Längenkontrahierter Zug

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Längenkontrahierter Zug

Beitragvon Britta » Mo 27. Sep 2010, 19:01

Harald Maurer hat geschrieben:Richtig. Wenn aber keine materielle Kontraktion vorliegt, kann man durch physischen Kontakt auch keine Verkürzung feststellen! Das wird wohl auch der Grund dafür sein. dass die sagenhafte Kontraktion noch nie gemessen wurde!

Bei dir weiß ich nie, wo du eigentlich stehst. Du hast es mal gut erklärt:

Harald Maurer hat geschrieben:Allerdings muss man hier etwas präzisieren: "Länge" ist nicht einfach eine intrinsische Eigenschaft eines Objektes (solange niemand misst, hat es gar keine Länge), sondern immer ein Ergebnis einer Messung samt zugehöriger Definition einer Maßeinheit.


Harald Maurer hat geschrieben:Wobei man zu berücksichtigen hat, dass "Länge" nicht eine Eigenschaft ist, die Objekte naturgemäß haben, sondern immer das Ergebnis einer Messung!


Stehst du nicht mehr dazu? Jocelyne macht da nämlich was ganz anderes draus:

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Man weiß hier bei dieser undeutlichen Formulierung nicht, ob Dr. Pössel den Denkfehler mental wirklich aus der Relativitätstheorie übernommen hat oder ob er absichtlich sprachliche Missverständnisse pflegt indem er sagt, dass „Das Ergebnis einer Längenmessung“ (also der Meßwert) keine intrinsische Eigenschaft eines Körpers sei: Es sagte ja nicht direkt, dass die „Länge eines Körpers“ keine intrinsische Eigenschaft des Körpers sei, sondern eben nur „das Ergebnis einer Längenmessung“ . Ist ja auch klar, dass Ergebnisse von Längenmessungen keine intrinsischen Eigenschaften eines Körpers sind, dafür ist sehr wohl die Länge eines Körpers eine intrinsische Eigenschaft dieses Körpers, und weder die Relativitätstheorie noch Dr. Pössel können die Existenz von physikalischen Eigenschaften von Körpern in der Natur negieren, auch wenn sie es gerne wollen.

Sie macht hier eine Trennung zwischen Länge und Längenmessung, die Länge ist dann bei Jocelyne eine intrinsische Eigenschaft des Körpers, und die Längenmessung nicht. So wie ich Jocelyne verstehe ist das nicht korrekt, die Länge ist immer das Ergebnis einer Längenmessung, eine Länge gibt es nicht ohne eine Längenmessung, Länge und Längenmessung sind nicht zwei verschiedene Dinge. Mache ich eine Längenmessung, bekomme ich die Länge. Länge gibt es nicht unabhängig von der Messung. Ist auch bei Geschwindigkeiten so, es gibt keine 'Eigengeschwindigkeit' die eine intrinsische Eigenschaft eines Objektes ist, und dann Eine Geschwindigkeitsmessung. Es gibt zwar eine Ruhelänge, aber das ist die Länge mit der ich ein Objekt im gleichen IS messe. Also wenn ich zu dem Ruhe bin. Eine 'Ruhegeschwindigkeit' macht aber keinen Sinn, ist eh immer Null. ;)

Und eine Länge ist nie materiell. 'Materielle Länge' macht so viel Sinn wie 'materielle Geschwindigkeit' darum ist für mich die ganze Diskussion ob es eine materielle Längenkontraktion gibt unnötig, eine Verkürzung kann man nur dann erkennen, wenn man zwei Längenmessungen verrechnet und eine Differenz bekommt. Da aber beide Längen schon nicht materiell sind, kann auch die Differenz nicht materiell sein. So wegen der Logik. ;)
So habe ich dich zumindest damals verstanden. Siehst du das nun doch anders, also so wie Jocelyne, und schließt dich ihrer Sichtweise an?
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Re: Längenkontrahierter Zug

Beitragvon Britta » Mo 27. Sep 2010, 19:09

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Es wird Dir niemand einleuchtend erklären wie das Problem lösbar ist solange Du auf eine logische Lösung bestehst und Dich nicht blenden und vernebeln lässt. In Argumentationsnot wird aber ein Relativist Dich sogar raten bzw. auffordern, bei der RT und bei Deinem Verständnis der physikalischen Vorgänge auf die Logik zu verzichten.

