Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Chief » Sa 25. Apr 2009, 11:42

ralfkannenberg hat geschrieben:Hallo Faber,

ich wusste noch gar nicht, dass Joachim diese Meinung vertritt. Könnten Sie mir da mal einen Link liefern, wo ich das im Zusammenhang nachlesen kann ?


Freundliche Grüsse, Ralf

Wie ist deine Meinung zum Zahnradbahn-Problem und wie begründest du sie?

Gruß
So the Einstein postulates have had an enormously negative influence on the development of physics, and it could be argued that they have resulted essentially in a 100-year period of stagnation of physics...

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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon ralfkannenberg » Sa 25. Apr 2009, 11:46

Faber hat geschrieben:
Trigemina hat geschrieben:Die sich im Ehrenfest-Paradoxon widerspiegelnde Problematik infinitesimaler Bezugssysteme mit entsprechenden Metriken können nicht ohne Verzerrung in eine euklidisch einheitliche Metrik überführt werden.

Sie finden immer neue Worte um auszudrücken, dass das Ehrenfest-Paradoxon in der Tat einen handfesten Widerspruch innerhalb der SRT aufzeigt.


Hallo Faber,

könnten Sie mir bitte auch das noch etwas darlegen ? Gerne unter Berücksichtigung dieses Beitrages:

Trigemina hat geschrieben:
Faber hat geschrieben:Ich streite ab, dass die Metrik uneinheitlich ist, weil gemäß SRT die Metrik die eine einzige einheitliche euklidische Metrik der Minkowski-Raumzeit ist. Und zwar für jeden Beobachter.


So wird das nichts: Du setzt Translationsbewegungen mit Rotationsbewegungen gleich und erwartest gleiche Eigenschaften. Was ist so schwierig daran zu verstehen, dass radial abhängige Umfangsgeschwindigkeiten, d.h. für jeden Abstand seine eigene Umfangsgeschwindigkeit, nicht mit einer einzigen universell gültigen Metrik beschrieben werden können?



Freundliche Grüsse, Ralf
ralfkannenberg
 

Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon ralfkannenberg » Sa 25. Apr 2009, 11:48

Chief hat geschrieben:Wie ist deine Meinung zum Zahnradbahn-Problem und wie begründest du sie?

Hallo Chief,

bevor ich irgendwelche Meinungen kundtue und dies begründe möchte ich das gerne nachlesen.


Freundliche Grüsse, Ralf
ralfkannenberg
 

Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Chief » Sa 25. Apr 2009, 11:51

ralfkannenberg hat geschrieben:Hallo Faber,

könnten Sie mir bitte auch das noch etwas darlegen ? Gerne unter Berücksichtigung dieses Beitrages:
...


Kannst du konkret sagen, was genau möchtest du wissen?

bevor ich irgendwelche Meinungen kundtue und dies begründe möchte ich das gerne nachlesen.


Heißt es dass du im Moment keine Meinung dazu hast?

Gruß
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon ralfkannenberg » Sa 25. Apr 2009, 12:38

Chief hat geschrieben:
ralfkannenberg hat geschrieben:Hallo Faber,

könnten Sie mir bitte auch das noch etwas darlegen ? Gerne unter Berücksichtigung dieses Beitrages:
...


Kannst du konkret sagen, was genau möchtest du wissen?

Hallo Chief,

ich wollte eigentlich gerne Faber's Meinung dazu wissen.

Chief hat geschrieben:
bevor ich irgendwelche Meinungen kundtue und dies begründe möchte ich das gerne nachlesen.


Heißt es dass du im Moment keine Meinung dazu hast?

Wenn Du mich schon so deutlich fragst, so will ich antworten: Ich habe zwar eine Meinung, kann sie aber mangels derzeitgem Kenntnisstand nicht begründen. Und falls Du mich kennst wirst Du wissen, dass ich mich nicht gerne zu Thematiken äussere, in die ich mich noch nicht genügend eingelesen habe.

Da es in diesem Thread aber genügend Leute gibt, die ihre Meinung einbringen, erachte ich es auch nicht für erforderlich, dass ich das auch noch tue; Hintergrund meiner Fragen ist wie schon angedeutet letztlich der, dass in der GOM-Dokumentation diese Thematik ebenfalls angesprochen wird und ich deswegen sehr erfreut bin, dass das nun einmal kompetent hier erörtert wird; und ich habe die Idee, dass ich die in diesem Thread gewonnen Erkenntnisse zur Diskussion der Thesen von GOM verwenden kann.

