Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon contravariant » Sa 16. Mai 2009, 22:36

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Nun, Du bist auch nicht Einstein. Er hat wohl den Widerspruch erkannt und wollte nachträglich die maxwellschen Gleichungen aufgeben, was jedoch dem Max Planck, dem "Reichskanzler der Physik", nicht passte. Pech. ;)

Es ist echt erstaunlich, dass du es offenbar immer noch nicht begriffen hast... Es ist nicht richtig oder falsch, weil Einstein, Planck oder Feynman es gesagt hat. Jeder kann selber überprüfen, ob die SRT und die Maxwellgleichungen kompatibel sind. Wie kann es zB. sein, dass man die Maxwelltheorie kovariant formulieren kann, obwohl diese der SRT widerspricht. Na, kann uns das die größte Soziologikerin aller Zeiten erklären? Dürfen wir einen weiteren revolutionären Artikel über sozio-dynamische Strukturen in der Mathematik erwarten? - Die Spannung steigt!
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Lagrange » Sa 2. Jan 2021, 10:20

Lorentz an Einstein (1915) hat geschrieben:
Ich möchte hier noch eine Bemerkung mehr didaktischer Natur anknüpfen.
Wenn man die „Verkürzung” aus den Gleichungen der Relativitätstheorie ableitet
(was natürlich an und für sich ganz gerechtfertigt ist) und nichts weiter zur Erläu-
terung hinzufügt, so läuft man Gefahr, den Eindruck zu erwecken, dass es sich hier
um „scheinbare” Dinge, und nicht um eine wirkliche physikalische Erscheinung
handle; wenigstens habe ich hin und wieder bei Vertretern der Relativitätstheorie
Äusserungen gefunden, die von einer derartigen Auffassung zu zeugen scheinen.

Dem gegenüber kann man bemerken, dass wenn wir eine „Änderung” beobachten,
indem wir das betrachtete System fortwährend auf ein und dasselbe Koordinaten-
system K beziehen, diese „Änderung” nach dem gewöhnlichen Sprachgebrauch
(und warum sollten wir uns daran nicht halten?) eine physikalische Erscheinung
darstellt. Die Verkürzung eines in Bezug auf K in Bewegung gesetzten Stabes, ist
genau so reëll wie die Ausdehnung bei Temperaturerhöhung, und in einer Mole-
kulartheorie ist die eine Erscheinung ganz ähnlich wie die andere aus der Betrach-
tung der Molekularkräfte zu erklären. Man darf sagen, dass diese Kräfte und ihre
Wirkungsweise durch die Translation geändert werden, eine Auffassung, der man
einen etwas lebhafteren Anstrich dadurch erteilen kann, dass man an eine Vermitt-
lung der Wirkungen durch einen Äther denkt.


Lorentz wagte es nicht, klar zu sagen, dass eine tatsächliche Längenänderung nicht möglich ist, wenn die Bewegung im leeren Raum stattfindet. Damit hat er sich schuldig gemacht.
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Lagrange » Sa 2. Jan 2021, 23:42

Einsteins schwachsinnige Antwort lautet:

Einstein an Lorentz (1915) hat geschrieben:
Nun noch einmal die Frage, ob eine nicht relativistische Physik gegen das Po-
stulat vom zureichenden Grunde verstösst. Sie sagen, der zureichende Grund (da-
für, K gegenüber K' etc. zu bevorzugen) sei darin zu finden, dass beide Systeme
sich inbezug auf den Aether in verschiedener Weise bewegen. Ich verstehe in die-
sem Zusammenhang unter „Grund“ eine beobachtbare Tatsache, die K gegenüber
auszeichnet, nicht ein bloss begriffliches Merkmal.

Mit meinen in der „Kultur der Gegenwart” enthaltenen Ausführungen bitte
ich Sie, nachsichtig zu sein. Ich hatte zwar 3 Jahre Zeit für die Abfassung. Aber
ich hatte vollständig vergessen und wurde von Warburg eine Woche vor Abliefe-
rungstermin an meine übernommene Pflicht erinnert. In dieser Zeit schusterte
ich die beiden Artikel, so gut es ging, zusammen. Also bitte ich: nichts mit der
Goldwage nachwägen! An der irrigen Auffassung, als sei die Lorentz-Verkürzung
„bloss scheinbar” bin ich nicht unschuldig, ohne selbst je dem Irrtum verfallen zu
sein. Sie ist wirklich, d.h. mit Massstäben und Uhren messbar, und zugleich inso-
fern scheinbar, als sie für einen mit bewegten Beobachter nicht vorhanden ist
.