Hallo Syxi, du musst unbedingt die GOM Bibel lesen, wenn Jocelyne sie dir noch nicht geschickt hat.

Mir kommt es allerdings so vor, als ob ihr beide euch eh schon länger kennt. Ich bin früher auch mal Jocelyne auf dem Leim gegangen, und hab den Unsinn mit der ca. 100 Jahre andauernden Verschwörung in der Physik geglaubt. Als mir dann erste Zweifel kamen, habe ich mal in Ruhe darüber nachgedacht und konnte dann erkennen, dass das was sie sagt nicht stimmt. Dann habe ich mich mal unvoreingenommen mit der RT beschäftigt und auf einmal wurden mir viele Dinge klar.

Weil das aber natürlich nicht sein darf sagt nun Jocelyne oder auch Andere, wer es dann versteht der wurde vernebelt oder geblendet. Jocelyne meint ja sogar, ich sei gehirngewaschen, weil ich nun nicht mehr an den Unsinn von ihr und GOM glaube und sehe, wo da die Denkfehler liegen. Ich muss da auch nicht auf Logik verzichten, ich verzichte nur auf die 'Logik' von Jocelyne, wie etwa die, dass 2 halbe Äpfel kein Apfel mehr sind. Ihre Logik ist echt seltsam. Da gibt es dann keine kleinste Zahl, die größer als Null ist. Heißt, die kann man dann nicht mehr durch zwei teilen, aber Jocelyne will die nicht verraten. Und da ist 0/0 = 0, also nach der muss sich ein Auto in 0 Sekunden genau 0 Meter bewegen und hat dann eine Geschwindigkeit von 0. Das hat Jocelyne wirklich so an Dr. Markus Pössel geschrieben:

Blog - Jocelyne Lopez: Brief an Markus Pössel hat geschrieben:Soll man auch darunter verstehen, dass ein Beobachter immer zu sich selbst ruht, auch wenn er sich bewegt, und dass man ihm immer die Geschwindigkeit 0 (Strecke 0, Zeit 0) zuordnen muss?

Das ist immer wieder lustig. :mrgreen:

Hier kannst du mehr über die Hintergründe zu dem Dialog mit Dr. Markus Pössel lesen:

http://forum.alltopic.de/viewtopic.php? ... 88&start=0


Jocelyne Lopez hat geschrieben:Dr. Markus Pössel vom Albert Einstein Institut hat jedoch 2008 eine logische Lösung aller Paradoxa der SRT gebracht, indem er ausgesagt hat, dass die Längenkontraktion nicht real im Sinne von materiell ist, siehe z.B. Die Klärung über die Längenkontraktion durch Dr. Markus Pössel war überfällig. Mit dieser Klärung sind zwar alle Paradoxa gelöst und die Logik gerettet - das Wechsel der Perspektive verursacht keinerlei Veränderung in physikalischen Vorgängen - jedoch schaffen sich die Relativisten damit ein riesen Problem: Die Postulate und die Voraussagen der SRT sind in der Physik völlig irrelevant, sie kann getrost ad acta gelegt werden.

Jocelyne, nur weil du das sagst ist es nicht wahr und es muss wirklich nichts ad acta gelegt werden. Und du willst es ja auch nicht weglegen, lege doch die SRT einfach weg, lasse das mit Physik und Mathematik wenn das alles so falsch ist, warum schreibst du noch ständig darüber?

Du wolltest doch auch keine Dialoge und Diskussionen dazu mehr in Foren führen, das hast du mehrfach hier gesagt, war wohl nichts.

Es stinkt dir aber, das es andere Menschen gibt, die Dinge begreifen können die du nicht begreifen kannst und dass scheint dich einfach zu kränken. Deswegen dürfen diese Dinge nicht wahr sein, sondern müssen einfach falsch sein. Richtig ist nur das, was du noch verstehen kannst. Darum ziehst du auch über die Mathematiker so her. Und darum sind auch alle Menschen die die RT begreifen und verstehen können, deren Logik eben nicht sagt, 0/0=0 und es gibt keine kleinste Zahl über Null, bei denen auch 0 und 1 Zahlen sind, und 0 auch eine Information trägt, deiner Meinung nach verblendet und vernebelt. Die SRT ist für dich zu einem persönlichen Problem geworden. Du haßt die einfach, und jeden der die verstehen kann gleich mit.


