Trigemina hat geschrieben:Wir können im Labor folgendes machen:
- die Umfangsgeschwindigkeit über einen auf der Oberfläche des Scheibenrands angebrachten Punkt bestimmen, also über seinen unveränderlichen Radius
- oder über die Umfangslinie mit einem seitlich angebrachten Punkt, d.h. über seine kontrahierte Umfangslinie
Im letzten Fall ergibt sich wegen der durch Gamma kontrahierten Umfangslinie eine dementsprechend verringerte Umfangsgeschwindigkeit. Dieses Element widerspiegelt genau die Situation zwischen unverändertem Radius und kontrahierter Umfangslinie.
Das ist sehr praktisch, denn damit kann man das Paradoxon nach Belieben einsetzen, indem man, wie man's gerade braucht, beweist, dass das Rad entweder kontrahiert ist (man misst nach Variante 2) oder nicht kontrahiert ist (man misst nach Variante 1). Und man kann beweisen, dass die Bahn langsamer wird (Variante 2) oder nicht langsamer wird (Variante 1). Ja, kein Zweifel, die SRT ist eine universell einsetzbare Theorie! Und das Wunderbare, nahezu an die Wunder der Quantentheorie heranreichende Faszinierende ist, dass das Rad sowohl kontrahiert als auch nicht kontrahiert ist und eine Bahn sowohl gebremst als auch nicht gebremst wird, quasi eine Superposition geometrischer und dynamischer Zustände. Da ist Schrödingers Katze wirklich ein Klacks dagegen!
Es gibt infolgedessen weder nach Newton noch nach der SRT ein Problem mit schnell rotierenden Zahnradbahnen, sofern unendliche Materialstabilität vorausgesetzt wird.
Der arme Newton könnte ja auch nur einen einzigen Lösungsvorschlag anbieten. Da ist die SRT mit ihren zumindest 6 Lösungen, aus welchen sicher immer irgendeine passend ist, schon eindeutig im Vorteil
Grüße
Harald Maurer

