Übliches Beispiel zur wechselseitigen Zeitdilatation

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Übliches Beispiel zur wechselseitigen Zeitdilatation

Beitragvon Daniel K. » So 19. Jul 2020, 15:29

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Ist nun nicht neu, gegeben sind zwei Raumschiffe, darin in einem Kurt, im anderen Hartmut, jeder mit einer Atomuhr welche die Dauer der SI-Sekunde lokal im Raumschiff im Rahmen der Physik richtig misst. Beide Schiffe fliegen mit 0,9 c aufeinander zu.

Die Annahme ist, alles bewegt sich mit c durch die Raumzeit (sollte bekannt sein, dass die Vierergeschwindigkeit immer konstant c ist). Daraus ergibt sich:





Wir suchen die Geschwindigkeit durch die Zeit ... und stellen um:



Es gilt



Kurt misst somit die Uhr von Hartmut um den Faktor 2,294 langsamer, so wie Hartmut auch die Uhr von Kurt dilatiert misst.
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Re: Übliches Beispiel zur wechselseitigen Zeitdilatation

Beitragvon Sciencewoken » So 19. Jul 2020, 15:37

Daniel der Kiffer hat geschrieben:Kurt misst somit die Uhr von Hartmut um den Faktor 2,294 langsamer, so wie Hartmut auch die Uhr von Kurt dilatiert misst.

Ist das dein letztes Wort? Willst du da evtl. noch etwas ändern oder hinzufügen? Oder bin ich jetzt dran? :lol:
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Re: Übliches Beispiel zur wechselseitigen Zeitdilatation

Beitragvon Daniel K. » So 19. Jul 2020, 15:52

Der Säufer und die Bild Hartmut Pohl hat geschrieben:
Daniel K. hat geschrieben:
Kurt misst somit die Uhr von Hartmut um den Faktor 2,294 langsamer, so wie Hartmut auch die Uhr von Kurt dilatiert misst.

Ist das dein letztes Wort? Willst du da evtl. noch etwas ändern oder hinzufügen? Oder bin ich jetzt dran? :lol:

Ist recht kurz gehalten, generell aber richtig, den Wert für Gamma mit 2,294 findest du auch hier in der Tabelle:

https://www.lernhelfer.de/schuelerlexik ... sformation

Ist auch trivial, zwei Systeme, zwei Uhren und dazwischen eine Geschwindigkeit von 0,9 c klar ergibt sich daraus dann Gamma mit 2,294 und natürlich gilt das wechselseitig.
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Re: Übliches Beispiel zur wechselseitigen Zeitdilatation

Beitragvon Kurt » So 19. Jul 2020, 15:59

Daniel K. hat geschrieben:Ist auch trivial, zwei Systeme, zwei Uhren und dazwischen eine Geschwindigkeit von 0,9 c klar ergibt sich daraus dann Gamma mit 2,294 und natürlich gilt das wechselseitig.


Na Manuel, da hast du dich ja tief in die Märchenwelt verkrochen.
Und dir fällt wirklich nichts auf?

Kurt

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Re: Übliches Beispiel zur wechselseitigen Zeitdilatation

Beitragvon Daniel K. » So 19. Jul 2020, 16:01

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Mal untermauert:
Raum- und Zeitanteil der Vierer-Geschwindigkeit

Ein bewegtes Objekt hat eine “Raumgeschwindigkeit” größer als 0. Da die Ableitung nicht nach Koordinatenzeit sondern Eigenzeit erfolgt, ist sie um den relativistischen Faktor Gamma (γ) vergrößert.

Die Eigenzeit ist relativ zur Koordinatenzeit um γ langsamer. Es vergeht also um γ mehr Koordinatenzeit als Eigenzeit für das Objekt. Damit wird die “Zeitgeschwindigkeit” größer als 1, nämlich genau γ. Gamma ist immer größer als 1. Für ein bewegtes Objekt nehmen also beide Komponenten der Vierer-Geschwindigkeit zu. Man kann nicht davon sprechen, die Zeitgeschwindigkeit würde zugunsten der Ortsgeschwindigkeit abnehmen.