Syxi hat geschrieben:Hallo Jocelyne, ich habe mir die Erklärung von Pössel mal angeschaut. Zitat:

"Zur Realität der Längenkontraktion: Das Ergebnis einer Längenmessung ist in der Speziellen Relativitätstheorie keine intrinsische Eigenschaft eines Körpers, sondern vom Bezugssystem abhängig (denn, wie gesagt: Länge ist relativ). Die Längenkontraktion geht nicht mit materiellen Veränderungen des Körpers einher; die Verschiedenheit der Werte ergibt sich allein daraus, dass von unterschiedlichen Bezugssystemen aus gemessen wird – ganz analog dazu, wie sich die verschiedenen Werte für Relativgeschwindigkeiten ergeben. Die gemessenen Längenwerte sind selbstverständlich real – so real wie die Messungen von Relativgeschwindigkeiten. Es handelt sich nicht um optische Täuschungen oder dergleichen, sondern um die Ergebnisse konkreter Messungen."

So wie er das formuliert hat kann man ihn nur schwer darauf festnageln dass er damit zugeben würde die Längenkontraktion wäre nicht real. Mit "materiellen Veränderungen" meint er m.E. dass keine mechanische Kontraktion des Materials vorliegt. Solche schwammigen Erklärungen sind typisch.

Das ist nicht schwammig, und Herr Dr. Pössel hat über lange Zeit mit viel Geduld, höflich und nett versucht, Jocelyne diese Dinge zu erklären, aber sie wollte die gar nicht verstehen, sondern nur ein paar Aussagen von Dr. Markus Pössel mit denen sie dann Stimmung machen kann. Wahrscheinlich um ihren Freund Herrn Friebe zu rächen, der da schonmal eine große Schlappe einstecken mußte.

Dazu reißt sie seine Aussagen aus dem Zusammenhang und verdreht den Inhalt. Und das macht sie mit allen Aussagen so, die ihr nicht in den Kram passen. Das hat auch Herr Kemme hier schon geschrieben, und der ist ein Kritiker.


Syxi hat geschrieben:Witzigerweise schreibt er aber von "gemessenen Längenwerten" was gar nicht geht weil die Längenkontraktion im Kontext der RT nicht fotografierbar ist (liegt an den unterschiedlichen Lichtlaufzeiten vom Anfang und Ende des betrachteten Körpers, so wurde es mir von Relativisten jedenfalls mehrmals versichert).

Wenn man die Längenkontraktion aber nicht fotografieren kann dann kann man sie ohne physischen Kontakt auch nicht messen. Falls Du mal wieder mit ihm in Kontakt bist dann frag ihn doch mal nach experimentellen Beispielen bei denen die Längenkontraktion wirklich gemessen wurde. Würde mich sehr wundern wenn er da auch nur ein überzeugendes Beispiel nennen kann.

Messen mit physischen Kontakt hat Jocelyne erst vor kurzen hier im Forum zum Besten gegeben, war sehr lustig, die Vorstellung wie sie eine 2 km lange Brücke per Tastsinn vermisst und glaubt, dabei genauer sein zu können wie die Profis..
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Re: Längenkontrahierter Zug

Beitragvon galactic32 » Mo 27. Sep 2010, 19:29

Britta hat geschrieben:...die die RT begreifen und verstehen können, deren Logik eben nicht sagt, 0/0=0 und es gibt keine kleinste Zahl über Null, bei denen auch 0 und 1 Zahlen sind, und 0 auch eine Information trägt, ...

Was wolltest Du dort eigentlich AusSagen?
Schon etwas verschusselt unsere JungProfessorin!Hm?
Deren Logik sagt Deiner Meinung nach nicht:0 und 1 sind auch Zahlen?

Ein unwenig mehr an Präzision würde zum effectiveren Verständnis beitragen.

Gruß
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Re: Längenkontrahierter Zug

Beitragvon Syxi » Di 28. Sep 2010, 00:00

Britta hat geschrieben:Dann schreibst du auch, solange es dir niemand einleuchtet erklären kann, gehst du davon aus, dass die RT Unsinn ist. Ging mir ähnlich. Nur habe ich jemanden gefunden, der es richtig gut erklären konnte.


Naja, wenn Du so jemand gefunden hast müsstest Du eigentlich erklären können wie man mein Beispiel gemäss der RT auflösen kann. Diese Erklärung bist Du schuldig geblieben.


