Längenkontrahierter Zug

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Längenkontrahierter Zug

Beitragvon Jocelyne Lopez » Sa 2. Okt 2010, 14:23

Trigemina hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Es ist absolut irrelevant, was aus einem bewegten Bezugssystem gemessen wird oder auch nicht - zumal solche Messungen 1)meßtechnisch nicht möglich sind, 2)falsch wären wenn sie durchgeführt worden wären und 3) sowieso auch nie durchgeführt wurden, kann man also dreifach getrost vergessen :? -,

Nein, es ist überhaupt nicht irrelevant was aus einem als bewegt angenommenen Bezugssystem gemessen wird. Ob klassisch oder relativistisch. Und dass solche Messungen sehr wohl möglich sind, lässt sich ganz einfach über eine Zeitmessung eines relativ dazu bewegten Objektes realisieren, umrechnen und in ein anderes Bezugssystem transformieren.

Bei meinen Aussagen sollte verstanden werden: Die Messung der Länge eines bewegten Objektes mit Zeitmessung (sprich mit LG) ist insofern technisch nicht möglich bzw. nicht brauchbar, weil man das Licht nie mit einem bewegten Beobachter als konstant gemessen hat, sondern immer nur mit einem ruhenden Beobachter. Die Festsetzung von c durch administrativen Beschluß betrifft eine Geschwindigkeit im Ruhesystem eines Beobachters und nur im Ruhesystem eines Beobachters soll sie als konstant angenommen werden!

Das Licht wurde immer nur von einem ruhenden Beobachter gemessen, nie von einem bewegten Beobachter und da die LG endlich ist kann es auch nicht wundern, dass sie ungefähr konstant im Ruhesystem eines Beobachters beim gleichen Meßverfahren, gleichen Randbedingungen und gleichem Bezugssystem (Erdoberfläche) gemessen wird. Das ist trivial, das ist nicht nur so für das Licht, sondern für viele endlichen Geschwindigkeiten bei Labormessungen, kein Wunder: Man könnte z.B. durchaus sagen und beweisen, dass die maximale Geschwindigkeit eines fabrikneuen Autos aus dem selben Werk, vom selben Typ, auf der gleichen Teststrecke, bei gleichen Bedingungen und gleicher stationärer Messvorrichtung konstant sei, das ist nicht verwunderlich und dagegen hat auch kaum jemand auszusetzen.

Das hat Harald Maurer auch immer wieder betont, ohne jegliche Beachtung von den Relativisten, zum Beispiel hier:

Zitat Harald Maurer:

Um eine Konstanz bzw. Invarianz der LG festzustellen, hätte sie von einem bewegten Beobachter gemessen werden müssen.

Die Messung eines bewegten Objektes durch einen ebenfalls bewegten Beobachter ist jedoch meßtechnisch nicht brauchbar, sie würde keine zuverlässigen Ergebnisse liefern, sondern nur Matchwerte.

Wenn man also von der Konstanz der LG spricht sollte man sich immer vor Augen halten, dass sie lediglich mit stationären Meßvorrichtungen gemessen wurde, sprich mit ruhendem Beobachter, und nie mit bewegten Beobachtern. Das ist ein riesiger Unterschied, dessen viele Relativisten sich nicht bewußt sind. Die SRT macht stillschweigend den großen Fehler bzw. vollbringt den Hokuspokus, die von einem ruhenden Beobachter ungefähr konstant gemessene LG als konstant zu allen bewegten Beobachtern als experimentell nachgewiesen zu behaupten. :?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Längenkontrahierter Zug

Beitragvon Ernst » Sa 2. Okt 2010, 18:52

Trigemina hat geschrieben:Das Garagenparadoxon wird über das Garagensystem aufgelöst (gleichzeitiges Schliessen und Öffnen der beiden Garagentore), das Panzerparadoxon wird über das Panzersystem aufgelöst (gleichzeitiger Bodenkontakt von Bug und Heck) und können dann jeweils mit der vollständigen LT ins andere Bezugssystem transformiert werden.

