Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Sebastian Hauk » Mo 16. Aug 2010, 22:19

Hallo Herr Kemme,

Wenn ein Objekt, welches über Schallgeschwindigkeit hinaus beschleunigen kann, außen in Längsrichtung elastisch wäre, was würde bei Annäherung an die Schallmauer geschehen? Genau! - Dieses Objekt würde kontrahieren. Entsprechend könnte man es sich vorstellen, wenn ein Teilchenpaket im Ringbeschleuniger immer weiter beschleunigt - eventuell würde es sich weiter zusammenschieben.


das wäre vielleicht möglich. Aber um welchen Faktor würde es konrahieren? Wäre es der Gammafaktor oder wäre es jetzt ein anderer Faktor?

Gruß

Sebastian
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Sebastian Hauk » Mo 16. Aug 2010, 22:20

Hallo,

Gerhard, das Ganze ist keine Frage der Elastizität, der Körper ist in sich so fest wir er nur sein kann.


es gibt laut SRT keine starren Körper. :!:

Da Überlichtgeschwindigkeiten in der SRT ausgeschlossen sind, wurde sowohl Ignatowskis dynamische Interpretation der Längenkontraktion und überhaupt die Idee eines starren Körpers im Rahmen der SRT aufgegeben.[4]


http://de.wikipedia.org/wiki/Wladimir_S ... Ignatowski

Ein sehr langer starrer Stab braucht doch einfach nur ein bisschen geschoben werden um Überlichtgeschwindigkeit zu erhalten.
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Gerhard Kemme » Di 17. Aug 2010, 06:42

Artie hat geschrieben:
Gerhard Kemme hat geschrieben:Wenn ein Objekt, welches über Schallgeschwindigkeit hinaus beschleunigen kann, außen in Längsrichtung elastisch wäre,


Gerhard, das Ganze ist keine Frage der Elastizität, der Körper ist in sich so fest wir er nur sein kann.


Hatte doch gesagt "Wenn ... elastisch wäre", d.h. man denkt sich ein Fahrzeug, welches außen aus einer große Druckfeder besteht und vorne und hinten gerade Flächen hätte.
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Gerhard Kemme » Di 17. Aug 2010, 06:48

Sebastian Hauk hat geschrieben:Hallo Herr Kemme,

Wenn ein Objekt, welches über Schallgeschwindigkeit hinaus beschleunigen kann, außen in Längsrichtung elastisch wäre, was würde bei Annäherung an die Schallmauer geschehen? Genau! - Dieses Objekt würde kontrahieren. Entsprechend könnte man es sich vorstellen, wenn ein Teilchenpaket im Ringbeschleuniger immer weiter beschleunigt - eventuell würde es sich weiter zusammenschieben.


das wäre vielleicht möglich. Aber um welchen Faktor würde es konrahieren? Wäre es der Gammafaktor oder wäre es jetzt ein anderer Faktor?


Das wäre ganz sicher möglich und der Faktor der Kontrahierung würde vom cW-Wert und der Federkonstante abhängen, d.h. es soll nur ein Hinweis darauf sein, dass es Qualtativ zu einer Kontrahierung der Länge kommen würde - Quantitativ müssten die genannten Werte dann eingesetzt werden - aber wir hätten ein vom Verlauf des Graphen ähnliches Schaubild wie bei der LK mit Gammafaktor.
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 17. Aug 2010, 10:28

Gerhard Kemme hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben: aber es kann nur eine einzige materielle Länge haben, weil man eine Länge sinnvollerweise nur relativ zu einem einzigen unveränderlichen Maßstab misst. Messen ist vergleichen. Logisch, oder? Das ist der grundsätzliche Unterschied zwischen der Messung einer Geschwindigkeit und der Messung einer Länge. Wenn Du das verstanden hast, dann hast Du den primitiven Denkfehler der Relativisten bei der Messung von Längen verstanden. Ist auch kinderleicht zu verstehen.

