allgemein eine sehr rasche Anerkennung. Kritik wurde von einzelnen aus eher welt¬anschaulichen Gründen angebracht. Während die Einwände Ernst Gehrkes naturphilosophischer und erkenntnis¬theoretischer Art waren, ging die physikalisch unhaltbare Kritik aus der sogenannten “deutschen Physik” im Dritten Reich auf den nationalsozialistischen Rassismus und Antisemitismus zurück. Prominenteste Vertreter waren die Nobelpreisträger Philipp Lenard und Johannes Stark. Sie begannen sich nach Ende des Ersten Weltkriegs nationalistischen und anti¬semitischen Positionen zuzuwenden und zählten schließlich zu den führenden Köpfen der nationalsozialistischen Propaganda, die auf die Ausgrenzung und Abwertung einer angeblich “jüdischen Wissenschaft” zielte. Dabei stuften sie die Relativitätstheorie Einsteins als abstraktes mathematisches Konstrukt ohne Wirklichkeitsbezug ein, das mit seiner Unanschaulichkeit dem “jüdischen Denken” entspringe und einem “germanisch-deutschen Naturbild” zuwiderlaufe.

Lenard stellte der Einsteinschen Theorie eine komplizierte Weiterentwicklung der Äthertheorie mit mehreren gegeneinander bewegten Ätherarten entgegen. Aber weder waren die Argumente gegen die Relativitätstheorie physikalisch in irgendeiner Weise stichhaltig, noch wurde die wenig überzeugende Äthertheorie Lenards von nicht-nationalsozialistischen Wissenschaftlern ernst genommen. Eigentlicher Ursprung der Angriffe war nur die nationalsozialistische Ideologie. Einzelheiten entnehmen Sie bitte den beiliegenden Biographien, die Ihnen auch weiterführende Literaturangaben bieten.

3. Die Relativitätstheorie ist heute fest in der Physik etabliert und wird von seriösen Wissenschaftlern nicht angezweifelt. Zahlreiche und immer genauer durchgeführte Experimente bestätigen sie in ausgezeichneter Weise.
[…]
Versuche einzelner heutiger Autoren, die Relativitätstheorie zu “widerlegen“, sind meist philosophisch-weltanschaulich motiviert und bleiben physikalisch oberflächlich oder in Widersprüchen hängen.
[…]

Alle Elemente einer regelrechten Geschichtsfälschung, die bei diesem Tatbestand von Wikipedia erwähnt werden, sind in dieser Auskunft vom Schulverlag Brockhaus enthalten:

Zitat Wikipedia:

Die meisten Geschichtsfälschungen kommen hingegen durch eine willkürliche Interpretation des Quellenmaterials zustande, am einfachsten durch das Weglassen bzw. Nichtbeachten unerwünschter Quellen, also eine einseitige Quellen-/Literaturauswahl.
Eher selten, da leicht zu durchschauen und zu widerlegen, ist die direkte Lüge in der Darstellung.

wobei hier auch direkte Lügen vorkommen, zum Beispiel:
Zitat Lexikonverlag Brockhaus:
Während die Einwände Ernst Gehrkes naturphilosophischer und erkenntnis¬theoretischer Art waren...

Gehrcke war Physiker und er hat massiv Einwände von physikalischer Art vorgebracht, und zwar schon ab 1911 die physikalischen Einwände, die seit Aufstellung der Theorie vorgebracht wurden und heute noch aktiver Bestandsteil der Einwände der heutigen Hinterfrager und Kritiker der RT sind, siehe: Ernst Gehrcke – Kritik der Relativitätstheorie

Auch über die Kritik von Philipp Lenard wird direkt gelogen: Auch Lenard war Physiker und hat schon ab 1910 die physikalischen Einwände vorgebracht, die heute noch von den Kritikern vorgebracht werden. Erst ab 1922 entwickelte er antisemitische und rassistische Positionen, siehe: Philipp Lenard: Über Äther und Uräther:

Zitat von G.O. Mueller:

Das Jahr 1922 bringt eine verhängnisvolle Entwicklung durch die antisemitischen Äußerungen Lenards in seinem „Mahnwort“: nachdem er in seinen bisherigen hier dokumentierten theoriekritischen Veröffentlichungen nicht die geringste persönliche Diffamierung gegen Einstein vorgetragen hatte, bedeutet das „Mahnwort“ einen Bruch, der wegen der prominenten Stellung Lenards den Relativisten einen Vorwand lieferte, alle Kritiker der Einsteinschen Theorien pauschal als Antisemiten zu verleumden, eine zumindest in Deutschland bis heute anzutreffende Praxis.