Ausgelöst wird gar nichts. In einem Fall fährt ein Panzer über eine Schlucht. Im anderen Fall fährt (nach meiner Variation ohne Garagentore, aber mit einer garagenlangen Inspektionsgrube) ein Auto über eine Grube. In beiden Fällen ein ganz gleichwertiger Vorgang für die beiden Beobachtungssysteme. Da existiert doch kein bevorzugtes System.
In ihren jeweiligen Ruhesystemen ist der Panzer kürzer als die Schlucht und das Auto kürzer als die Garagengrube. Der Widerspruch ergibt sich durch Wechsel der gleichberechtigten Bezugssysteme. Im Bezugssystem Garage/Schlucht fällt Auto/Panzer immer herunter; im Bezugssystem Auto/Panzer gelingt die Überfahrt bei großen v.
Das ist als Paradoxon unannehmbar, weil die qualitative Wirkung in beiden Bezugssystemen unterschiedlich ist.

Bilder aus Wikipedia:
links: Auto fällt in Grube
rechts: Auto quert Grube
BildBild
Gruß
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Re: Längenkontrahierter Zug

Beitragvon Ernst » Sa 2. Okt 2010, 19:10

Chief hat geschrieben: Es geht genau um diesen Satz.

Der Satz aus dem Kontext genommen, führt offenbar zum Mißverständnis. Wie so oft in solchen Fällen. Im Kontext entspricht die Aussage von Pössel der allgemeinen Lehrmeinung. Ihn immer wieder aus dem Kontext zu zitieren und ihm einen anderen Sinn zu unterstellen, als das im Kontext lesbar ist, entspricht keinem fairen Umgang.

Gruß
Ernst
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Re: Längenkontrahierter Zug

Beitragvon galactic32 » Sa 2. Okt 2010, 20:46

Ernst hat geschrieben:Der Satz aus dem Kontext genommen, führt offenbar zum Mißverständnis. Wie so oft in solchen Fällen. Im Kontext entspricht die Aussage von Pössel der allgemeinen Lehrmeinung. Ihn immer wieder aus dem Kontext zu zitieren und ihm einen anderen Sinn zu unterstellen, als das im Kontext lesbar ist, entspricht keinem fairen Umgang.

Na um unfairen Umgang braucht es Kritikern wohl kaum gehen.
Um eine Lüge, mit Kontext zu vernebeln, bedarf es gerade halt Schein-Mißverständnisse!
Diese Irrlehre bleibt so auf dem Niveau wie die LehrMeinung: Die Erde sei eine Scheibe!

Gruß
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Re: Längenkontrahierter Zug

Beitragvon Trigemina » Sa 2. Okt 2010, 22:34

Hallo Ernst

Auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen, kann die Längenkontraktion nur unter der Prämisse einer gleichzeitigen Längenmessung angewendet werden.

Gleichzeitiges Öffnen und Schliessen der Garagentore im Garagensystem. Das an sich zu lange Auto kann im Garagensystem (und nur dort) längenkontrahiert behandelt werden. Im Autosystem erfolgt das Öffnen und Schliessen der Garagentore ungleichzeitig, weshalb mit der vollständigen LT vom Garagen- ins Autosystem umgerechnet werden muss.

Gleichzeitiger Bodenkontakt von Bug und Heck mit dem Boden im Panzersystem. Die an sich zu breite Schlucht kann im Panzersystem (und nur dort) längenkontrahiert behandelt werden. Im Schluchtensystem erfolgt der Bodenkontakt ungleichzeitig, weshalb mit der vollständigen LT vom Panzer- ins Schluchtensystem umgerechnet werden muss.

Wie so üblich wenn etwas nicht verstanden wird, kommen weitere Beispiele hinzu, die alles nur noch komplizierter machen. Aus der Tatsache gleichberechtigter Bezugssysteme leitest du irrtümlicherweise die Vermutung ab, dass die Längenkontraktion ebenfalls in beiden Bezugssystemen angewendet werden kann, was – siehe oben – nur im Falle gleichzeitiger Längenmessungen möglich ist. Immerhin sind diese Paradoxa an physikalische Zwangsbedingungen gebunden (gleichzeitiges Öffnen und Schliessen der Garagentore und gleichzeitiger Bodenkontakt von Bug und Heck), so dass nicht nach Lust und Laune die Längenkontraktion darauf angewendet werden kann.

Ist die Ruhelänge des Autos im kombinierten Garangen-/Panzerparadoxon eigentlich kürzer oder länger als die Ruhelänge der Garage (sprich Grube)?