Im Prinzip bin ich deiner Meinung - aber als ein Typ, der gerne offen und ehrlich seine Ansichten kund tut, gestehe ich, dass dieses Hinundher etwas langweilig wird und die Sachlage auch nicht völlig trifft, d.h. frei formuliert, würde ich es so ausdrücken, dass die Relativisten ihrer "Relativisten-Linie" folgen und du deiner "GOM-Linie" - und da gibt es keine Abweichungen. Im Prinzip existiert eine Art Synthese zwischen solchen Meinungsunterschieden, diese wird allerdings meistens übergangen.

Es gibt hier aus meiner Sicht keine „Art Synthese“ oder Mittelweg, die die abweichenden Linien verbinden könnte: Es geht ja lediglich nur um das Akzeptieren oder das Ablehnen einer Konvention.

Und die Relativisten lehnen die äußerst sinnvolle und seit mehreren Tausenden Jahren überall auf der Welt von den Menschen unabhängig voneinander erfundene Konvention ab, dass die materielle Länge eines Objektes nur durch Vergleichen mit einem unveränderlichen Maßstab zu bestimmen ist, der willkürlich per Konvention zu setzen ist – wobei es sich sinnvollerweise ergibt, dass ein Objekt nur eine einzige materielle Länge in einem bestimmten Maßeinheitsystem haben kann.

Mit der Ablehnung dieser Konvention der Messung einer Länge mit einem unveränderlichen Maßstab entziehen die Relativisten der Physik als messende Wissenschaft ihre wissenschaftliche Grundlage. Das ist dieser Umstand, den man als die „Revolution des Denkens der Menschen" erklären könnte, die von der Relativitätstheorie behauptet wird: Man misst eine Länge mit einem Gummiband und innerhalb des selben Masseinheitsystems werden unsinnigerweise unendlich viele verschiedenen Längen als gültig erklärt. Ganz tolle "Revolution" und ganz toller Erkenntnisfortschritt, Kompliment... :roll: Was wollen Sie da bloß als „Synthese“ herausarbeiten? Wo sehen Sie einen Mittelweg? Wo sehen Sie Konsensfähigkeit? Ich sehe keine. Entweder akzeptiert man die Messkonvention der Länge eines Objekts, wonach sie durch Vergleich mit einem unveränderlichen, gesetzten Maßstab zu bestimmen ist – und dabei wird logischerweise nur eine einzige Länge als gültig erklärt – oder man akzeptiert diese Konvention nicht und erklärt unendlich viele Längen dieses Objekts als gültig. Was allerdings sämtliche Messergebnisse unbrauchbar macht und den Sinn des Messens vernichtet...

Ich weiß nicht, wo Sie Konsensfähigkeit in dieser Lage sehen, außer dass man widerstandslos akzeptiert, dass die Physik in einem Kasperletheater verwandelt wird, was mit der SRT und ihrer Ablehnung von Meßkonventionen ohnehin schon geschehen ist. :cry:

Hier empfehle ich noch einmal die Lektüre von einigen Grundlagen der Messtechnik für die Physik als messende Wissenschaft im Aufsatz von Helmut Hille Messen als Erkenntnisakt, zum Beispiel:

