Zu Fabers Animationen

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Zu Fabers Animationen

Beitragvon galactic32 » So 13. Feb 2011, 16:10

@ Faber
Faber hat geschrieben:Entschuldigen Sie bitte, dass ich auf Ihre Ausführungen nicht eingehe, aber ich verstehe schlicht nicht, was Sie mir mitteilen wollen. Und das geht mir bei Ihnen dauernd so.
Hatt ich mir schon so in etwa gedacht,kann es allgemein plausibel nachvollziehen.
Meine Denkansätze basieren nicht auf den "Standard"-Modellen.
Müßte in der Hinsicht präziseres deutsch anwenden.

Geht mir umgekehrt mit den für mich unbekannten Spezial-Begriffen aus der Standard-Mathematik genauso.
In der Tertium-Datur-Logik wirken sehr viele Tertium-Non-Datur Denk-Ansätze der klassischen Mathematik unausgewogen.

Gruß
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Re: Zu Fabers Animationen

Beitragvon galactic32 » So 13. Feb 2011, 16:17

Chief hat geschrieben:Heißt es jetzt, dass auch die Konstante Pi der Erhaltung der SRT zum opfer fallen muss?
Mathematik ohne Pi kann es gar nicht geben. Wenn U<>2*Pi*r gilt, kann es nur bedeuten dass r nicht in der Kreisebene liegt.
DIe Kinderchen's meinen offenbarer auch nicht Pi.
Wenn präciser gesagt wird , was gedacht wird, würden solche "Sprüche" in diesem Diskussionverlauf auch nicht "stranden".
Vielleicht, so daß als Anfänger mitverstanden werden kann,solte die Messung des Flächen-Element's dargelegt werden.
Warum diese "Metrik" eine Flächen-Metrik sein zu haben hat?

Gruß
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Re: Zu Fabers Animationen

Beitragvon galactic32 » So 13. Feb 2011, 16:39

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Deine Meinung, die Wissenschaftlichkeit des Artikels von T.E. Phipps sei wegen seinem in gewissen Maßen „provokativen“ Titel in Frage zu stellen halte ich für ungerechtfertigt und auch für ungerecht.
Ganz recht, auf mich wirkt diese Überschrift einfach nur "billig", a là boulevardzeitung.
So Wissenschaft in Populärwissenschaft oder gar Wissenschaft für ... , zerlegen zu wollen, ahm ...,also irgendwie haben einige seltsame "Idealvorstellungen" .
Man muss bedenken, dass auch die fachlich hochqualifizierten Kritiker der Relativitätstheorie keinen Zugang zu den etablierten Medien
Absolut.Und damit wird dann der Medien-Konsument auch die Konsequenzen zu ziehen haben.
sie müssen schon im Rahmen ihrer stark eingeschränkten Möglichkeiten, ihre Auffassungen vorzustellen und zu verbreiten, versuchen, die Aufmerksamkeit und die Neugier der potentiellen Leser sofort zu wecken.
Ah ja , wenn solche "Wissenschaftler" solche (Leser) Konsumenten ansprechen wollen, dann haben Authoren und Leser sich ja gefunden.
Dies ist auch eine übliche journalistische Methode, die angesichts der Überflutung und Berieselung
Wenn man mitfluten und mitberieseln möchte, ...
Der Artikel des angesehenen Wissenschaftsjournalisten Christian Geyer im FAZ vom 13.02.03 ist auch vor diesem Hintergrund zu sehen, wo er den Mangel an Tabubrecher in der Gesellschaft moniert,
Ich würd mir mal umgekehrt überlegen , daß und wie noch zu viele Tabu-Verbrecher am Wirken sind.
...Geyer:... „hat die Umstellung der Kommunikation...auf ... Internet zu einer ungeahnten Ausweitung der ...öffentlichkeit und zu einer beispiellosen Verdichtung der Kommunikationsnetze geführt.
Da hat der Herr G. was auch ganz zutreffend mitbekommen.

Gruß
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Re: Zu Fabers Animationen

Beitragvon Jocelyne Lopez » So 13. Feb 2011, 18:20

galactic32 hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Deine Meinung, die Wissenschaftlichkeit des Artikels von T.E. Phipps sei wegen seinem in gewissen Maßen „provokativen“ Titel in Frage zu stellen halte ich für ungerechtfertigt und auch für ungerecht.
Ganz recht, auf mich wirkt diese Überschrift einfach nur "billig", a là boulevardzeitung.