Gruss
Zuletzt geändert von Trigemina am Sa 2. Okt 2010, 22:39, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Längenkontrahierter Zug

Beitragvon Mordred » Sa 2. Okt 2010, 22:37

Trigemina hat geschrieben:
Die beiden Bezugssysteme von Schlucht und Panzer sind zwar gleichberechtigt, was ich ja auch immer wieder betone, jedoch kann anhand der gegebenen Grössen ihrer Ruhelängen nur im Panzersystem ein gleichzeitiger Bodenkontakt erfolgen. Im Schluchtensystem unterscheiden sich die Kontaktzeiten. Deswegen ist es nicht erlaubt (im Sinne der SRT), wegen der Ungleichzeitigkeit der Ereignisse eine Längenkontraktion des Panzers im Schluchtensystem vorzunehmen. Die Längenkontraktion gilt nur für gleichzeitige Längenmessungen.
Daher kann man dieses Paradoxon nicht im Schluchtensystem auflösen – ausser unter Angabe der Raumzeit-Koordinaten von Bug und Heck des Panzers. Gegeben ist aber bloss seine Ruhelänge.
Wenn sich ein Gegenstand bewegt, und ich messe diesen in seiner Bewegung, dann messe ich ihn verkürzt.
Diese Messung ist eine reale Messung. Der MessWert ist somit auch real. Das heißt aber nur, dass die Messung eine Verkürzung auf zeigt.
Diese Verkürzung kann ich nun über die LT heraus rechnen, und bekomme so, (bestenfalls) die Ruhelänge des Panzers.
Die Eigenlänge des Gegenstandes ändert sich also nicht!
Und das egal aus welchem System ich eine Verkürzung messe.
Darum wird der Panzer, egal wie schnell er auch wäre, genau wie das Auto, in die Grube fallen, weil die Schlucht einfach zu breit ist und beide Garagentore gleichzeitig zu waren und zwar mit Auto drin.

Mittlerweile hat das selbst der Poet zugegeben, nachdem ich es ihm mit:

Mordred hat geschrieben: Beantworte mir 2 Fragen.
http://www.mahag.com/neufor/viewtopic.php?f=10&t=282&start=30#p17389
1. Gibt es nach der SRT eine reale Verkürzung eines bewegten Objektes.
2. Oder ist diese Verkürzung nur eine Möglichkeit über die LT die wahre Länge des Objektes zu ermessen.
Messe ich also das Objekt (optisch und messtechnisch) verkürzt, setze die LT an und komme auf das Richtige Maß, oder messe ich das realverkürzte Objekt, rechne durch die LT die Bewegung raus, und komme auf das Ruhemaß?
....geradezu unter die Nase rieb.

Poet hat geschrieben: egal ob sich dieses IS nun relativ zu anderen in Bewegung befindet. Wird die Länge des Objektes aus anderen zu diesem bewegten IS gemessen, ist diese real verkürzt. Das heißt, die gemessene Länge ist verkürzt, das Objekt wird verkürzt gemessen, seine Länge ist verkürzt. Was Du wohl wissen willst, ob es wirklich „kleiner“ geworden ist. Nein es ist natürlich nicht kleiner geworden, denn dann müsste es ja zu ganz vielen verschiedenen anderen IS unterschiedlich groß sein.
Also, da haben wir es doch.
Nochmal: Keine reale Verkürzung, nur eine „gemessene“.

Poet hat geschrieben:
Und wenn ich Deine Frage richtig verstehe, dann hast Du recht, die Lorentztransformation dient dazu, die Eigenlänge eines „Stabes“ in einem anderen zu dem eignen IS bewegten IS zu errechnen.
Ich frag mich, woran das nun immer noch hängt….oder ist die Verkürzung nun doch auf einmal wieder real geworden, also nicht gemessen, sondern materiell real verkürzt ?

Gruß Mordred
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Re: Längenkontrahierter Zug

Beitragvon Trigemina » Sa 2. Okt 2010, 22:56

Nachtrag zum kombinierten Auto-/Panzerparadoxon von Ernst:

Das kombinierte Auto/Panzerparadoxon ist eh unsinn!
Ist die Ruhelänge des Autos kürzer als die Ruhelänge der Garage (sprich Grube), entspricht diese Situation dem originalen Panzerparadoxon.
Ist die Ruhelänge des Autos länger als die Ruhelänge der Grube, kommt es so oder so (auch nach klassischer Betrachtung) ganz bequem über die Grube.