...

https://scilogs.spektrum.de/quantenwelt ... it-reisen/

Meine Annahme, meine Rede, alles lange bekannt.
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Re: Übliches Beispiel zur wechselseitigen Zeitdilatation

Beitragvon Lagrange » So 19. Jul 2020, 16:04

Daniel K. hat geschrieben:.
Ist nun nicht neu, gegeben sind zwei Raumschiffe, darin in einem Kurt, im anderen Hartmut, jeder mit einer Atomuhr welche die Dauer der SI-Sekunde lokal im Raumschiff im Rahmen der Physik richtig misst. Beide Schiffe fliegen mit 0,9 c aufeinander zu.

Die Annahme ist, alles bewegt sich mit c durch die Raumzeit (sollte bekannt sein, dass die Vierergeschwindigkeit immer konstant c ist). Daraus ergibt sich:





Wir suchen die Geschwindigkeit durch die Zeit ... und stellen um:



Es gilt



Kurt misst somit die Uhr von Hartmut um den Faktor 2,294 langsamer, so wie Hartmut auch die Uhr von Kurt dilatiert misst.

Und welche Uhr geht dann langsamer?
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Re: Übliches Beispiel zur wechselseitigen Zeitdilatation

Beitragvon Lagrange » So 19. Jul 2020, 16:07

Daniel K. hat geschrieben:.
Mal untermauert:
Raum- und Zeitanteil der Vierer-Geschwindigkeit

Ein bewegtes Objekt hat eine “Raumgeschwindigkeit” größer als 0. Da die Ableitung nicht nach Koordinatenzeit sondern Eigenzeit erfolgt, ist sie um den relativistischen Faktor Gamma (γ) vergrößert.

Die Eigenzeit ist relativ zur Koordinatenzeit um γ langsamer. Es vergeht also um γ mehr Koordinatenzeit als Eigenzeit für das Objekt. Damit wird die “Zeitgeschwindigkeit” größer als 1, nämlich genau γ. Gamma ist immer größer als 1. Für ein bewegtes Objekt nehmen also beide Komponenten der Vierer-Geschwindigkeit zu. Man kann nicht davon sprechen, die Zeitgeschwindigkeit würde zugunsten der Ortsgeschwindigkeit abnehmen.

...

https://scilogs.spektrum.de/quantenwelt ... it-reisen/

Meine Annahme, meine Rede, alles lange bekannt.

Geisteskrank! :lol: :lol: :lol:
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Re: Übliches Beispiel zur wechselseitigen Zeitdilatation

Beitragvon Kurt » So 19. Jul 2020, 16:38

Lagrange hat geschrieben:
Manuel meinte: Meine Annahme, meine Rede, alles lange bekannt.

Geisteskrank! :lol: :lol: :lol:


Anders ist dieses Verhalten wirklich nicht zu deuten.
Das Manuel keinen "Draht" zur Realität, besonders nicht zur Technik, hat, das hat er ja des Öfteren ausführlich gezeigt.
Das es so schlimm ist mit seinem Verstand und nicht mal das Allerlogischte da rausschaut, das überrascht aber nun doch sehr.
Wenn man bedenkt das sowas möglicherweise in den Schulen geleeeert wird, na dann: gute Nacht Physik.
Sie ist eh schon am Hund und völlig durch Widersinniges durchsetzt, es wird aber wohl noch schlimmer kommen.

Kurt

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Frage an Manuel

Beitragvon Kurt » So 19. Jul 2020, 17:03

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Manuel, eine ganz einfache Frage:

Wenn zwei Raumschiffe und deren Mitfahrer, die mit gleicher Geschwindigkeit unterwegs sind, gleichgehende Uhren haben, diese gegenseitig ablesen können, sich voneinander entfernen. Dann ist es doch selbstverständlich das die Mitfahrer die Uhr des anderen Raumschiffers langsamer takten sehen als ihre eigene.
Das ist doch wohl logisch, oder nicht.

