Längenkontrahierter Zug

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Längenkontrahierter Zug

Beitragvon Mordred » So 3. Okt 2010, 13:13

Chief hat geschrieben:Wodurch ist der Abstand der Klippen bestimmt wenn nicht durch die materielle "Unterlage"? Oder schwimmen sie im Wasser?


Wie wäre das bei einem Stab mit einer Kerbe von 1cm Länge und 5 mm Tiefe zu sehen ??? :mrgreen:

Gruß Mordred
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Re: Längenkontrahierter Zug

Beitragvon Ernst » So 3. Okt 2010, 13:47

Artie hat geschrieben:Da steht doch ganz klar, das das "kippen" für beide System gilt, was genau soll ich denn noch erklären?

Da übersiehst Du, daß für das Ruhesystem Loch die Kippung gar nicht erforderlich ist; der Stab paßt auch parallel durchs Loch. Im Ruhesystem Stab ist die Kippung des Loches jedoch zwingend notwendig; sonst paßt er nicht durchs Loch.

Die Kippmasche ist ohnehin nicht haltbar.

Erstens ist das eine eindimensionale Aufgabe, wo eine zweite Dimension für die Kippung gar nicht verfügbar ist.

Zweitens muß der Stab zu jeder Zeit, also auch weitab entfernt vom Loch geneigt sein. Wäre der Stab ein Auto, dann führe es ständig ausschließlich auf den Vorderrädern mit den Hinterrädern angehoben in der Luft. Bezugssystemwechsel bewirkt aber wieder Vierradbetrieb. Ein neues schönes Paradoxon. Ein richtiges Paradoxa-Nest :)

Drittens hat denn wohl der Autor des Garagenparadoxons in Wiki die Kippung des Garagenbodens unterschlagen.

Ich denke, daß die LK bereits die ZD beinhaltet und daß im Beobachtungssystem (Ruhesystem) stets die Enden des bewegten kontrahierten Stabes gleichzeitig gemessen werden. Und dann gibt´s das Panzerparadoxon.

Gruß
Ernst
Zuletzt geändert von Ernst am So 3. Okt 2010, 13:57, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Längenkontrahierter Zug

Beitragvon galactic32 » So 3. Okt 2010, 13:49

Chief hat geschrieben:Kennedy-Thorndike Experiment hat gezeigt, dass Kontraktion von Längen nicht stattfindet.

Na kaum,
nach welcher Theoretischen AusWertung denn?
die materielle "Unterlage" und der Lichtweg
contrahieren bestenfalls gleichförmig!Oder?

Gruß
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Re: Längenkontrahierter Zug

Beitragvon Mordred » So 3. Okt 2010, 14:12

Mordred hat geschrieben:Wie wäre das bei einem Stab mit einer Kerbe von 1cm Länge und 5 mm Tiefe zu sehen ???

Gruß Mordred

Chief hat geschrieben:Wenn der Stab kontrahiert müsste auch die Kerbe im gleichen Verhältnis kontrahieren.

Gruß
Komisch, so dachte ich mir das auch, …aber da wir ja eh keine Ahnung von Physik haben, ..scheint unsere Wahrnehmung der Dinge, aus Sicht der Relativisten, doch nachvollziehbar verschoben zu sein… ;)

galactic32 hat geschrieben:...
die materielle "Unterlage" und der Lichtweg
contrahieren bestenfalls gleichförmig! Oder?

Gruß


Chief hat geschrieben:Klar - und beides findet nicht statt.

Gruß


Wenn man es doch nur messen könnte, … :!: :?: :arrow: :idea: :mrgreen:

Gruß
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Re: Längenkontrahierter Zug

Beitragvon Jocelyne Lopez » So 3. Okt 2010, 18:42

Mordred hat geschrieben:
Poet hat geschrieben:
Hier kommt dann das erste Problem, Du verstehst unter „reale Verkürzung“ das was Jocelyne Lopez als „materielle Verkürzung“ versteht, auch Du gehst davon aus, das Länge eine intrinsische Eigenschaft eines Körper ist, das es etwas wie eine „materielle“ Länge gibt.

Es gibt diese Länge in soweit, dass sie einen gewissen Raum für sich beansprucht.
Ob man nun materielle Länge dazu sagt, ist bedeutungslos. Bedeutend ist aber, was man darunter versteht!
[…]
Und darum hat jedes Objekt einen gewissen Raum den es einnimmt, und das für eine gewisse Zeit. Und dann vielleicht, bewegt es sich auch noch mit einer bestimmten Geschwindigkeit.
Das ist einfach gegeben !
[…]
Auch wenn ich auf 100 verschiedene Arten ein Objekt messe, so ändert das nicht das geringste daran, welchen Raum diese Objekt bei gegebenen Umständen einnimt!
Das Objekt hat aber nur eine Länge. Eine Ausdehnung in einem bestimmten Raum, zu einer bestimmten Zeit.
Diese Ausdehnung im Raum ist definitiv vorhanden.
[…]
Wie gesagt, ohne Objekt keine Messung. Da also das Objekt schon vor unserer Messung einen gewissen Raum eingenommen hat, wird es, egal wie und von wo wir auch messen, keine Differenzen in dieser Ausdehnung im Raum geben.