Zitat von Helmut Hille:
[…]
Wie ich zeigen werde, haben wir heute eine Situation, in der sich niemand daran stößt, wenn zwischen dem Maß als Meßmittel und dem Gegenstand des Messens nicht klar unterschieden wird und wenn in Meßeuphorie geglaubt wird, auch Maße messen zu können. Doch:
Maßstäbe werden nicht gemessen sondern gesetzt. Sie sind etwas Geistiges, mit deren Hilfe wir verstehen. Ihre Maßeinheiten sind zu definieren und durch Konvention zur Geltung zu bringen.
[…]
Alles Messen ist ein Vergleichen
Als Kognitionsmuster heißt messen demnach: Kenntniserwerb von unbekannten Abmessungen durch Vergleichen mit Standardmaßen (Maßeinheiten, Normale). Kenntnis von einer unbekannten Abmessung wird dadurch erworben, indem man sie zu einer bekannten Maßeinheit durch Zahlwerte auf Maßstäben in Relation setzt (die Zahl der Maßeinheiten/Normale wird Maßzahl genannt). Relationen sind etwas Mentales. So ist auch alles Messen rein mental. Verstehen heißt: Das Zurückführen des Unbekannten auf ein Vertrautes, dem wir trauen, weil wir es kennen. So auch beim Messen: Als Bekanntes ist das Normal das in allem Messen Gleichbleibende mit dem verglichen wird. Daher muß die Wissenschaft der Messung, die Metrologie, durch geeignete Normale und Definitionen dafür sorgen, daß ihre Maßeinheiten möglichst unveränderlich sind und weltweit gelten. Ohne diese Voraussetzung wären Ergebnisse der Naturwissenschaften fraglich bis wertlos und die moderne Technik büßte an Reproduzierbarkeit ein.
[…]
Für seine Funktion als Urmaß ist es nicht wichtig, daß das Urmeter nun tatsächlich der zehnmillionste Teil eines Erdquadranten ist, sondern nur, daß es als Urmeter definiert ist und als solches zur Verfügung steht.
[…]
Die Verkehrtheit geht heutzutage soweit, daß nicht mehr die Veränderung der Dinge in Raum und Zeit Gegenstand teurer Messungen ist, sondern die Veränderung von Raum und Zeit durch die Dinge, um die angebliche "wahre" Systemzeit zu ermitteln, so als gäbe es doch eine objektive Zeit.
Aber:
Maßstäbe und ihre Einheiten sind keine Frage der Wahrheit sondern der Gültigkeit. Sie werden nicht durch Tatsachen sondern durch Normen bestimmt. Einzig auf ihnen beruht unser Wissen über Quantitäten.
[…]
Einzig die definierten Größen sind es, die uns Verständnis von Messungen geben und die wissenschaftlich verbindliche und anwendbare Aussagen gestatten.
Und mit was will man überhaupt messen, wenn die Maßeinheiten selbst erst gemessen werden müßten???
[…]
Und noch etwas: Erkenntnisprobleme wollen nicht "gelöst" sondern aufgelöst werden; sie bedürfen nicht der "Erklärung" sondern der Klärung. Nur Klärung schafft Klarheit.


Wenn Sie die Meßkonventionen einer Länge auch nicht akzeptieren wollen und mit der SRT und „seiner Revolution des Denkens der Menschheit“ (sprich Abschaffung von unveränderlichen Maßstäben) die Physik in einem lächerlichen Kasperletheater mitverwandeln wollen, bitteschön. Oder aber finden Sie selbst eine „Art Synthese“ zwischen der "Relativisten-Linie" und der "GOM-Linie", wenn Sie es besser können als ich, das steht jedem Kritiker frei und ich habe überhaupt nichts dagegen, ganz im Gegenteil.

Viele Grüße
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 17. Aug 2010, 11:58

Gerhard Kemme hat geschrieben:
Wenn ein Objekt, welches über Schallgeschwindigkeit hinaus beschleunigen kann, außen in Längsrichtung elastisch wäre, was würde bei Annäherung an die Schallmauer geschehen? Genau! - Dieses Objekt würde kontrahieren. Entsprechend könnte man es sich vorstellen, wenn ein Teilchenpaket im Ringbeschleuniger immer weiter beschleunigt - eventuell würde es sich weiter zusammenschieben. Wie wäre deine Ansicht zu solchen Einlassungen?

Diese Überlegungen einer physikalisch realen Längenkontraktion sind durchaus annehmbar, jedoch sie betreffen die SRT nicht: Die Kontraktion wird als dynamischer Vorgang hier durch ein Medium verursacht, und in der SRT gibt es nun mal kein Medium wobei die Annahme der Längenkontraktion dort nur von kinematischer Natur ist. Hier geht es wieder einmal um eine stillschweigende Vermischung mit der Äthertheorie von Lorentz und mit seiner materiellen Längenkontraktion von bewegten Objekten, das habe ich mehrmals in diesem Zusammenhang moniert. Ich hinterfrage nur die SRT – habe ich genug zu tun damit - und nicht die Theorie von Lorentz oder andere Alternativtheorien.

Viele Grüße
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Gerhard Kemme » Di 17. Aug 2010, 19:21

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Gerhard Kemme hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben: aber es kann nur eine einzige materielle Länge haben, weil man eine Länge sinnvollerweise nur relativ zu einem einzigen unveränderlichen Maßstab misst. Messen ist vergleichen. Logisch, oder? Das ist der grundsätzliche Unterschied zwischen der Messung einer Geschwindigkeit und der Messung einer Länge. Wenn Du das verstanden hast, dann hast Du den primitiven Denkfehler der Relativisten bei der Messung von Längen verstanden. Ist auch kinderleicht zu verstehen.

