Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 12. Aug 2010, 11:25

Britta hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Dass das Ehrenfest-Paradoxon die SRT arg in Schwierigkeiten bringt und nicht mit deren Annahmen lösbar ist haben sehr viele Autoren seit langem erkannt,

Tut es nicht. Genausowenig wie du die SRT auf dein Strandexperiment anwenden kannst.

Doch doch, das Ehrenfest-Paradoxon bringt die SRT arg in Schwierigkeiten, auch wenn Britta & Co. es partout nicht so sehen wollen… 8-)

Dass die einfache Drehung eines Zylinders oder eines Rades heute immer noch nicht kompatibel und wiederspruchfrei beschreibar mit der SRT ist, ist eine Tatsache, die nicht mal die Relativisten leugnen, das hat nämlich mittlerweile nach Paul Ehrenfest die ganze etablierte wissenschaftliche Gemeinde verlegend erkannt, einschließlich Albert Einstein selbst, siehe zum Beispiel Starre Scheiben drehen nicht:

Zitat von Dr. Wolfgang Herrig:

Vielleicht wäre aber die ganze Diskussion ein Kuriosum geblieben, wenn nicht Einstein, nachdem er die Allgemeine Relativitätstheorie ausgearbeitet hatte, die rotierende Scheibe wieder hervorgeholt hätte. Es war wohl maßgeblich das Ehrenfest-Paradoxon, das Einstein veranlasst hatte, ab 1909 die Hände mehr und mehr von der Speziellen Relativitätstheorie zu lassen. Er sah, dass er sich im Niemandsland zwischen Schein und Wirklichkeit in unauflösbaren Widersprüchen verwickelte. Er musste seine Theorie so erweitern, dass Trägheitskräfte und gravitative Kräfte zusammenfielen. Damit begab er sich in ein äußerst schwieriges Gelände nichteuklidischer Geometrien, in dem die Grenzen zwischen nahezu unlösbarer Mathematik, Physik und Ontologie verflossen. Er quälte sich schlimm damit ab. Nach fünf Jahren geistiger Marter schien Einstein um zwanzig Jahre gealtert, und am Ende kam ihm David Hilbert dann mit den korrekten Feldgleichungen noch um einige Tage zuvor. (Ohne die Hilfe der genialen Emmy Noether hätte er es vielleicht nicht geschafft. Emmy Noether mokierte sich über die Göttinger Mathematiker, die schwierigste Berechnungen für Einstein ausführten, aber nicht wüssten, wozu das dienen sollte. Ab 1913, nachdem Hilbert sich ebenfalls in die ART vertieft hatte, zog er „Fräulein Noether“ immer mehr für die komplizierten Variationsrechnungen heran.)


Britta hat geschrieben:
Ehrenfest selbst wurde ab 1910 zu einem wichtigen Verteidiger der speziellen Relativitätstheorie und veröffentlichte mehrere Arbeiten, in denen er auf die Fehlinterpretationen der speziellen Relativitätstheorie durch andere Autoren wie Wladimir Sergejewitsch Ignatowski einging.
http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Ehrenfest

Aber Britta, Du solltest Deine Quellen sachlicher auswählen und Dich für die Information über die Kritik der Relativitätstheorie nicht gerade nach der linientreuen Wikipedia orientieren, klar, :lol: siehe Wikipedia hinkt hinterher. Darin kannst Du natürlich keine objektive und brauchbare Information und Vorstellung der Kritik finden, ganz klar, besser wäre dann für Deine bedingungslose Huldigung des Dogmas Relativitätstheorie, wenn Du stattdessen direkt bei der linientreuen Webseite „Einstein Online“ stöbern und eine Hochgenauigkeitsmessung zur experimentellen „Bestätigung“ der SRT in unserer Alltagsdimension nach der Andere sowie eine Lobeshymne nach der Andere ganz brav schlucken würdest, das wäre ja eher im Sinne des Erfinders.


Britta hat geschrieben:
Ehrenfest selbst wurde ab 1910 zu einem wichtigen Verteidiger der speziellen Relativitätstheorie und veröffentlichte mehrere Arbeiten, in denen er auf die Fehlinterpretationen der speziellen Relativitätstheorie durch andere Autoren wie Wladimir Sergejewitsch Ignatowski einging.
http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Ehrenfest

Würde er heute noch leben, würde er bestimmt auch auf deine Fehlinterpretationen eingehen. Aber dann wäre er bestimmt für dich nicht mehr kompetent.

Soso, Du willst auch wissen, dass Paul Ehrenfest heute zu der SRT stehen würde, obwohl Einstein selbst nachträglich mit der ART sich davon verabschiedet hat, obwohl sie immer noch nicht experimentell bestätigt wurde und obwohl dagegen sein Paradoxon experimentell nachgeprüft und die SRT damit widerlegt wurde: siehe das Experiment von Thomas Phipps, z.B. im Friebe-Forum.

Mit dem Ehrenfest-Paradoxon wurde also schon 1909 die SRT ad absurdum geführt, und es ist wohl maßgebend dieser vernichtende Widerspruch, der Paul Ehrenfest jahrelang beschäftigt und gequält hat und den er in Abschied-Briefen an seine wissenschaftlichen Freunde und an seine Studenten 1933 mit diesen Worten erwähnte: viewtopic.php?f=6&t=48&p=4367&hilit=Desperation#p4367

Zitat Paul Ehrenfest:

In recent years it has become ever more difficult for me to follow the developments in physics with understanding. After trying, ever more enervated and torn, I have finally given up in desperation. This made me completely weary of life .. I did feel condemned to live on mainly because of the economic cares for the children.