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Re: Das Max Planck Institut für Wissenschaftsgeschichte

Beitragvon Jocelyne Lopez » Sa 17. Sep 2011, 20:41

Eine weitere direkte Lüge in der Auskunft vom Lexikonverlag Brockhaus an einen Lehrer ist in der folgenden Aussage enthalten:

Zitat Lexikonverlag Brockhaus:

Während die Einwände Ernst Gehrkes naturphilosophischer und erkenntnistheoretischer Art waren, ging die physikalisch unhaltbare Kritik aus der sogenannten “deutschen Physik” im Dritten Reich auf den nationalsozialistischen Rassismus und Antisemitismus zurück. Prominenteste Vertreter waren die Nobelpreisträger Philipp Lenard und Johannes Stark. Sie begannen sich nach Ende des Ersten Weltkriegs nationalistischen und antisemitischen Positionen zuzuwenden und zählten schließlich zu den führenden Köpfen der nationalsozialistischen Propaganda, die auf die Ausgrenzung und Abwertung einer angeblich “jüdischen Wissenschaft” zielte.

Weder Lenard noch Stark konnten „zu den führenden Köpfen der nationalsozialistischen Propaganda“ gewesen sein, „die auf die Ausgrenzung und Abwertung einer „jüdischen Wissenschaft zielte“, aus dem guten Grund, weil es offensichtlich im III. Reich nie eine Abgrenzung und eine Abwertung der Relativitätstheorie gab! Siehe hier die Informationen der Forschungsgruppe G.O. Mueller in ihrer Dokumentation über 95 Jahre Kritik der Relativitätstheorie:

Zitat G.O. Mueller:

• 1933 – Die Relativitätstheorien beherrschen auch das Dritte Reich

Die uninformierte Öffentlichkeit nimmt natürlicherweise an, daß die Nazis nicht nur den jüdischen Physiker Albert Einstein mit Todesdrohungen außer Landes getrieben haben, sondern daß sie nach ihrer Machtergreifung 1933 auch seine Relativitätstheorien verfolgt und aus ihrer akademischen Wissenschaft ausgeschlossen haben. In Wirklichkeit geschieht das Gegenteil. Während die Bedrohung und Vertreibung des Menschen Einstein vor 1933 bittere Wirklichkeit war, sind die Theorien nach 1933 unverändert Lehrstoff der akademischen Physik geblieben, weil fast alle Physiker die Abschaffung des Äthers für immer gesichert haben wollten und nur die Aufrechterhaltung der Speziellen Relativitätstheorie dieses Ziel garantieren konnte.

Diese Entwicklung ist Ausdruck der personellen Besetzung der insgesamt 81 in Deutschland und Österreich im Jahr 1939 existierenden Professuren für Physik: ganze 6 Lehrstuhlinhaber, also nicht einmal zehn Prozent, gehörten zur Richtung der “Deutschen Physik, die eine rassistische Hetze gegen den Juden Albert Einstein und seine angeblich “jüdischen” Theorien betrieb. (Quelle: A. D. Beyerchen: Wissenschaftler unter Hitler. 1982.) Deshalb ist das Jahr 1933 für die Theorien, anders als man glauben möchte, keine epochale Wende.

• 1940, November – Das “Religionsgespräch” der Physiker in München

Im 2. Weltkriegsjahr hält es der NS-Dozentenbund für wichtig, die Polemik zwischen den Kritikern und der weit überwiegenden Mehrheit von Anhängern der Relativistik zu beenden und den Sieg der Relativisten festzuschreiben. Er veranstaltet am 15.11.40 in München ein Streitgespräch mit Vertretern beider Seiten und einigt sich auf eine Waffenstillstandsformel von 5 Punkten, von denen Punkt 2 besagt: Die Spezielle Relativitätstheorie ist fester Bestand der Physik, nur in der Kosmologie noch zu prüfen.
Die Relativisten behielten also unter den Nationalsozialisten genau die Redefreiheit, die sie selbst seit 1922 den Kritikern verwehrt hatten. Die erstaunliche Bestätigung der Relativitätstheorie, offiziös und öffentlich durch eine NS-Parteistelle wirkt noch heute im Bewußtsein mancher Theorieanhänger als ein Triumph und Beweis für die Theorie. Kürzlich hat ein Diskutant in einem Internetforum als Beweis für die Richtigkeit der Relativitätstheorie darauf hingewiesen, daß nicht einmal die Nazis sie hätten abschaffen können. Politischpsychologisch zweifellos ein Triumph der Theorie, physikalisch belanglos. (Dok. Kap. 3, S. 326 – 327).