Im Prinzip bin ich deiner Meinung - aber als ein Typ, der gerne offen und ehrlich seine Ansichten kund tut, gestehe ich, dass dieses Hinundher etwas langweilig wird und die Sachlage auch nicht völlig trifft, d.h. frei formuliert, würde ich es so ausdrücken, dass die Relativisten ihrer "Relativisten-Linie" folgen und du deiner "GOM-Linie" - und da gibt es keine Abweichungen. Im Prinzip existiert eine Art Synthese zwischen solchen Meinungsunterschieden, diese wird allerdings meistens übergangen.

Es gibt hier aus meiner Sicht keine „Art Synthese“ oder Mittelweg, die die abweichenden Linien verbinden könnte: Es geht ja lediglich nur um das Akzeptieren oder das Ablehnen einer Konvention.
...
Mit der Ablehnung dieser Konvention der Messung einer Länge mit einem unveränderlichen Maßstab entziehen die Relativisten der Physik als messende Wissenschaft ihre wissenschaftliche Grundlage. Das ist dieser Umstand, den man als die „Revolution des Denkens der Menschen" erklären könnte, die von der Relativitätstheorie behauptet wird: Man misst eine Länge mit einem Gummiband und innerhalb des selben Masseinheitsystems werden unsinnigerweise unendlich viele verschiedenen Längen als gültig erklärt. Ganz tolle "Revolution" und ganz toller Erkenntnisfortschritt, Kompliment... :roll: Was wollen Sie da bloß als „Synthese“ herausarbeiten? Wo sehen Sie einen Mittelweg? Wo sehen Sie Konsensfähigkeit? Ich sehe keine. Entweder akzeptiert man die Messkonvention der Länge eines Objekts, wonach sie durch Vergleich mit einem unveränderlichen, gesetzten Maßstab zu bestimmen ist – und dabei wird logischerweise nur eine einzige Länge als gültig erklärt – oder man akzeptiert diese Konvention nicht und erklärt unendlich viele Längen dieses Objekts als gültig. Was allerdings sämtliche Messergebnisse unbrauchbar macht und den Sinn des Messens vernichtet...

Ich weiß nicht, wo Sie Konsensfähigkeit in dieser Lage sehen, außer dass man widerstandslos akzeptiert, dass die Physik in einem Kasperletheater verwandelt wird, was mit der SRT und ihrer Ablehnung von Meßkonventionen ohnehin schon geschehen ist. :cry:
...
Wenn Sie die Meßkonventionen einer Länge auch nicht akzeptieren wollen und mit der SRT und „seiner Revolution des Denkens der Menschheit“ (sprich Abschaffung von unveränderlichen Maßstäben) die Physik in einem lächerlichen Kasperletheater mitverwandeln wollen, bitteschön. Oder aber finden Sie selbst eine „Art Synthese“ zwischen der "Relativisten-Linie" und der "GOM-Linie", wenn Sie es besser können als ich, das steht jedem Kritiker frei und ich habe überhaupt nichts dagegen, ganz im Gegenteil.

Es geht um Fakten - nimm eine Druckfeder, dann ist deren Länge abhängig von ihrer Geschwindigkeit im Medium Luft.
druckfeder.jpg
druckfeder.jpg (23 KiB) 3811-mal betrachtet

Nachfolgend wird die Formel für die Kraft des Luftwiderstandes auf einen bewegten Körper entwickelt:
http://www.leifiphysik.de/web_ph11/umwelt-technik/04lufwiderstand/luftwiderstand.htm
Somit haben wir eine Luftwiderstandskraft von:
F_luft=1/2*cW*A*rho_luft*v²
Der Zusammenhang zwischen Auslenkung und Kraft auf eine (Druck-)Feder ist:
F = D * s oder nach dem Weg umgeformt:
s=F/D
Da es sich um eine Druckfeder handelt, verkürzt sich die Feder mit zunehmender Kraft, d.h. es findet ein Kontrahierung der Länge statt.