Dann solltest Du es mit den am laufenden Band "superbilligen" Artikeltiteln der etablierten Physik in den Medien vergleichen, einschließlich in Boulevardzeitungen, à la "Einstein zum wiederholten Mal auf 40 Kommastelle bestätigt", oder "mit Onkel Albert auf Zeitreise", oder "ich bastle mir eine Zeitmaschine", "Einstein Ingenieur des Universums", "kein Navigator, kein Handy, kein PC und keine Erdbermarmelade ohne Einstein", oder à la Prof. Harald Lesch im Fernsehen "1 + 1 = 1" usw... ;)

galactic32 hat geschrieben:
Man muss bedenken, dass auch die fachlich hochqualifizierten Kritiker der Relativitätstheorie keinen Zugang zu den etablierten Medien
Absolut.Und damit wird dann der Medien-Konsument auch die Konsequenzen zu ziehen haben.
sie müssen schon im Rahmen ihrer stark eingeschränkten Möglichkeiten, ihre Auffassungen vorzustellen und zu verbreiten, versuchen, die Aufmerksamkeit und die Neugier der potentiellen Leser sofort zu wecken.
Ah ja , wenn solche "Wissenschaftler" solche (Leser) Konsumenten ansprechen wollen, dann haben Authoren und Leser sich ja gefunden.

Ja, Autoren und Leser haben sich ja glücklicherweise gefunden, sogar auch mit Dir in diesem Thread: Dieser Autor hat nämlich ein entscheidendes Experiment zur Widerlegung der SRT bei Rotationseffekten durchgeführt, das wir seit Tagen seitenlang in diesem Thread zusammen untersuchen und besprechen, und das Du kaum in den etablierten Medien finden wirst...

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Zu Fabers Animationen

Beitragvon galactic32 » So 13. Feb 2011, 19:22

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
galactic32 hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Deine Meinung, die Wissenschaftlichkeit des Artikels von T.E. Phipps sei wegen seinem in gewissen Maßen „provokativen“ Titel in Frage zu stellen halte ich für ungerechtfertigt und auch für ungerecht.
Ganz recht, auf mich wirkt diese Überschrift einfach nur "billig", a là boulevardzeitung.
Dann solltest Du es mit den am laufenden Band "superbilligen" Artikeltiteln der etablierten Physik in den Medien vergleichen, einschließlich in Boulevardzeitungen, à la "Einstein zum wiederholten Mal auf 40 Kommastelle bestätigt", oder "mit Onkel Albert auf Zeitreise", oder "ich bastle mir eine Zeitmaschine", "Einstein Ingenieur des Universums", "kein Navigator, kein Handy, kein PC und keine Erdbermarmelade ohne Einstein", oder à la Prof. Harald Lesch im Fernsehen "1 + 1 = 1" usw... ;)
Da muß ich meine Schutzschild auch ordentlich hochfahren, wo mir so etwas über den Weg kommt.
Dazu müßte sich mehr in einem Politik-Forum, Krieg_mit_anderen_Waffen-Forum, diskutieren lassen.
Ja, Autoren und Leser haben sich ja glücklicherweise gefunden, sogar auch mit Dir in diesem Thread: Dieser Autor hat nämlich ein entscheidendes Experiment zur Widerlegung der SRT bei Rotationseffekten durchgeführt, das wir seit Tagen seitenlang in diesem Thread zusammen untersuchen und besprechen, und das Du kaum in den etablierten Medien finden wirst...
Dann hat dieses Inter-nett die Möglichkeit, ein etabliertes Medium zu werden.
Glücklicherweise ist die Natur mit der Naturwissenschaftlerin, und braucht nicht der demokratischen Mehrheit eines Kollektiv's, die die Mathematik, wie sie zur Naturbeschreibung exact ist, entscheidet.
Faber Sa 12. Feb 2011, 05:13 hat geschrieben:Der erste Satz auf de.wikipedia.org zur Speziellen Relativitätstheorie lautet übrigens: Die spezielle Relativitätstheorie (kurz: SRT) ist eine physikalische Theorie über Raum und Zeit. Er lautet nicht etwa Die spezielle Relativitätstheorie (kurz: SRT) ist eine physikalische Theorie über Materie. Und der Satz ist nicht von mir. Er gibt korrekt das Anliegen von A. Einstein wieder.
Ein physikalisches Modell über Zeit und Raum, wenn das denn das Ziel unseres Naturwissenchaftlichen Fortschreiten's ist, ist absolut etwas anderes als dieses "SRT"-Geaffe.
Diese Einfältigkeit , es gäbe "nur" dieses Eine, nervt sicherlich noch viele andere,....
Die mathematischen Modelle, die Hypothesengebäude, wirken bei aller Angemessenheit, doch noch sehr unreif.
Der Austausch von wissenschaftlichen Ideen in diesem Medium "Inter-Net", läßt sich hervorragend filtern.
Zensur-Versuche lassen sich genauso hervorragend erkennen, und wie hier mit zuspammen und ähnlichem versucht wird, Austausch zu sabotieren, läßt sich prima mitverfolgen.
Animationen per SVG (Skalierbare Vektor-Graphic) etc. sin doch noch im Entwicklungs-stadium.
Und unsere Hochschulen etc. haben wohl zu wenig Interesse ihre PTA'S im Netz ausgereifte Animationen präsentieren zu lassen, faire offen Frage-Antwort-Möglichkeiten zu ersinnen.