Diese Ausführungen sind einleuchtend und entsprechen einem vernünftigen Verständnis der Natur und der physikalischen Prozesse, sowie auch einem logischen Denken. Die Ausdehnung im Raum eines Objekts ist in der Tat definitiv vorhanden und ist eine intrinsische Eigenschaft des Objekts, unabhängig von jeglicher Messung.

Diese Sichtweise wurde vom Teilnehmer Faber auch einleuchtend dargelegt, siehe hier: http://www.jocelyne-lopez.de/blog/2010/ ... ert-haben/

Zitat von Faber:

Die Länge ist nicht das Ergebnis einer Messung. Sie verwechseln den Messwert einer Länge mit der Länge selbst. Die Länge ist eine physikalische Größe, die die Ausdehnung eines Objekts entlang einer Geraden oder den Abstand zweier Objekte entlang einer Geraden bezeichnet. Der Abstand vom Nordpol zum Südpol der Erde existiert auch dann, wenn niemand ihn misst.

In der SRT ist der jeweilige 'Messwert’ der Länge eine Funktion der relativen Bewegung des Beobachters. Die Länge selbst hingegen ist keine Funktion der relativen Bewegung irgendwelcher Beobachter. Darauf weist Dr. Pössel hin (wenn er das auch anders formuliert). Die Länge selbst muss in einer physikalischen Theorie natürlich genau einen eindeutigen Wert haben. Andernfalls handelte es sich um einen Verstoß gegen das vernünftige Denken, genauer gesagt um einen Verstoß gegen den Satz vom Widerspruch (zwei einander widersprechende Aussagen können nicht zugleich zutreffen).

oder auch hier: http://www.jocelyne-lopez.de/blog/2010/ ... hleierung/

Zitat von Faber:

Die Länge ist natürlich eine Eigenschaft, die einem Objekt zukommt. Sie ist eine physikalische Größe, d.h. eine quantitativ bestimmbare Eigenschaft eines physikalischen Objekts. Handelte es sich dagegen - wie Sie hier sagen - bei der Länge um das Ergebnis einer Messung, dann spräche nichts dagegen, dass ein Objekt so viele Längen wie messende Beobachter habe.

Das wissen Sie aber ja selbst, denn sonst könnten Sie nicht (der Uhrzeit nach zu urteilen in ausgeschlafenerem Zustand ) folgendes sagen:

Zitat von Harald Maurer (Sa 28. Aug 2010, 16:12) :

Wenn für das Messergebnis nicht eine tatsächliche Veränderung der Länge, sondern eine andere Ursache (RdG!) verantwortlich ist, handelt es sich logischerweise um einen Messeffekt. Alle in der SRT vorkommenden Phänomene sind sogenannte "relativistische Effekte"!

Von einer tatsächlichen Veränderung der Länge im Gegensatz zu einem (abweichenden) Messergebnis kann ja nur die Rede sein, wenn die Länge eine Eigenschaft ist, die dem Objekt selbst zukommt.


Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Längenkontrahierter Zug

Beitragvon Britta » Mo 4. Okt 2010, 05:35

Mordred hat geschrieben:Und das ist euer Problem.

Nachdem der Poet dir nun gezeigt hast, dass du bei deiner Vorstellung von einem Raum der bei 0 Bar zerquetscht wird, richtig daneben liegst machst du mit der Länge hier einen auf dicke Hose?

Du hast so gewaltig daneben gelegen und klar gezeigt, dass du diese Dinge nicht verstehst und von Physik keine Ahnung hast und er hat es dir echt nett und ganz einfach immer und immer wieder erklärt. Du kannst einfach nicht eingestehen, dass du daneben liegst.

Da hat der Poet auch nochmal etwas dazu geschrieben: http://forum.alltopic.de/viewtopic.php? ... 2273#p2273
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Re: Längenkontrahierter Zug

Beitragvon Britta » Mo 4. Okt 2010, 05:39

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Diese Ausführungen sind einleuchtend und entsprechen einem vernünftigen Verständnis der Natur und der physikalischen Prozesse, sowie auch einem logischen Denken. Die Ausdehnung im Raum eines Objekts ist in der Tat definitiv vorhanden und ist eine intrinsische Eigenschaft des Objekts, unabhängig von jeglicher Messung.

Mit Mordred hast du dir ja nun echt ein Physikgenie an die Seite geholt. Du solltest auch mal explizit dazu schreiben, dass du dein logisches Denken meinst und dass deine Logik eine aus einem anderen Universum ist. Nach deiner Logik ist ½ Apfel und ½ Apfel ja nicht 1 Apfel und 0 und 1 sind keine Zahlen und eine Geschwindigkeit ist dann 0, wenn Strecke und Zeit 0 sind, und ganz vieles mehr.

