Die schwachsinnigen Grundlagen der Relativitätstheorien

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die schwachsinnigen Grundlagen der Relativitätstheorien

Beitragvon galactic32 » So 4. Sep 2011, 13:42

Chief hat geschrieben:weil Einstein eine unveränderliche LG voraussetzt.
Die Aussage ist unpräzise.
Die Mediumgeschwindigkeit ist erstmal immer als unveränderlich anzusetzen.

Unsere Mathematik schwimmt uns doch davon, weil wir keine Uhr kein Zeitmeßverfahren in der Euklid-Mathematik finden.

Einfache Bewegung basiert auf was?

Schon das gleichförmigste Beschleunigung einer 3x3-Einheits-Staffel von Raumschiffen in X-Richtung muß postulativ so erfolgen, daß die 1-Abstände, die rechten Winkel u.ä. beibehalten werden?
Ich meine wenn im Thread hier von schwachsinnigen Grundlagen die Rede ist, was wären die mit starkem Sinn für ein Raum-Zeit-Modell?

Im Computer-Gestützten-Skizzieren, copieren wir zu unbegründet einfach eine absolut ruhende Scene auf eine andere, wenn Du ahnst ... da wird nichts sehr plausibles draus.
Argumentaiv müßte der Übergang zur Bewegung die Hürde zur Überlichtgeschwindigkeit auch schon in den Formeln zu finden sein.
Also schon einfache (Unterlicht)-Impulsgeschwindigkeiten zusammengesetzt aus LG ergäben mir da einen weitaus nachvollziehbareren Ansatz.

Gruß
galactic32
 
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Re: Die schwachsinnigen Grundlagen der Relativitätstheorien

Beitragvon galactic32 » So 4. Sep 2011, 15:45

http://de.wikipedia.org/wiki/Lorentz-Transformation hat geschrieben:...
Herleitung...
Für die Zeit- und Raumkoordinaten
Bild
besagt dies
...
Also irgendwie wird schon ein Medium gebraucht.
Hier ist es der Mittelwert, und dieses "Mitteln" funktioniert oder basiert halt darauf, daß das Scenario sich im Medium abspielt.
Ich meinte auch einen Einschub mit µ=... in Albert's Herleitung registriert zu haben.
Chief hat geschrieben: ein Arm verkürzt sich der andere nicht und die Zeit dilatiert überall gleich
Das ist so eine Schwachstelle in der Argumention.
Wir brauchen doch erst mal eine scharfe Vorstellung (Definition) von Zeit.
Und dieses relative Fließen, Bewegen zur Bewegung des (gewöhnlichen 3-D) Lichts gestaltet doch erst unsere Zeitmeß-Information.

Noch sind die Begriffe Gschwindigkeit (LG), Zeit und räumliche (3-D) Abstände völlig rückbezüglich.
In wie weit eine Kausalkette von Scenarien weiterhilft ein Raum-Zeit-Verstehen zu charakterisieren laß ich mal offen.
Nur irgendwie haben wir im Modell die Möglichkeit "Zeit" ohne weiteres "rückwärts" (relativ wozu dann auch immer) laufen zu lassen.
Und irgendwie bildet räumlicher und zeitlicher Abstand uns ein eindeutiges Informations-"Bild" ab, irgendwie muß u.a. auch mathematisch der Impuls, die Geschwindigkeits-Information mit im "Koordinaten"-System verarbeitet sein.
Würden wir ein einfaches Newton-Kraft-Wechsel-3-Körper-System rechnen, fällt ja auch auf, wie eigentlich beliebig viel Information zur mathem. exacten Anfangs-Situation nötig wär.

Noch haben wir es ja nicht einmal nötig "Zeit" zu splitten, da keine Aufgabelung (Bifurkation) in einem Entscheidungsprozeß in dem Raum-Zeit-Modell berücksichtigt wird.

Gruß
galactic32
 
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Re: Die schwachsinnigen Grundlagen der Relativitätstheorien

Beitragvon galactic32 » Mo 5. Sep 2011, 14:24

Wobei der Artikel eindeutig dokumentiert, wie die Authoren eine Trafo von einer Rücktrafo nicht im Ansatz klar unterscheiden können wollen, noch des mathematisch klaren Argumentieren's fähig sind.

Und ausschließlich von 2 Beobachter reden zu wollen ohne das "gemeinsam" Beobachtete (Objekt/Ereigniss) muß jedem Einsteiger (und Profi) zur Verzweiflung bringen bzw. zum Abwinken.
In welchem System bewegt sich denn oder ruht das Ereigniß und wie?

