Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Harald Maurer » Do 3. Feb 2011, 17:50

Mein Artikel über das Michelson-Morley-Experiment ist jetzt fertig. Es wird gezeigt, dass sich die Anzahl der Wellenlängen in den Armen des Interferometers nicht ändern konnte (ebenso wenig wie die Frequenzen) und daher keine Phasenverschiebung detektierbar war. Der Artikel ist zu lesen unter

http://www.mahag.com/srt/michel.php

Grüße
Harald Maurer
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Do 3. Feb 2011, 18:32

Harald Maurer hat geschrieben: Man kann diese Erklärung auch mit einem Satz ausdrücken: Wenn es im MM-Interferometer nirgendwo zu einer temporären Frequenzänderung kommt (die für die Funktion eines Interferometers unerlässlich ist), kann auch keine Phasenverschiebung stattfinden!

Die Funktion eines Interferometers ist doch nicht an eine Frequenzänderung gebunden. Ich kann deine Argumentation insgesamt nicht nachvollziehen. Fakt ist doch, daß die Laufzeiten in den beiden Armen (infolge unterschiedlicher Wege relativ zum Äther) sich bei vorhandenem Ätherwind und Drehung der Versuchsanordnung verändern müssen. Diese Veränderung der Laufzeitdifferenz führt am Interferometer zu einer Verschiebung der Phasenlage der beiden gleichfrequenten Strahlen am Detektor und folglich zu einer Änderung des Interferenzmusters. Aus der Anzahl der Nulldurchgänge während der Drehung kann man auch die verschobenen Wellenlängen auszählen.

Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » Do 3. Feb 2011, 18:49

Ernst hat geschrieben:
Harald Maurer hat geschrieben: Man kann diese Erklärung auch mit einem Satz ausdrücken: Wenn es im MM-Interferometer nirgendwo zu einer temporären Frequenzänderung kommt (die für die Funktion eines Interferometers unerlässlich ist), kann auch keine Phasenverschiebung stattfinden!

Fakt ist doch, daß die Laufzeiten in den beiden Armen sich bei vorhandenem Ätherwind und Drehung der Versuchsanordnung verändern müssen. Diese Veränderung der Laufzeitdifferenz führt am Interferometer zu einer Verschiebung der Phasenlage der beiden Strahlen und folglich zu einer Änderung des Interferenzmusters.


Stimmt, jedoch hat MM und Co eins nicht bedacht.
Es tritt er "Einpfaseffekt" auf.
An und auf und in den Spiegelflächen/Materie ergibt sich eine Synchronisation des durchgehenden Lichtes.
Das allein reicht aus um die MM-Effekte" abzuwürgen.

Die von ihnen gemessenen, -viel zu kleinen- Werte sind dashalb so interessant weil sie eins zeigen.
Der Spiegeleinfluss, Messwert wird sehr klein, und der Bezug den die Erde im Träger erzwingt, sind erkennbar, es ist der kleine Rest der nicht 100% Anpassung an die Erde er als "Nullwert" entsorgt wurde.

Der erwartete Wert "Erde bewegt sich gegen Ätherwind" ist sowieso nicht vorhanden, die Fehlmenge wegen dem nicht 100% Erdenbezug schon.

Den Erdenbezug zeigt die Sternenenaberration und Fizeau.


Gruss Kurt
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Do 3. Feb 2011, 18:58

Kurt hat geschrieben: An und auf und in den Spiegelflächen/Materie ergibt sich eine Synchronisation des durchgehenden Lichtes.

Denkste. Dann würden Interferometer gar nicht funktionieren. Wenn man bei MM ohne Ätherwind einen Spiegel leicht verschiebt, ändert sich das Interferenzmuster.

Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » Do 3. Feb 2011, 19:05

Ernst hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben: An und auf und in den Spiegelflächen/Materie ergibt sich eine Synchronisation des durchgehenden Lichtes.