Und das ist auch dieser Umstand, der von seinem Freund Albert Einstein in seinem Nachruf angesprochen wurde: Paul Ehrenfest: Musste er nicht glücklich sein?

Zitat Albert Einstein:

Er war ja nicht nur der beste Lehrer unseres Faches, den ich kennen gelernt habe; er war auch leidenschaftlich erfüllt von dem Interesse für Entwicklung und Schicksal der Menschen, insbesondere aber seiner Studenten. […]
Zu lernen und zu lehren, was man nicht in vollem Maße innerlich bejaht, ist an sich eine schwere Sache, doppelt schwer für einen fanatisch ehrlichen Geist, dem Klarheit alles bedeutet.


Auch berichtet der Kritiker Reinhard Rohmer über die Persönlichkeit von Paul Ehrenfest, siehe im Friebe Forum Reinhard Rohmer: Einstein in der Kritik

Zitat von Reinhard Rohmer:

Der Physikhistoriker Franco Selleri berichtet von der „überwältigenden Ehrlichkeit“ Ehrenfests, „die sowohl sein Leben, als auch seine Forschung bestimmte. Deshalb wurde er auch von seinen Kollegen als „das Gewissen der Physik“ betrachtet.“ („Die Debatte um die Quantentheorie“, 1990, S. 13) Von dieser Sorte Wissenschaftler gibt es viel zu wenige.

Bei so einer Persönlichkeit ist nach meinem Gefühl kaum glaubwürdig, dass Paul Ehrenfest heute angesichts der experimentellen Bestätigung seiner Einwände gegen die SRT, sowie angesicht der heute noch immer noch nicht geklärten Natur der Längenkontraktion in der SRT und dem andauernden theoretischen Wirrwar um die Längenkontraktion „auf meine Fehlinterpretation eingehen“ würde… :roll:

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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon agave » Do 12. Aug 2010, 21:12

Hallo Mordred,

vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.

Mordred hat geschrieben:Bedenke, in meinem Modell gibt es keine Wellen.


Hatte ich auch so registriert.

Mordred hat geschrieben:
Agave hat geschrieben:Die beteiligten Objekte sind als kleine Partikelchen beschrieben.
Stimmt, ..die DM-Teilchen, oder eben wie ich sie nenne, die MX10quanten.


Ja, der eigene Name ist sehr wichtig. "Dunkle Materie" ist ja kein geschützter Begriff und die Ausprägung der postulierten Teilchen kann von Hypothese zu Hypothese ja sehr abweichen. Die Ausprägung gemäß Deiner Hypothese lässt sich jetzt an dem Namen "MX10Quanten" festmachen. Eine handwerklich saubere Leistung.

Mordred hat geschrieben:
Agave hat geschrieben:Obwohl kein Teilchen, wird es, wie Du schreibst, "... vom DM-Teilchen angezogen und aufgenommen."
Richtig. Es ist eine energetische Masse. Keine Materie, also auch kein Teilchen (Teil eines energetischen Spektrums)


Mordred hat geschrieben:
Agave hat geschrieben:(5) Die "dunkle" Energie ist selber nicht gravitativ,
Exakt !
by the Way, ..können wir anstatt dunkler Energie, energetische Masse, oder kurz eM sagen ?


Warum "energetische Masse"? Hat Masse nicht entfernt irgendwas mit "Trägheit" zu tuen? Inwiefern ist diese "dunkle Energie" bzw. sind deren Portiönchen träge? Jetzt bin ich etwas irritiert und habe das Gefühl, etwas ganz wichtiges Übersehen zu haben. Eher haben, so kommt es mir vor, Deine MX10Quanten Masseeigenschaften und die "energetische Masse" entspricht als einzelnes Portiönchen einem "Energiequant". Da musst Du mich nochmal auf die richtige Spur zurückbringen.

Leider gelingt es mir nicht so gut, Ordnung in die Kräfteverhältnisse der beteiligten Teilchen und Energiequants zu bringen. Wenn ich alle Deine Auskünfte bezüglich der Wechselwirkungen der verschiedenen Teilchen/Quants zueinander "pseudo-qualifiziert" (nur die Reihenfolge ist entscheidend, alles bezogen auf die Kräfte eine Wasserstoff-Atoms) in einer "Wirkungsmatrix" aufführe, dann bietet sich mir folgendes Bild:

eM/eM: keine Wechselwirkungen

eM/MX10Quant: Gravitationskraft "+0,2" (positiver Wert: anziehend)

eM/gesättigter MX10Quant: keine Wechselwirkungen

eM/"Materie": Gravitationskraft "+0,6"; keine weiteren Wechselwirkungen

MX10Quant/MX10Quant: Gravitationskraft "-0,2" (negativer Wert: abstoßend); keine weiteren Wechselwirkungen

MX10Quant/gesättigter MX10Quant: Gravitationskraft ???; ein MX10Quant entreißt dem gesättigtem MX10Quant ein eM-Äquivalent mit der Gravitationskraft "+0,2"; keine weiteren Wechselwirkungen

MX10Quant/"Materie": Gravitationskraft "+0,1"; keine weiteren Wechselwirkungen

gesättigter MX10Quant/gesättigter MX10Quant: Gravitationskraft ???; keine weiteren Wechselwirkungen

gesättigter MX10Quant/"Materie": Gravitationskraft ???; Materie entreisst dem gesättigtem MX10Quant ein eM-Äquivalent mit der Gravitationskraft "+0,6"; keine weiteren Wechselwirkungen

"Materie"/"Materie": Gravitationskraft "+1,0"; viele weitere Wechselwirkungen

Ist das so richtig? Bitte schaue Dir besonders die Wechselwirkungen des gesättigten MX10Quants an, welche ich am wenigsten verstanden habe. Da sind noch einige Fragezeichen.

