Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Sebastian Hauk » Sa 2. Mai 2009, 10:26

es sind keine Erklärungen zu "Widersprüchlichkeiten" der SRT vonnöten. Alle "Widersprüche", die hier deklariert werden, bestehen in Mißverständnissen, Fehlinterpretation und Unwissen eurerseits.


doch den Widerspruch gibt es. :) Habe auch bereits einen Nachhilfelehrer angschrieben, dass er mit die Aufgabe mit allen Angaben ausrechnet. Ist halt nicht so einfach die SRT zu widerlegen. Das kann nicht jeder. :roll:

und einen Beitrag zum Thema hast Du immer noch nicht gebracht.

Josef hat wenigstens immer noch was zum Thema geschrieben.
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Sebastian Hauk » Sa 2. Mai 2009, 12:15

Hallo,

hatte gerade einen Nachhilfelehrer für Physik am Telefon und als ich ihm sagte, dass es um die SRT geht, dann wurde er auf einmal sehr nervös und meinte, damit kenne er sich überhaupt nicht aus. Ich solle es ihm nur per email zuschicken und er schaut es sich an. Na so was. Ich hoffe mal, dass der Mann keine Angst hatte.

Gruß

Sebastian
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon contravariant » Sa 2. Mai 2009, 13:01

Sebastian Hauk hat geschrieben:Ich hoffe mal, dass der Mann keine Angst hatte

Jetzt wissen wir, warum Schäuble den GSG 9 EInsatz in Somalia angeblasen hat. Die Jungs werden für andere Dinge gebraucht...
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Jocelyne Lopez » Sa 2. Mai 2009, 14:58

Joachim hat geschrieben:
Faber hat geschrieben:
Wenn aber die Verteilung der Breite der Zähne aus Symmetriegründen eine Gleichverteilung sein muss, dann gibt es keine gangbare Lösung für die Zahnradbahn.


So ist es. Nach der SRT würde eine Zahnradbahn bei relativistischen Geschwindigkeiten nicht funktionieren.



Ist es alles, was Dr. Joachim zu dieser Absurdität zu sagen hat?
Der Umfang des Rads verkleinert sich, aber der Radius bleibt unverändert. :roll:
Kann uns Dr. Joachim erklären, wie so etwas überhaupt von der Logik her gehen soll, geschweige denn von der Technik?


Joachim hat geschrieben:
Aber inwiefern ist das ein Problem für die Theorie? Meines Wissens wurde nie eine so schnelle Zahnradbahn beobachtet.


Hmm… ich meine schon, dass so eine schnelle Zahnradbahn unzählige Male schon beobachtet wurde. Hat Dr. Joachim etwa vergessen, dass wir mit einem Lichtstrahl als Maßstab „beobachten“ bzw. messen, seitdem die Geschwindigkeit eines Lichtstrahles als Maßstab festgesetzt wurde? Das bedeutet nach der Reziprozität, dass das gemessene Objekt sich relativ zum Lichtstrahl mit Lichtgeschwindigkeit bewegt, oder doch nicht?

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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Trigemina » Sa 2. Mai 2009, 15:50

Ich darf mal an dieser Stelle “meinen Mentor“ zitieren,

Albert Einstein hat geschrieben:Aber auch die Definition der räumlichen Koordinaten macht hier zunächst unüberwindliche Schwierigkeiten. Legt nämlich der mit der Scheibe bewegte Beobachter seinen Einheitsmaßstab (ein relativ zum Scheibenradius kleines Stäbchen) an der Scheibenperipherie tangential zu dieser an, so ist derselbe, vom Galileischen System aus beurteilt, kürzer als 1, weil bewegte Körper nach § 12 in Richtung der Bewegung eine Verkürzung erfahren. Legt er dagegen seinen Maßstab in die Richtung des Scheinradius, so erfährt dieser, von K aus beurteilt, keine Verkürzung. Misst der Beobachter also zuerst den Scheibenumfang, dann den Scheibendurchmesser mit seinem Maßstab und dividiert er hierauf diese beiden Messergebnisse, so findet er als Quotienten nicht die bekannte Zahl
π = 3,14 ..., sondern eine größere Zahl, während sich auf einer relativ zu K ruhenden Scheibe natürlich exakt π ergeben müsste."


der damit ein ebenso verzerrtes Umfangs-Durchmesserverhältnis beschreibt wie übrigens (beinahe) alle sich mit diesem Paradoxon befassenden Autoren, wenn man die rotierende Scheibe aus dem Laborsystem misst (< Pi), und wenn man die rotierende Scheibe in ihrem Ruhesystem mit dem relativ dazu bewegten Rinnenmassstab misst (> Pi). Mit den eigenen Massstäben im Ruhesystem der rotierenden Scheibe wird ein unverzerrtes Verhältnis von Pi gemessen.