Nun so weit Gruß
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Re: Zu Fabers Animationen

Beitragvon Faber » Mo 14. Feb 2011, 02:58

Trigemina hat geschrieben:Leider sind die deutschsprachigen Infos im www äusserst spärlich und wenig gehaltvoll gesät. In der englischsprachigen Literatur ist das Angebot weitaus dichter und der Tenor der etablierten Autoren weitestgehend untereinander konform. Hier ein repräsentativer und prägnanter Link.

Jae Ho Hur and Sang Gyu Jo kommen zunächst zu demselben Schluss, zu dem auch eine meiner Überlegungen führt, die ich auf Seite 10 vorgestellt hatte. Etwa einen Ring kann man problemfrei SRT-gemäß um seinen Mittelpunkt rotieren lassen, wenn man ihm an mindestens einer Stelle einen Schnitt verpasst. Dann ist Rotation, ob mit konstanter oder zeitabhängiger Winkelgeschwindigkeit kein Problem.

Nun führen die Herren Hur und Jo für den Fall konstanter Winkelgeschwindigkeit eine Metrik ein, die den Schnitt verbirgt. Offen bleiben folgende Fragen: Wo ist der Schnitt anzusetzen? Warum nicht 2 oder 4 oder egal wieviele Schnitte ansetzen? Diese Möglichkeiten sind ebenfalls gegeben und führen zu jeweils anderen Metriken. Welche Metrik ist anzusetzen? Was hat eine solche Metrik mit Einsteins SRT zu tun? Außerdem kann der Ring mit diesen Metriken immer noch nicht mit zeitvariabler Winkelgeschwindigkeit rotieren. Und wir interessieren uns (ebenso wie die Herren Professoren Max Born und Paul Ehrenfest, s.u.) für alle überhaupt möglichen Bewegungen.


Trigemina hat geschrieben:Das ausschlaggebende Argument pro nicht-euklidischer Metrik liegt am nicht-pi-zahligen Verhältnis zwischen Umfangslinie und Radius der rotierenden Scheibe. Der Umfang einer rotierenden Scheibe im Laborsystem beträgt U = 2*r*Pi. In ihrem Ruhesystem ist er abhängig vom Abstand r und der Winkelgeschwindigkeit ω:

U’ = 2*Pi*r / sqrt(1-ω^2*r^2/c^2)

Die Verzerrung (also das vermeintliche "relativistische Pi") zwischen dem Radius r' und dem Umfang U' im Ruhesystem der rotierenden Scheibe geht aus der nicht-euklidischen Geometrie als Aneinanderreihung verschiedener Koordinatensysteme hervor.

In einer [nicht-] euklidischen Metrik ergäbe sich diese Verzerrung nicht und das Ehrenfest-Paradoxon wäre nie als solches behandelt und berühmt geworden.

Das Ehrenfest-Paradoxon (Gleichförmige Rotation starrer Körper und Relativitätstheorie, 1909) betrifft die einsteinische SRT (Zur Elektrodynamik bewegter Körper, 1905), in der eine flache Raumzeit fest vorgegeben ist. Dass es das Ehrenfest-Paradoxon nicht gäbe, wenn Einstein eine andere SRT formuliert hätte, bestreite ich einstweilen nicht. Es steht auch jedem jederzeit frei, eine eigene ggf. auch SRT-basierte Theorie zu formulieren, in der allerlei Metriken zum Zuge kommen.

Die Herren Ehrenfest und Born haben sich allerdings eben mit Einsteins SRT befasst und nicht mit irgendwelchen anderen unbekannten Theorien:

P. Ehrenfest hat geschrieben:Gleichförmige Rotation starrer Körper und Relativitätstheorie.

Von P. Ehrenfest.