Grüße
agave
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Mordred » Fr 13. Aug 2010, 14:15

Hallo Agave,

Agave hat geschrieben:
Mordred hat geschrieben: Bedenke, in meinem Modell gibt es keine Wellen.
Hatte ich auch so registriert.
Prima, dann wäre das ja schon mal erledigt.

Agave hat geschrieben:
Mordred hat geschrieben:
Agave hat geschrieben:Agave hat geschrieben:Die beteiligten Objekte sind als kleine Partikelchen beschrieben.

Stimmt, ..die DM-Teilchen, oder eben wie ich sie nenne, die MX10quanten.


Ja, der eigene Name ist sehr wichtig. "Dunkle Materie" ist ja kein geschützter Begriff und die Ausprägung der postulierten Teilchen kann von Hypothese zu Hypothese ja sehr abweichen. Die Ausprägung gemäß Deiner Hypothese lässt sich jetzt an dem Namen "MX10Quanten" festmachen. Eine handwerklich saubere Leistung.
Danke, da ich bislang nur Hohn und Spott erntete tut so eine Aussage schon mal recht gut zwischendurch.
Mordred hat geschrieben:
Agave hat geschrieben: Obwohl kein Teilchen, wird es, wie Du schreibst, "... vom DM-Teilchen angezogen und aufgenommen."

Richtig. Es ist eine energetische Masse. Keine Materie, also auch kein Teilchen. Lediglich Teil eines energetischen Spektrums.


Agave hat geschrieben:
Mordred hat geschrieben:
Agave hat geschrieben:(5) Die "dunkle" Energie ist selber nicht gravitativ,

Exakt ! ...by the Way, ..können wir anstatt dunkler Energie, energetische Masse, oder kurz eM sagen ?

Warum "energetische Masse"? Hat Masse nicht entfernt irgendwas mit "Trägheit" zu tuen?
Es ist nicht einfach, etwas zu beschreiben das weder ich genau kenne, noch sonst jemand. Sage ich energetisches Plasma, (zu Anfang) dann muss ich dieses Plasma definieren, nur um dann zu hören, was Du beschreibst ist aber kein Plasma, ...wenn ich Masse nehme, dann wird das mit Trägheit, verbunden. Ich habe da schon echt kräftig Gegenwind bekommen, ...selbst wenn ich einen neuen Namen erfinde, ..dann heißt es, ...so was gibt es nicht, du kannst nicht einfach begriffe neu erfinden, ...
Tjo, ..und dann steh ich da, ...sag ich das, ..versteht der Eine was ganz anderes darunter, ..sag ich was anderes, dann gibt es das nicht,....etc.

Wenn ich nun frage, was ist Energie dann bekomme ich keine Antwort darüber, was Energie wirklich ist. Nur das, was, wenn sie wirkt, als Arbeit erkennbar ist.

Für mich ist Energie, also die, die von den Quanten übertragen wird, (nicht, z.B. kinetische,) also energetisch und besitzt Masse, ..also, energetische Masse.
Man sagt, Materie und Energie wären Äquivalent.
Materie kennt jeder, ..aber was ist nun die Form der Energie ?
Hat Energie überhaupt eine Form ?
Sie hat Gewicht, das hat man wohl erkannt, ..aber was sagt das aus ?
Energie hat Gewicht,......hmmm

Wenn ich also Materie in Energie wandeln kann welche dann Gewicht haben soll/kann, wieso sollte sie dann keine Art Masse haben ?

Nun zur Trägheit.
Gehen wir zu den Wasserträgern zurück. Angenommen, der Eimer besitzt eine Trägheit, würde das die Träger jucken ? Würden sie diese Trägheit wahrnehmen ?
Auf der Erde wahrscheinlich, ..im Universum ?

Wenn nun ein Wasserträger, beladen mit dem Eimer auf der Erde ist, ...und wir ihn von außerhalb als Einheit betrachten, ..würden wir dann sagen, der Eimer besitzt eine Trägheit, oder würden wir sagen der Träger ist träge?
Ich denke also schon, dass die eM träge ist. Aber es fällt halt nicht auf.
Und im Standartmodell unterläge ja nichtmal der Wasserträger, also das Photon einer Trägheit.

Agave hat geschrieben:Inwiefern ist diese "dunkle Energie" bzw. sind deren Portiönchen träge?
Sie sind also träge, in wieweit, keine Ahnung. Allerdings, es würde im Universum nichts anderes geben, was weniger Träge wäre als diese eM. (könnte man sie ohne Träger isolieren)
Würde sie also nicht von MX10quanten aufgenommen, würde die Trägheit der eM nicht wirken können.
Sie käme einfach nicht von der Quelle weg.