Das Ehrenfest-Paradoxon ergibt sich aus der Minkowski-Mannigfaltigkeit verschiedener von r abhängiger Metriken, die sich in der Summe aller differentieller infinitesimaler Radialabstände zu einer nicht-euklidischen Metrik integrieren und das nicht-Pi-zahlige Verhältnis zwischen Umfang und Durchmesser bewirken.

Dieses Paradoxon wird nun nicht in Luft aufgelöst, wie dies einige zu fordern scheinen, sondern ist ein wesentlicher Bestandteil als Folgerung einer durch Rotationskörper bedingten nicht-euklidischen Geometrie.

Somit ist nicht nur das Ehrenfest-Paradoxon erklärt, sondern auch die Funktionstüchtigkeit einer Zahnradbahn im relativistischen Bereich.

Gruss
Trigemina
 
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Riemans Fehler

Beitragvon rmw » Sa 2. Mai 2009, 16:36

contravariant hat geschrieben:An welcher Stelle/Stellen begeht Riemann den/die Fehler, )

Riemann begeht keinen mathematischen Fehler an sich, Riemann begeht einen logischen Fehler.
Aus Mathematik selbst kann man nicht erkennen ob man für einen Vorgang eine Multiplikation oder Division anwenden muß, es ergibt sich aus dem Erkennen logischer Zusammenhänge. Riemann trifft einfach Schlußfolgerungen die keinen logischen Sinn ergeben.

Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten auf einer Kugeloberfläche -was immer die Schnittlinie der Oberfläche mit einer Ebene darstellt- bleibt auch dann ein Kreisbogen wenn er die Kugeloberfläche quasi zweidimensional behandelt. Nichts spricht dagegen dass er die Flächeneigenschaften über geometrischen Zusammenhänge von Ebenenschnitten auf dieser Fläche definiert. Es ist einfach eine andere Methode um geometrische Eigenschaften dieser Oberfläche zu beschreiben, nicht mehr und nicht weniger.
Wenn Herr Riemann nun denkt dass er deswegen weil er diese Oberfläche zweidimensional behandelt eine Ebene vor sich hat, und damit eine "nichteuklidsche Geometrie", dann hat er den Bezug zur Realität verloren.
Das kommt freilich unter Mathematikern und auch unter theoretischen Physikern nicht einmal so selten vor.

rmw
Zuletzt geändert von rmw am Sa 2. Mai 2009, 16:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Pastor

Beitragvon rmw » Sa 2. Mai 2009, 16:42

M_Hammer_Kruse hat geschrieben:@alle Physiker etc.:
Bitte laßt Euch nicht weiter auf dieses Spiel ein. Laßt Euch Diskussionslinien nicht mit "ja aber" und "außerdem" und Wechsel des Themas verwässern, sondern bleibt hartnäckig bei einem Punkt, der einmal angeschnitten wurde.

Du hättest vielleicht Pastor werden sollen.

Dein unverbrüchlicher Glaube an die RT ist auch ein Indiz dafür.

rmw
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Faber » Sa 2. Mai 2009, 17:25

Trigemina hat geschrieben:Dieses Paradoxon wird nun nicht in Luft aufgelöst [...]

Hier sind wir uns einig. Das Ehrenfest-Paradoxon wird nicht in Luft aufgelöst. Es handelt sich um ein tatsächliches Paradoxon, das nicht auflösbar ist. Die SRT beschreibt die Rotation einer Scheibe nicht widerspruchsfrei.


Trigemina hat geschrieben:wie dies einige zu fordern scheinen

Ja, sie hatten in der Tat eine Reihe von Literatur zitiert, deren Autoren fälschlicherweise glauben, das Paradoxon aufgelöst zu haben.


Trigemina hat geschrieben:[Dieses Paradoxon] ist ein wesentlicher Bestandteil als Folgerung einer durch Rotationskörper bedingten nicht-euklidischen Geometrie.

M.a.W.: Die durch Rotationskörper bedingte nicht-euklidischen Geometrie ist widersprüchlich, paradox.


Trigemina hat geschrieben:Somit ist nicht nur das Ehrenfest-Paradoxon erklärt, sondern auch die Funktionstüchtigkeit einer Zahnradbahn im relativistischen Bereich.