Britta hat geschrieben:Die RT wurde extra deswegen auch entwickelt, um das Relativitätsprinzip aufrecht erhalten zu können, eben auch für elektromagnetische Phänomene, die man mit den Maxwellchen Gleichungen beschreibt. Damit also in allen IS alle physikalischen Vorgänge mit den selben Naturgesetzten gleichwertig beschreibbar sind, gibt es die RT.


Man muss das paradoxe "Prinzip der Relativität" nicht aufrechterhalten um das zu können. Deine Argumentation ist die übliche TINA-Argumentation (There Is No Alternative) was aber falsch ist. Es gibt Alternativen (was aber jetzt ein ganz anderes Thema wäre welches wir in einem anderen Thread erörtern könnten).


Britta hat geschrieben:Es gibt viele Menschen, die können die RT begreifen und verstehen. Einige wenige eben nicht. Deswegen ist die RT nicht Unsinn.


Es gibt in der Wissenschaftsgeschichte genug Beispiele dafür dass die Mehrheit sich geirrt und eine Minderheit recht hatte. M.E. läuft die Erkenntnis bez. der RT in zwei Stufen ab wobei nur wenige die zweite Stufe erklimmen was wiederum rein psychologische Ursachen hat.

Ich war ja selbst mal ein Fan von Einstein in der Form dass ich mir irgendwann mal die Grundlagen der RT angeeignet und begriffen habe dass neben dem absoluten Prinzip noch ein gänzlich anderes Prinzip denkbar ist, eben das Prinzip der Relativität. Das ist die erste Stufe der Erkenntnis und wer das schafft darf auch ruhig ein bisschen stolz auf sich sein weil das etwas ist was nur ein kleiner Teil der Bevölkerung schafft.
Und ich habe es damals, wie andere Relativisten auch, genossen meine Kenntnisse und Beispiele zur RT im Bekanntenkreis zum Besten zu geben und grosse Augen und Bewunderung dafür zu ernten dass ich mich mit solchen Themen auskannte.

Irgendwann habe ich mich aber gefragt warum es in der Phsyik seit Jahrzehnten einen solchen Stillstand gibt und der Fortschritt nur aus immer wilder werdenden theoretischen Spielereien besteht. Also habe ich mich richtig reingekniet in die RT, viel diskutiert, mich durch diesen Dschungel aus Wahrheiten, Halbwahrheiten und Lügen gekämpft der um die RT herum besteht und musste am Ende erkennen dass ich einem Scharlatan auf den Leim gegangen bin.
Eigentlich hätte ich dann zu meinen Freunden gehen müssen und sagen: "Sorry Leute, alles was ich früher immer zur RT verzapft habe war völliger Unsinn, es ist alles ganz anders". Habe ich aber nicht gemacht weil es mir natürlich peinlich war.

Das also ist die zweite Stufe der Erkenntnis bez. der RT, und die kann man nur erklimmen wenn man zuerst die erste Stufe erreicht. Genau das schaffen Deine "viele Menschen" aber nicht weil die nötige Selbstkritik und Fähigkeit zur Selbstrevidierung fehlt. Dabei ist es eigentlich ganz einfach wenn man streng den Regeln der Logik folgt und sich nicht von der mathematischen Nebelwerferei täuschen lässt die von Relativisten betrieben wird.

Dass das "Prinzip der Relativität" paradox ist zeigt mein Beispiel, welches auf komplizierte Mathematik völlig verzichten kann, ja deutlich auf. Und da TINA auch nicht zutrifft muss das "Prinzip der Relativität" verworfen werden (Ich habe mir ein ähnlich simples Beispiel auch für die Zeitdilatation zurechtgelegt was ich eventuell mal in einem anderen Thread darstelle).

Langer Rede kurzer Sinn, liebe Britta, wie schon erwähnt vermisse ich in Deinem Beitrag die konkrete Lösung für mein Beispiel und bitte Dich die nachzureichen. Das müsstest Du können da Du ja, wie Du selbst sagst, die RT verstehst.

Grüsse
Syxi
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Re: Längenkontrahierter Zug

Beitragvon Britta » Di 28. Sep 2010, 06:09

Syxi hat geschrieben:
Britta hat geschrieben:Dann schreibst du auch, solange es dir niemand einleuchtet erklären kann, gehst du davon aus, dass die RT Unsinn ist. Ging mir ähnlich. Nur habe ich jemanden gefunden, der es richtig gut erklären konnte.