Agave hat geschrieben:Jetzt bin ich etwas irritiert und habe das Gefühl, etwas ganz wichtiges Übersehen zu haben. Eher haben, so kommt es mir vor, Deine MX10Quanten Masseeigenschaften und die "energetische Masse" entspricht als einzelnes Portiönchen einem "Energiequant". Da musst Du mich nochmal auf die richtige Spur zurückbringen.
Kein Thema.
Die MX10quanten haben Masse, aber materielle. Ihr "Kern" wäre also materiell.

Wenn ich nun Energiequant mit Energiemenge übersetzte, dann stimmt das.
Die eM ist in ihrem enegetischen Quantum variabel. Von sehr energetisch bis kaum noch energetisch.
Eine Sonne liefert mit das hochwertigste was an energetischer Masse abgezogen werden kann.
Eine Taschenlampe hingegen nur schnödes niederenergetisches Licht.
Wenn die eM also hochwertig ist, dadurch mehr Gewicht hat, braucht das MX10quant viel weniger auf zu nehmen, um sein M/F -Niveau auszugleichen.

Dabei, ..es liegt einzig an der Intensität der Quelle, ob das MX10quant sein Niveau völlig ausgleichen kann, oder ob es nur einen gewissen Teil bekommt.
Sagen wir mal, ..ein Quant wäre mit einer Aufnahme von 5 Gramm ausgeglichen.
Wenn es nun, nur z.B. 1/1000 aufnimmt, dann saugen die Anderen umliegenden das Quant schon ab.
Wenn das Quant nun aber in einer angenommenen Sekunde nur 2 Gramm aufnehmen kann, ..weil die Quelle in einer Sekunde nur 2 Gramm absondert, ..dann werden eben auch nur 2 Gramm übertragen.
Öffne ich nun den "Hahn", und das Quant bekommt nun 5 Gramm/s dann werden 5 Gramm/s aufgenommen, ..und weitergezogen. Wenn nun die Quelle über Jahrtausende 5 Gramm abgibt, dann sind irgendwann alle Quanten in diesem Raum mit 5 Gramm gefüllt und die Quelle wird keine weitere eM mehr los. Die Quelle generiert einfach nur, sie hat aber keinen Impuls, um die Quanten zu" stopfen".

Dazu noch mal zur Erinnerung, ..es gibt keine freie eM !
Wenn eM geliefert wird, dann sind sofort, egal wo (nat.nur. Univ, Vaku.etc), MX10quanten da, die diese aufnehmen.

Öffnen wir nun eine Tür im Universum, hinter der ein Objekt ist, dann werden diese 5 Gramm vom Objekt abgezogen und weiterverarbeitet. Somit wird auch wieder eM von der Quelle überbracht/überzogen, und das, solange die Quelle liefert.
Es geht aber auch mehr als die „5 Gramm“. Man kann die Quanten quasi stopfen, (pushen).(ich habe es ja schon angedeutet)
Zum Beispiel gut an einem Blitz zu erkennen. Das Licht eines Blitzes ist blau, ..daran kann man schon mal gut erkennen, dass diese Quanten gepushed sind.
Es kommt also zuvor erstmal zu einer Spannung, ...diese kann aber nicht abgebaut werden. Es ist (noch) kein Gegenpol, kein Abnehmer „berührt“. Und somit kann auch keine Abnahme, geschweige denn eine Weitergabe stattfinden.
Alle Quanten umzu, werden also nach und nach durch die Ziehung, mit den optimalen mit 5 Gramm gefüllt. Alle Quanten sind nun gut gefüllt, also photon und stehen somit begrifflich unter „Spannung“, aber noch fliest kein „Strom“. Nun erreicht ein optimal gefülltes MX10quant das Elektron eines z.B. Blitzableiters.
Von Null Transportbewegung, auf eine Geschwindigkeit von rund 300.000/km/s In einem, ...Bruchteil, der eine Sekunde ewig erscheinen lässt.
Alle „Energie“, auch die der umliegend gefüllten Quanten, wird nun auf einen Schlag geleitet/abgeleitet/abgezogen. (Streuung.)
(Welche eigentlich, korrekt nach meinem Modell, ja eher eine Ziehung, denn eine Streuung wäre)
Da nun aber alle Quanten „satt“ sind, sich aber nun das Ganze auf einen Schlag „entleert“ sind die Quanten, ..wie soll ich sagen, ..“überrascht“ von dem riesigen Impuls, der eM die als „Spannung“ anlag. Dieser "über"-Spannungsimpuls drückt also durch diesen hohen Impuls, den Quanten zusätzlich ein wenig mehr Masse rein, als diese normal, ohne solche hohen Impuls, aufnehmen würden. Das Feld der Quanten wird also nun etwas gedehnt. Diese kurzzeitige Dehnung lässt das Quantenfeld kurz blau aufleuchten.
Da gibt es auch ein kleines gutes Beispiel. Wenn man im dunkeln einen Klebe-Briefumschlag öffnet, dann kann man sehen, dass es zu einem blauen Leuchten kommt.
Aber hier ist der Grund dafür ein anderer, ..hier hat es nicht mit einer Dehnung durch Impuls-Spannung zu tun, ..sondern hier ist es eine Dehnung durch kurzzeitigen Unterdruck im „Raum“
Halt mich nicht für verrückt, wenn ich also sage, ..dass zwischen dem geklebten Papier Quanten eingeschlossen sind.
Ziehe ich nun das Papier ruckartig auseinander, ziehe ich die Quanten darin quasi auf. Dadurch dass ich kurzzeitig einen geringen Unterdruck erzeuge.
Dadurch dehnt sich kurzzeitig das Feld der eingeschlossenen Quanten. .........