Denkste. Dann würden Interferometer gar nicht funktionieren. Wenn man bei MM ohne Ätherwind einen Spiegel leicht verschiebt, ändert sich das Interferenzmuster.

Gruß
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Du vergisst dass dieser Effekt des Einphasens beim F(L)aserkreisel ein Problem darstellt.
Natürlich treten bei Spiegelverschiebung Änderungen auf, nur in welcher Grössenordnung halt.


Gruss Kurt
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Harald Maurer » Do 3. Feb 2011, 20:29

Ernst hat geschrieben:Die Funktion eines Interferometers ist doch nicht an eine Frequenzänderung gebunden. Ich kann deine Argumentation insgesamt nicht nachvollziehen. Fakt ist doch, daß die Laufzeiten in den beiden Armen (infolge unterschiedlicher Wege relativ zum Äther) sich bei vorhandenem Ätherwind und Drehung der Versuchsanordnung verändern müssen. Diese Veränderung der Laufzeitdifferenz führt am Interferometer zu einer Verschiebung der Phasenlage der beiden gleichfrequenten Strahlen am Detektor und folglich zu einer Änderung des Interferenzmusters. Aus der Anzahl der Nulldurchgänge während der Drehung kann man auch die verschobenen Wellenlängen auszählen.


Du bist mit Deinem Urteil sehr schnell zur Hand. Aber Du wiederholst nur den allgemein verbreiteten Irrtum mit den unterschiedlichen Wegen relativ zum Äther. Schau mal in Deiner eigenen Zeichnung nach, was mit dem vertikalen Weg geschieht:

Bild

Siehst Du den Weg, den der resultierende Strahl durchläuft? Wieso ist dieser Weg unterschiedlich? Führt er doch haargenau entlang des vertikalen Arms. Was sich ändert, ist die Geschwindigkeit (wie Du selbst mit "v_res" eingezeichnet hast). Und wenn Du genau schaust, siehst Du, dass die Wellenlängen kürzer sind. Nämlich gerade in dem Ausmaß kürzer, dass sie am Spiegel mit der Nominalfrequenz ankommen und ihre Anzahl im vertikalen Arm ganz dieselbe ist wie im waagrechten!

Wenn Deine Darstellung falsch ist, muss Deine Argumentation gegen die Jupiter-Experiment-Synchronisation wohl auch falsch sein. Deine Zeichnung ist aber richtig! Und Deine Argumente gegen die Jupiter-E.-Synchronisation waren auch richtig. Die Sichtachse weicht tatsächlich vom Wellenvektor ab. Und genau dieser Umstand spielt im MM-Interferometer eine Rolle!
Da sieht man's noch besser:
Bild

Über die Gründe, wieso in einem Interferometer sich Wellenlängen auswertbar verschieben können, hast Du sicher noch nicht nachgedacht.

Ernst hat geschrieben:Wenn man bei MM ohne Ätherwind einen Spiegel leicht verschiebt, ändert sich das Interferenzmuster.


Ja, richtig. Und wie macht denn der Spiegel das?

Grüße
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Do 3. Feb 2011, 22:23

Harald Maurer hat geschrieben: Deine Zeichnung ist aber richtig! Und Deine Argumente gegen die Jupiter-E.-Synchronisation waren auch richtig. Die Sichtachse weicht tatsächlich vom Wellenvektor ab.

Danke erstmal. :)

Was sich ändert, ist die Geschwindigkeit (wie Du selbst mit "v_res" eingezeichnet hast). Und wenn Du genau schaust, siehst Du, dass die Wellenlängen kürzer sind. Nämlich gerade in dem Ausmaß kürzer, dass sie am Spiegel mit der Nominalfrequenz ankommen und ihre Anzahl im vertikalen Arm ganz dieselbe ist wie im waagrechten!