Ein qualitativ gleiches Ergebnis drückt die Formel der Längenkontraktion aus:
L_ruhesystem = L_bewegtsystem * sqrt(1-v²/c²)

Zweifelsfrei steckt hier ein Ansatz für eine Synthese zwischen den festgefahrenen Fronten der Relativisten und der RT-Kritiker drin - was sicherlich beide Seiten prinzipiell ablehnen. Allerdings kommen andere und würden diesen Zustand gegenseitigen Beharrens auf festgefahrene Positionen als Stagnation bezeichnen.
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 17. Aug 2010, 19:32

Gerhard Kemme hat geschrieben:
Es geht um Fakten - nimm eine Druckfeder, dann ist deren Länge abhängig von ihrer Geschwindigkeit im Medium Luft.
druckfeder.jpg

Nachfolgend wird die Formel für die Kraft des Luftwiderstandes auf einen bewegten Körper entwickelt:
http://www.leifiphysik.de/web_ph11/umwelt-technik/04lufwiderstand/luftwiderstand.htm
Somit haben wir eine Luftwiderstandskraft von:
F_luft=1/2*cW*A*rho_luft*v²
Der Zusammenhang zwischen Auslenkung und Kraft auf eine (Druck-)Feder ist:
F = D * s oder nach dem Weg umgeformt:
s=F/D
Da es sich um eine Druckfeder handelt, verkürzt sich die Feder mit zunehmender Kraft, d.h. es findet ein Kontrahierung der Länge statt.

Ein qualitativ gleiches Ergebnis drückt die Formel der Längenkontraktion aus:
L_ruhesystem = L_bewegtsystem * sqrt(1-v²/c²)

Zweifelsfrei steckt hier ein Ansatz für eine Synthese zwischen den festgefahrenen Fronten der Relativisten und der RT-Kritiker drin - was sicherlich beide Seiten prinzipiell ablehnen. Allerdings kommen andere und würden diesen Zustand gegenseitigen Beharrens auf festgefahrene Positionen als Stagnation bezeichnen.


Das alles hat mit der SRT absolut nichts zu tun.
Das ist eine Alternativtheorie. Das ist also nicht meine Baustelle.

Aber viel Erfolg mit Ihrer Alternative (obwohl ich an den Erfolg von keiner Alternativtheorie glaube, solange die SRT als Dogma den Weg versperrt - was sich seit über 100 Jahren leider bestätigt).

Viele Grüße
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Britta » Di 17. Aug 2010, 20:13

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Britta hat geschrieben:Nur dass eben der Richter dann nicht die Sache mit der LK klären wird, sondern eben die Verletzung der Persönlichkeitsrechte. […] So wie du ihn ungefragt zitierst verletzt du seine Persönlichkeitsrechte

Aber nein, Britta, ich würde dabei auf gar keinen Fall seine Persönlichkeitsrechte verletzen, sondern höchstens seine Urheberrechte, bitte nicht alles durcheinander bringen. Ich fürchte aber, Ihr seid mit Rechtsfragen einem genauso großen gedanklichen und sprachlichen Wirrwarr hoffnungslos unterworfen als mit der Natur der Längenkontraktion in der SRT.

Ich gebe nicht vor etwas zu sein was ich nicht bin, das überlasse ich dann doch lieber dir. Es spielt auch keine Rolle ob es nun die Persönlichkeits- oder die Urheberrechte sind. Aber du glaubst ja nicht nur Physik 'einfach so' besser als alle studierten Physiker zu verstehen, sondern nun auch noch die Gesetzte ohne Jurastudium. Aber lies das doch mal:

Ausfluss des allgemeinen Persönlichkeitsrecht eines Menschen ist neben der Privatsphäre insbesondere auch die sogenannte Geheimsphäre. Diese umfasst den Bereich menschlichen Lebens, der der Öffentlichkeit bei verständiger Würdigung nicht preisgegeben werden soll, etwa der Inhalt von Gesprächen, Briefen aber auch eMails. Das ungefragte Veröffentlichen von Emails stellt daher einen klaren Verstoß gegen dieses Recht dar und begründet Unterlassungs-, Auskunfts- und Schadensersatzansprüche.