Ich muss hier zwischen Nachtragen.Das Gravitationsfeld der Quanten unterliegt einer Abstandsdichte welche die Raumdichte vorgibt.
Zum besseren Verständnis:
Wenn ich aus einem Raum MX10quanten abziehe, so füllen die verbleibenden dennoch den ganzen Raum. Ihr Feld dehnt sich also proportional zur abnehmenden Dichte.
Theoretisch wäre also sogar ein Einquantraum möglich. Dabei spielt es keine Rolle, wir groß der Raum wäre!
Darum ist Licht im Vakuum, ..nach meinem Modell auch schneller, ..weniger Quanten bedeutet weniger oft "abziehen". Abziehvorgang bedeutet/benötigt Zeit.
Je weniger dieser Vorgänge also, desto schneller das Licht.
Ergo würde das bedeuten:
Erstens: Es gibt nichts das schneller übertragen/zogen werden kann als Licht. (nichts ist schneller als Licht. Die Übertragungsgeschwindigkeit ist absolut invariant)
Zweitens: Das Licht könnte wohl noch bissi schneller. (bei geringerer Raumdichte als es im Universum oder im Vakuum der Fall is


Weitergehts....
..........Bis die Umgebungsquanten den normalen Umgebungsdruck wieder hergestellt haben.
Blaues Leuchten heißt also erstens, kurzzeitig gedehntes Feld, und Zweitens, kann mit hochenergetischer eM gefüllt sein. (ich kann z.B. mit niederenergetischer Masse kein Feld dehnen.)
Sie wiegt zu wenig, als dass ich in ein gefülltes Quant mehr hinzupacken könnte. Das Quant macht dicht, ..lässt den kleine, niederenergetischen Impuls, nicht mehr rein, wenn man so will.
Hochenergetische eM ist schwer, hat mehr Gewicht, ..und hat durch dieses hohe Gewicht einen entsprechenden Impuls, so wird das Feld quasi durchstoßen, .und ein wenig mehr kommt hinzu, Aber dann ist auch Schluss, das Feld ist nun dermaßen gespannt, dass der Impuls nun nicht mehr ausreicht um noch mehr eM „rein zu drücken“.
Ich kann mir vorstellen, dass bei einer, z.B. Supernova der Impuls noch viel höher ist. Also dann die Quanten noch extremer gepushed werden können.
"Reißen" wird ein MX10-Feld jedoch nicht!

Auch beim Laborversuch mit zwei auseinanderliegenden Polen.
Ich erhöhe die Spannung am einen, ...so lange, ..bis eine „Lichtbrücke“ entsteht.
Ein letztes gefülltes Quant, welches also von einem Elektron welches es als erstes das/ein Quant berührt, nun schlagartig abgezogen wird.

Agave hat geschrieben:vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.
Ich denke ich muss so ausführlich Antworten, ich will ja, dass Du es bestmöglichst verstehst. Und selbst bei solch ausführlicher Antwort ist das nicht vorausgegeben.
Ich habe da so meine Erfahrungen. Dazu kommt dann auch noch, ..will mein Gegenüber das überhaupt verstehen?
Auch da habe ich meine Erfahrungen.
Bei Dir erkenne ich bislang wahres Interesse, und das freut mich ungemein.

Agave hat geschrieben:Leider gelingt es mir nicht so gut, Ordnung in die Kräfteverhältnisse der beteiligten Teilchen und Energiequants zu bringen. Wenn ich alle Deine Auskünfte bezüglich der Wechselwirkungen der verschiedenen Teilchen/Quants zueinander "pseudo-qualifiziert" (nur die Reihenfolge ist entscheidend, alles bezogen auf die Kräfte eine Wasserstoff-Atoms) in einer "Wirkungsmatrix" aufführe, dann bietet sich mir folgendes Bild:


Agave hat geschrieben:eM/eM: keine Wechselwirkungen
Stimmt, absolut richtig !
Agave hat geschrieben:eM/MX10Quant: Gravitationskraft "+0,2" (positiver Wert: anziehend)
Ja, kann man absolut so sagen.
Agave hat geschrieben:eM/gesättigter MX10Quant: keine Wechselwirkungen
Sofern das MX10quant nicht von anderer Seite abgezogen oder gepushed wird, findet keine weitere Wechselwirkung statt, also richtig.
eM/"Materie": Gravitationskraft "+0,6"; keine weiteren Wechselwirkungen
Ja, so ist das recht gut beschrieben. Die materielle Gravitation eines Atoms ist erheblich größer als die des MX10quants, das Quant wird also quasi gezwungen, seine Ladung ab zu geben.
Die eM wird also von der Materie und derer Gravitationskraft (+0.6) abgezogen.
Das leere Quant, (bei Licht aus) wechselwirkt nicht mit den Elektronen.
Bei Licht an, wird die eM vom Elektron übernommen, und von diesem und dem dazugehörigen Atom weiterverarbeitet. (auch da kann ich Dir den weiteren Vorgang ganz gut erklären, (glaube ich) aber ich denke noch sind wir nicht soweit)
Agave hat geschrieben:MX10Quant/MX10Quant: Gravitationskraft "-0,2" (negativer Wert: abstoßend); keine weiteren Wechselwirkungen
Genau, in einem dunklen Raum, liegen die Quanten einfach nur (Raumdichteabhängig) aneinander. Es findet kein Austausch statt, also auch keine Wechselwirkung.
Sie halten sich lediglich durch ihr Feld auf Abstand.