Schwachsinniger geht es kaum!
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Lagrange » So 3. Jan 2021, 15:45

Was meinen die beiden mit dem "zureichenden Grund"?

Lorentz hat geschrieben:...
Da ich Sie nun einmal mit einem so langen Briefe plage, so gestatten Sie mir
wohl noch eine Weile fortzufahren. Sie sagen, S. 1031, „Wir suchen … vergeblich
nach einem zureichenden Grunde dafür, warum eins dieser Systeme geeigneter
sein sollte, bei der Formulierung der Naturgesetze als Bezugssystem zu dienen, als
das andere; wir fühlen uns vielmehr dazu gedrängt, die Gleichberechtigung beider
Systeme zu postulieren.”
Gehen Sie hier nicht etwas zu weit, indem Sie eine per-
sönliche Auffassung als selbstverständlich hinstellen? Tatsächlich haben die älte-
ren Physiker gemeint, den „zureichenden Grund“, von dem Sie sprechen, darin
finden zu können, dass die beiden Systeme sich in bezug auf den Äther in ver-
schiedener Weise bewegen. Sie haben mit Ihrer Bemerkung nur recht, weil Sie von
einem Äther überhaupt nicht wissen wollen. Diese Auffassung mag am Ende der
früheren vorzuziehen sein, aber sie ist doch nicht die einzig mögliche.
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Sciencewoken » So 3. Jan 2021, 16:06

Neues Jahr, aber die gleichen dummen Fragen.

Es geht um einen Grund, warum ein Bezugssystem einem anderen vorgezogen werden soll. Wenn es keinen solchen Grund gibt, dann müssen beide Bezugssysteme gleichberechtigt sein und das heißt dass sie sich auch gleichberechtigt als ruhend oder gleichberechtigt als bewegt betrachten dürfen. Die älteren Physiker (also deine Ätherätätäää-Kollegen) sahen diesen Grund im Äther. Am Ende weist Lorentz darauf hin, dass ein Äther nicht der Weisheit letzter Schluß sein muss. Beide aber haben das Problem, dass sie sich fest an das Galileische Relativitätsprinzip binden. Für Lorentz bedeutet dies, dass sich diverse Äther in einem letztendlich zusammenhängenden Äther bewegen müssen und für Eintein bedeutet dies krümmbare Raumzeit.

Aber was bemühe ich mich eigentlich hier schon wieder... du antwortest doch eh nur wieder mit "Schwachsinn", Troll.
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Lagrange » So 3. Jan 2021, 16:44

Sciencewoken hat geschrieben:...Für Lorentz bedeutet dies, dass sich diverse Äther in einem letztendlich zusammenhängenden Äther bewegen müssen

Das steht nirgendwo.

und für Eintein bedeutet dies krümmbare Raumzeit.

Auch das steht hier nicht.
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Sciencewoken » So 3. Jan 2021, 16:47

LeGatesNoch hat geschrieben:Das steht nirgendwo.
...
Auch das steht hier nicht.
Und? Wen interessierts? Was hier jetzt aber ganz offensichtlich steht, ist die Tatsache, dass du kein bisschen dazu fähig bist, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen. Du musst immer alles lesen, Troll.
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Lagrange » So 3. Jan 2021, 16:50

Sciencewoken hat geschrieben:
LeGatesNoch hat geschrieben:Das steht nirgendwo.
...
Auch das steht hier nicht.
Und?

Was und? :lol:
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Sciencewoken » So 3. Jan 2021, 16:52

Nicht nur immer das erste Wort eines Beitrages lesen, Troll. :lol:
Außerdem: Du sollst einem, den du für dümmer hältst, als dich selbst, keine dummen Fragen stellen, Troll.
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Lagrange » So 3. Jan 2021, 17:17

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