Beantwortet das Deine Frage ?


Freundliche Grüsse, Ralf
ralfkannenberg
 

Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Trigemina » Sa 25. Apr 2009, 12:42

Hallo zusammen

Es freut mich dass sich auch noch andere Teilnehmer für das Ehrenfest-Paradoxon interessieren. Es gibt wenige ausführliche deutschsprachige Seiten zu diesem Thema, weshalb ich aus dem meiner Meinung nach ziemlich guten Wiki-Link gleich mal den 1. Abschnitt zitiere:

In its original formulation as presented by Paul Ehrenfest 1909 in the Physikalische Zeitschrift, it discusses an ideally rigid cylinder that is made to rotate about its axis of symmetry. The radius R as seen in the laboratory frame is always perpendicular to its motion and should therefore be equal to its value R0 when stationary. However, the circumference (2πR) should appear Lorentz-contracted to a smaller value than at rest, by the usual factor γ. This leads to the contradiction that R=R0 and R<R0.

Und gleich noch die deutsche Übersetzung:

In seiner ursprünglichen Formulierung, wie sie von Paul Ehrenfest 1909 in der Physikalischen Zeitschrift erwähnt wurde, geht er von einem ideal starren Zylinder aus, der sich symmetrisch um die Achse dreht. Der Radius R ist wie im Labor-System immer senkrecht zu seiner Bewegung und ist daher gleich dem Wert R 0 im stationären Laborsystem. Wie auch immer erscheint der Umfang (2πR) wegen der Lorentz-Kontraktion mit einem kleineren Wert als im Ruhesystem der rotierenden Scheibe mit dem üblichen Faktor γ. Dies führt zu dem Widerspruch von R = R 0 und R < R 0.

Gruss
suum cuique
Trigemina
 
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Jocelyne Lopez » Sa 25. Apr 2009, 13:20

Chief hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Trigemina hat geschrieben:
Im übrigen ist die von der SRT beschriebene Lorentz-Kontraktion keine echte materielle Verformung des Objekts, sondern beschreibt lediglich die Tatsache, dass sie in verschiedenen Bezugssystemen so gemessen wird.



Genau das ist in meinen Augen bei diesem Paradoxon und bei allen Paradoxa über die Längenkontraktion maßgebend: Die im Laborsystem gemessene materielle Ruhelänge eines Objekts verändert sich nicht bei Bewegungen (siehe Dr. Markus Pössel). ...

Ich glaube schon, dass bei Bewegungen im Äther bestimmte materielle Veränderungen doch stattfinden. Betrachtet man z.B. das e-Feld um das Proton, so sieht man dass in Bewegungsrichtung eine bestimmte Feldstärke nicht mehr am Ort x sondern am Ort x-vt herrscht, weil sich auch das Feld höchstens mit c ausbreitet. Entgegen der Bewegungsrichtung ist das Feld aber genauso verlängert x+vt, so dass insgesamt keine Längenänderung stattfindet. Heaviside, Searle, Lorentz und die Anderen haben aus diesen beiden "Feldverschiebungen" durch Anwendung von rot(vXH) einen falschen Mittelwert der Feldgeschwindigkeit gebildet und alles andere Einstein überlassen.

Bei der Bewegung relativ zum Äther befindet sich das Proton nicht mehr in der Mitte des Atoms sondern ist relativ zum Atom nach vorne "verschoben". Ob es im zwischenatomaren Bereich eines Festkörpers kleinere geometrische Veränderungen gibt, kann nicht so einfach beantwortet werden. Das gilt isbesondere für die Elektronenschalen die keine Kugelsymmetrie besitzen, so dass vielleicht noch die Trägheitskräfte die Elektronenbahnen beeinflussen.

Aber das alles hat nichts mit der SRT zu tun, sondern mit der realen Bewegung relativ zum Äther.



Ganz genau. Es geht in der SRT nicht um Bewegungen relativ zum Äther, sondern um die Bewegungen von zwei Körpern relativ zueinander.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Sebastian Hauk » Sa 25. Apr 2009, 13:22

Hallo Frau Lopez,

Ganz genau. Es geht in der SRT nicht um Bewegungen relativ zum Äther, sondern um die Bewegungen von zwei Körpern relativ zueinander.


vollkommen richtig.

