Eine Initiative zur Wissenschaftsfreiheit

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Eine Initiative zur Wissenschaftsfreiheit

Beitragvon contravariant » Fr 9. Apr 2010, 19:30

Sebastian Hauk hat geschrieben:Hallo contravariant,

hätte ich nichts von der HSTT geschrieben, dann hättest Du mit Sicherheit noch nie etwas von ihr gehört. :)

Das ist dann wie mit der Kritik bei der RT. Davon haben auch viele noch nie etwas gehört.

Ah. Du willst also nicht diskutieren, sondern nur informieren. Wie der große Meister Friebe.
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Re: Eine Initiative zur Wissenschaftsfreiheit

Beitragvon Jocelyne Lopez » Fr 9. Apr 2010, 19:53

contravariant hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Weder das Gebot der Nicht-Identifikation noch das Gebot der meinungsneutralen Wissenschaftspflege wird vom Staat im öffentlichen Bildungssystem im Fachbereich Theoretische Physik respektiert.

Doch wird es. Es gibt weder auf Bundes- noch auf Landesebene ein Gesetz, eine Verordnung oder ein sonstige Entscheidung der Legislative oder der Exekutive, die festlegt, was an physikalischen Fakultäten gelehrt oder geforscht werden muss und was nicht. Das ist neutral.


Neutral??! Neutral ist gar nichts gegenüber dem Grundgesetz... Das ist die höchste Gesetzgebung überhaupt, auf Bundes- wie auf Landesebene.

Und noch einmal:

Bonner Kommentar zum Grundgesetz Art. 5 § 3 Wissenschaftsfreiheit:

der Staat, “der sich als Kulturstaat versteht”, hat “die Pflege der freien Wissenschaft und ihre Vermittlung an die nächstfolgende Generation durch Bereitstellung von personellen, finanziellen und organisatorischen Mitteln zu ermöglichen und zu fördern” (S. 28-29). Gebot der Nicht-Identifikation und Gebot der meinungsneutralen Wissenschaftspflege


Wie der Staat sich zu dieser Vermittlung organisieren soll, dazu sagt das Grundgesetz natürlich nichts, der Staat muß aber diese Bestimmung respektieren und dafür sorgen, dass sie durch Bereitstellung von personellen, finanziellen und organisatorischen Mitteln umgesetzt wird. Er hat das zu ermöglichen. Es ist ja auch kein Problem eine Planstelle mit einem Lehrbeauftragter zu besetzen, der sich dafür bereit erklärt, die Lehre de Kritik der Speziellen Relativitätstheorie den Studenten zu übermitteln. Wenn der Staat so eine Planstelle ausschreibt, da werden sich eine Menge von Kandidaten bewerben, kein Problem. Man kann auch Gastbeiträge für Seminare organisieren, es gibt genug fachlich qualifizierte Kritiker, die die Gegenpositionen zur SRT den Studenten beibringen können. Also der Staat hat nicht nur die Plicht das Grundgesetz zu respektieren, er hat auch die personellen, finanziellen und organisatorischen Möglichkeiten, es zu tun.

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Re: Eine Initiative zur Wissenschaftsfreiheit

Beitragvon contravariant » Fr 9. Apr 2010, 20:26

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Neutral??! Neutral ist gar nichts gegenüber dem Grundgesetz... Das ist die höchste Gesetzgebung überhaupt, auf Bundes- wie auf Landesebene.

Eine Nicht-Einmischung ist also nicht neutral, soso...

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Wie der Staat sich zu dieser Vermittlung organisieren soll, dazu sagt das Grundgesetz natürlich nichts, der Staat muß aber diese Bestimmung respektieren und dafür sorgen, dass sie durch Bereitstellung von personellen, finanziellen und organisatorischen Mitteln umgesetzt wird.

Tut er ja auch. Der Bund fianziert die DFG sowie die Fraunhofer-, Leibniz- und Max-Planck-Gesellschaft. Die Länder finanzieren die Universitäten).

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Es ist ja auch kein Problem eine Planstelle mit einem Lehrbeauftragter zu besetzen, der sich dafür bereit erklärt, die Lehre de Kritik der Speziellen Relativitätstheorie den Studenten zu übermitteln.

Dann ist der Staat aber nicht mehr neutral, sondern greift explizit in den Prozess der Wissenschaft ein. Er stellt dann nämlich eine bestimmte Ansicht heraus. Ich wiederhole das nocheinmal gerne extra für sie, nirgendwo steht geschrieben, dass es an einer Universität einen Professor für dieses oder jenes geben muss. Die Universitäten haben ein bestimmtes Budget und es ist die Universität, bzw. unversitäre Gremien, die entscheidet, wieviele Professuren mit diesem Geld eingerichtet werden und mit wem diese Stellen besetzt werden, weder die Landesregierung noch die Parlamente haben dort Einfluss.