Unautorisierte Veröffentlichung von Emails rechtswidrig! - LG Köln, Urteil vom 06.09.06, Az.: 28 O 178/06


In dem Rechtsstreit ... Klägers, gegen ... Beklagten, wegen: veröffentlichter Äußerungen hat die 28. Zivilkammer des Landgerichts Köln auf die mündliche Verhandlung vom 16.08.2006 durch die Vorsitzende Richterin am Landgericht ..., den Richter am Landgericht Dr. ... und die Richterin am Landgericht ...für Recht erkannt: Der Beklagte wird verurteilt, 1. es bei Meidung eines für jeden Fall der Zuwiderhandlung festzusetzenden Ordnungsgeldes bis zu 250.000,00 €, ersatzweise Ordnungshaft, oder der Ordnungshaft bis zu 6 Monaten zu unterlassen, persönliche E-Mails, welche vom Kläger verfasst worden sind, öffentlich zugänglich zu machen,...

Entscheidungsgründe: Die Klage ist begründet. Dem Kläger stehen gegen den Beklagten die mit der Klage geltend gemachten Ansprüche zu.

1) Dem Kläger steht gegen den Beklagten ein Unterlassungsanspruch aus §§ 823, 1004 BGB zu. Die Veröffentlichung der streitgegenständlichen E-Mails des Klägers auf der Internetseite des Beklagten stellt einen Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Klägers in Gestalt der Geheimsphäre dar. Die Geheimsphäre betrifft den Bereich menschlichen Lebens, der der Öffentlichkeit bei verständiger Würdigung nicht preisgegeben werden soll (Wenzel Burkhardt, Das Recht der Wort- und Bildberichterstattung, Kap. 5.40). In diesen Bereich fallen schriftliche sowie Tonbandaufzeichnungen, persönliche Briefe (Wenzel Burghardt, a.a.O., Kap. 5.40), aber auch solche Aufzeichnungen und Briefe, die berufliche oder geschäftliche Fragen betreffen, insbesondere persönliche Aufzeichnungen zu beruflichen oder geschäftlichen Erlebnissen oder Planungen (vgl. Wenzel, a.a.O., Kap. 5.41 m.w.N.; BGH NJW 1962, 32).

Entgegen der beklagtenseits vertretenen Auffassung kann auch nicht davon gesprochen werden, dass der Kläger mit dem Versenden der streitgegenständlichen E-Mails den heimischen Bereich verlassen und sich in eine allgemeine Sphäre begeben hätte. Davon könnte allenfalls gesprochen werden, wenn der Kläger an einen nicht abgegrenzten Personenkreis gerichtete E-Mails verfasst und versandt hätte, nicht jedoch im vor¬liegenden Fall einer an eine bzw. zwei Personen gerichteten und versandten E-Mail.

Diese ist vergleichbar mit einem verschlossenen Brief, der durch das Absenden ebenfalls nicht aus der Geheimsphäre entlassen wird und bei dem der Absender - anders als etwa im Falle einer offen versandten Postkarte - auch nicht damit rechnen muss, dass Dritte von seinem Inhalt Kenntnis nehmen.

Zur Unzulässigkeit einer konkreten Veröffentlichung einer E-Mail kam vor kurzem auch das Landgericht Köln (Urteil vom 28.05.2008 – AZ: 28 O 157/08) in dem festgestellt wurde, dass die Veröffentlichung von E-Mails grundsätzlich das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Absenders bzw. der darin genannten Personen verletzt.

Die Veröffentlichung von E-Mails mit privatem Inhalt ist in aller Regel unzulässig. Die Veröffentlichung von E-Mails führt deshalb in aller Regel zu Unterlassungs- bzw. Schadensersatzansprüchen des Absenders.


Aber du kannst ja dann dem Richter ja nicht nur die LK erklären und von der bösen über 100 Jahre andauernden Verschwörung und Unterdrückung der Kritik an der RT erzählen, sondern du erklärst ihm am Besten auch gleich noch, wie die Gesetzte richtig zu interpretieren sind. Vergiss um Gottes Willen nicht deine GOM-Bibel, und drucke unbedingt ein paar Flyer zur Verteilung im Gerichtssaal und davor.

