Längenkontrahierter Zug

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Längenkontrahierter Zug

Beitragvon Hannes » Sa 16. Okt 2010, 17:27

Hallo Trigemina !

Das sind die mathematischen Konsequenzen aus den Prämissen der beiden Postulate Einsteins.


Da kann doch nicht sein, dass man für die Annahmen Einsteins eine
neue Mathematik dazuerfunden hat, damit sie stimmig werden.

Mit Gruß
Hannes
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Re: Längenkontrahierter Zug

Beitragvon Trigemina » Sa 16. Okt 2010, 22:43

Ernst hat geschrieben:1.) S=A; S'=B; S''=B (nach Beschleunigung)
2.) S=B; S'=A, S''=A (nach Beschleunigung)

Hannes hat geschrieben:Da kann doch nicht sein, dass man für die Annahmen Einsteins eine
neue Mathematik dazuerfunden hat, damit sie stimmig werden.


Wenn die beiden Postulate Einsteins gelten sollen, dann sind S und S'' nicht mehr symmetrisch zueinander. Die Erklärung steht weiter oben. Die Mathematik muss auch nicht neu erfunden werden, sondern wird dazu benutzt, die beiden Postulate mit ihren darausfolgenden Konsequenzen zu quantifizieren.

Gruss
Trigemina
 
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Re: Längenkontrahierter Zug

Beitragvon Jocelyne Lopez » So 17. Okt 2010, 07:36

Trigemina hat geschrieben:
So einen Blödsinn! Ruhelänge ist invariant. Gemessene Länge aus einem dazu bewegten Bezugssystem ist kürzer. Da verändert sich materiell überhaupt nichts.
[...]
Die zurückgelegte Strecke kontrahiert schlagartig (bei gleicher Eigenzeit t'1=t''2) von x'1 zu x''2.
Das sind die mathematischen Konsequenzen aus den Prämissen der beiden Postulate Einsteins.

Kannst Du Dich dafür entscheiden, ob es ein Blödsinn ist zu glauben, dass die gemessenene Längen aus einem dazu bewegten Bezugssystem sich verändern, oder ob es ein Blödsinn ist, es mathematisch zu beschreiben? Oder ist beide ein Blödsinn?

Findest Du richtig, dass man mit Mathematik Blödsinn beschreibt?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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"Postulat"

Beitragvon rmw » So 17. Okt 2010, 08:01

Trigemina hat geschrieben:Diese Aussage verkennt die Praxis angewandter Elektrodynamik im Hochgeschwindigkeitsbereich.

Nein diese Aussage verkennt gar nichts. Es ist dort genau so wie mit dem Michelson-Versuch. Mann kann den MV mit den hypothetischen Annahmen der RT beschreiben. Nur mit einem ganz normalen ballistischen Modell eben auch. Daß man also mit hyothetischen Annahmen den MV beschreiben kann sagt nichts über die Richtigkeit dieser Annahmen aus.
Oder anders ausgedrückt, man kann die Hebelgesetze auch mit jeder beliebig phantastischen Theorie beschreiben, solange am Ende herauskommt, daß sich die Kräfte umgekehrt zur Länge der Arme verhalten. Das wäre kein Beweis für irgend eine phantastische Theorie.

Trigemina hat geschrieben:Wenn die beiden Postulate Einsteins gelten sollen,...

Der Satz ist wirklich gut. Wenn diese "Postulate" gelten sollen...aber auch nur dann.
Zuletzt geändert von rmw am So 17. Okt 2010, 10:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Längenkontrahierter Zug

Beitragvon Hannes » So 17. Okt 2010, 09:36

Hallo Robert !

Nein diese Aussage verkennt gar nichts. Es ist dort genau so wie mit dem Michelson-Versuch. Mann kann den MV mit den hypothetischen Annahmen der RT beschreiben. Nur mit einem ganz normalen ballistischen Modell eben auch.


Der MM- Versuch der Messung der LG ist nichts Anderes als
die Messung der Lichtleitfähigkeit des Vacuums in der Meßkammer.
Hier hat MM eine Naturkonstante gefunden.Nämlich c.
Was aber außerhalb der Vacuumkammer passiert, kann der MM-Versuch nicht aussagen.
Man kann aus den Meßergebnissen in der Vacuumkammer nicht auf die
Ausbreitung des Lichtes außerhalb rückschließen.
Bevor Licht von außerhalb die Vacuumkammer erreicht, muss es
noch etliche dichtere Medien mit langsamerer LG durchqueren .
Aus dem gleichen Grunde kann MM auch keine Bewegung des Aethers ausserhalb der Vacuumkammer messen.
Mit Gruß
Hannes
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Re: Längenkontrahierter Zug

Beitragvon Ernst » So 17. Okt 2010, 09:56

Trigemina hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:1.) S=A; S'=B; S''=B (nach Beschleunigung)
2.) S=B; S'=A, S''=A (nach Beschleunigung)

Wenn die beiden Postulate Einsteins gelten sollen, dann sind S und S'' nicht mehr symmetrisch zueinander. Die Erklärung steht weiter oben.