Chief hat geschrieben:Das haben Kritiker - wie z.B. E. Gehrcke - sofort erkannt.

E. Gehrcke hat geschrieben:Gehrcke hat zahlreiche Werke veröffentlicht, u. a. die "Theorie der Atomkerne"[1], "Massensuggestion der Relativitätstheorie",
Also die heutige Massensuggestion läuft über unsere Hypnotisier-Maschiene (Fernseher) bestens.
Schien wohl damals über andere Kanäle auch prima zu funktionieren, Leute mit Hirn-Mist zu blockieren.

Gruß
galactic32
 
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Der scheinbare Widerspruch mit der Waage

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Mi 10. Apr 2013, 11:40

Harald Maurer hat geschrieben:Hier ein weiteres Paradoxon als Gelegenheit zur Beschäftigung mit der SRT. Es führt die relativistische Geschwindigkeitsaddition ad absurdum, solange es nicht widerlegt werden kann.
Auf einem wie im Bild dargestellten Waagebalken sollen zwei Stahlkugeln von der Mitte aus mit gleicher Geschwindigkeit symmetrisch in Richtung der Balkenenden rollen. Die Kugeln sind gleich schwer und der Balken bleibt daher im Gleichgewicht bis beide Kugeln gleichzeitig die Enden erreichen und gleichzeitig herunter fallen. Der Balken bleibt daher immer im Gleichgewicht. Die Drehachse des Balkens soll soviel Widerstand innehaben, dass geringfügige Gewichtsveränderungen der Kugeln das Gleichgewicht noch nicht stören. Im Bezugssystem des Waagebalken bleibt das Gleichgewicht erhalten, bis beide Kugeln fallen und auch danach. Bewegt sich diese Balkenwaage gegenüber einem ruhenden Beobachter, oder bewegt sich auch nur ein Beobachter relativ zu dieser Anordnung, ergeben sich für ihn nach der rel. Geschwindigkeitsaddition andere Geschwindigkeitsverhältnisse:
waage.jpg
waage.jpg (14.59 KiB) 6817-mal betrachtet

Die Geschwindigkeiten der Kugeln ergeben sich für den Außenbeobachter nun mit (1) und (2). Wenn man das ausrechnet, wird man feststellen, dass die Auseinanderbewegung der Kugeln auch für den Außenbeobachter symmetrisch bleibt und sich daher auch eine Geschwindigkeit des Ausgangspunktes der Kugelbewegungen ergibt, die sich ebenfalls relativistisch errechnet nach (3) und kleiner ist als die Relativgeschwindigkeit, welche die gesamte Anordnung gegenüber dem Außenbeobachter hat. D.h. die symmetrische AUseinanderbewegung der Kugeln verschiebt sich gegenüber dem bewegten Waagebalken, und die der Gesamtbewegung entgegen bewegte Kugel wird das Ende daher früher ereichen als die andere Kugel, vorher herunter fallen und der Balken verliert das Gleichgewicht und kippt!
Im Bezugssystem des Balkens ist das aber nicht gegeben. Es gibt also einen Widerspruch, der einer Lösung bedarf.
Mit der Lorentztransformation kommt man auch gleich zu diesem Widerspruch, weil sich mit dieser ergibt, dass die Kugeln, die im Balken BS die Enden gleichzeitig erreichen, dies im BS Außenbeobachter nicht tun (Relativität der Gleichzeitigkeit).
Die Frage ist nun, erreichen die Kugeln die Balkenenden gleichzeitig oder nicht? Die relativistische Geschwindigkeitsaddition verunmöglicht eine identische Beschreibung des Vorgangs aus beiden Bezugssystemen.
Das Argument, hier spiele die Gravitation ja mit - und die SRT sei daher nicht zuständig, greift hier nicht, denn bei allen Experimenten, die angeblich die SRT so glänzend bestätigen und auf der Erdoberfläche durchgeführt werden, ist auch die Gravitation vorhanden - und hier wird damit argumentiert, dass schwache Gravitationsfelder der Definition eines Inertialsystems nicht entgegen stehen.
Ich freue mich schon auf die elegante Lösung dieses Paradoxons mit der SRT ;)

Grüße
Harald Maurer


Das Paradoxon löst sich auf, wenn man sich klar macht, was der Terminus "Gleichgewicht" für die Waage physikalisch bedeutet. Dazu folgendes Bild:
waage2.jpg
waage2.jpg (39.09 KiB) 6749-mal betrachtet


