Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mi 22. Apr 2009, 07:17

Faber hat geschrieben:
M_Hammer_Kruse hat geschrieben:Ich bin doch nun wirklich nicht der einzige, der in diesem Thread deutlich klargestellt hat, daß die Zähne in keinem Inertialsystem ein Problem haben, sauber auf der Zahnstange abzurollen.

:lol: :lol: :lol:

Ja, Herr Kruse, Sie haben behauptet, dass es so sei.

Eine Lösung haben auch Sie allerdings nicht vorgelegt. Schade, eigentlich!



Ja ja, der Herr Hammer-Kruse hat auch behauptet, dass die Physik-Aufgabe mit dem Panzer und dem Graben bzw. ihre relativistische Lösung unsinnig sei: http://www.jocelyne-lopez.de/blog/2009/ ... gen-lasst/. Bei der Behauptung, dass es so sei, ist es aber auch geblieben. :lol:

Viele Grüße
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Harald Maurer » Mi 22. Apr 2009, 08:39

Bezüglich des Ehrenfest-Paradoxons haben Galeczki/Marquardt (Requiem für die Spezielle Relativität, Haag&Herchen, S.105) folgendes ausgeführt:
ehrenfest1.gif
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ehrenfest2.gif
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ehrenfest3.gif
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ehrenfest4.gif
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Der Versuch, das Ehrenfest-Paradoxon ausschließlich mit der SRT zu lösen, ist zwecklos. Für Einstein war dieses Paradoxon einer der Beweggründe, die ART zu entwickeln. Das Ehrenfest-Paradoxon eignet sich daher hervorragend zur Konstruktion von Stolpersteinen für die SRT, weil das Rad bei gleichbleibenden Radien und Winkeln aufgrund der Wölbung kleiner und dicker wird - also in Konflikt mit den y-und z-Dimensionen kommt, deren Koordinaten sich ja in der SRT nicht ändern. Zahnradbahnen werden daher niedriger, Radkästen werden zu klein etc. etc.
Es kommt nicht von ungefähr, dass Einstein just im Jahre 1909 in mehreren Arbeiten versuchte, die SRT ad acta zu legen, weil er erkannte, dass sie zu Widersprüchen führt, wenn Gravitation und Rotation im Spiel sind. Die SRT (welche Einstein nach eigenen Worten bald zum Halse heraushing) faszinierte aber das Publikum zu sehr, als dass sie von ihr hätten lassen können. Mit der ART hat Einstein all diese Probleme lösen können, aber zum Preis anderer skuriller Voraussetzungen. Immerhin hat sich die ART aufgrund ihrer Kompliziertheit und mathematisch hohen Ansprüche der Diskussion weitgehend entziehen können - aber auch ihrer allgemeinen Anwendung!

Grüße
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mi 22. Apr 2009, 09:31

Harald Maurer hat geschrieben:
Der Versuch, das Ehrenfest-Paradoxon ausschließlich mit der SRT zu lösen, ist zwecklos. Für Einstein war dieses Paradoxon einer der Beweggründe, die ART zu entwickeln. Das Ehrenfest-Paradoxon eignet sich daher hervorragend zur Konstruktion von Stolpersteinen für die SRT, weil das Rad bei gleichbleibenden Radien und Winkeln aufgrund der Wölbung kleiner und dicker wird - also in Konflikt mit den y-und z-Dimensionen kommt, deren Koordinaten sich ja in der SRT nicht ändern. Zahnradbahnen werden daher niedriger, Radkästen werden zu klein etc. etc.

Es kommt nicht von ungefähr, dass Einstein just im Jahre 1909 in mehreren Arbeiten versuchte, die SRT ad acta zu legen, weil er erkannte, dass sie zu Widersprüchen führt, wenn Gravitation und Rotation im Spiel sind. Die SRT (welche Einstein nach eigenen Worten bald zum Halse heraushing) faszinierte aber das Publikum zu sehr, als dass sie von ihr hätten lassen können. Mit der ART hat Einstein all diese Probleme lösen können, aber zum Preis anderer skuriller Voraussetzungen. Immerhin hat sich die ART aufgrund ihrer Kompliziertheit und mathematisch hohen Ansprüche der Diskussion weitgehend entziehen können - aber auch ihrer allgemeinen Anwendung!