Gruss
Trigemina
 
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Re: Längenkontrahierter Zug

Beitragvon Britta » So 3. Okt 2010, 08:40

Ernst hat geschrieben:Der Satz aus dem Kontext genommen, führt offenbar zum Missverständnis. Wie so oft in solchen Fällen. Im Kontext entspricht die Aussage von Pössel der allgemeinen Lehrmeinung. Ihn immer wieder aus dem Kontext zu zitieren und ihm einen anderen Sinn zu unterstellen, als das im Kontext lesbar ist, entspricht keinem fairen Umgang.

Schade das du von Seiten der Kritiker wohl der Einzige hier bist der das so erkannt hat und auch offen ausspricht. Würde man hier fairer handeln, würde der Dialog zwischen den Seiten sicher viel besser laufen. Ich weiß auch dass von der anderen Seite oft nicht fair gespielt wird, aber das ist kein Grund. Jeder sollte für sich einfach fair sein und nicht sagen, die Anderen sind ja auch so. Ich glaube auch, dass Jocelyne das genau weiß und ich glaube auch, das sie ganz gezielt nun ständig dieses zitiert und seit Monaten in jedem zweiten Satz auf Dr. Markus Pössel zu sprechen kommt. Sie will hier provozieren, sie will verletzen. Wahrscheinlich wegen Herrn Friebe. Das zeigt, dass es ihr hierbei um Emotionen geht, das es für sie ein Kampf geworden ist. Es geht schon lange nicht mehr um die Wahrheit. Ging es ihr überhaupte jemals um die Wahrheit?

Und das finde ich einfach schade und so traurig. Man sollte immer die Meinung des Gegenübers respektieren und tolerieren, sich gegenseitig achten. Man sollte nie persönlich werden und den Anderen angreifen. Ich sage, so sollte es sein. Das ich, nach den ganzen 'Nettigkeiten' von Jocelyne gegen mich, das auch nicht immer so umsetzen kann, will ich nicht abstreiten. Aber das ist eher eine persönliche Sache und hat nichts mit der RT zu tun. Ich finde aber, man sollte nicht einfach jemand hassen und niedermachen nur weil er eine andere Meinung hat. Wer aber gleich gegen jeden prügelt, nur weil er eben für die RT spricht, der ist vom Hass getragen und sicher nicht auf der Suche nach der Wahrheit.
Britta
 
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Re: Längenkontrahierter Zug

Beitragvon Jocelyne Lopez » So 3. Okt 2010, 09:54

Ernst hat geschrieben:
Chief hat geschrieben: Es geht genau um diesen Satz.

Der Satz aus dem Kontext genommen, führt offenbar zum Mißverständnis. Wie so oft in solchen Fällen. Im Kontext entspricht die Aussage von Pössel der allgemeinen Lehrmeinung. Ihn immer wieder aus dem Kontext zu zitieren und ihm einen anderen Sinn zu unterstellen, als das im Kontext lesbar ist, entspricht keinem fairen Umgang.

Die Aussage von Dr. Pössel "Die Längenkontraktion geht nicht mit materiellen Veränderungen des Körpers einher" kann prinzipiell nicht aus dem Kontext genommen werden, aus dem guten Grund, weil der Satz mit dem Wort "Längenkontraktion" den Kontext der ganzen Diskussion unmissverständlich immer mit sich führt: Es geht ja um die "Längenkontraktion", ein Begriff, der einzig zu der SRT (oder zu der Lorentztheorie) gehört. Oder hast Du etwa den Begriff "Längenkontraktion" je aus einem anderen Kontext im Alltag oder in der Wissenschaft gehört? Oder hast Du etwa in meiner Korrespondenz mit Dr. Pössel den Begriff "Längenkontraktion" in einem anderen Kontext entdeckt? Und hast Du überhaupt die Korrespondenz gelesen, dass Du behauptest, ich hätte diese Aussage von Dr. Pössel unfairerweise einen anderen Sinn unterstellt als im Kontext lesbar, so das zum Missverständnis geführt hat?

