Zum `Ehrenfest-Paradoxon' (Zur Zahnradbahn)

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Zum `Ehrenfest-Paradoxon' (Zur Zahnradbahn)

Beitragvon contravariant » Mi 9. Feb 2011, 17:32

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
contravariant hat geschrieben:Ja, und darum existiert seit 1909 das ungelöste Paradoxon von Paul Ehrenfest, ein hoch qualifizierter Physiker und persönlicher Freund von Albert Einstein... Paul Ehrenfest: Musste er nicht glücklich sein?

die aussage, dass eine zahnradbahn bei relativistischen geschwindigkeiten nicht funktioniert, ist per se nicht paradox. erst wenn man annimmt, dass die zahnradbahn funktionieren sollte, wird es paradox. daher die frage: warum sollte eine zahnradbahn auch bei relativistischen geschwindigkeiten funktionieren?
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Re: Zum `Ehrenfest-Paradoxon' (Zur Zahnradbahn)

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mi 9. Feb 2011, 18:09

contravariant hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
contravariant hat geschrieben:Ja, und darum existiert seit 1909 das ungelöste Paradoxon von Paul Ehrenfest, ein hoch qualifizierter Physiker und persönlicher Freund von Albert Einstein... Paul Ehrenfest: Musste er nicht glücklich sein?

die aussage, dass eine zahnradbahn bei relativistischen geschwindigkeiten nicht funktioniert, ist per se nicht paradox. erst wenn man annimmt, dass die zahnradbahn funktionieren sollte, wird es paradox.

Ach ja, die Lösung des Ehrenfest-Paradoxons besteht also daraus zu erkennen, dass die SRT bei relativistischen Geschwindigkeiten, wofür sie zuständig ist, nicht funktioniert, und dass es ein echtes Paradoxon wäre, wenn sie funktionieren würde...
Originelle Lösung... :P

Nur schade, dass Paul Ehrenfest auf diese originelle Lösung nicht gekommen ist und dass seit 1909 Generationen von hochqualifizierten Wissenschaftlern sich den Kopf damit zerbrechen. Und wir auch seitenlang seit mehreren Jahren.

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Re: Zum `Ehrenfest-Paradoxon' (Zur Zahnradbahn)

Beitragvon Mirko » Mi 9. Feb 2011, 19:16

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Ach ja, die Lösung des Ehrenfest-Paradoxons besteht also daraus zu erkennen, dass die SRT bei relativistischen Geschwindigkeiten, wofür sie zuständig ist, nicht funktioniert, und dass es ein echtes Paradoxon wäre, wenn sie funktionieren würde...
Originelle Lösung... :P


Nicht die SRT funktioniert nicht, sondern die Zahnradbahn.
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Re: Zum `Ehrenfest-Paradoxon' (Zur Zahnradbahn)

Beitragvon contravariant » Mi 9. Feb 2011, 19:17

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Ach ja, die Lösung des Ehrenfest-Paradoxons besteht also daraus zu erkennen, dass die SRT bei relativistischen Geschwindigkeiten, wofür sie zuständig ist, nicht funktioniert, und dass es ein echtes Paradoxon wäre, wenn sie funktionieren würde...
Originelle Lösung... :P

Wenn man nicht weiter weiß, einfach die Aussagen des Anderen verdrehen. Die eisener Faust der Kritik hat mal wieder zugeschlagen!
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Wenn du mal scharf hinschaust, dann fällt dir auf, dass ich was anderes geschrieben habe. Also nocheinmal:
Die SRT besagt, dass Zahnradbahnen bei relativistischen Geschwindigkeiten nicht funktionieren. Erstmal kein Problem und auch kein Paradoxon. Du hast aber ein Problem mit dieser Aussage. Du bist also der Meinung, dass Zahnradbahnen auch bei relativistischen Geschwindigkeiten funktionieren sollten. Was in der Tat ein Widerspruch zu der SRT ist. Jetzt die einfache Frage: Warum sollten Zahnradbahnen bei relativistischen Geschwindigkeiten, entgegen der Aussage der SRT, funktionieren?
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Re: Zum `Ehrenfest-Paradoxon' (Zur Zahnradbahn)

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mi 9. Feb 2011, 20:07

contravariant hat geschrieben:
Wenn du mal scharf hinschaust, dann fällt dir auf, dass ich was anderes geschrieben habe. Also nocheinmal:
Die SRT besagt, dass Zahnradbahnen bei relativistischen Geschwindigkeiten nicht funktionieren. Erstmal kein Problem und auch kein Paradoxon. Du hast aber ein Problem mit dieser Aussage. Du bist also der Meinung, dass Zahnradbahnen auch bei relativistischen Geschwindigkeiten funktionieren sollten. Was in der Tat ein Widerspruch zu der SRT ist. Jetzt die einfache Frage: Warum sollten Zahnradbahnen bei relativistischen Geschwindigkeiten, entgegen der Aussage der SRT, funktionieren?

