Ives-Stilwell-EXperiment

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Ives-Stilwell-EXperiment

Beitragvon Sciencewoken » Fr 22. Nov 2019, 18:20

Rudi Knoth hat geschrieben:@Sciencewoken » Fr 22. Nov 2019, 17:39

Nur... wo man Lorentz reinpackt, kommt auch nur Lorentz raus. Hast du dir schon mal Gedanken darüber gemacht, was der blaue Graph wohl sein könnte?


Nicht ganz. Man kann...
Und wie! Immehin steckt in Beiden ja schon der Lorentz-Faktor und dann ist klar, dass auch nur Lorentz raus kommt. Das ändert aber nun mal gar nichts daran, dass man nicht klar erkennen kann, ob Werde des blauen oder des roten Graphen ermittelt wurden, wobei hier ja immer noch nicht klar ist, was der blaue Graph darstellen könnte.
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Re: Ives-Stilwell-EXperiment

Beitragvon Lagrange » Fr 22. Nov 2019, 22:31

Rudi Knoth hat geschrieben:@Sciencewoken » Fr 22. Nov 2019, 16:39

In diesem Dokument steht das drin. ...


Dort steht auch:
...
Die Eigenperiode T' der Uhr wird um denselben Faktor gedehnt, um den das gemessene
Zeitintervall Δt' gestaucht wird...

Was soll das bedeuten?

Die Zeit wird tatsächlich gar nicht verändert.

Damit bestätigt Boterman die Idee von Sciencewoken.

Oder nicht?
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Re: Ives-Stilwell-EXperiment

Beitragvon Rudi Knoth » Sa 23. Nov 2019, 08:13

@Lagrange » Fr 22. Nov 2019, 23:31

Was soll das bedeuten?

Die Zeit wird tatsächlich gar nicht verändert.


Das heisst einfach, daß die Zeit für eine Periode der "bewegten Uhr" kürzer als die vom "ruhenden" Beobachter gemessene Zeit ist. Dieses Zeitverhältnis wird auch als "Zeitdilatation" genannt, obwohl die Zeit nicht "gedehnt" wird.

Sciencewoken erklärt diese Zeitdehnung dadurch, weil die im Inertialraum bewegte Uhr langsamer geht, weil das Licht im "Inertialraum" mehr Zeit braucht.

Gruss
Rudi Knoth.
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Re: Ives-Stilwell-EXperiment

Beitragvon Lagrange » Sa 23. Nov 2019, 09:10

Das heißt, es gibt keine ZD sondern Uhrenfehler.

Auf jeden Fall ist klar, dass Boterman falsch gerechnet hat.

Kein Wunder, er hat Chemie gelernt.

Nach Boterman gilt (Gl. 2.1 und 2.2):



Keine ZD.

PS: Hat Sciencewoken von Boterman abgeschrieben? :lol:
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Re: Ives-Stilwell-EXperiment

Beitragvon Rudi Knoth » Sa 23. Nov 2019, 12:43

@Lagrange » Sa 23. Nov 2019, 10:10

Das heißt, es gibt keine ZD sondern Uhrenfehler.


Nein das schreibt er nicht. Er schreibt in seiner Dissertation eindeutig von identischen Uhren.

Boterman hat geschrieben: In beiden Systemen seien identische Uhren vorhanden


Kein Wunder, er hat Chemie gelernt.


Für das Chemiestudium sind aber Vorlesungen in Physik und umgekehrt für das Grundstudium vorgeschrieben.

Die Formeln stimmen übrigens, denn esi ist ja dasselbe Ereignispaar.

Diese Herleitung des relativistischen Dopplereffekts ist sicherlich nicht die eleganteste weil es ja auch die von Einstein (1905) gibt.

Gruss
Rudi Knoth (relativistischer Agent)
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Re: Ives-Stilwell-EXperiment

Beitragvon Lagrange » Sa 23. Nov 2019, 12:54

Rudi Knoth hat geschrieben:@Lagrange » Sa 23. Nov 2019, 10:10

Das heißt, es gibt keine ZD sondern Uhrenfehler.


Nein das schreibt er nicht. Er schreibt in seiner Dissertation eindeutig von identischen Uhren.


Das ist egal, seine Gleichungen ergeben dass sich lediglich die Einheiten (Schwingungsperioden) ändern.