Das wirst Du nicht entdecken, auch wenn Du die ganze Korrespondenz rauf und runter liest: Es ging die ganze Zeit und es geht immer noch um denselben klar eingegrenzten Kontext: die Längenkontraktion von bewegten Objekten in der SRT.

Und Dr. Markus Pössel hat meine Frage zur physikalischen Realität der Längenkontraktion in der SRT sehr wohl richtig verstanden und auch unmissverständlich beantwortet: Es handelt sich nicht um eine materielle Verkürzung der Objekte - anders kann man die Antwort von Dr. Pössel nicht interpretieren, wie ich sie richtig interpretiert habe, Die Objekte verkürzen sich nicht materiell: "Die Längenkontraktion geht nicht mit materiellen Veränderung des Körpers einher". Wo ist da bitteschön etwas Falsches zu interpretieren oder aus dem Kontext zu nehmen?? :roll: Aus dieser richtigen Interpretation meinerseits ein "Missverständnis" konstruieren zu wollen, wie Dr. Pössel es in Erklärungsnot versucht, ist im Gegenteil seinerseits hochgradig unfair - aber typisch für Relativisten, deren einzige Rettung vor der Belanglosigkeit und der Irrelevanz ihrer Theorie die sprachliche Unschärfe und die Pflege von Missverständnissen ist. Dr. Pössel hat sich nämlich unvorsichtigerweise mit so einer unmissverständlichen Antwort zu sehr aus dem Fenster gelehnt, er versucht verzweifelt zurückzurudern, weil damit ersichtlich ist, dass die SRT physikalisch völlig irrelevant ist: Egal was für Messergebnisse welche bewegte Beobachter erzielen oder nicht und egal ob dabei in China ein Sack Reis unkippt bleibt die Eigenlänge eines Objektes stets unverändert und jegliche materielle Wechselwirkung mit bewegten Objekten geschieht in der Natur ohne Berücksichtigung einer auf bewegte Objekte rein mathematisch geklatschen Verkürzung, die aus einer anderen Theorie abgekupfert wurde. Die einzigen richtigen Voraussagen für Wechselwirkungen zwischen relativ zueinander bewegten Objekten in der Natur sind also die Voraussagen der klassischen Physik, die stets mit den jeweiligen Eigenlängen von Objekten rechnet, egal ob sie ruhen oder sich bewegen. So einfach ist das. In allen behandelten Paradoxa sind auch die jeweiligen Eigenlängen der beteiligten Objekten immer vorgegeben, also braucht man nichts zu "transformieren". So einfach ist das.

Es gibt also nirgendwo meinerseits eine Sinnentstellung oder ein Reißen der Aussage von Dr. Pössel aus dem Zusammenhang. Das zu unterstellen und mich sogar deswegen öffentlich mit gerichtlichen Folgen durch eine Fristsetzung zu drohen ist eine unglaubliche Zumutung. :evil: Wo gibt es denn sowas? Ich werde mich für so ein skandalöses Verhalten noch bei seinen Vorgesetzen beim Albert Einstein Institut beschweren. So kann man nicht mit Bürgern in der Öffentlichkeit umgehen und sie verarschen wollen, so geht das nicht. :evil:

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
Zuletzt geändert von Jocelyne Lopez am So 3. Okt 2010, 10:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Längenkontrahierter Zug

Beitragvon Britta » So 3. Okt 2010, 10:01

Mordred » Sa 2. Okt 2010, 23:37 hat geschrieben:Wenn sich ein Gegenstand bewegt, und ich messe diesen in seiner Bewegung, dann messe ich ihn verkürzt. Diese Messung ist eine reale Messung. Der Messwert ist somit auch real. Das heißt aber nur, dass die Messung eine Verkürzung auf zeigt. Diese Verkürzung kann ich nun über die LT heraus rechnen, und bekomme so, (bestenfalls) die Ruhelänge des Panzers. Die Eigenlänge des Gegenstandes ändert sich also nicht! Und das egal aus welchem System ich eine Verkürzung messe. Darum wird der Panzer, egal wie schnell er auch wäre, genau wie das Auto, in die Grube fallen, weil die Schlucht einfach zu breit ist und beide Garagentore gleichzeitig zu waren und zwar mit Auto drin.