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Re: Das Max Planck Institut für Wissenschaftsgeschichte

Beitragvon Jocelyne Lopez » So 18. Sep 2011, 12:32

Zur Information:

Ich habe heute folgende E-Mail an Prof. Dr. Jürgen Renn, Direktor des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte, geschrieben:

An Prof. Dr. Jürgen Renn, Max-Planck Institut für Wissenschaftsgeschichte
Betr.: Dr. Milena Wazeck – Kritik der Relativitätstheorie
Datum: 18.09.2011


Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Renn,

Am 29.09.2008 habe ich Ihre Mitarbeiterin Dr. Milena Wazeck um eine Stellungnahme über ihre Darstellung der Kritik der Relativitätstheorie in den Medien als antisemitisch motiviert sowie über ihre Darstellung der Kritiker dieser Theorie als Antisemiten gebeten. Der Text meiner Anfrage ist u.a. im Blog der Webseite „Kritische Stimmen zur Relativitätstheorie“ veröffentlicht:


Bedauerlicherweise ist meine Anfrage unbeantwortet geblieben, obwohl die Thematik eine hohe gesellschaftliche Brisanz darstellt und im Internet – das einzige zur Verfügung stehende Medium zum Meinungsstreit über die Kritik der Relativitätstheorie – seit Jahren zu gravierenden Auswirkungen führt: Verleumdungen, Beleidigungen und Verletzungen der persönlichen Integrität und der Ehre aller Kritiker der Relativitätstheorie, ob namentlich genannt oder pauschal – sogar in vielen Fällen und meistens anonym – zu regelrechter Hetze und zu brutaler Verfolgung gegen alle Kritiker dieser Theorie.

Vor diesem Hintergrund ist die Tatsache, dass Frau Wazeck eine Bitte um Stellungnahme zu dieser Problematik ignoriert in meinen Augen in höchstem Maße verantwortungslos – zumal aus ihren vertrauten Kreisen von einem Teilnehmer Max Feierabend aus Berlin in einer Internet-Diskussion „Einstein und die cranks“ bei Science-Blogs ausgeplaudert wurde, dass Frau Wazeck gerne die Strategie „der Marginalisierung durch Nichtbeachtung“ gegenüber den Kritikern der Relativitätstheorie pflegt.

Als Direktor des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte und als Vorgesetzter von Frau Dr. Milena Wazeck sind Sie aus meiner Sicht in besonderer Weise verpflichtet, Position zu diesem bedenklichen Sachverhalt zu beziehen, sowohl im Interesse der Allgemeinheit im Hinblick auf die historische Wahrheit, als auch zum Schutz der Rechte und der persönlichen Integrität der unzähligen Kritiker der Relativitätstheorie aus der ganzen Welt seit 100 Jahren bis zum heutigen Tag.

Ich bedanke mich im voraus für Ihre Stellungnahme und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Jocelyne Lopez

PS: Meine heutige E-Mail an Sie habe ich in meinem Blog veröffentlicht: http://www.jocelyne-lopez.de/blog/
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Re: Das Max Planck Institut für Wissenschaftsgeschichte

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 20. Sep 2011, 05:55

Hallo zusammen,

Ich mache auf den Artikel von Gotthard Barth im Blog „Kritische Stimmen zur Relativitätstheorie“ aufmerksam, sowie auf Austausche als Kommentare zu diesem Artikel:

Wurde die Welt betrogen?

Was denken Leser vom MAHAG-Forum über die Möglichkeiten, Zugang zu den Inhalten des wissenschaftlichen Testaments von Max von Laue zu bekommen?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Das Max Planck Institut für Wissenschaftsgeschichte

Beitragvon Hannes » Mi 21. Sep 2011, 07:58

Hallo Jocelyne !
Was denken Leser vom MAHAG-Forum über die Möglichkeiten, Zugang zu den Inhalten des wissenschaftlichen Testaments von Max von Laue zu bekommen?

Das müsste eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, ein wissenschaftliches Testament zu veröffentlichen.Müsste auch im Interesse der Relativisten liegen.