Es gibt in der Wissenschaftsgeschichte genug Beispiele dafür dass die Mehrheit sich geirrt und eine Minderheit recht hatte. M.E. läuft die Erkenntnis bez. der RT in zwei Stufen ab wobei nur wenige die zweite Stufe erklimmen was wiederum rein psychologische Ursachen hat.

Und, was ist dann passiert, nachdem man feststellte dass die Minderheit recht hat? Die Wissenschaft hat sich dann angepasst - oder besteht die heute noch drauf, dass die Erde eine Scheibe ist, etc.?
Syxi hat geschrieben:Ich war ja selbst mal ein Fan von Einstein in der Form dass ich mir irgendwann mal die Grundlagen der RT angeeignet und begriffen habe dass neben dem absoluten Prinzip noch ein gänzlich anderes Prinzip denkbar ist, eben das Prinzip der Relativität. Das ist die erste Stufe der Erkenntnis und wer das schafft darf auch ruhig ein bisschen stolz auf sich sein weil das etwas ist was nur ein kleiner Teil der Bevölkerung schafft.
Und ich habe es damals, wie andere Relativisten auch, genossen meine Kenntnisse und Beispiele zur RT im Bekanntenkreis zum Besten zu geben und grosse Augen und Bewunderung dafür zu ernten dass ich mich mit solchen Themen auskannte.

Irgendwann habe ich mich aber gefragt warum es in der Phsyik seit Jahrzehnten einen solchen Stillstand gibt und der Fortschritt nur aus immer wilder werdenden theoretischen Spielereien besteht. Also habe ich mich richtig reingekniet in die RT, viel diskutiert, mich durch diesen Dschungel aus Wahrheiten, Halbwahrheiten und Lügen gekämpft der um die RT herum besteht und musste am Ende erkennen dass ich einem Scharlatan auf den Leim gegangen bin.
Eigentlich hätte ich dann zu meinen Freunden gehen müssen und sagen: "Sorry Leute, alles was ich früher immer zur RT verzapft habe war völliger Unsinn, es ist alles ganz anders". Habe ich aber nicht gemacht weil es mir natürlich peinlich war.

Dein Beispiel im Eingangspost sagt mir aber, dass du da aber war nicht richtig verstanden hast.

Der Poet hat das mal gut erklärt: viewtopic.php?f=6&t=292

Vielleicht hilft dir das ja, die LK zu verstehen.

Sein Gedankenexperiment war da auch komplizierter wie deins: viewtopic.php?f=6&t=271
Syxi hat geschrieben:Das also ist die zweite Stufe der Erkenntnis bez. der RT, und die kann man nur erklimmen wenn man zuerst die erste Stufe erreicht. Genau das schaffen Deine "viele Menschen" aber nicht weil die nötige Selbstkritik und Fähigkeit zur Selbstrevidierung fehlt. Dabei ist es eigentlich ganz einfach wenn man streng den Regeln der Logik folgt und sich nicht von der mathematischen Nebelwerferei täuschen lässt die von Relativisten betrieben wird.

Den Menschen mag die nötige Selbstkritik und die Fähigkeit zur Selbstrevidierung fehlen. Jocelyne ist da ein gutes Beispiel. Aber was hat das mit der Kritik an der RT zu tun?

Syxi hat geschrieben:Dass das "Prinzip der Relativität" paradox ist zeigt mein Beispiel, welches auf komplizierte Mathematik völlig verzichten kann, ja deutlich auf. Und da TINA auch nicht zutrifft muss das "Prinzip der Relativität" verworfen werden (Ich habe mir ein ähnlich simples Beispiel auch für die Zeitdilatation zurechtgelegt was ich eventuell mal in einem anderen Thread darstelle).

Man braucht erstmal die Mathematik nicht, um die RT zu verstehen und sich vorstellen zu können, wie unsere Welt bei hohen Geschwindigkeiten funktioniert.
Syxi hat geschrieben:Langer Rede kurzer Sinn, liebe Britta, wie schon erwähnt vermisse ich in Deinem Beitrag die konkrete Lösung für mein Beispiel und bitte Dich die nachzureichen. Das müsstest Du können da Du ja, wie Du selbst sagst, die RT verstehst.

Schau dir mal das GE mit der Geschwindigkeitskaskade an - ist spannender.
Britta
 
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Re: Längenkontrahierter Zug

Beitragvon Britta » Di 28. Sep 2010, 08:05

galactic32 hat geschrieben:Was wolltest Du dort eigentlich Aussagen? Deren Logik sagt Deiner Meinung nach nicht: 0 und 1 sind auch Zahlen? Ein wenig mehr an Präzision würde zum effektiveren Verständnis beitragen.