Mittlerweile hat das selbst der Poet zugegeben, nachdem ich es ihm mit:

Mordred hat geschrieben:
Beantworte mir 2 Fragen.

1. Gibt es nach der SRT eine reale Verkürzung eines bewegten Objektes.
2. Oder ist diese Verkürzung nur eine Möglichkeit über die LT die wahre Länge des Objektes zu ermessen.

Messe ich also das Objekt (optisch und messtechnisch) verkürzt, setze die LT an und komme auf das Richtige Maß, oder messe ich das real verkürzte Objekt, rechne durch die LT die Bewegung raus, und komme auf das Ruhemaß?

....geradezu unter die Nase rieb.

nocheinPoet hat geschrieben:
...egal ob sich dieses IS nun relativ zu anderen in Bewegung befindet. Wird die Länge des Objektes aus anderen zu diesem bewegten IS gemessen, ist diese real verkürzt. Das heißt, die gemessene Länge ist verkürzt, das Objekt wird verkürzt gemessen, seine Länge ist verkürzt. Was Du wohl wissen willst, ob es wirklich „kleiner“ geworden ist. Nein es ist natürlich nicht kleiner geworden, denn dann müsste es ja zu ganz vielen verschiedenen anderen IS unterschiedlich groß sein.

Also, da haben wir es doch. Noch mal: Keine reale Verkürzung, nur eine „gemessene“.


Mordred du bist ja genauso lustig wie Jocelyne und zitierst aus dem Kontext gerissen nur dass, was in das Bild passt, das du zeichnen willst. Hier mal alles was der Poet dir dazu geschrieben hatte:

nocheinPoet hat geschrieben:
Zu Deiner ersten Frage, die ist einfach zu unpräzise gestellt. Im Grunde geht sie gegen „ist es nachts kälter als draußen“. Aber ich antworte mal auf das, was ich glaube das Du meinst. Hier kommt dann das erste Problem, Du verstehst unter „reale Verkürzung“ das was Jocelyne Lopez als „materielle Verkürzung“ versteht, auch Du gehst davon aus, das Länge eine intrinsische Eigenschaft eines Körper ist, das es etwas wie eine „materielle“ Länge gibt. Es gibt aber eine solche materielle Länge nicht. Länge ist immer das Ergebnis einer Relation, einer Messung. Dann das zweite Problem, Du gibst nicht an, wer die Länge des Objektes misst, also aus welchem IS.

Das mal vorweg, nun die Antwort, die Länge eines Objektes ändert sich nach der SRT nicht, wenn diese im eignen IS gemessen wird, egal ob sich dieses IS nun relativ zu anderen in Bewegung befindet. Wird die Länge des Objektes aus anderen zu diesem bewegten IS gemessen, ist diese real verkürzt. Das heißt, die gemessene Länge ist verkürzt, das Objekt wird verkürzt gemessen, seine Länge ist verkürzt. Was Du wohl wissen willst, ob es wirklich „kleiner“ geworden ist. Nein es ist natürlich nicht kleiner geworden, denn dann müsste es ja zu ganz vielen verschiedenen anderen IS unterschiedlich groß sein.


nocheinPoet hat geschrieben:
Mordred hat geschrieben:
Was? Was ist unpräzise an der Frage ob sich ein bewegtes Objekt verkürzt?

Du hast gefragt, ob es eine „reale“ Verkürzung gibt, und was unpräzise war, habe ich Dir auch erklärt. Du brauchst das echt mehrfach. Ich habe Dir ja eben schon geschrieben, eine Längenkontraktion ist die Differenz zwei Längenmessungen und hier ist die Frage, wer macht die aus welchem IS. Hast Du eben nicht angegeben, und da man ja nun bei Dir weiß, das man auf Deine Worte keinen großen Wert legen kann, ist das einfach unpräzise. Und meine Antwort ist dazu dann auch völlig klar, nur Du scheinst wie immer mal Bananen in den Ohren zu haben.


nocheinPoet hat geschrieben:
Mordred hat geschrieben:
Na also! Es gibt keine reale Verkürzung des Objektes, nur eine gemessene! Diese gemessene ist natürlich real, gemessen, folglich verkürzt sich auch kein Gegenstand der Welt, bei Bewegung. Ich „messe“ das nur aus einem anderen IS.