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Man kann auch Gastbeiträge für Seminare organisieren, es gibt genug fachlich qualifizierte Kritiker, die die Gegenpositionen zur SRT den Studenten beibringen können.

Laut eigener Aussage (http://ekkehard-friebe.de/eigene-abhandlungen.html) hat Herr Friebe 14 Vorträge auf DPG-Tagungen gehalten. Und der Staat hat offensichtlich nicht versucht, ihn daran zu hindern.
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Re: Eine Initiative zur Wissenschaftsfreiheit

Beitragvon Harald Maurer » Sa 10. Apr 2010, 00:55

Da von "nocheinPoet" alias Manuel K. nur noch Beiträge mit beleidigendem Inhalt gepostet wurden und zur Sache selbst nichts mehr zu erwarten war, habe ich den Account des Teilnehmers gesperrt. Ich habe sehr lange Geduld gehabt - aber was zuviel ist, ist zuviel!

Grüße
Harald Maurer
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Re: Eine Initiative zur Wissenschaftsfreiheit

Beitragvon Jocelyne Lopez » Sa 10. Apr 2010, 07:49

contravariant hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Es ist ja auch kein Problem eine Planstelle mit einem Lehrbeauftragter zu besetzen, der sich dafür bereit erklärt, die Lehre de Kritik der Speziellen Relativitätstheorie den Studenten zu übermitteln.

Dann ist der Staat aber nicht mehr neutral, sondern greift explizit in den Prozess der Wissenschaft ein. Er stellt dann nämlich eine bestimmte Ansicht heraus.


Aber nein, die Situation ist ganz genau andersrum!

Zurzeit - und seit Jahrzehnten - greift der Staat in den Prozess der Wissenschaft ein, indem er sich mit einer Theorie identifiziert und sie als einzig gültig lehren lässt, unter Ausschluß jeglicher, auch seit Jahrzehnten vorhandener Kritik. Die vorhandene Kritik einer Theorie gehört aber unzertrennlich zu der Theorie, das ist der normale, sinnvolle und anerkannte Prozess im Wissenschaftsbetrieb. Die Kritik einer Theorie völlig auszuschalten und die Theorie völlig kritiklos den Studenten zu vermitteln ist ein Eingriff des Staates in den Prozess der Wissenschaft, wobei sich der Staat verfassungswidrig das Recht und die Kompetenz selbst zuspricht zu entscheiden, was seiner Meinung nach richtig oder falsch sein sollte…

Ich zitiere hier eine weitere Bestimmung aus dem Bonner Kommentar zum Grundgesetz Art. 5. § 3 Wissenschaftsfreiheit, die diesen Eingriff des Staates in den Prozess der Wissenschaft und seine Identifikation mit einer Theorie verbietet:

Der Wissenschaftsbegriff darf also nicht dazu dienen, richtige von falschen Lehrmeinungen und Forschungsergebnissen zu unterscheiden (Irrtumsoffenheit als heuristisches Prinzip). (Seite 41)


contravariant hat geschrieben:
Ich wiederhole das nocheinmal gerne extra für sie, nirgendwo steht geschrieben, dass es an einer Universität einen Professor für dieses oder jenes geben muss. Die Universitäten haben ein bestimmtes Budget und es ist die Universität, bzw. unversitäre Gremien, die entscheidet, wieviele Professuren mit diesem Geld eingerichtet werden und mit wem diese Stellen besetzt werden, weder die Landesregierung noch die Parlamente haben dort Einfluss.


Ich wiederhole es noch einmal gerne extra für Dich: Es steht im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, dass der Staat in Forschung und Lehre eine meinungsneutrale Wissenschaftspflege zu betreiben hat und dass die Freiheit der Wissenschaft und die Pflichte des Staates sich nicht auf die Freiheit von irgendeinem verbeamteten Universitätspräsidenten (als Staatsdiener mit Amtseid auf der Verfassung) reduzieren lässt. Der Staat muss also gemäß Grundgesetz dafür sorgen, dass die vorhandene Kritik einer Theorie in den Universitäten an die nächste Generation mitgelehrt wird und dafür die personellen, finanziellen und organisatorischen Mittel bereitstellen. Der Staat muss also Planstellen und sonstige Lehraufträge zur Vermittlung der Kritik an die Studenten ermöglichen und bereitstellen. Er hat hier Lenkungspflicht, um das Grundgesetz zu respektieren.