Hatten wir doch schon lies mal:

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Für meine Überlegung ist außerdem zu beachten, dass für mich die Zahlen 0 und 1 keine Zahlen sind (die natürlichen Zahlen fangen erst ab 2 an), wie weiter oben schon dargelegt, und zwar:

0 ist „Nichts“ - bzw. die Abwesenheit von Informationen in der Realität
1 ist „Etwas“ - bzw. ein Platzhalter für etwas, das in der Realität existiert und erst dem Zahlenstrahl überhaupt einen Sinn verleiht: „Apfel“, 2, 3, 4 …

Für Jocelyne sind 0 und 1 keine Zahlen, wobei sie schon lustig schreibt, das die Zahlen 0 und 1 keine Zahlen sind. Also die Zahlen sind keine Zahlen, ist doch logisch - für Jocelyne zumindest.

Sind bei dir denn auch 0 und 1 keine Zahlen?
Britta
 
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Re: Längenkontrahierter Zug

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 28. Sep 2010, 09:26

Syxi hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Die Längenkontraktion könnte übrigens auch nicht mit physischem Kontakt nachgewiesen werden, wenn die bewegten Objekte tatsächlich materiell kürzer würden: Dann würde der materielle bewegte Maßstab entsprechend auch kürzer werden und man würde nichts merken.

Das stimmt natürlich für einen mitbewegten Maßstab aber genau deswegen verwende ich in meinem Beispiel ja gegenläufig bewegte Maßstäbe. Die Lok ist der eine Maßstab und die Schlucht der entgegengesetzt bewegte Maßstab.

Das stimmt, Dein Beispiel für eine Messung mit physischem Kontakt ist mit gegenläufig bewegten Maßstäben sehr gut geeignet, um das Paradoxon ersichtlich – und unlösbar – zu machen. Ich hatte 2008 in meiner Korrespondenz mit Dr. Pössel ein Beispiel mit der Messung eines Schreibtisches im bewegten Zustand, der dann im Ruhezustand nicht mehr in einer Lücke passen würde, aber Dr. Pössel hat dieses Paradoxon nicht verstehen wollen und daneben argumentiert, und wie üblich sprachlich völlig vernebelt und überlagert – das ist die bequemste Haltung, wenn man an gefährliche Ansätze zur Prüfung der Konsistenz einer Theorie kommt: nicht verstehen wollen was gemeint ist und davon ablenken. Und Paradoxa sind nur mal für eine Theorie hochgefährlich: Werden sie nicht gelöst, dann ist die Theorie logisch inkonsistent und muss ad acta gelegt werden. Siehe zum Beispiel G.O. Mueller: Die Kronjuwelen der Relativitätstheorie: Die Paradoxa.

Vielleicht kannst Du im Blog von Dr. Pössel, wenn er die angekündigte Einführung zur SRT einstellt und Fragen erlaubt, um seine Lösung Deines Paradoxons bitten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er dafür eine Lösung hat, deshalb wird er vermutlich auch die Frage nicht zulassen oder eine gezielte Antwort ausweichen. Auch im Physikbuch mit dem ähnlich gelagerten Paradoxon mit dem Panzer wurde keine annehmbare und zumutbare Lösung angeboten, obwohl sie gelehrt wird!!! :shock:

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Längenkontrahierter Zug

Beitragvon galactic32 » Di 28. Sep 2010, 12:51

Britta hat geschrieben:Hatten wir doch schon lies mal:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Für meine Überlegung ist außerdem zu beachten, dass für mich die Zahlen 0 und 1 keine Zahlen sind (die natürlichen Zahlen fangen erst ab 2 an), wie weiter oben schon dargelegt, und zwar:

0 ist „Nichts“ - bzw. die Abwesenheit von Informationen in der Realität
1 ist „Etwas“ - bzw. ein Platzhalter für etwas, das in der Realität existiert und erst dem Zahlenstrahl überhaupt einen Sinn verleiht: „Apfel“, 2, 3, 4 …

Für Jocelyne sind 0 und 1 keine Zahlen, wobei sie schon lustig schreibt, das die Zahlen 0 und 1 keine Zahlen sind. Also die Zahlen sind keine Zahlen, ist doch logisch - für Jocelyne zumindest.