Da Sender und Empfänger relativ zueinander unbewegt sind, ist von vornherein klar, daß die Frequenz unabhängig von der Richtung unverändert bleibt. Es ändern sich aber Wellenlänge und Geschwindigkeit. In meiner Skizze werden Wellenlänge und Geschwindigkeit in vertikaler Richtung kleiner und in horizontaler Richtung größer. Das ist bei MM der "Hinweg". Auf dem Rückweg ist die Situation in vertikaler Richtung unverändert. In horizontaler Richtung werden nun aber Wellenlänge und Geschwindigkeit kleiner. Die Summe der Laufzeiten, welche aus den unterschiedlichen Geschwindigkeiten in den beiden Etappen folgen, ist horizontal und vertikal unterschiedlich. Die Wellen laufen mit gleicher Frequenz mit einem Zeitversatz ein, was zur Phasenverschiebung führt und im Interferometer detektiert wird.

Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » Do 3. Feb 2011, 22:37

Ernst hat geschrieben:Die Summe der Laufzeiten, welche aus den unterschiedlichen Geschwindigkeiten in den beiden Etappen folgen, ist horizontal und vertikal unterschiedlich. Die Wellen laufen mit gleicher Frequenz mit einem Zeitversatz ein, was zur Phasenverschiebung führt und im Interferometer detektiert wird.


Und wenn man das zuende denkt dann muss sich eine Frequenz am Überlagerungsmuster einstellen.


Gruss Kurt
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Harald Maurer » Do 3. Feb 2011, 23:35

Ernst hat geschrieben:Auf dem Rückweg ist die Situation in vertikaler Richtung unverändert. In horizontaler Richtung werden nun aber Wellenlänge und Geschwindigkeit kleiner. Die Summe der Laufzeiten, welche aus den unterschiedlichen Geschwindigkeiten in den beiden Etappen folgen, ist horizontal und vertikal unterschiedlich. Die Wellen laufen mit gleicher Frequenz mit einem Zeitversatz ein, was zur Phasenverschiebung führt und im Interferometer detektiert wird.


Das ist die übliche (und falsche!) Interpretation. Sie ignoriert den Umstand, dass die unterschiedlichen Geschwindigkeiten kompensiert werden durch die entsprechende Veränderung der Wellenlängen! Das Interferometer misst keine Geschwindigkeiten, es guckt gleichsam bloß nach, ob die Wellenlängen im Gleichtakt daher kommen oder nicht. Wenn die beiden Strahlen am Strahlteiler zusammenkommen und schließlich ins Interferometer reflektiert werden, haben sie beide dieselbe Anzahl an Wellenlängen zurückgelegt und sie haben dieselbe Frequenz. Die unterschiedlichen Laufzeiten haben sich ausgeglichen, indem dementsprechend die Wellenlängen verändert wurden (Doppler-Effekte). Das gilt sowohl longitudinal als auch transversal.
Du hast mir nicht verraten, wie der Spiegel in einem Interferometer die Phasenverschiebung verursacht. Ich hätte so gerne erfahren, was am Spiegel entsteht, wenn man ihn gegen den Lichtstrahl bewegt ... Da muss ja irgend etwas passieren, damit sich die Phasen verschieben! Wenn da nichts passiert, kann der Spiegel außer dem Phasensprung nur eine Veränderung innerhalb einer einzigen Phase bewirken. Wir wissen aber, dass die auftretende Verschiebung der Phasen zu einer Verschiebung mehrerer Phasen führt, und dies dem Weg entspricht, den der Spiegel zurücklegt. Deshalb können wir mit dem Interferometer messen! Also, was geschieht denn nun am bewegten Spiegel?

