Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Faber » Do 23. Apr 2009, 21:32

Chief hat geschrieben:Wie wäre es wenn man automatische Schließanlagen beider Garagentore mit einem Laserpointer aus großer Entfernung einschaltet, die so programmiert sind, dass sie genau in dem Moment schließen wenn sich das Auto genau in der Mitte der Garage befindet.

Oder ist eine solche Programmierung der Schließanlagen nach SRT nicht möglich?

Man würde z.B. zwei Laserpointer so aufstellen und ihre Auslösung so programmieren, dass im Garagensystem alles funktioniert. Dann würde man das Ereignis "Automitte befindet sich in Garagenmitte" in das Autosystem transformieren. Ebenso die Ereignisse "Tor A schließt sich" und "Tor B schließt sich". Dann würde man feststellen, dass diese drei Ereignisse im Autosystem nicht gleichzeitig stattfinden.

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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Chief » Do 23. Apr 2009, 21:45

Faber hat geschrieben:Man würde z.B. zwei Laserpointer so aufstellen und ihre Auslösung so programmieren, dass im Garagensystem alles funktioniert. Dann würde man das Ereignis "Automitte befindet sich in Garagenmitte" in das Autosystem transformieren. Ebenso die Ereignisse "Tor A schließt sich" und "Tor B schließt sich". Dann würde man feststellen, dass diese drei Ereignisse im Autosystem nicht gleichzeitig stattfinden.

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Man kann es so programmieren, dass die Ereignisse im Autosystem gleichzeitig sind weil die Garage laut SRT im Autosystem verkürzt ist. Wie die Verhältnisse im System der Garage sind, hat keine Bedeutung für die Ereignisse im Bezugssystem des Autos.

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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Faber » Do 23. Apr 2009, 21:51

Chief hat geschrieben:Man kann es so programmieren, dass die Ereignisse im Autosystem gleichzeitig sind weil die Garage laut SRT im Autosystem verkürzt ist.

Nein, das geht nicht:

t' = gamma * (t - x*v/c^2)

Da die x-Positionen der Ereignisse unterschiedlich sind, ergeben sich auf jeden Fall unterschiedliche Zeitpunkte für die drei Ereignisse, die im Garagensystem gleichzeitig stattfinden.

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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Trigemina » Do 23. Apr 2009, 21:52

Faber hat geschrieben:
Trigemina hat geschrieben:Es wäre gut sich von der Vorstellung zu lösen, dass veränderliche Metriken zwingend in eine einheitliche Metrik überführt werden müssen, um mit der SRT Einsteins konform zu gehen.

Mag sein, dass das für Ihre Phantastereien gut wäre.


Minkowski gegen Einstein auszuspielen ist auch keine Methode die SRT auszuhebeln. Das haben andere schon versucht, als die Protagonisten noch unter uns waren. Die sich im Ehrenfest-Paradoxon widerspiegelnde Problematik infinitesimaler Bezugssysteme mit entsprechenden Metriken können nicht ohne Verzerrung in eine euklidisch einheitliche Metrik überführt werden. Und das hat weder etwas mit Phantastereien noch mit Phantasielosigkeit zu tun.

Im übrigen ist die von der SRT beschriebene Lorentz-Kontraktion keine echte materielle Verformung des Objekts, sondern beschreibt lediglich die Tatsache, dass sie in verschiedenen Bezugssystemen so gemessen wird.

Gruss
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Chief » Do 23. Apr 2009, 22:03

Faber hat geschrieben:Nein, das geht nicht:

t' = gamma * (t - x*v/c^2)

Da die x-Positionen der Ereignisse unterschiedlich sind, ergeben sich auf jeden Fall unterschiedliche Zeitpunkte für die drei Ereignisse, die im Garagensystem gleichzeitig stattfinden.

Gruß
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Deswegen werden geeignete Verzögerungsschalter eingebaut, die die Laufzeiten und andere "RT-Störungen" kompensieren.

Gruß
Zuletzt geändert von Chief am Do 23. Apr 2009, 22:07, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Faber » Do 23. Apr 2009, 22:06

Trigemina hat geschrieben:Minkowski gegen Einstein auszuspielen ist auch keine Methode die SRT auszuhebeln.

Mag sein. Tut hier aber auch niemand.

Trigemina hat geschrieben:Die sich im Ehrenfest-Paradoxon widerspiegelnde Problematik infinitesimaler Bezugssysteme mit entsprechenden Metriken können nicht ohne Verzerrung in eine euklidisch einheitliche Metrik überführt werden.

Sie finden immer neue Worte um auszudrücken, dass das Ehrenfest-Paradoxon in der Tat einen handfesten Widerspruch innerhalb der SRT aufzeigt.