Zu Paul Ehrenfest und zu seinem Selbstmord schreibt der Autor Reinhard Rohmer folgendes, siehe Einstein in der Kritik

Zitat Reinhard Rohmer:

[…] Dass seine Physik von Raum und Zeit absurd ist, hat Einstein bald im Stillen selbst eingesehen. Das schließe ich aus der Tatsache, dass er das „Zwillingsparadoxon“ in keiner seiner späteren Arbeiten wiederholt oder auch nur erwähnt und nur ein Jahr später (1912) in einem Brief an den Theoretiker Paul Ehrenfest (1880 – 1933), seinen besten Freund unter den Physikern, schreibt:

Zitat Albert Einstein:

Ich gratuliere Ihnen herzlich zu Lorentz’ Nachricht. Außer Ihnen würde sich niemand mehr freuen wie ich, wenn Sie nach Holland berufen würden. Sie sind einer der wenigen Theoretiker, denen die Mathematik-Seuche nicht den natürlichen Verstand geraubt hat. („The collected papers of Albert Einstein“, Band 5, Brief vom 30. Juni 1912)


Einstein zählte sich selbst zu diesem Zeitpunkt nicht zu diesen Wenigen. „Die Mathematik-Seuche hat mir den natürlichen Verstand geraubt“, das war es, was er dem Freund hier klagte. In diese Zeit fällt wohl auch sein Bekenntnis:

Zitat Albert Einstein:

Mathematik ist die einzige perfekte Methode, sich selber an der Nase herumzuführen. (zitiert in Carl Seelig, Helle Zeit – Dunkle Zeit, S. 72 - 73)


Bleiben wir einen Moment bei Ehrenfest. Sein Schicksal ist außerordentlich tragisch. Mit der Relativitätstheorie (und der Quantentheorie) ist er nie fertig geworden. Er musste sie aber lehren. 1933 nahm er sich das Leben, weil er es nicht länger aushielt, seinen Studenten etwas vorzumachen. Einstein war tief betroffen. In seinem Nachruf auf den Unglücklichen sagte er:

Zitat Albert Einstein:

Er war ja nicht nur der beste Lehrer unseres Faches, den ich kennen gelernt habe; er war auch leidenschaftlich erfüllt von dem Interesse für Entwicklung und Schicksal der Menschen, insbesondere aber seiner Studenten. ... Die Studenten und Kollegen in Leiden liebten und schätzten ihn, sie kannten seine aufopfernde Hingabe, sein nur auf Dienen und Helfen eingestelltes Wesen. Musste er nicht glücklich sein?

In Wahrheit fühlte er sich jedoch unglücklicher als alle anderen, die mir näher getreten sind. Dies kam daher, dass er sich der hohen ihm gestellten Aufgabe nicht gewachsen fühlte. ... Zu lernen und zu lehren, was man nicht in vollem Maße innerlich bejaht, ist an sich eine schwere Sache, doppelt schwer für einen fanatisch ehrlichen Geist, dem Klarheit alles bedeutet. („Aus meinen späten Jahren“, S. 205, „In memoriam Paul Ehrenfest“, 1934)


Der Physikhistoriker Franco Selleri berichtet von der „überwältigenden Ehrlichkeit“ Ehrenfests, „die sowohl sein Leben, als auch seine Forschung bestimmte. Deshalb wurde er auch von seinen Kollegen als „das Gewissen der Physik“ betrachtet.“ („Die Debatte um die Quantentheorie“, 1990, S. 13) Von dieser Sorte Wissenschaftler gibt es viel zu wenige.


Die Relativisten von AC würden hier wohl auch von Paul Ehrenfest sagen, es sei ein „cranky“ und ein Spinner, zu doof um je etwas von Mathematik und von Physik zu verstehen, wie weiter oben Michael Hammer-Kruse:

Zitat Michael Hammer-Kruse:

Wie kommt es eigentlich, daß man in solchen Threads wie diesem hier den haltlosen physikalischen Unsinn, der da behauptet wird, beliebig oft richtigstellen kann, daß das aber die "Diskussions"partner überhaupt nicht schert und sie munter weiter ihren Quatsch posten, als wären sie zu doof, auch nur irgendwas zu begreifen? […]

Liebe Leute, wenn hier jemand "bewiesen" haben will, daß die SRT in sich widersprüchlich sei, und obwohl ihm sein Irrtum schon wiederholt aufgezeigt wurde, seinen Blödsinn ungerührt wiederkäut bis einem das Kotzen kommt, dann kann ich das bei aller Liebe nur cranky nennen: Spinnerei, aber nicht Physik.

Diese pathologische Selbstverliebtheit in die eigene Unfähigkeit, ist es, an der man den Spinner erkennt.



Tja.

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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon contravariant » Mi 22. Apr 2009, 10:47

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Tja.