Bild

Es ist doch ganz einfach. Wenn in jedem Arm des Interferometers die Anzahl der Wellenlängen unverändert bleibt und dieselbe Anzahl mit gleicher Frequenz am Okular des Interferometers ankommt, kann sich keine Phase verschoben haben, denn andernfalls müssten auf dem Weg eine oder mehrere Phasen dazugekommen oder verschwunden sein. Das ist aber nicht der Fall und wäre ja Zauberei. Man darf ja nicht übersehen, dass von der Lichtquelle 1 einziger Strahl zum Strahlteiler kommt, und er erst dort in zwei Strahlen geteilt wird! Woher sollen nun die überzähligen oder fehlenden Phasen kommen, die eine Verschiebung verursachen sollten? Aus dem Nichts und ins Nichts...? Es ist doch klar, dass bis zum Strahlteiler keine Verschiebung erfolgt. Wenn jetzt nur die unterschiedlichen Laufzeiten ab Strahlteiler eine Verschiebung verursachen sollten, müsste sich die Zahl der Wellenlängen verändert haben oder die Frequenz! Und genau das geschieht im Interferometer nicht! Die unterschiedliche Geschwindigkeit kann doch keine zusätzlichen Phasen erzeugen oder verschwinden lassen!

Nochmal: Daran denken, dass die unterschiedlichen Geschwindigkeiten durch die Veränderungen der Wellenlängen unterwegs ausgeglichen werden. Die Anzahl der Wellenlängen und die Frequenz ist bei jeder Reflexion im Interferometer dieselbe! Was letztlich im Detektor landet, hat ebenfalls die gleiche Wellenlängen-Anzahl und dieselbe Frequenz! Die Wellenlängen kommen im Gleichtakt daher, genauso wie sie vom Strahlteiler abgesandt wurden. Und genauso wie sie bei jeder Reflexion gleichzeitig ankamen und gleichzeitig weiter geschickt wurden. Denn die langsameren waren auch kürzer im vertikalen Weg. Und im waagrechten Weg gilt dasselbe: die kürzeren sind langsamer, die gedehnten sind schneller (c+/-v). Dadurch wird an jedem Spiegel genau dieselbe Wellenlängen-Anzahl aufgesammelt (der Doppler-Effekt hebt sich auf) - also auch unveränderte Frequenz.
In der longitudinalen Bewegungsrichtung ist das von vornherein klar. Wenn Sender und Empfänger sich gleichsinnig bewegen, gibt es keinen Doppler E. ob mit oder ohne Ätherwind. Man denke an den Schall. Dass dies auch für die transversale Richtung gilt, leuchtet nicht unmittelbar ein, wenn man ständig nur an die veränderte Geschwindigkeit denkt. Man muss auch an die veränderten Wellenlängen denken.
Darüber nachzudenken ist wirklich extrem nützlich ;)

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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Harald Maurer » Fr 4. Feb 2011, 00:01

Ernst hat geschrieben:In meiner Skizze werden Wellenlänge und Geschwindigkeit in vertikaler Richtung kleiner und in horizontaler Richtung größer. Das ist bei MM der "Hinweg". Auf dem Rückweg ist die Situation in vertikaler Richtung unverändert. In horizontaler Richtung werden nun aber Wellenlänge und Geschwindigkeit kleiner.


Das kommt sich auf dasselbe raus. Wenn die Wellenlängen auf dem Hinweg größer werden, wird auch die Geschwindigkeit größer. Fazit: gleiche Wellenlängenanzahl auf diesem Weg. Wenn die Geschwindigkeit auf dem Rückweg kleiner wird, wird auch die Wellenlänge kleiner. Fazit: wieder die gleiche Wellenlängenanzahl. Kompensation der Dopplereffekte an den Reflexionspunkten sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg! Das heißt eben, die Geschwindigkeitsunterschiede werden durch die Unterschiede der Wellenlängen kompensiert. Die Anzahl der Amplituden muss auf Hin- oder Rückweg unverändert bleiben. Wenn man eine bestimmte Anzahl von Amplituden vom Sender innerhalb einer bestimmten Dauer wegschickt, muss innerhalb derselben Dauer auch diese Anzahl von Amplituden zurückkommen. Andernfalls kommt man in Konflikt mit dem Energieerhaltungssatz.
Immer noch nicht überzuckert?

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