Bei dem Versuch, die Kinematik relativ-starrer Körper von der gleichförmigen, geradlinigen Translation auf beliebige Bewegungen zu verallgemeinern, gelangt man im Anschluß an Minkowskis Ideen zu folgendem Ansatz:

Ein Körper verhält sich relativ-starr, heißt: er deformiert sich bei einer beliebigen Bewegung fortlaufend so, daß jedes seiner infinitesimalen Elemente in jedem Moment für einen ruhenden Beobachter gerade diejenige Lorentz-Kontraktion (gegenüber dem Ruhezustand) aufweist, welche der Momentan-Geschwindigkeit des Element-Mittelpunktes entspricht.

Als ich mir vor einiger Zeit die Konsequenzen dieses Ansatzes veranschaulichen wollte, stieß ich auf Folgerungen, die zu zeigen scheinen, daß obiger Ansatz schon für einige sehr einfache Bewegungstypen zu Widersprüchen führt.

Nun hat Herr Born in einer kürzlich erschienenen Arbeit[1] eine Definition der Relativ-Starrheit gegeben, die alle überhaupt möglichen Bewegungen umfaßt. Herr Born hat diese Definition – dem Grundgedanken der Relativitätstheorie entsprechend – nicht auf das Maßsystem eines ruhenden Beobachters basiert, sonder auf die (Minkowskischen) Maßbestimmungen sozusagen eines Kontinuums von infinitesimalen Beobachtern, die mit den Punkten des ungleichförmig bewegten Körpers mitwandern: jedem von ihnen soll in seinem Maß seine infinitesimale Umgebung dauernd undeformiert erscheinen.

Beide Definitionen der Relativ-Starrheit sind aber – wenn ich richtig verstanden habe – äquivalent. – Es sei deshalb gestattet, kurz auf den einfachsten Typus einer Bewegung hinzuweisen, bei dem die erstangeführte Definition schon zu Widersprüchen führt: die gleichförmige Rotation um eine feste Achse.

In der Tat: Es sei gegeben ein relativ-starrer Zylinder vom Radius R und der Höhe H. Es werde ihm allmählich eine schließlich konstant bleibende Drehbewegung um seine Achse erteilt. Sei R' der Radius, den er bei dieser Bewegung für einen ruhenden Beobachter aufweist. Dann müßte R' zwei einander widersprechende Forderungen erfüllen:

a) Die Peripherie des Zylinders muß gegenüber dem Ruhezustand eine Kontraktion zeigen:
2πR' < 2πR,

denn jedes Element der Peripherie bewegt sich in seiner eigenen Richtung mit der Momentangeschwindigkeit R'ω.

b) Betrachtet man irgendein Element eines Radius, so steht seine Momentangeschwindigkeit normal zu seiner Erstreckung; also können die Elemente eines Radius gegenüber dem Ruhezustand keinerlei Kontraktion aufweisen. Es müßte sein:
R' = R.

Bemerkung: Will man die Deformation jedes Elementes nicht nur von der Momentangeschwindigkeit des Elementmittelpunktes abhängen lassen, sondern auch noch von der momentanen Rotationsgeschwindigkeit des Elementes, so muß die Deformationsfunktion außer der Lichtgeschwindigkeit c noch eine universelle, dimensionslose Konstante enthalten oder es müssen in sie auch noch Beschleunigungen des Elementmittelpunktes eingehen.

St. Petersburg, Sept. 1909.

Das bemerkenswerte an diesem Text ist: Ehrenfest gibt selbst einen Hinweis, woran sein Argument kranken mag, weshalb es gar kein Ehrenfest-Paradoxon geben mag. Damit meine ich seine abschließende Bemerkung. Was, wenn die Deformation jedes Volumenelementes nicht nur von der Momentangeschwindigkeit des Elementmittelpunktes abhängt?

Die Software, die die Animationen erstellt, arbeitet genau so, wie Born es verlangt. Das Kontinuum an infinitesimalen Beobachtern, die mit den Punkten des ungleichförmig bewegten Körpers mitwandern entspricht den zeitabhängigen Ruhesystemen der infinitesimalen Volumenelemente des rotierenden Körpers aus denen die Software per Lorentztransformation das Bild des rotierenden Rades ermittelt.