Bild


Jocelyne Lopez hat geschrieben:Ich fürchte allerdings auch, dass Dr. Pössel sehr naiv und auf jeden Fall unvorsichtig ist, wenn er E-Mails bzw. Hinweise aus Eurem Kreise Aufmerksamkeit schenkt, wie er es in seinem Blog andeutet. Mit Euch von AC oder von Esowatch ist er auf jeden Fall juristisch und moralisch sehr schlecht beraten.

Er scheint juristisch besser beraten zu sein als du und was Moral ist, weißt du eh schon lange nicht mehr. Hättest du Moral, hättest du einfach gefragt, wie es sich gehört.

Was ich inzwischen von Esowatch halte, kannst du übrigens im PSW hier nachlesen:
http://www.politik-sind-wir.de/showpost ... stcount=54

Zitat von deserd
aber war bzw ist esowatch nicht auch eine "übel-Seite" .... ?
Zitat von britta
Das habe ich mal gedacht, weil es mir unbegreiflich war, wie man so schlecht über Andere reden kann. Ich selbst könnte das auch nie tun.

Als ich Jocelyne damals kennenlernte, glaubte ich sie sei das arme Opfer. Inzwischen weiß ich das besser und könnte von ihrer EW-Seite jedes Wort mit unterschreiben.

Esowatch ist schon okay und ich denke, die meinen es wirklich gut und wollen aufklären. Was nicht heißt, dass denen nicht auch mal was daneben geht.

...und wenn es deserd interessiert, dann erkläre ich ihm das gerne näher. Ich werde dann auch nicht vergessen zu erwähnen, wie du versucht hast das PSW, die Administration und die Moderation schlecht zu machen und dass du dafür sogar gelogen hast.

Mal so nebenbei gefragt: Soll ich deinen Account löschen?
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Dieses Denunziationsportal,...
blablabla blabla bla chatblablachat, blablabla blabla bla chatblablachat, blablabla blabla bla chatblablachat...
...bedankt sich Dr. Pössel im Gegenteil für diese dubiösen Informationsquellen in seinem Blog. Damit macht er sich deren Rechtsbrüche zu Eigen.

Sagt 'Richterin' Lopez.

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Jocelyne Lopez hat geschrieben:Ein Objekt kann viele unterschiedliche Geschwindigkeiten zu vielen veränderlichen Bezugspunkten haben, ist ja normal und bestreitet auch keiner, aber es kann nur eine einzige materielle Länge haben, weil man eine Länge sinnvollerweise nur relativ zu einem einzigen unveränderlichen Maßstab misst. Messen ist vergleichen. Logisch, oder? Das ist der grundsätzliche Unterschied zwischen der Messung einer Geschwindigkeit und der Messung einer Länge. Wenn Du das verstanden hast, dann hast Du den primitiven Denkfehler der Relativisten bei der Messung von Längen verstanden. Ist auch kinderleicht zu verstehen.

Sagt 'Physikerin' Lopez.

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Jocelyne, dass ist der alte Unsinn den du immer wieder predigst und der ist falsch, aber man kann es dir noch so oft erklären, du willst es nicht verstehen. Du hast schon so oft gezeigt dass du nicht mal verstanden hast, das nach der klassischen Physik nicht zu unterscheiden ist ob die Quelle auf den Beobachter zukommt oder andersrum.

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Die Annahme der Unabhängigkeit der LG von der Geschwindigkeit der Quelle hat absolut nichts zu tun mit der Annahme der Unabhängigkeit der LG von der Geschwindigkeit des Beobachters. Es sind zwei verschiedene Annahmen. Wenn man so etwas Grundsätzliches die ganze Zeit nicht einmal verstanden hat, sollte man sich nicht einbilden, man habe die RT verstanden. Man sollte erst einmal still nachdenken und versuchen zu verstehen, woraus der Unterschied besteht. Die Kritiker sind geteilter Meinung was die Unabhängigkeit der LG zur Quelle angeht, sie sind aber einig, und zwar seit Anfang an, dass die Unabhängigkeit der LG zur Geschwindigkeit des Beobachters auf gar keinen Fall gültig sein kann!