Gruß

Sebastian
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Jocelyne Lopez » Sa 25. Apr 2009, 13:38

Die Forschungsgruppe G.O. Mueller referiert das Ehrenfest-Paradoxon in iher Dokumentation wie folgt:
http://www.ekkehard-friebe.de/buch.pdf - Seite 104:


E: Bewegung / Fehler Nr. 5

Ehrenfest-Paradoxon: Eine rotierende, runde Scheibe soll relativ zum Beobachter
eine Längenkontraktion ihrer Umfangslinie erleiden


Referat nach Galeczki/Marquard 1997 (S. 105-108): Das Verhältnis von Umfang zu Durchmesser
soll durch Lorentz-Kontraktion kleiner als Pi werden. Phipps 1980 hat 6 verschiedene
publizierte Lösungsvorschläge analysiert. Weinstein 1971 hat ein Experiment vorgeschlagen,
das Phipps 1974 durchgeführt hat. Die behauptete Lorentzkontraktion der Scheibe
müßte zur Folge haben, daß eine auf die Scheibe gravierte radiale, gerade Linie "auf der
Scheibenoberfläche entgegen dem Drehsinn rückwärts gekrümmt wird
". Der Effekt müßte
mit wachsender Zahl der Drehungen immer deutlicher werden, also kumulativ sein. "Phipps
[1974] hat dieses Experiment durchgeführt, indem er eine Edelstahlscheibe (Durchmesser
1,35 cm) 4 Monate (!) lang ununterbrochen mit einer kleinen Druckluftturbine bei 6072 Hz
drehen ließ. Auf die Scheibenoberfläche waren mehrere radiale Linien eingraviert. Während
der Drehungen wurden Aufnahmen mit Laserblitzen von 20 ns Dauer gemacht. Die Analyse
während des Experimentes und danach ergab [alpha] < 0,0006, mit anderen Worten, einen
Nulleffekt." (S. 107).

Andere Autoren wie z.B. Swann 1920 erklären die SRT für unzuständig für Rotationseffekte: also keine Vorhersagen und keine Bestätigungen; für die Rotation fehle eine Theorie. Das Ehrenfest-Paradoxon ist somit ein echter Theorie-Fehler.

Galeczki/Marquard 1997 (S. 105-108) fügen an: "Selbstredend meiden alle Lehrbücher
und Monografien über SRT das Phipps-Experiment. Wie könnte es anders sein? Sogar eine
umfangreiche Originalarbeit über 'Relativität und Rotation'
[P. F. Browne 1977], in der zwar
der Vorschlag von Weinstein erwähnt wird, ignoriert dessen experimentelle Verwirklichung
durch Phipps.
"

Ehrenfest, Paul: Gleichförmige Rotation starrer Körper und Relativitätstheorie. In: Physikalische
Zeitschrift. 10.1909, S. 918. - Swann, William Francis Gray: Unipolar induction. In: Physical review. Ser.
2, Vol. 15. 1920, S. 365-398. - Weinstein, D. H.: Ehrenfest's paradox. In: Nature. London. Vol. 232. 1971,
S. 548. - Browne, Peter F.: Relativity of rotation. In: Journal of physics. A: Math. Gen. 10. 1977, S. 727. -
Phipps, Thomas E., jr.: Do metric standards contract? In: Foundations of physics. 10. 1980, S. 289-307. -
Galeczki / Marquardt: Requiem für die Spezielle Relativität / Georg Galeczki, Peter Marquardt. Frankfurt
a. M.: Haag u. Herchen, 1997. 271 S.
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon ralfkannenberg » Sa 25. Apr 2009, 13:59

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Die Forschungsgruppe G.O. Mueller referiert das Ehrenfest-Paradoxon in iher Dokumentation wie folgt:
http://www.ekkehard-friebe.de/buch.pdf - Seite 104:


Das ist mir bekannt, Frau Lopez. Und ich begrüsse es sehr, dass hier eine Diskussion zu dieser Thematik stattfindet.

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Andere Autoren wie z.B. Swann 1920 erklären die SRT für unzuständig für Rotationseffekte: also keine Vorhersagen und keine Bestätigungen; für die Rotation fehle eine Theorie. Das Ehrenfest-Paradoxon ist somit ein echter Theorie-Fehler.

Sie könnten mir aber vielleicht noch erklären, wie die Autoren von G.O.Mueller die Aussage, "Das Ehrenfest-Paradoxon ist somit ein echter Theorie-Fehler." herleiten.


Ralf Kannenberg
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