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Ist der Sohn von Paul Ehrenfest auch nicht mit der SRT und der QM fertig geworden?
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Harald Maurer » Mi 22. Apr 2009, 12:13

contravariant hat geschrieben:Ist der Sohn von Paul Ehrenfest auch nicht mit der SRT und der QM fertig geworden?


Das ist so ziemlich eine der geschmacklosesten Bemerkungen, die ich in meinen Forum jemals vorfand. Der Sohn von Ehrenfest war behindert. Ehrenfest erschoss ihn vor seinem Selbstmord.
Sagenhaft, was Relativisten sich für Gemeinheiten einfallen lassen :(

Grüße
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon contravariant » Mi 22. Apr 2009, 12:20

Harald Maurer hat geschrieben:Das ist so ziemlich eine der geschmacklosesten Bemerkungen, die ich in meinen Forum jemals vorfand. Der Sohn von Ehrenfest war behindert. Ehrenfest erschoss ihn vor seinem Selbstmord.
Sagenhaft, was Relativisten sich für Gemeinheiten einfallen lassen :(

Grüße
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Moment mal. Wer hat denn den Suizid von Ehrenfest als Beweis für dessen Ablehnung der SRT und QM vorgebracht? Und wer ist mit keinem Wort auf die persönlichen Umstände des Lebens von Paul Ehrenfest eingegangen? Wer hat nicht erwähnt, dass er bereits in den Jahren davor an schweren Depressionen gelitten hatte? Wer macht hier geschmacklose Bemerkungen...?
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mi 22. Apr 2009, 12:32

contravariant hat geschrieben:
Moment mal. Wer hat denn den Suizid von Ehrenfest als Beweis für dessen Ablehnung der SRT und QM vorgebracht? Und wer ist mit keinem Wort auf die persönlichen Umstände des Lebens von Paul Ehrenfest eingegangen? Wer hat nicht erwähnt, dass er bereits in den Jahren davor an schweren Depressionen gelitten hatte? Wer macht hier geschmacklose Bemerkungen...?


Dass Du es wusstest, und jedoch den Sohn von Ehrenfest hier eingebracht hast, ist in der Tat die geschmackloste und gemeinste Bemerkung, die man hier bringen konnte.

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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon contravariant » Mi 22. Apr 2009, 13:06

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Dass Du es wusstest, und jedoch den Sohn von Ehrenfest hier eingebracht hast, ist in der Tat die geschmackloste und gemeinste Bemerkung, die man hier bringen konnte.

Jocelyne Lopez

Nein Jocelyne, das Geschmackloseste ist, dass du das persönliche Schicksal von Paul Ehrenfest für deine Argumentation missbrauchst.
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Harald Maurer » Mi 22. Apr 2009, 13:29

contravariant hat geschrieben:Nein Jocelyne, das Geschmackloseste ist, dass du das persönliche Schicksal von Paul Ehrenfest für deine Argumentation missbrauchst.


Nein, das hat Jocelyne nicht getan. Sie hat den Autoren Rohmer zitiert; dieser ist es, der einen Zusammenhang zwischen Ehrenfels' Depression und der SRT herstellt! Wird übrigens auch von anderen Autoren so gesehen. Ich sehe diesen Zusammenhang nicht, weil Depression eine psychische Erkrankung ist, die keiner äußeren Ursache bedarf. Niemand begeht Selbstmord, weil er die SRT nicht versteht.

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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mi 22. Apr 2009, 13:58

contravariant hat geschrieben:
Zitat von Reinhard Rohmer:

Bleiben wir einen Moment bei Ehrenfest. Sein Schicksal ist außerordentlich tragisch. Mit der Relativitätstheorie (und der Quantentheorie) ist er nie fertig geworden.


Ist der Sohn von Paul Ehrenfest auch nicht mit der SRT und der QM fertig geworden?


Du hast als einzige Kommentar über die vorgebrachten Zitate von Reinhard Rohmer, Paul Ehrenfest und Albert Einstein eine Frage über den Sohn von Paul Ehrenfest gestellt, der hier überhaupt nicht beteiligt war - es ging einzig um Physik. Du fragst mich dann, ob der Sohn von Ehrenfest in der Lage gewesen war, die SRT und die QM zu verstehen, wobei Du wusstest, dass er geistig behindert war.

Was soll also diese Frage? Was wolltest Du mit Deiner Frage bezwecken? Warum hast Du sie überhaupt gestellt? War es Dir selbst nicht bewusst, dass sein Sohn aufgrund seiner Behinderung nicht in der Lage war, diese Theorien zu verstehen? Wolltest Du die Behinderung dieses Menschen verunglimpfen? Warum hast Du diese diskriminierende und menschenverachtende Frage gestellt?

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