Ist ja nach SRT auch richtig. Aber das ist doch kein Argument dagegen, daß A und B beliebig als S gesetzt werden können. Und je nach Festsetzung ist A zu B'' genauso unsymmetrisch ist, wie B zu A''. Also gewissermaßen eine symmetrische Unsymmetrie.
Es ist doch auch klar, daß im Falle einer ausschließlich vorhandenen Relativgeschwindigkeit und Relativbeschleunigung zwischen A und B keine einseitige Unsymmetrie entstehen kann. Im gesamten Vorgang der Bewegung und Beschleunigung zeichnet das System A nichts gegenüber dem System B aus. Wie sollen da einseitige Unterschiede entstehen?

Das ZP entsteht nur dadurch, daß behauptet wird, ein Zwilling bleibt gleichförmig bewegt und der andere wird beschleunigt. Das ist eben nicht richtig. Beide bewegen sich gleichförmig gegeneinander und beide werden identisch gegeneinander beschleunigt. Dadurch entsteht das ZP wechselseitig und kann daher als physische Erscheinung begraben werden.

Gruß
Ernst
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Re: Längenkontrahierter Zug

Beitragvon Ernst » So 17. Okt 2010, 10:06

Hannes hat geschrieben:Aus dem gleichen Grunde kann MM auch keine Bewegung des Aethers ausserhalb der Vacuumkammer messen.

Das c=konst in der SRT resultiert nicht aus Messungen in der "Vakuumkammer". Es ist überhaupt nicht die Folgerung aus einer Messung, sondern es wurde postuliert, um die Maxwellgleichungen relativitätsfähig bzu machen. Allerdings auch ein willkürlicher Vorgang, denn es ist ja nicht sicher, daß die Maxwellgleichungen bezüglich der Relativität vollkommen sind. Da in der Konsequenz der SRT diverse Paradoxa auftreten, kann man davon ausgehen, daß eben die Maxwellgleichungen in dieser Hinsicht nicht richtig sind.

Gruß
Ernst
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Re: Längenkontrahierter Zug

Beitragvon Harald Maurer » So 17. Okt 2010, 10:30

Hannes hat geschrieben:Der MM- Versuch der Messung der LG ist nichts Anderes als
die Messung der Lichtleitfähigkeit des Vacuums in der Meßkammer.


Hinweis: die MM-Versuche (sie wurden ja viele Male von anderen Forschern reproduziert, auch ich selbst habe das schon gemacht) wurden nicht im Vakuum durchgeführt. Die Brechzahl der Luft ist so klein, dass man sie vernachlässigen kann!

Nur in modernen MM-artigen Experimenten arbeitet man mit evakuierten Resonatoren von einigen cm Länge. Prinzipiell sieht das aus wie zwei gekreuzte Laserresonatoren, und man untersucht dabei, ob aus den beiden Frequenzen richtungsabhängig Schwebungen entstehen. Es entstehen keine!

Die "alten" MM-Versuche (mit Spiegeln) kann man damit erklären, dass relativ zum Äther bewegte Spiegel anders reflektieren als ruhende. Dazu setzt man das Huygenssche Prinzip ein.
Die modernen Experimente arbeiten hingegen mit stehenden Wellen. Hier könnte man vermuten, dass stehende Wellen im Resonator fixiert bleiben, also mitgenommen werden.
Und generell könnte man sogar annehmen, dass (nachdem Licht sowohl Wellen-als auch Teilcheneigenschaften aufweist) Wellen sich ballistisch verhalten, hier also die Teilcheneigenschaft wirksam wird. Versuche mit Wellenmaschinen (Solitonen) weisen darauf hin. Da hängt die Geschwindigkeit der Wellen nicht vom Medium (Eigenschaften der Wellenmaschine) ab, sondern von der Geschwindigkeit, mit der sie eingebracht werden.
Die Erforschung des Lichtverhaltens ist noch lange nicht abgeschlossen. Man sollte sich deshalb nicht allzu intensiv auf die MM-Ergebnisse berufen. Sie sind nicht genug eindeutig.

Grüße
Harald Maurer
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Re: Längenkontrahierter Zug

Beitragvon Hannes » So 17. Okt 2010, 11:28

Hallo Harald !

Hinweis: die MM-Versuche (sie wurden ja viele Male von anderen Forschern reproduziert, auch ich selbst habe das schon gemacht) wurden nicht im Vakuum durchgeführt. Die Brechzahl der Luft ist so klein, dass man sie vernachlässigen kann!