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Re: Eine Initiative zur Wissenschaftsfreiheit

Beitragvon contravariant » Sa 10. Apr 2010, 12:10

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Zurzeit - und seit Jahrzehnten - greift der Staat in den Prozess der Wissenschaft ein, indem er sich mit einer Theorie identifiziert und sie als einzig gültig lehren lässt, unter Ausschluß jeglicher, auch seit Jahrzehnten vorhandener Kritik.

Wenn das so offensichtlich ist, dann kannst du mir sicher auch das Gesetz oder die Verordnung nennen, in der festgelegt ist, dass die "Kritik" and RTh nicht gelehrt werden darf.
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Re: Eine Initiative zur Wissenschaftsfreiheit

Beitragvon Jocelyne Lopez » Sa 10. Apr 2010, 13:27

contravariant hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Zurzeit - und seit Jahrzehnten - greift der Staat in den Prozess der Wissenschaft ein, indem er sich mit einer Theorie identifiziert und sie als einzig gültig lehren lässt, unter Ausschluß jeglicher, auch seit Jahrzehnten vorhandener Kritik.

Wenn das so offensichtlich ist, dann kannst du mir sicher auch das Gesetz oder die Verordnung nennen, in der festgelegt ist, dass die "Kritik" and RTh nicht gelehrt werden darf.


??? :?:
Es gibt nirgendwo ein Gesetz oder eine Verordnung, in der festgelegt ist, dass die Kritik an der RT nicht gelehrt werden darf. Es gibt im Gegensatz Bestimmungen im Grundgesetz, wonach sie gelehrt werden muss.

Tatsache ist aber, dass diese Bestimmungen des Grundgesetzes seit Jahrzehnten im öffentlichen Bildungssystem missachtet werden, die Nachweise dazu wurden schon gebracht, siehe zum Beispiel hier: Staatliche Entscheidungsträger vernachlässigen Verfassungsgebot und auch hier: Die Verantwortung des Herrn Prof. Dr. Jürgen Richter

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Re: Eine Initiative zur Wissenschaftsfreiheit

Beitragvon contravariant » Sa 10. Apr 2010, 14:00

Jocelyne Lopez hat geschrieben:??? :?:
Es gibt nirgendwo ein Gesetz oder eine Verordnung, in der festgelegt ist, dass die Kritik an der RT nicht gelehrt werden darf.

Naja sie behaupten doch die ganz Zeit, dass "der Staat" die "Kritik" an der RTh unterdrückt. Der "Staat" besteht in diesem Land aus der Legislative, der Exekutive und der Judikative. Wir haben also grade festgestellt, dass die Legislative und auch zu einem gewissen Grad die Exekutive nicht verhindert, dass die "Kritik" gelehrt wird. Gibt es denn Gerichtsurteile, die die Lehre der "Kritik" an der RTh untersagen. Oder hat es Fälle gegeben, in denen die "Kritiker" von Polizeihundertschaften aus den Hörsälen geholt worden sind?
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Re: Eine Initiative zur Wissenschaftsfreiheit

Beitragvon Jocelyne Lopez » Sa 10. Apr 2010, 14:46

contravariant hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:??? :?:
Es gibt nirgendwo ein Gesetz oder eine Verordnung, in der festgelegt ist, dass die Kritik an der RT nicht gelehrt werden darf.

Naja sie behaupten doch die ganz Zeit, dass "der Staat" die "Kritik" an der RTh unterdrückt. Der "Staat" besteht in diesem Land aus der Legislative, der Exekutive und der Judikative. Wir haben also grade festgestellt, dass die Legislative und auch zu einem gewissen Grad die Exekutive nicht verhindert, dass die "Kritik" gelehrt wird. Gibt es denn Gerichtsurteile, die die Lehre der "Kritik" an der RTh untersagen. Oder hat es Fälle gegeben, in denen die "Kritiker" von Polizeihundertschaften aus den Hörsälen geholt worden sind?


Ich habe nirgendwo und nirgendwann behauptet, dass die Legislative oder die Exekutive per Gesetz oder per Polizeigewalt eine Kritik der SRT verhindern würde… :? Wo hast Du es wieder her?

Ich habe dagegen seit fast 5 Jahren in allen möglichen Variationen gesagt und auch mit Nachweisen dokumentiert, dass das öffentliche Bildungssystem (also manchmal im Kontext auch abgekürzt als „Staat“, wie im Text des Bonner Kommentars zum Grundgesetz) eine Kritik der SRT unterdrückt, verleugnet und komplett ausblendet. Das ist eine Tatsache, die zum Beispiel durch diese paar direkten und indirekten Nachweise dokumentiert ist Der Staat handelt verfassungswidrig.