Quelle: viewtopic.php?f=6&t=296&p=16029#p16029

Du sollest Dir mal das Relativitätsprinzip der klassischen Mechanik ansehen.
Isaac Newton folgend wurde in der klassischen Mechanik die Existenz eines absoluten Raums vorausgesetzt. Das in dieser Mechanik implizit enthaltene Relativitätsprinzip (explizit wurde es erst im 20. Jahrhundert ausgesprochen) besagte nun, dass in gleichförmig bewegten Inertialsystemen die gleichen Gesetze (Kovarianz) der Mechanik gelten, wie im absoluten Raum selbst, und es nicht mehr möglich sei zu bestimmen, welches System nun tatsächlich ruhe oder bewegt sei. Das heißt, die Formeln der klassischen Mechanik behalten ihre Gültigkeit, wenn man einem relativ zum absoluten Raum bewegten System der sogenannten Galilei-Transformation unterzieht. Newton schrieb: „Die Bewegungen von Körpern in einem gegebenen Raum sind untereinander die gleichen, ob sich der Raum in Ruhe befindet oder ob er sich konstant auf einer geraden Linie bewegt.“

Quelle: Relativitätsprinzip


Hast du eigentlich deine Initiative zur 'Einführung der Kritik an der klassischen Physik' an den Universitäten schon gestartet?

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Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Ein Objekt kann viele unterschiedliche Geschwindigkeiten zu vielen veränderlichen Bezugspunkten haben, ist ja normal und bestreitet auch keiner, aber es kann nur eine einzige materielle Länge haben, weil man eine Länge sinnvollerweise nur relativ zu einem einzigen unveränderlichen Maßstab misst. Messen ist vergleichen. Logisch, oder? Das ist der grundsätzliche Unterschied zwischen der Messung einer Geschwindigkeit und der Messung einer Länge. Wenn Du das verstanden hast, dann hast Du den primitiven Denkfehler der Relativisten bei der Messung von Längen verstanden. Ist auch kinderleicht zu verstehen.

In einem Punkt hast du Recht, es ist kinderleicht zu verstehen, seltsam das du es dann nach Jahren immer noch falsch verstehst. Scheint wohl Vorsatz zu sein.

Es gibt keine materielle Länge, nur weil du das so willst und behauptest. Es gibt nur real gemessene Längen. Du kannst den Gegenstand den du misst anfassen, aber nicht die Länge die du gemessen hast. Materielle Dinge kann man anfassen. Die kann man auch nehmen. Du zeigst nur, das du den Begriff 'materiell' nicht verstehst, oder falsch verstehen willst. Wenn du das verstanden hast, dann hast du deinen primitiven Denkfehler verstanden. Zeit wird es ja nun wirklich mal.

Du bestimmst nicht die Natur, deine 'Logik' und dein 'Verstand' auch nicht. Nur weil du was nicht verstehen kannst oder willst, ist es nicht falsch. Du kannst auch sagen, das ist ein Liter Wasser, aber nur das Wasser ist 'materiell' das ein 'Liter' ist die das Messergebnis, das ist real und nicht materiell. Alle Messergebnisse können real sein, aber nie materiell. Du magst 1.55m groß sein, du bist materiell, die 1.55 sind es nicht, die sind real. Länge ist keine dem Objekt inneliegende (intrinsische) Eigenschaft. Aber du willst es ja nicht begreifen, denn dann könntest du ja nicht mehr mit dem Zitat von Markus Pössel negative Stimmung machen.
Britta
 
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Sebastian Hauk » Di 17. Aug 2010, 21:30

Hallo Herr Kemme,

Ein qualitativ gleiches Ergebnis drückt die Formel der Längenkontraktion aus:
L_ruhesystem = L_bewegtsystem * sqrt(1-v²/c²)



die Feder würde sich also um den Gammafaktor verkürzen. Könnte denn auch noch ein anderer Faktor oder ein zusätzlicher Faktor möglich sein? Diese Frage ist schon wichtig. Natürlich besonders mir.

Zweifelsfrei steckt hier ein Ansatz für eine Synthese zwischen den festgefahrenen Fronten der Relativisten und der RT-Kritiker drin - was sicherlich beide Seiten prinzipiell ablehnen.


Lorentz hat daran z.B. bis zu seinem Tod geglaubt.

Gruß

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