Ich folgere daraus, dass die Deformation jedes Volumenelementes tatsächlich
nicht nur von der Momentangeschwindigkeit des Elementmittelpunktes abhängt, wie Ehrenfest ja selbst vorschlägt. Er erwähnt als Möglichkeiten für die Abhängigkeit die Winkelgeschwindigkeit, eine universelle, dimensionslose Konstante sowie die Beschleunigungen der Elementmittelpunkte. Ich tippe auf letzteres, auf die Beschleunigungen.

Der Ansatz, den Ernst hier vorgeschlagen hat, den ich hier formalisiert habe und der dem Vorgehen der Software ScænaSRT entspricht, die die Animationen berechnet, wie ich hier vorgerechnet habe, ist genau der Ansatz von Max Born.

Paul Ehrenfest wendet nun ein, dass dieser Ansatz zu Widersprüchen führen muss, es sei denn, dass die Lorentz-Deformationen nicht nur von der aktuellen Geschwindigkeit abhängen. Die Animationen zeigen zwar ein vielleicht unerwartetes Ergebnis, man mag es auch grotesk oder sonstwie nennen, nicht aber widersprüchlich. Ich folgere: Paul Ehrenfest hat recht. Die Beschleunigungen müssen sich auswirken. Das tun sie übrigens auch.

Hier der eindimensionale Fall gemäß dem o.g. Ansatz. Die Ortsvektoren x(t) lauten mit γ(t) = 1 / sqrt(1 - v²(t)/c²):

x(t) = xr/γ(t) + v(t) t

Dabei ist xr eine Koordinate der Ruhegeometrie des Volumenelements in seinem Ruhesystem und v(t) die vorgegebene Geschwindigkeit des Mittelpunktes des Volumenelementes. Die Ableitung der Ortsvektoren x(t) liefert die resultierende Geschwindigkeit x'(t) des von der vorgegebenen Ruhekoordinate xr beschriebenen Punktes des Volumenelements:

x'(t) = v(t) + v'(t) (t - xr γ(t) v(t))

Bereits im eindimensionalen Fall (dessen Darstellung ja sogar Gluon guthieß) hängt die resultierende Geschwindigkeit tatsächlich nicht nur von der vorgegebenen Geschwindigkeit v(t) sondern auch von der Beschleunigung v'(t) ab, wie Paul Ehrenfest sagt, dass es sich verhalten müsse, so dass ein Ehrenfest-Paradoxon vermieden werden kann.

Mir ist nun niemand bekannt, der nachgewiesen hätte, dass die Lorentzdeformationen von Beschleunigungen unabhängig seien. Wer meint, die SRT erweitern zu müssen, so wie Sie, Trigemina, das tun, dem empfehle ich, zunächst diesen Nachweis zu führen, um zu zeigen, dass die von Einstein, Minkowski, Born et. al. verteidigte SRT mit ihrer flachen Raumzeit tatsächlich unzulänglich sei.

Gruß
Faber

P.S.: Solange Sie darauf bestehen, es seien obskure Metriken erforderlich, sind Sie selbst gerufen, Butter bei die Fische zu geben: Im Falle welcher Bewegungen genau sind nicht-flache Metriken erforderlich? Nachweis, warum das so sein sollte. Welche Metrik ist für den allgemeinen Fall zu verwenden?

Das bedeutete zu gut Deutsch gesagt: Nachweis, dass Einsteins SRT unzulänglich ist, weil nicht jegliche Art der Bewegung widerspruchsfrei beschrieben werden kann. Formulierung einer alternativen SRT, die dann eine vollständige Theorie der Bewegung wäre und je nach Beobachtersichtweise Einsteins SRT vernichtet, verbessert, ergänzt, ersetzt, evoluiert, ... .
Zuletzt geändert von Faber am Mo 14. Feb 2011, 05:21, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Zu Fabers Animationen

Beitragvon Faber » Mo 14. Feb 2011, 04:23

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Faber hat geschrieben:Ja, Frau Lopez. Der Staat ist nichts anderes als organisiertes Verbrechen. Das war schon öfter und an allerlei Orten so. Das ist ein Thema für ein Geschichtsforum und hat nur äußerst peripher mit Kinematik zu tun.

Ich glaube überhaupt nicht, dass der Staat hier ein "organisiertes Verbrechen" durchführt.

Ja natürlich, Frau Lopez, das wollte ich Ihnen auch nicht unterstellen. Ich weiß ja, dass Sie jakobinisch-republikanisch denken. Es ist im Gegenteil meine und nicht Ihre Sicht, dass der Staat eine organisierte Verbrecherbande ist. Aber wie gesagt, das ist ein arg peripheres Thema an einem Ort, an dem es um Kinematik geht. Ich wundere mich nur, dass Sie sich über die Konsequenzen der französischen Revolution beklagen und sich aufregen, obwohl Sie die angebliche `Aufklärung' (Illuminismus) unterstützen und letztlich hochloben.