Nur weil Faber nun mal was gesagt hat, soll es so sein? Harald hat was anderes gesagt, und nun?

Der Punkt bleibt einfach derselbe, du brauchst die Länge als intrinsische Eigenschaft eines Körpers. Weil sonst dein ganzen Lügengebäude zusammenfällt, dass du in Bezug zu Dr. Pössel verbrochen hast. Und wenn du dafür mit Mordred kuscheln musst, machst du das auch.

Dabei ist der Drobs doch eh schon lange gelutscht. Es gab in der SRT nie die Aussage, dass Länge eine intrinsische Eigenschaft ist und das spielt auch keine Rolle. Die SRT hat nie den Anspruch erhoben ein Objekt physikalisch zu verändern wenn es sich bewegt, so wie es zum Beispiel Herr Kemme öfter beschreibt. Das kommt aus der LET.

Du unterstellst nun der SRT, sie wäre unklar in dem Punkt gewesen ob Objekte physikalisch ihre Größe ändern können und reitest nun ewig auf den Punkt rum, dass Dr. Pössel gesagt hat, nein sie können es nicht. Du konstruierst hier einfach etwas. Es gab da nie eine Unklarheit in der SRT zu diesem Punkt und das hat dir auch Harald ganz deutlich erklärt und einige andere Kritiker hier auch.

Das ist dir aber egal. Du willst ja zeigen, das die SRT falsch ist, und dafür manipulierst du wo es geht. Da unterstellst du dann der SRT etwas, was sie nie behauptet hat, und freust dich wie ein Froschkönig, wenn man dir sagt, dass es das so nicht gibt. Na wenn es dich dann glücklich macht. Das ist leider nicht mehr lustig, sondern nur noch traurig.
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Längenkontraktion

Beitragvon rmw » Mo 4. Okt 2010, 07:32

Britta hat geschrieben:Der Punkt bleibt einfach derselbe, du brauchst die Länge als intrinsische Eigenschaft eines Körpers.

Daran ist auch nichts falsch. Ich will nicht die Diskussion zwischen Frau Lopez und Herrn Pössel kommentieren, aber soviel steht fest: Herrn Pössels Aussage dass die Längenkontraktion nicht materieller Natur ist, ist das Eingeständnis dass die Längenkontraktion nicht existiert, gleichviel ob Herr Pössel das nun so sehen will oder auch nicht.
Denn wenn die Lk nicht materieller Natur ist, dann bleibt entweder nur dass sie scheinbar ist, also nur ein optischer Eindruck wie etwa ein Spiegelbild (dort wo man im Spiegelbild etwas zu sehen vermeint werden ja nur Lichtstraheln reflektiert), oder die Lk ist überhaupt nur Mathematik ohne physikalische Realität. Mehr Möglichkeiten gibt es einfach nicht.
Wo Frau Lopez Recht hat hat sie Recht, unabhängig davon dass ich ihren Schreibstil auch nicht immer als angemessen empfinde. Einige ihrer Gegenspieler sind übrigens auch nicht zurückhaltenter.
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Re: Längenkontraktion

Beitragvon Britta » Mo 4. Okt 2010, 08:18

rmw hat geschrieben:Herrn Pössels Aussage dass die Längenkontraktion nicht materieller Natur ist, ist das Eingeständnis dass die Längenkontraktion nicht existiert, gleichviel ob Herr Pössel das nun so sehen will oder auch nicht.
Denn wenn die Lk nicht materieller Natur ist, dann bleibt entweder nur dass sie scheinbar ist, also nur ein optischer Eindruck wie etwa ein Spiegelbild (dort wo man im Spiegelbild etwas zu sehen vermeint werden ja nur Lichtstraheln reflektiert), oder die Lk ist überhaupt nur Mathematik ohne physikalische Realität. Mehr Möglichkeiten gibt es einfach nicht.
Wo Frau Lopez Recht hat hat sie Recht, unabhängig davon dass ich ihren Schreibstil auch nicht immer als angemessen empfinde. Einige ihrer Gegenspieler sind übrigens auch nicht zurückhaltenter.


Hast du dir mal die Frage gestellt, wozu man die LK denn braucht?

Was könnte man denn wissen wollen, wenn man ein bewegtes Objekt in einem anderen IS betrachtet und misst?

Du bist mit deinem Gedankengang auf dem völlig falschen Weg.
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richtiger Weg

Beitragvon rmw » Mo 4. Okt 2010, 08:23

Britta hat geschrieben:Du bist mit deinem Gedankengang auf dem völlig falschen Weg.

Na gut, das du mir das sagst. Also du bist da sicher auf dem richtigen Weg.
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