Es reicht die Betrachtung im Inertialsystem IS der Waage:
  1. Ereignis 1: x=0, t=0. Die beiden Kugeln mit der jeweiligen Masse m starten in der Mitte der Waage (x=0) und laufen mit den Geschwindigkeiten +v und -v in Richtung der Balkenenden mit der Länge L.
  2. Ereignis 2: x=L, t=L/v. Die rechte Kugel fällt vom rechten Balkenarm. Die Änderung der Belastung wird mit der Schallgeschwindigkeit v_s des Materials des Balkens in Richtung der Achse (x=0) geleitet.
  3. Ereignis 3: x=0, t=L/v + (-L)/(-v_s). Die Information über das neue Drehmoment des rechten Balkenarms kommt bei der Achse x=0 an.
  4. Ereignis 4: x=-L, t=(-L)/(-v). Die linke Kugel fällt vom linken Balkenarm. Die Änderung der Belastung wird mit der Schallgeschwindigkeit v_s des Materials des Balkens in Richtung der Achse (x=0) geleitet.
  5. Ereignis 5: x=0, t=(-L)/(-v) + L/v_s. Die Information über das neue Drehmoment des linken Balkenarms kommt bei der Achse x=0 an.
Wie man sieht, sind die Ereignisse 3 und 5 identisch. Damit kommen die neuen Drehmomente, die durch das Fallen der Kugeln entstehen, zur selben Zeit (t=L/v+L/v_s) am selben Ort (x=0) an.
Ereignisse, die in einem bestimmten Inertialssystem zur selben Zeit am selben Ort passieren, passieren in jedem Inertialsystem zur selben Zeit am selben Ort. Damit befindet sich die Waage auch in einem zum IS mit -V bewegten IS' immer im Gleichgewicht, obwohl die Kugeln nicht gleichzeitig von den Balkenenden fallen.
Zuletzt geändert von fb557ec2107eb1d6 am Mi 10. Apr 2013, 20:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die schwachsinnigen Grundlagen der Relativitätstheorien

Beitragvon Harald Maurer » Mi 10. Apr 2013, 21:45

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Damit befindet sich die Waage auch in einem zum IS mit -V bewegten IS' immer im Gleichgewicht, obwohl die Kugeln nicht gleichzeitig von den Balkenenden fallen.

Damit ist das Paradoxon dennoch gegeben. Denn die Waage, von der die Kugeln ungleichzeitig herunterfallen und der Waagebalken sich nicht verdreht, ist offensichtlich defekt! D.h. im IS der Waage funktioniert sie korrekt, von einem sich vorbei bewegenden Beobachter beurteilt, ist sie kaputt! Die LT verändert daher das Ereignis und die Lösung des Paradoxons ist wiederum paradox!

Grüße
Harald Maurer
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Re: Die schwachsinnigen Grundlagen der Relativitätstheorien

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Mi 10. Apr 2013, 22:09

Harald Maurer hat geschrieben:
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Damit befindet sich die Waage auch in einem zum IS mit -V bewegten IS' immer im Gleichgewicht, obwohl die Kugeln nicht gleichzeitig von den Balkenenden fallen.

Damit ist das Paradoxon dennoch gegeben. Denn die Waage, von der die Kugeln ungleichzeitig herunterfallen und der Waagebalken sich nicht verdreht, ist offensichtlich defekt! D.h. im IS der Waage funktioniert sie korrekt, von einem sich vorbei bewegenden Beobachter beurteilt, ist sie kaputt! Die LT verändert daher das Ereignis und die Lösung des Paradoxons ist wiederum paradox!

Grüße
Harald Maurer

Blödsinn, ich habe es ja vorgerechnet. Wenn da etas nicht stimmt, dann bitte den Beweis per Rechnung. Danke.
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Re: Die schwachsinnigen Grundlagen der Relativitätstheorien

Beitragvon Kurt » Mi 10. Apr 2013, 23:21

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Blödsinn, ich habe es ja vorgerechnet. Wenn da etas nicht stimmt, dann bitte den Beweis per Rechnung. Danke.


Eben, es ist Blödsinn wenn man mit Rechnen was "beweisen" will dass mit der Realität nichts zu tun hat.
Ist ja allgegenwärtig bei der sog. "relativistischen Geschwindigkeitsaddition" zu sehen.
Auch beim Ringbeschleuniger und weiteren -RT-Seltsamkeiten.

Kurt

Papier ist geduldig, diejenigen die nicht in der Lage sind zu unterscheiden was real sein kann oder nicht auch, denn sie müssen sich an das halten was ihnen andere vorsagen oder ihnen als "Glaubenswahrheiten" eingeimpft haben.

Rechnerisch geht alles, das müsste auch dir klar sein! Oder nicht?
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