Sind bei dir denn auch 0 und 1 keine Zahlen?

Wie willst Du Jocelyne's Beitrag den gelesen, verstanden, haben?
Viele behaupten doch das 0 auch eine Natürliche Zahl sei.
Manche sagen Nein dazu,und 0 ist keine der natürlichen Zahlen.

Für viele mathemat. AusSagen gilt eine allgemeine Formel erst mit Zahlen größer gleich 2!

Allerdings Minus Eins (-1) ist mainstream-logischerweise keine Natürliche Zahl.

Na unja,
denn ohne diese „Wunder“-Zahl oder „Ur“-Zahl oder das Hyper-Element der Zahlen (-1), hätten wir keine Definition für die Null (0).( ? )
Bzw. beide Zahlen bedingen sich gegenseitig!

Also -1,0,1 sind sicherlich ziemliche Extreme Werte, die einem auf Fragen nach der Anzahl geantwortet, wohl besonders interpretiert werden müßten.

Wenn wir einen RechenAutomaten veranlassen, von einer Variablen mit dem Inhalt 1 sooft Null abzuziehen bis die Variable <= 0 ist, wird der Rechener dauerbeschäftigt sein, oder nie enden!

Also in der Praxis angewandt; taucht einer dieser Zahlen auf, so müßte „man“ noch einmal genauer wissen warum.

Eigentlich Grund-Verständnis-Wissen um klar Situationen zu überblicken, denn wie ist z.B. ein längen-kontrahierter Zug exact zu verstehen?Oder?

Gruß
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Re: Längenkontrahierter Zug

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 28. Sep 2010, 15:56

Chief hat geschrieben:
Syxi hat geschrieben:...
Bevor ich nun im Detail darauf eingehe um was für Punkte es sich bei der Diskussion so gedreht hat würde ich gerne fragen...

Die Relativisten argumentieren in solchen Fällen meistens mit der RdG und/oder mit der relativistischen "Verdrehung".

Wegen Relativität der Gleichzeitigkeit in Verbindung mit der Längenkontraktion zitiere ich Harald Maurer im Nebenthread „Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel“:

26.07.10 - Zitat Harald Maurer:

Die RdG ist nur die Ursache für die unterschiedliche Messung! Sie ist nicht die Ursache für eine konkrete Änderung der Objektlänge. Die gibt es nämlich nicht. Schon aus der unveränderten Eigenlänge des gemessenen Objekts (in seinem Ruhesystem) ersieht man, dass es sich um eine veränderte Messung handelt, und nicht etwa um irgendwelche materiellen Vorgänge in der Struktur des Objekts, welche es schrumpfen ließe. Eine derart fasche Auffassung der Längenkontraktion trägt nicht gerade zum besseren Verständnis der SRT bei.

Wegen der „relativistischen Verdrehung“ meinst Du wohl die unsäglichen Paradoxien-Lösungen mit dem Minkowski-Diagramm, oder? Die führen alle zum katastrophalen Unsinn, wie zum Beispiel im Panzer-Paradoxon, siehe Wie die Relativitätstheorie einen Panzer sich elegant im Graben verbiegen lässt:

Physikbuch Metzler - 1989, Seite 294:

[…] Das Diagramm zeigt, dass sich bereits 80% dieses Drittels über den Graben befindet. Der Panzer kann demnach nicht starr bleiben, sondern biegt sich von Anfang an (parabelförmig) in den Graben.

Katastrophaler Unsinn, aber im öffentlichen Schulsystem mit unserem Steuergeld gelehrt. :evil:

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Längenkontrahierter Zug

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 28. Sep 2010, 16:13

Chief hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:...Wegen der „relativistischen Verdrehung“ meinst Du wohl die unsäglichen Paradoxien-Lösungen mit dem Minkowski-Diagramm, oder? ...


Z.B. das hier unten.
Bild
http://de.wikipedia.org/wiki/Ma%C3%9Fstabsparadoxon#Die_Aufl.C3.B6sung_des_Paradoxon

Ja, das meinte ich auch mit den "relativistischen Verdrehungen" im imaginären Minkowski-Raum...
Würde das hier im Längenkontrahierter-Zug-Paradoxon etwa bedeuten, dass der Zug sich nicht im freien Fall befinden kann, sondern nicht mehr starr bleib und sich in die Schlucht vergiebt? :?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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