Trigemina hat geschrieben:Im übrigen ist die von der SRT beschriebene Lorentz-Kontraktion keine echte materielle Verformung des Objekts, sondern beschreibt lediglich die Tatsache, dass sie in verschiedenen Bezugssystemen so gemessen wird.

Tatsache ist, dass die SRT paradox ist und daher die Realität nicht beschreibt. Sie sagt daher nichts darüber, was tatsächlich gemessen wird.

Gruß
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P.S.: Was sind "infinitesimale Bezugssysteme"?
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Faber » Do 23. Apr 2009, 22:09

Chief hat geschrieben:
Faber hat geschrieben:Nein, das geht nicht:

t' = gamma * (t - x*v/c^2)

Da die x-Positionen der Ereignisse unterschiedlich sind, ergeben sich auf jeden Fall unterschiedliche Zeitpunkte für die drei Ereignisse, die im Garagensystem gleichzeitig stattfinden.

Deswegen werden geeignete Verzögerungsschalter eingebaut, die die Laufzeiten und andere "RT-Störungen" im Garagensystem kompensieren.

Ja, das war vorausgesetzt: im Garagensystem finden die drei Ereignisse gleichzeitig statt.

Nach Transformation ins Autosystem erhalten wir dann drei Ereignisse zu unterschiedlichen Zeitpunkten.

Gruß
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Trigemina » Do 23. Apr 2009, 22:16

Faber hat geschrieben:P.S.: Was sind "infinitesimale Bezugssysteme"?


Jedem infinitesimal kleinen Radialabstand dr wird sein eigenes Bezugssystem zugeordnet mit entsprechender Metrik. Deswegen haben wir ja auch dieses Projektionsproblem, unendlich viele verschiedene Bezugssysteme (Frames) in ein euklidisches Koordinatensystem einheitlicher Metrik zu überführen.

Den Link mehr als nur querzulesen würde die Diskussion erleichtern.

Gruss
Zuletzt geändert von Trigemina am Do 23. Apr 2009, 22:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Chief » Do 23. Apr 2009, 22:21

Faber hat geschrieben:Ja, das war vorausgesetzt: im Garagensystem finden die drei Ereignisse gleichzeitig statt.

Nach Transformation ins Autosystem erhalten wir dann drei Ereignisse zu unterschiedlichen Zeitpunkten.

Gruß
Faber

Die Ereignisse müssen im Autosystem gleichzeitig stattfinden. Auch wenn die Zeit im Garagensystem stillsteht, ändert sich im Autosystem nichts. Auf jeden Fall muss das Auto auf beiden Seiten beschädigt werden wenn die Tore im Autosystem gleichzeitig zuschlagen.

Gruß
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Faber » Do 23. Apr 2009, 23:00

Trigemina hat geschrieben:Jedem infinitesimal kleinen Radialabstand dr wird sein eigenes Bezugssystem zugeordnet mit entsprechender Metrik. Deswegen haben wir ja auch dieses Projektionsproblem, unendlich viele verschiedene Bezugssysteme (Frames) in ein euklidisches Koordinatensystem einheitlicher Metrik zu überführen.

Den Link mehr als nur querzulesen würde die Diskussion erleichtern.

Wozu mehr als Querlesen? Ich anerkenne doch das Projektionsproblem. Es führt dazu, dass weder Sie noch der Autor des Papers angeben können, was nun mit dem Rad im Minkowski-Raum (ct,x,y,z) SRT-gemäß passieren soll.

Sie geben ja nun offen zu, dass Sie keine Lösung im Minkowski-Raum liefern können. Wann geben Sie endlich zu, dass es keine Lösung gibt, weil im Minkowski-Raum, der alleine für die SRT relevant ist, zu jedem Zeitpunkt ein räumlicher Kreis mit dem Radius R einen Umfang U hat, für den U = 2*pi*R gilt?

Das ist doch wirklich nicht schwer zu verstehen. Der Raum der SRT ist und bleibt euklidisch. Auch das Abstandsmaß der SRT-Raumzeit ist euklidisch. Man nennt sie deswegen flach. Folglich gibt es keine Lösung außer der, dass für das Rad U = 2*pi*R gilt.

Damit ist klar und deutlich aufgezeigt, dass die SRT in sich widersprüchlich ist. Die SRT ist paradox. Daher beschreibt sie nicht die Realität.

Nun hören Sie schon auf, sich an Ihre Fachleute und Autoritäten zu klammern. Die Kardinäle der Physik werden Ihnen nur das erzählen, was der Kardinalsräson entspricht. Aufklärung ist angesagt. Verwenden Sie den eigenen Verstand, um die Wahrheit zu erkennen.

Gruß
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