Agave hat geschrieben:MX10Quant/gesättigter MX10Quant: Gravitationskraft ???;
Das Feld, oder die Gravitation beim Quant hat zwei Eigenschaften.
Die Eine, es hält die Anderen auf Abstand. Nennen wir sie die drückende, die positive Gravitationskraft.
Die andere Seite dieser Kraft, ist eine ziehende, eine negative Kraft. Diese versucht, die Masse im Verhältnis zu sich selbst auszugleichen.
Nun verhindert aber eben das drückende, positive Feld, dass das ziehende Feld den Kern des anderen Quants aufnehmen könnte, also Beide fusionieren würde.
Wenn nun ein Quant aber eM aufnimmt, so ist diese eM unabhängig vom Kern. Diese Aufnahme schwächt nun potenzial das ziehende Feld. Das Feld des passiven Quants aber ist nun stärker und kann die vom Kern unabhängige eM nun vom aktiven, photonen Quant, abziehen.
Wo die Grenzschwelle nun wäre, keine Ahnung, aber ich denke Diese ist sehr, sehr gering.

Agave hat geschrieben:ein MX10Quant entreißt dem gesättigtem MX10Quant ein eM-Äquivalent mit der Gravitationskraft "+0,2"; keine weiteren Wechselwirkungen
Sagen wir, ein passives MX10quant entreißt einem anderen, photonen Quant, bei +0,001 Gravitationskraftüberschuß schon seine Ladung.
Ansonsten aber richtig, keine weitere Wechselwirkung.
Agave hat geschrieben:MX10Quant/"Materie": Gravitationskraft "+0,1"; keine weiteren Wechselwirkungen
Als hypothetisch angenommener Wert, ja, ich würde so zustimmen.
Agave hat geschrieben:gesättigter MX10Quant/gesättigter MX10Quant: Gravitationskraft ???; keine weiteren Wechselwirkungen
Ihre Gravitation (die drückende Seite) hält sie auf Abstand.
Ansonsten untereinander keine weitere Wechselwirkung, also keine Übernahme.
Agave hat geschrieben:gesättigter MX10Quant/"Materie": Gravitationskraft ???;
Ob nun gesättigt, oder ungesättigt, beide Male ist das Quant gleich gravitativ.
Somit auch gleich von gravitativen Einflüssen beeinflussbar.
Das photone (das Satte) unterscheidet sich vom Passiven eben nur, dadurch, dass es seine Masse dem Feld angepasst hat.
Also ausgeglichen ist. Wie jede ander, "normale" Materie auch.
Wobei man einfach auch verstehen muss, dass das MX10Quant nicht immer ganz "satt" sein muss.
Das ganze Spektrum von nichts geladen, über ganz bissi was geladen, bis zu kurzfristig überladen ist möglich.

Agave hat geschrieben:Materie entreisst dem gesättigtem MX10Quant ein eM-Äquivalent mit der Gravitationskraft "+0,6"; keine weiteren Wechselwirkungen
So kann man es formulieren, ja, ..ich stimme zu.
Agave hat geschrieben:"Materie"/"Materie": Gravitationskraft "+1,0"; viele weitere Wechselwirkungen
Genau, beide heben sich auf, haben also die gleiche, ausgewogene gravitative Kraft,
Wechselwirken nun durch alles mögliche. (Wärme, ..etc.)

Agave hat geschrieben:Ist das so richtig?
Prinzipiell hast Du das bislang gut verfolgt und meiner Meinung nach auch recht gut verstanden. Ich hoffe meine Zusätze haben Dir die Sache im Verständnis noch etwas Näher gebracht.

Agave hat geschrieben:Bitte schaue Dir besonders die Wechselwirkungen des gesättigten MX10Quants an, welche ich am wenigsten verstanden habe. Da sind noch einige Fragezeichen.
Falls Diese immer noch nicht ganz ausgeräumt wären, ..frag bitte genau nach.
Das ist absolut wichtig.
Lieber eine Runde mehr drehen, als es ab einem Punkt nicht mehr nachvollziehen zu können, aber trotzdem weiter machen.

Lieben Gruß zurück...

Mordred.
Zuletzt geändert von Mordred am Sa 14. Aug 2010, 21:16, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Sebastian Hauk » Sa 14. Aug 2010, 10:25

Hallo,

- Lorentz in gewisser Hinsicht sehr wohl ein Kritiker war, aber zu meiner großen Belustigung auch "Schöpfer/Entdecker" der Lorentz(längen)kontraktion ist, die einigen Kritikern ein großer Dorn im Auge zu sein scheint und als Dreh und Angelpunkt zur Widerlegung der SRT stehen soll.


Lorentz war der Schöpfer (dummes Wort hier) der Lorentzkontraktion, aber er war nicht der Schöpfer der RdG. Der Schöpfer der RdG war Poincare und Lorentz wollte dann nicht Poincare in dieser Sache folgen. Er ging nämlich von einer Kontraktion durch den Äther aus und nicht von einer Kontraktion durch die Relativität der Gleichzeitigkeit.

Auch wie die RdG bei der ART dann den Raum krümmen soll war ihm vermutlich suspekt. Eine RdG kann schwerlich einen Raum krümmen, sodass dann Gravitation entsteht. Und allein durch eine Verlangsamung der Zeit entsteht auch keine Gravitation. Außer einer weiß hier eine gute Erklärung.