Noch eine dazu:
Wenn zwei Raumschiffe und deren Mitreisende, die mit gleicher Geschwindigkeit unterwegs sind, gleichgehende Uhren haben, diese gegenseitig ablesen können, aufeinanderzu fliegen. Dann ist es doch selbstverständlich das beide die Uhr des anderen Raumschiffes schneller takten sehen als ihre eigene.
Das ist doch wohl logisch, oder nicht.

Was wird dann aus deinem hochtrabenden Behaupterle?

Kurt

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Re: Übliches Beispiel zur wechselseitigen Zeitdilatation

Beitragvon Sciencewoken » So 19. Jul 2020, 17:09

Daniel der Kiffer hat geschrieben:Ist recht kurz gehalten, generell aber richtig, den Wert für Gamma mit 2,294

Okay... dann fange ich mal an.

1. Klar, den Lorentz-Faktor bekommt man auch aus der sog. Vierergeschwindigkeit. Ich würde hier ganz einfach beim Lorentz-Faktor bleiben und sowohl die Raumzeit als auch bewegungen durch eine solche insbesondere auf der Zeitachse vergessen, denn es spielt keine Rolle.
2. Ich hätte dir ja noch empfohlen, das Ganze in Zeit-Weg- oder gar Minkowski-Diagrammen darzustellen...
3. Wechselseitig gemessen heisst nicht, dass tatsächlich Wechselseitigkeit vorliegt. Selbst wenn man Uhren wechselseitig langsamer gehend misst, dann geht tatsächlich nur eine der beiden Uhren langsamer, denn speist man mit langsameren Taktgebern solcher Uhren Frequenzmessgeräte, stellt man fest, dass diese Frequenzmessgeräte Frequenzen um den selben Faktor höher messen, wie die Taktgeber verlangsamt wurden. Das kann man auch ganz leicht mit zwei Uhren nachvolziehen, von denen eine technisch (statt durch Bewegung) verlangsamt wurde.

Welche Auswirkungen dies auf das Relativitätsprinzip hat, kann man in meinem PDF in den Kapiteln 9 und 10 nachlesen. Wenn irgend einer glaubt, die Längen der Signalstrecken würden sich tatsächlich ändern, nur weil man die Betrachtung von Ruhend zu Bewegt oder vice versa ändert, der dürfte unheimlich schief gewickelt sein. Lt. Relativitätstheorie wird aber genau das angenommen und praktiziert und zwar bei einer Lorentz-Transformation. Dieses "Auseinanderbiegen" der Achsen findet real gar niemals statt und das ist die Achillesferse des Relativitätsprinzips und damit auch der Relativitätstheorie - unabhängig davon wie alt das Relativitätsprinzip ist, es passt einfach nicht zu einer als konstant festgestellten Lichtgeschwindigkeit.

Dein Problem ist jetzt, dass ich weder für den relativistischen Doppler-Effekt noch für das relativistische Additionstheorem die Lorentz-Transformation oder gar die darin enthaltene Längenkontraktion benötige, um beides herzuleiten. Ich komme da mit klassischen Mitteln aus und habe von daher weitaus stichhaltigere Argumente für Beides, nur leider passt nichts mehr davon noch zur Relativitätstheorie.

Ach ja... Von einem Punkt aus misst ein Beobachter mittels Radar für mich 0,627c in eine Richtung und für Kurt ebenfalls 0,627c in die entgegengesetzte Richtung. Welche Relativgeschwindigkeit messen Kurt und ich da wohl zwischen uns und welche Relativgeschwindigkeit gegenüber diesem Beobachter?

Und ich hoffe dir fällt auf, dass wechselseitig gemessen zumindest von mir gar nicht geleugnet wird. Leugnen tue ich etwas ganz Anderes, aber davon wirst du in deinen Büchern nie etwas drüber lesen können, denn das muss man sich selbst erarbeiten, wobei du bisher mehr oder weniger vollkommen versagt hast.
Zuletzt geändert von Sciencewoken am So 19. Jul 2020, 21:26, insgesamt 1-mal geändert.
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