Wenn ich scharf hinschaue bin ich der Meinung, dass weder eine Zahnradbahn noch sonst etwas nach der SRT funktionieren kann, wie ich es wiederholt begründet habe. Die SRT macht bekanntlich keine relevanten Aussagen über das Funktionieren der physikalischen Welt, ihre Gesetze sind nur Schein.

Und ja, Deine originelle Lösung des Ehrenfest-Paradoxons amüsiert mich ziemlich: Es sei kein Paradoxon, dass die Zahnradbahn nach der SRT bei relativistischen Geschwindigkeiten nicht funktioniert, es wäre ja nur ein Paradoxon, wenn sie funktionieren würde, echt cool die Lösung, muss man schon drauf kommen, muss ich mir unbedingt merken... :P Nach so einem Muster kann man nämlich ganz leicht alle Paradoxien der SRT lösen, und es gibt bekanntlich unzählige davon.

Die Erläuterungen von Dr. Joachim Schulz, warum die Zahnradbahn nach der SRT nicht funktioniert, sind allerdings auch äußerst originell - worauf weder er noch Du jedoch eingegangen seid:

Zitat Dr. Joachim Schulz:

Wenn das Rad so schnell dreht, dass die Zahnkränze relativ zur Nabe relativistisch schnell sind, dann ergibt das nach SRT eine messbare Verspannung des Radmaterials. Selbst wenn das Material nun elastisch genug ist, diese Verspannung auszuhalten, wird sich das Rad nicht ausreichend verformen können, um noch in die relativistisch verkürzte Schiene zu passen. [Hervorhebungen von Lopez]

Dr. Joachim Schulz hat als Experte der SRT noch nicht mitbekommen, dass es nach der SRT keine materiellen Verformungen von bewegten Objekten gibt (soll ich Dir die Aussage von Dr. Markus Pössel noch mal zitieren und verlinken, oder kennst Du sie jetzt? Es besteht nämlich die Gefahr, damit die anderen Teilnehmer zu nerven...). Dr. Joachim Schulz bietet nämlich unbeeindruckt von seinem Kollegen Dr. Markus Pössel als Erläuterung, warum die Zahnradbahn gemäß SRT nicht funktioniert, Begründungen, die nicht zur SRT gehören und völlig fehl am Platz sind. Irgendwie ein Paradoxon, oder nicht? :P Nach dem Motto, die Zahnradbahn funktioniert nach Einstein nicht, weil Einstein in seiner SRT nicht vorgesehen hat, dass sie funktionieren darf, weil sich bewegten Objekte nicht verformen und nicht verändern. Aber auch echt cool, die Erläuterungen von Dr. Joachim Schulz, muss man schon sagen, der nach dieser paradoxen Meisterleistung wohl vorgezogen hat, sich aus dieser Diskussion wortlos zu verabschieden und darauf nicht einzugehen. Schön, dass Du eingesprungen bist, um das Ehrenfest-Paradoxon nach 100 Jahren zu lösen. :)

Ich danke für das Gespräch, von mir aus können wir jetzt die Austausche beenden, wir sind ja wie immer bei kontroversen Diskussionen wieder zu dem Punkt angekommen, wo wir uns nur wiederholen und die gleichen Argumente vorbringen, c'est la vie. Das wäre müßig für uns beide, das würde sich zum Geplänkel entwickeln, dafür habe ich und Du bestimmt auch keine Zeit und keine Lust. Ich gratuliere Dich für Deine Lösung des Ehrenfest-Paradoxons, Du darfst damit zufrieden sein, ich bin es auch. :)

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Re: Zum `Ehrenfest-Paradoxon' (Zur Zahnradbahn)

Beitragvon contravariant » Mi 9. Feb 2011, 20:16

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Und ja, Deine originelle Lösung des Ehrenfest-Paradoxons amüsiert mich ziemlich: Es sei kein Paradoxon, dass die Zahnradbahn nach der SRT bei relativistischen Geschwindigkeiten nicht funktioniert, es wäre ja nur ein Paradoxon, wenn sie funktionieren würde, echt cool die Lösung, muss man schon drauf kommen, muss ich mir unbedingt merken... :P

Wir kommen der Sache näher, aber du hast offenbar deine eigene Aussage nicht verstanden. Wenn Zahnradbahnen bei relativistischen Geschwindigkeiten funktionieren, dann ist die SRT falsch. Wenn sie es nicht funktionieren, dann ist die SRT in diesem Punkt korrekt. Der Haken an der Sache, es ist nicht möglich, relativistische Zahnradbahnen zu bauen. Deshalb ist dieser Punkt nicht sonderlich dazu geeignet die SRT zu widerlegen.
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