Ich wüsste natürlich eine, leider enthält sie einen Äther und fällt aus diesem Grunde hier als Erklärung weg.
Sebastian Hauk
 
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Harald Maurer » Sa 14. Aug 2010, 14:32

Artie hat geschrieben: Lorentz in gewisser Hinsicht sehr wohl ein Kritiker war, aber zu meiner großen Belustigung auch "Schöpfer/Entdecker" der Lorentz(längen)kontraktion ist, die einigen Kritikern ein großer Dorn im Auge zu sein scheint und als Dreh und Angelpunkt zur Widerlegung der SRT stehen soll.

Lorentz war nicht der Schöpfer/Entdecker der Längenkontraktion. Diese stammt von George Francis FitzGerald
( http://de.wikipedia.org/wiki/George_Francis_FitzGerald ), welcher diese These einige Jahre vor Lorentz veröffentlicht hat!

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » So 15. Aug 2010, 10:26

Harald Maurer hat geschrieben:
Artie hat geschrieben: Lorentz in gewisser Hinsicht sehr wohl ein Kritiker war, aber zu meiner großen Belustigung auch "Schöpfer/Entdecker" der Lorentz(längen)kontraktion ist, die einigen Kritikern ein großer Dorn im Auge zu sein scheint und als Dreh und Angelpunkt zur Widerlegung der SRT stehen soll.

Lorentz war nicht der Schöpfer/Entdecker der Längenkontraktion. Diese stammt von George Francis FitzGerald
( http://de.wikipedia.org/wiki/George_Francis_FitzGerald ), welcher diese These einige Jahre vor Lorentz veröffentlicht hat!


Als "Entdecker" der Längenkontraktion ist FitzGerald in der Dokumentation von G.O. Mueller reichlich vertreten, zum Beispiel Seite 110: http://www.ekkehard-friebe.de/buch.pdf

Zitat von G.O. Mueller:

E: Bewegung / Fehler Nr. 11

Die von FitzGerald und Lorentz nur als Hypothese und erst von Einstein in der SRT als Realität eingeführte Längenkontraktion ist seit nunmehr 100 Jahren nie beobachtet worden.

Die Längenkontraktion wurde von FitzGerald und Lorentz eingeführt, ausdrücklich als adhoc-Hypothese zur Erklärung des angeblichen Null-Ergebnisses des Michelson-Morley- Versuches, damit zugleich unter der Äther-Hypothese. Eine Beobachtung der Längenkontraktion nach seiner Theorie hat Lorentz nicht berichten können.

Albert Einstein und seine Nachfolger behaupten die Längenkontraktion als realen Effekt, ohne Verwendung einer Äther-Hypothese. Auch dieser reale Effekt konnte seit 100 Jahren nicht beobachtet werden. - Damit fehlt jede Veranlassung, die Längenkontraktion als bewiesenen Effekt der SRT auszugeben; folglich ist insbesondere die Qualifizierung der SRT als der "am besten bewiesenen Theorie der Physik" ohne jede Grundlage.

Die Nicht-Beobachtung der Längenkontraktion ist nicht verwunderlich, wenn man ihre Herleitung in AE 1905 genau analysiert. Albert Einsteins Vorgehen in der Entwicklung seiner Theorie ist sehr bemerkenswert: als erstes behauptet er die Parzellierung des Zeitbegriffs mit der Einführung von nur lokal gültigen Zeiten; als zweites behauptet er die Ungültigkeit einer Gleichzeitigkeit für entfernte und relativ bewegte Uhren und Ereignisse, womit die Einschränkung der Zeitgeltung befestigt wird; und nachdem er so den physikalischen Zeitbegriff parzelliert und relativiert hat, verwendet er diesen Zeitbegriff und Uhren (!) zur Messung der Länge des starren Stabes: mit einer bereits relativierten Zeit ist dann die Deduktion einer relativierten Länge kein Kunststück.

In der Argumentationslinie für die Längenkontraktion bedient sich Albert Einstein einer ähnlich verschlungenen Methode wie bei der Herleitung der C-Konstanz (Fehler B 2): AE 1905, S. 895 wird per Paragraphen-Titel die Relativität von Längen angekündigt; S. 895-896 wird dazu eine Gedanken-Versuchsanordnung beschrieben, die entscheidende Messung jedoch noch nicht durchgeführt, sondern nur angekündigt, welches Ergebnis man finden wird:

"Die ... zu findende Länge ... werden wir unter Zugrundelegung unserer beiden Prinzipien bestimmen und finden, daß sie von l verschieden ist" (S. 896); die Längenkontraktion ist also an dieser Stelle noch keineswegs begründet worden, sondern ihre Herleitung nur angekündigt; anschließend wird mit der Versuchsanordnung für die Längenkontraktion ganz überraschenderweise erst einmal die Zeitdilatation bewiesen (siehe Fehler B 2), übrigens mit noch nicht kontrahiertem starren Stab; auf den Seiten 897-901 ist dann von der Kontraktion nicht mehr die Rede, es werden die Transformationsgleichungen von Lorentz entwickelt; erst aus diesen Transformationsgleichungen wird dann S. 902-903 die Kontraktion von Längen abgeleitet - und nicht aus dem Versuchsaufbau auf S. 895-896! Da in den Transformationsgleichungen (identisch mit denen von Lorentz) bereits die Verkürzung steckt, ist es kein Wunder, daß Albert Einstein eine Verkürzung deduzieren kann: das Kaninchen steckte schon im Zylinderhut. Wieder arbeitet Albert Einstein mit der Annahme, daß der Leser 11 Textseiten nicht überblicken und den Trick nicht bemerken wird. Solche Trick-Ergebnisse werden jedoch von der Natur durch Nicht-Beobachtung bestraft.