Es wurde nicht die SRT sondern die Äthertheorie bestätigt.
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Re: Ives-Stilwell-EXperiment

Beitragvon Rudi Knoth » Sa 23. Nov 2019, 13:12

Lagrange » Sa 23. Nov 2019, 12:54

Das ist egal, seine Gleichungen ergeben dass sich lediglich die Einheiten (Schwingungsperioden) ändern.

Es wurde nicht die SRT sondern die Äthertheorie bestätigt.


So einfach ist das aber auch nicht. Angenommen der Winkel zwischen Strahlrichtung und Bewegungsrichtung sie Null, dann kann man die Verhältnisse aus dem Ruhesystem des Ions wie des Messgeräts (Detektor) betrachten.

Ruhesystem des Meßgeräts:

Das Ion ist der bewegte Sender. Daher ist dessen Oszillator im Ruhesystem des Messgerätes langsamer. Die Frequenz ist also fe = fs * sqrt(1-(v/c)**2) /(1-v/c).
Dies ist gleich
fe=fs* sqrt((1+v/c)/(1-v/c))

Ruhesystem des Ions:

Der Oszillator des Messgerätes geht langsamer und misst daher eine höhere Frequenz. Die Frequenz ist dann fe=fs * (1 -v/c) /sqrt(1 - (v/c)**2))

oder auch fe = fs * sqrt((1 + v/c)/1-v/c))

Gruss
Rudi Noth
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Re: Ives-Stilwell-EXperiment

Beitragvon Lagrange » Sa 23. Nov 2019, 13:15

Rudi Knoth hat geschrieben:Lagrange » Sa 23. Nov 2019, 12:54

Das ist egal, seine Gleichungen ergeben dass sich lediglich die Einheiten (Schwingungsperioden) ändern.

Es wurde nicht die SRT sondern die Äthertheorie bestätigt.


So einfach ist das aber auch nicht. ...

Doch.

Periodendauer im unbewegten Atom:

Periodendauer im bewegten Atom:

Daraus folgt: f'=f/gamma


Es ändert sich nur die Resonanzfrequenz bewegter Atome.

Lasersignal ändert sich nicht.
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Re: Ives-Stilwell-EXperiment

Beitragvon Sciencewoken » Sa 23. Nov 2019, 15:17

Rudi Knoth hat geschrieben:Er schreibt in seiner Dissertation eindeutig von identischen Uhren.
Sorry, aber ich schreibe die meiste Zeit auch von identischen bzw. zumindest von baugleichen Uhren. Ich jedoch rede tatsächlich von Uhrenfehlern, weil eben Periodendauern zwischen gezählten Takten von nur einer Uhr durch Bewegung länger werden und aus diesem Grunde teile ich Zeit in die Komponenten t und τ und wegen nichts Anderem und das tat ich schon, bevor mich einer auf Botermann aufmerksam machte.
Meine Logik dabei ist recht einfach: In identischen Zeitabschnitten werden von einer bewegten Uhr weniger Impulse (t) gezählt bzw. als Frequenz (f) produziert, weil die Periodendauern (τ) länger werden. In längeren Periodendauern kann ein Empfänger mehr Impulse einer anderen (unbeeinflussten) Uhr empfangen. Uhren produzieren demnach bewegt geringere Frequenzen als ruhend und empfangen demnach bewegt höhere Frequenzen als ruhend. Dadurch wird der rel. Doppler-Effekt symmetrisch - es ist jedoch nur eine Uhr, die dabei nachgeht. Um festzustellen, welche Uhr das nun ist, kann man sich gegenseitig Werte lokal produzierter Frequenzen multipliziert mit einer definierten Strecke (i.E. Urmeter) - sprich wechselseitig gemessene Geschwindigkeiten - zusenden. Und so funktioniert Geschwindigkeitsmessung ja auch - Man misst lokal die Anzahl ebenso lokal produzierter Takte einer Uhr, während sich ein Objekt auf definierter Strecke von A nach B bewegt, während man nicht wirklich weiß, wie lange die Uhr eigentlich braucht, um von einem Takt zum nächsten zu zählen.
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Re: Ives-Stilwell-EXperiment

Beitragvon Sciencewoken » Sa 23. Nov 2019, 15:18

Lagrange hat geschrieben:Es ändert sich nur die Resonanzfrequenz bewegter Atome.
Ganz genau.

BTW.: In dem PDF von Botermann (gepostet von R. Knoth), kann ich keine GL2.1 und GL 2.2 finden. Ich finde da eh' nur 4 Gleichungen. Gibt es da noch etwas ausführlicheres?
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