Diese Aussage steht im Widerspruch zu Ihren obigen Aussagen. Das Ehrenfest-Paradoxon ist als Paradoxon zementiert, und die SRT sagt nichts über die Wirklichkeit aus.

Physik bescheibt die Natur. Die Natur ist nicht paradox. Ist die Physik paradox, so beschreibt sie nicht die Natur und ist folglich keine Physik.

Gruß
Faber
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Re: Pastor

Beitragvon Jocelyne Lopez » Sa 2. Mai 2009, 17:51

rmw hat geschrieben:
M_Hammer_Kruse hat geschrieben:
@alle Physiker etc.:
Bitte laßt Euch nicht weiter auf dieses Spiel ein. Laßt Euch Diskussionslinien nicht mit "ja aber" und "außerdem" und Wechsel des Themas verwässern, sondern bleibt hartnäckig bei einem Punkt, der einmal angeschnitten wurde.

Du hättest vielleicht Pastor werden sollen.

Dein unverbrüchlicher Glaube an die RT ist auch ein Indiz dafür.



Dazu passt wohl ein "Gebet", das ich von einem Leser meines Blogs speziell für die Truppe aus dem Forum "Alpha Centauri" erhalten habe ;) :

Gebet der jungen Forscher
bei der Aufnahme in die Heiligen Hallen der Theoretischen Physik


Oh, Heiliger Theorieerfinder, gelobt sei Dein Name!

Du Weltweiser, Philosoph und Mathematiker
Ich will Dir gehorsam sein, um zur Erkenntnis zu gelangen
Meinen eingebildeten, ungesunden Menschenverstand habe ich
wie Deine Gurus befehlen
am Eingang abgegeben
damit ich vollkommen verstehe was Du uns lehrst

Lange Jahre nun will ich meine Gehirnwindungen trainieren
und will Dir relativ sein mit Haut und Haar
damit ich eingehe in die Herrschaft der Wissenden
über die Dummen und Bösen

Setz Du mich auf meinen Posten als Beobachter
Alles will ich beobachten und messen
wie Du es vorschreibst meinen Gedanken im Experiment
und Dir getreulich berichten was Du längst schon erwiesen hast
Was Du nicht vorschreibst das soll nicht sein

Laß meinen Maßstab immer gleichlang sein
und verkürze die Maßstäbe der Ungläubigen
damit sie in Verwirrung enden und zweifeln und untergehen
Dein Relativismus soll sie vernichten
Dein Maßstab hat mich gerettet

Ich glaube an alle falsch gehenden Uhren
und werde die Ungläubigen verfolgen wo ich kann
Laß einen Schimmer Deines Glanzes auch auf mich abfärben
damit ich geachtet werde als einer der Wissenden

Das Licht und seine Geschwindigkeit sind Dein alleiniger Besitz
Sag Du, wer der Schnellste ist im Universum
Dein Wort ist Gesetz
Niemand soll mit Widerworten freveln
Antis und Zweifler sollen ausgeschlossen sein
aus der menschlichen Gemeinschaft der Rechtgläubigen

Ich glaube an die Jugend des reisenden Zwillings
und das hohe Alter aller Zurückgebliebenen
Die Bösen und Dummen und dreisten Widerredner sollen aussterben
damit niemand mehr den Glanz Deiner Theorie verdunkelt

Verfluche alle Widerspenstigen
vertreibe sie aus der Vierten Dimension
und aus dem Paradies Deiner Raum-Zeit-Trichter
Laß die Unwürdigen auf der Zeitachse in imaginären Werten versinken
Nicht genießen sollen sie die kommende Raum-Krümmung
am Horizont der neuen Theorie

Setze unsere größten Koryphäen mit flammenden Maßstäben
nicht-kontrahierenden
als Wachen zum Schutz der Theorie
Laß draußen die Abtrünnigen
ihr Brot verdienen im Schweiße Newtons
und seiner mühseligen alten Mechanik

Ich aber glaube schon heute an alle spezielle Theorien
die Dir und den Deinen noch einfallen
Ich will Deinen Namen auf allen Wegen und Plätzen
mit großen Buchstaben aufrichten
und genau beobachten und berichten
wenn einer sein Opfer verweigert


Heimlich erlauscht und aufgeschrieben von Leslie Lester-Mahul
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Ist wirklich gut

Beitragvon rmw » Sa 2. Mai 2009, 18:17

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Dazu passt wohl ein "Gebet"

Ist wirklich gut!

Grüße
rmw
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