Mit Gruß
Hannes
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Re: Das Max Planck Institut für Wissenschaftsgeschichte

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mi 21. Sep 2011, 15:04

Hannes hat geschrieben:
Was denken Leser vom MAHAG-Forum über die Möglichkeiten, Zugang zu den Inhalten des wissenschaftlichen Testaments von Max von Laue zu bekommen?

Das müsste eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, ein wissenschaftliches Testament zu veröffentlichen. Müsste auch im Interesse der Relativisten liegen.

Es ist offensichtlich für manche wissenschaftlichen Institute keine Selbstverständlichkeit… :(

Max von Laue ist 1960 ums Leben gekommen: Auch wenn in den 80igen Jahren als Georges Bourbaki eine entsprechende Anfrage an die Ostberliner Akademie für Wissenschaften richtete (gemäß Kommentaren aus dem Blog „Kritische Stimmen zur Relativitätstheorie“) noch Nobelpreisträger lebten, die im Testament genannt worden sein sollten, sind sie heute mit Sicherheit alle gestorben. Die Ostberliner Akademie hätte also von sich aus schon lange das wissenschaftliche Testament von Max von Laue veröffentlichen müssen. Mit einer Initiative in diesem Sinne vom Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte braucht man ja meiner Meinung nach nicht zu rechnen: Dieses Institut betreibt aus meiner Sicht Zensur und Geschichtsfälschung (siehe oben).

Möglicherweise hat nur der Weg über das Bundesministerium für Bildung und Forschung eine kleine Chance auf Erfolg, wie ich es im Blog Kritische Stimmen vorgeschlagen habe - obwohl es hier auch ziemlich wahrscheinlich ist, dass das Bundesministerium eine Anfrage ignorieren oder sich für nicht zuständig erklären wird – wie üblich.

Es könnte auch sein, dass man mitteilt, dass dieses Testament nicht existiert oder nicht mehr auffindbar ist oder zerstört wurde. Immerhin wurde auch schon 1905 kurz nach der Veröffentlichung der Arbeit von Einstein in der renommierten Zeitschrift „Annalen der Physik“ das Originalmanuskript aus unerklärlichen Gründen zerstört. Warum? Man kann darüber spekulieren. Vielleicht war es nicht die Handschrift von Albert Einstein? Oder es wurde was geändert? Wie dem auch sei hat Einstein viel später eine Kopie neu handschriftlich geschrieben, siehe Ausführung von Reinhard Rohmer in seiner Arbeit Einstein in der Kritik:

Zitat Reinhard Rohmer:

Wir wissen nicht, warum die damaligen Herausgeber der „Annalen der Physik“, Paul Drude und Max Planck, Einsteins Handschrift so schnell, bzw. überhaupt vernichtet haben. Darüber lässt sich nur spekulieren, aber man kann wohl davon ausgehen, dass sie (von Planck? und Drude?) verändert wurde. Als Einstein Jahre später in Amerika lebte, hat er die gedruckte Arbeit von Hand abgeschrieben und für gemeinnützige Zwecke versteigern lassen. Da war sie dann wieder da, die „Original-Handschrift“.


Auch liegen Informationen von Kurt J. Köhler aus seinem Buch „Einstein – Korrektur einer Legende“ vor: http://www.ekkehard-friebe.de/friebefor ... 7#post4537

Zitat Kurt J. Köhler:

Kurz vor Weihnachten des Jahres 1981 wurde in einer Nacht- und Nebel-Aktion Einsteins Nachlaß aus dem Princeton Institut geholt und nach Jerusalem gebracht. So glaubte man, einige kritische noch nicht vernichtete Dokumente in Sicherheit zu bringen, um das in der Öffentlichkeit gepflegte Bild des "Weltweisen des 20. Jahrhunderts" unbeschadet zu erhalten.

Es ist wohl nicht einfach Licht in die dunkle Geschichte der SRT zu bringen, die Historiker haben es nicht leichter als die Physiker... ;)

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Re: Das Max Planck Institut für Wissenschaftsgeschichte

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 22. Sep 2011, 07:44

Bruch in der Zensur in Berlin: Ich mache auf den heutigen Eintrag im Blog "Kritische Stimmen zur Relativitätstheorie" aufmerksam:

Die Bibliothek der Humboldt Universität zu Berlin katalogisiert überraschend das GOM-Projekt

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