Sag mal, hast Du einen den absolut leeren Raum im Kopf, von dem Du meinst es würde den nicht geben? Ich habe Dir ganz klar erklärt, das Deine Aussage „reale Verkürzung des Objektes“ in Deinem Kontext einfach schon falsch ist. Du kannst den Begriff „real“ so offenbar einfach nicht verstehen oder willst es nicht in Bezug zu dem Begriff Verkürzung verstehen. Du trennst Dinge, die nicht zu trennen sind. Es gibt keine Trennung in der Art wie Du sie willst. Eine Verkürzung ist immer die Differenz zwei Längenmessungen, wenn es denn eine solche Differenz gibt. Und wenn dann ist die immer real. Real und gemessen ist dasselbe. Es gibt nicht eine „reale“ Verkürzung, die dann aber eine nicht gemessene wäre, oder eine nur gemessene aber dann nicht reale. Das ist Humbug. Scheit das Gleiche Problem wie mit dem Vakuum zu sein, Du hast hier einfach die Grenze dessen erreicht, was Du noch verstehen kannst. Es scheint einfach nicht mehr bei Dir zu gehen.

Länge ist immer das Ergebnis einer Messung, Länge ist keine intrinsische Eigenschaft eines Objektes. Länge hat immer auch einen Bezug. Auch wenn Du und Faber und Jocelyne Lopez gerne eine „materielle“ Länge wollen, es gibt diese nicht. Es gibt auch keine „materielle“ Geschwindigkeit. Deine Frage macht ebenso viel Sinn, wie wenn Du fragst, ob sich die Geschwindigkeit materiell verringert hat.


nocheinPoet hat geschrieben:
Mordred hat geschrieben:
Was ist nun mit bewegten Uhren? Ist das auch nur einem gemessene Dehnung der Zeit? Oder ist die nun tatsächlich real? Denn das müsste sie ja sein, sonst müsste andererseits die LG variant sein.

Das Du einfach meine Antwort falsch interpretierst, kann Deine Frage auch nicht wirklich Sinn machen. Ich habe nicht gesagt, das die Verkürzung nicht real sein. Ich habe ganz deutlich gesagt, das jede Verkürzung alleine aufgrund der Begriffsdefinitionen und dessen was eben eine Länge und somit auch eine Längenverkürzung ist, immer real ist. Genauso real, wie eben gemessen. Es ist beides dasselbe und nicht zu trennen, und somit habe ich auch nicht das eine bejaht und das andere verneint.

So und das gilt nun äquivalent auch für die Zeit. Und das es wirklich so ist, kannst Du an der längeren Halbwertszeiten von Myonen und anderen Teilchen erkennen. Haben die zu unserem IS in dem wir beobachten eine Geschwindigkeit vergeht deren Eigenzeit real messbar im vergleich zur unseren langsamer.

Das klingt doch dann schon ganz anders. Er sagt dir, dass jede Länge immer das Ergebnis einer Messung ist. Es gibt nicht 'die materielle Länge', die eine intrinsische Eigenschaft eines Körpers ist und die man mal so und mal so und dann mal wieder verkürzt messen kann. Die Analogie mit der Stimmgabel ist hier wirklich gut um das zu verstehen. Jede Frequenz ist das Ergebnis einer Messung. Bewegt sich die Stimmgabel von mir weg, dann ist der Ton tiefer, die Frequenz niedriger. Und jede Messung ist real. Angenommen ich habe eine Gabel die in Ruhe 100Hz hat und die fliegt weg, sodass ich nur 80Hz messe, und ich habe eine Gabel die zu mir ruht und die in Ruhe zu mir 80Hz hat, dann kann ich alleine nur am Ton nicht unterscheiden, welche Gabel sich nun bewegt.

Ich habe aber nun auch was gelernt, nämlich dass die Kritiker ganz dringend die 'materielle' Länge brauchen. :mrgreen:


Hast du denn nun das mit dem Druck verstanden?

http://forum.alltopic.de/viewtopic.php? ... 2259#p2238

Und er erklärt es dir immer wieder und immer einfacher. Ich glaube er testet an dir seine Erklärungsfähigkeit, weil er demnächst ein Physikbuch für Kinder schreiben wird. ;)
Zuletzt geändert von Britta am So 3. Okt 2010, 12:22, insgesamt 1-mal geändert.
Britta
 
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