Gruß
Faber
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Re: Zu Fabers Animationen

Beitragvon Faber » Mo 14. Feb 2011, 04:59

galactic32 hat geschrieben:
Faber hat geschrieben:Entschuldigen Sie bitte, dass ich auf Ihre Ausführungen nicht eingehe, aber ich verstehe schlicht nicht, was Sie mir mitteilen wollen. Und das geht mir bei Ihnen dauernd so.

Hatt ich mir schon so in etwa gedacht,kann es allgemein plausibel nachvollziehen.
Meine Denkansätze basieren nicht auf den "Standard"-Modellen.
Müßte in der Hinsicht präziseres deutsch anwenden.

Amen!

galactic32 hat geschrieben:Geht mir umgekehrt mit den für mich unbekannten Spezial-Begriffen aus der Standard-Mathematik genauso.

Es geht hier nun um Geometrie und Kinematik gemäß Euklid, Aristoteles, Galileo und Einstein. Da empfiehlt es sich, deren Werke zu kennen sowie die Begriffe, die sie verwenden. Machen Sie einen Strang auf, in dem es um galactic32 geht. Da wären dann Ihre Schriften und Begriffe vorausgesetzt.


galactic32 hat geschrieben:In der Tertium-Datur-Logik wirken sehr viele Tertium-Non-Datur Denk-Ansätze der klassischen Mathematik unausgewogen.

Seien Sie versichert, dass ich in Ihrem Strang nicht einmal läse, es sei denn, ich erlaubte es mir, mich über Sie lustig zu machen, was Gott verhüte. Die Grundgesetze des logischen Denkens, der Vernunft, stehen nicht zur Debatte.

Gruß
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Re: Zu Fabers Animationen

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mo 14. Feb 2011, 06:25

Faber hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Faber hat geschrieben:Ja, Frau Lopez. Der Staat ist nichts anderes als organisiertes Verbrechen. Das war schon öfter und an allerlei Orten so. Das ist ein Thema für ein Geschichtsforum und hat nur äußerst peripher mit Kinematik zu tun.

Ich glaube überhaupt nicht, dass der Staat hier ein "organisiertes Verbrechen" durchführt.

Ja natürlich, Frau Lopez, das wollte ich Ihnen auch nicht unterstellen. Ich weiß ja, dass Sie jakobinisch-republikanisch denken. Es ist im Gegenteil meine und nicht Ihre Sicht, dass der Staat eine organisierte Verbrecherbande ist. Aber wie gesagt, das ist ein arg peripheres Thema an einem Ort, an dem es um Kinematik geht. Ich wundere mich nur, dass Sie sich über die Konsequenzen der französischen Revolution beklagen und sich aufregen, obwohl Sie die angebliche `Aufklärung' (Illuminismus) unterstützen und letztlich hochloben.

Nur kurz:

Es ist in keinem freien Forum möglich, ein Thema streng an der vom Autor des Threads vorgegebenen Thematik zu halten. Das haben auch viele Administratoren versucht und sind dabei gescheitert. Das Internet ist chaotisch, das ist seine Schwäche aber auch seine indiskutabel, einmalige Stärke. Deshalb versuche ich in meinem Blog die aus meiner Sicht interessantesten Forendiskussionen nur durch zusammenhängende, signifikante Gedankenaustausche zu wiedergeben, unter Auschluß von off-topic Beiträgen, Wiederholungen und Störungen aller Art.

Ich beklage mich nicht über die (intellektuellen) Konsequenzen der französischen Revolution, im Gegenteil, ich bewundere sie. Sie hat weltweit den Weg zu einer demokratischen Gesellschaftsordnung und zu dem Gedanken der Menschenrechte beebnet, auch wenn die Umsetzung dieser Ideale nicht perfekt ist, auch bei uns nicht, und wie alle menschliches Streben und menschlisches Tun naturgemäß auch nicht perfekt sein kann.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Zu Fabers Animationen

Beitragvon contravariant » Mo 14. Feb 2011, 09:31

ich habe schon mehrfach darauf hingewiesen, dass ich nicht in deinem drecksblog zitiert werden möchte. kannst du vielleicht mal daran halten. und fyi ich bin nicht aus dem alpha centauri forum.
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