Ich wollte mit meinem Beitrag ja die Diskussion über die Messung der LG
anregen. Ich habe in letzter Zeit schon öfter darüber geschrieben,
aber insbesondere von den Relativisten keine Gegenargumente erhalten,
obwohl ich weiß, dass diese Kollegen sehr wohl wissen, was ich meine.

Dass die Messung in Luft in erster Linie auch nur die Lichtleitfähigkeit der Luft
ergibt, muß einem klar sein, wo die Messungen stattfinden:
In der stehenden Luft des Labors.
Wenn man sie im bewegten Wasser macht, ergibt es schon andere Ergebnisse.

Da hängt die Geschwindigkeit der Wellen nicht vom Medium (Eigenschaften der Wellenmaschine) ab, sondern von der Geschwindigkeit, mit der sie eingebracht werden
.

Von dieser Eigenschaft höre ich dank deines Beitrages zum erstenmal,
aber ich kann mir vorstellen, dass die Teilcheneigenschaft wirksam wird.
Eine duale Wellen-Teilchenvorstellung ist ohneweiters denkbar und
wird ja von der offiziellen Physik auch so dargestellt.

Die Erforschung des Lichtverhaltens ist noch lange nicht abgeschlossen. Man sollte sich deshalb nicht allzu intensiv auf die MM-Ergebnisse berufen. Sie sind nicht genug eindeutig.


Damit triffst du genau meine Forderung nach Forschung und Weiterentwicklung
statt Stillstand bei der SRT.

Die Bewegung eines lichtleitenden Mediums (Aether) wird man deshalb auch nicht im Labor messen können, sondern dort, wo sich dieses Medium bewegt.
Ich möchte nur auf den knappen Einwurf Chiefs betreffend Pioneeranomalie hinweisen.
Dass der Einfluss des im Weltraum befindlichen Mediums nicht schlagartig einsetzt, sondern in der Atmosphäre verlaufend wirksam wird,ist eigentlich logisch.
Es hat mir bis jetzt noch kein Kollege sagen können, bis in welche Höhe der Einfluss der Erdoberfläche reichen könnte.

Nur in modernen MM-artigen Experimenten arbeitet man mit evakuierten Resonatoren von einigen cm Länge. Prinzipiell sieht das aus wie zwei gekreuzte Laserresonatoren, und man untersucht dabei, ob aus den beiden Frequenzen richtungsabhängig Schwebungen entstehen. Es entstehen keine!


Diese evakuierten Resonatoren sind genau das, was ich mit Messung
der Lichtleitfähigkeit des Vacuums meine. Von außerhalb kommt da kein Einfluss dazu.

Dass das Weltraumgas fast unbewegt zu betrachten ist, zeigen die
spektroskopischen Messungen der Bewegung der Sterne mit Exoplaneten.

Mit Gruß
Hannes
Zuletzt geändert von Hannes am So 17. Okt 2010, 19:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Längenkontrahierter Zug

Beitragvon Hannes » So 17. Okt 2010, 13:53

Hallo Ernst !

Das c=konst in der SRT resultiert nicht aus Messungen in der "Vakuumkammer". Es ist überhaupt nicht die Folgerung aus einer Messung, sondern es wurde postuliert, um die Maxwellgleichungen relativitätsfähig bzu machen. Allerdings auch ein willkürlicher Vorgang, denn es ist ja nicht sicher, daß die Maxwellgleichungen bezüglich der Relativität vollkommen sind. Da in der Konsequenz der SRT diverse Paradoxa auftreten, kann man davon ausgehen, daß eben die Maxwellgleichungen in dieser Hinsicht nicht richtig sind.
Gruß
Ernst


Bitte entschuldige, dass ich deinen Beitrag nicht sofort gesehen habe.
Ich habe Haralds Beitrag beantwortet und nicht auf die vorhergehende Seite geschaut.
Aber dein Beitrag ist so gut, dass ich ihn nicht unbeantwortet lassen will.
Ich habe vor einigen Wochen schon in der gleichen Angelegenheit mit Ljudmil
Übereinstimmung festgestellt.
Über die Maxwellgleichungen bin ich nicht so gut informiert und ich lasse mich von dir gerne aufklären.

Wenn ich über die Messungen in der Vacuumkammer schreibe, dann nur deswegen, weil sich die Relativisten immer wieder darauf zurückziehen.
Ich versuche nur, die aus den Messungen in der Vacuumkammer MM`s entstandenen Fehlinterpretationen der Relativisten zu verstehen und einer logischen Erklärung zuzuführen.
Da ich von Relativistenseite keine Gegenargumente bekomme,bestärkt das meine Meinung.

Mit bestm Gruß
Hannes
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