Auch hat die Bundesministerin für Bildung und Forschung Dr. Annette Schavan durch ihren Mitarbeiter Prof. Dr. Jürgen Richter 2006 zwar bestätigt, dass sie von einer umfangreichen fachlichen Kritik an der SRT über 100 Jahre Kenntnis genommen hat, jedoch ist sie der Meinung, dass diese Kritik durch das Internet und durch private Mittel und Initiativen genügend verbreitet wurde, siehe hier:

Des Weiteren ist festzustellen, dass die Ergebnisse der Forschungsgruppe G. O. Müller veröffentlicht wurden, zum einen in gedruckter Buchform und zum anderen im Internet. Die Forschungsergebnisse sind damit öffentlich breit zugänglich.


Die Bundesministerin für Bildung und Forschung scheint hier glauben zu wollen, dass Internet, private Initiativen und private Mittel von Bürgern ausreichen und geeignet sind, um sie von den Pflichten zu befreien, die ihr durch das Grundgesetz vorgeschrieben werden:

Bonner Kommentar zum Grundgesetz Art. 5 § 3 Wissenschaftsfreiheit:

Der Staat, der sich als Kulturstaat versteht, hat die Pflege der freien Wissenschaft und ihre Vermittlung an die nächstfolgende Generation durch Bereitstellung von personellen, finanziellen und organisatorischen Mitteln zu ermöglichen und zu fördern.


Ich sehe aber nicht, wie der Staat durch die Vorstellung der Kritik der Relativitätstheorie in Internet die Bestimmungen des Grundgesetz respektiert, ermöglicht und fördert…

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Re: Eine Initiative zur Wissenschaftsfreiheit

Beitragvon Gerhard Kemme » Sa 10. Apr 2010, 15:18

contravariant hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:??? :?:
Es gibt nirgendwo ein Gesetz oder eine Verordnung, in der festgelegt ist, dass die Kritik an der RT nicht gelehrt werden darf.

Naja sie behaupten doch die ganz Zeit, dass "der Staat" die "Kritik" an der RTh unterdrückt. Der "Staat" besteht in diesem Land aus der Legislative, der Exekutive und der Judikative. Wir haben also grade festgestellt, dass die Legislative und auch zu einem gewissen Grad die Exekutive nicht verhindert, dass die "Kritik" gelehrt wird. Gibt es denn Gerichtsurteile, die die Lehre der "Kritik" an der RTh untersagen. Oder hat es Fälle gegeben, in denen die "Kritiker" von Polizeihundertschaften aus den Hörsälen geholt worden sind?


Die Wahrheit liegt meistens in den Tresoren und da ist ein rotes Diagonalkreuz drauf und drinnen sind Protokolle von Absprachen und Verträgen zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen - machtbeanspruchenden - Gruppen. Man kann sich also, um zu Einschätzungen einer Situation zu kommen, oftmals nur an die konkreten Gegebenheiten halten. Die Kritik an der Relativitätstheorie ist nun einmal verbunden mit den kritischen Positionen vor dem Zweiten Weltkrieg und wird dann pauschal als Deutsche Physik abgetan auch wenn sie mit exzellenten Physikern wie Philipp Lenard verbunden war. Nach WWII ist Deutschland in West und Ost für Jahrzehnte aufgeteilt worden und der Westteil dann wiederum temporär in drei Besatzungszonen. Damit war per Krieg die Kritik an der RT eliminiert und wer Positionen eines Philipp Lenard unterstützte, musste aufpassen, dass er nicht verhaftet wurde und wird. Die Unterstützung der Deutschen Physik heutzutage ist ein juristischer Grenzfall und ich habe bereits in einem solchen Kontext vor Gericht gestanden und bin verurteilt worden, d.h. den liberalsten und humansten Geistern wird sehr schnell vorgehalten, dass sie eine ...-Nachfolgeorganisation anstrebten. Es stellt auch das Typische einer Unterdrückungssituation dar, dass die Unterdrückten sich kaum artikulieren können. Im Verfassungsrecht gebräuchliche Begriffe wie "freiheitliche, demokratische Grundordnung", Rechtsstaatlichkeit oder Demokratie sind in der BRD das Papier nicht wert, auf denen soetwas gedruckt wird. Man könnte einmal ein Gedankenexperiment anstellen und sich vorstellen, dass eine bundesweite Demonstration für die Zulassung von Kritik an der Relativitätstheorie an den wissenschaftlichen Hochschulen auf dem Alex in Berlin angemeldet und durchgeführt wird. Wer glaubt ernsthaft, dass soetwas gelingt?
Fazit ist, dass Physikprofessoren lieber jedes Semester Zwillings- und Käferparadoxon lesen als "Kritik an der RT" - das ist einfach als Doktrin festgezurrt.

mfg
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