Die eigenartige Ableitung der Längenkontraktion aus der Zeitdilatation ist in der Literatur wiederholt festgestellt worden; z.B. Browne 1977, S. 734: "Length contraction in special relativity is a direct consequence of the relativity of simultaneity (as indeed are all relativistic effects)."

Manche besonders vergeßlichen, aber eifrigen Relativisten gelangen sogar zu der Erkenntnis, daß die reale Längenkontraktion der SRT das Null-Ergebnis des Michelson-Morley- Versuchs beweise - zu dessen Erklärung durch eine ad-hoc-Hypothese sie einmal ausgedacht worden war.

AE 1905. - Browne, Peter F.: Relativity of rotation. In: Journal of physics. A. Ser. 2, Vol. 10. 1977, S. 727-744.


Wobei die Anmerkung von G.O. Mueller in der Version 2004 der Dokumentation "Albert Einstein und seine Nachfolger behaupten die Längenkontraktion als realen Effekt, ohne Verwendung einer Äther-Hypothese" nach der Aussage von Dr. Markus Pössel vom Albert Einstein Institut 2008 nicht zutrifft: Die Längenkontraktion wird eben nicht als realer Effekt von einem Vertreter dieses Instituts und Experte der Relativitätstheorie angesehen: http://www.jocelyne-lopez.de/blog/2008/ ... -17190808/:

Zitat von Dr. Markus Pössel:

Die Laengenkontraktion geht nicht mit materiellen Veraenderungen des Koerpers einher;


Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Britta » So 15. Aug 2010, 14:49

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Als "Entdecker" der Längenkontraktion ist FitzGerald in der Dokumentation von G.O. Mueller reichlich vertreten, zum Beispiel Seite 110:

Zitat von G.O. Mueller:

E: Bewegung / Fehler Nr. 11

Die von FitzGerald und Lorentz nur als Hypothese und erst von Einstein in der SRT als Realität eingeführte Längenkontraktion ist seit nunmehr 100 Jahren nie beobachtet worden.


Wobei die Anmerkung von G.O. Mueller in der Version 2004 der Dokumentation "Albert Einstein und seine Nachfolger behaupten die Längenkontraktion als realen Effekt, ohne Verwendung einer Äther-Hypothese" nach der Aussage von Dr. Markus Pössel vom Albert Einstein Institut 2008 nicht zutrifft: Die Längenkontraktion wird eben nicht als realer Effekt von einem Vertreter dieses Instituts und Experte der Relativitätstheorie angesehen:

Zitat von Dr. Markus Pössel:

Die Laengenkontraktion geht nicht mit materiellen Veraenderungen des Koerpers einher;


Viele Grüße
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Und täglich grüßt das Murmeltier...

Jetzt beschäftigst du dich schon solange damit und hast es immer noch nicht verstanden. So lange hab ich jedenfalls nicht dafür gebraucht und kann inzwischen schon lange sehen, dass es Unsinn ist, was du behauptest.

Natürlich wirst du nie beobachten können, dass sich ein bewegtes Objekt real verkürzt. Das ist ja auch nicht Sinn und Zweck der Sache. :roll:
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » So 15. Aug 2010, 15:14

Hallo zusammen,

Ekkehard Friebe bringt heute in seinem Blog die Behandlung des ausgiebiegen Themas Natur der Längenkontraktion durch Gertrud Walton, Mathematikerin und Kritikerin der Relativitätstheorie aus Großbritannien, siehe:

Gertrud Walton: „On the nature of relativistic effects”

Dort findet sich auf Seite 6-9 eine kabarettreife Vorführung der Theorie; man beachte den schönen Eddington-Ausspruch:

„The shortering of the moving rod is true, but it is not really true”.

(das könnte fast von Dr. Markus Pössel stammen…)

Mehr an Unterhaltungswert kann man aus einer physikalischen Theorie wohl nicht herausholen. Darin ist aber auch die ganze 100jährige Misere der Akademiker der Relativitätstheorie sinnfällig gemacht, von Frau Walton als „gem“ (Edelstein) gepriesen:

Zitat von Gertrud Walton:

1. Effects are true but not really true:

Pride of place goes to Eddington [1928, 33-34]:
“The shortening of the moving rod is true, but it is not really true.”
(Thanks to Prof. I. McCausland, Toronto, for contributing this gem.)


Die Zusammenstellung von Gertrud Walton über verschiedene widersprüchliche Auffassungen der Natur der Längenkontraktion in der Relativitätstheorie ergibt z.B. allein mit einer Auflistung vom Physiker Peter Ripota - die er in einer nicht beantworteten Anfrage an Dr. Markus Pössel zusammengestellt hat - rund 30 hochqualifizierte Autoren weltweit, die verschiedene Ansichte über die Natur der Längenkontraktion in der Speziellen Relativitätstheorie vertreten.

Vor diesem Hintergrund frag man sich, was Dr. Markus Pössel vom Albert Einstein Institut in Potsdam sich vorstellt und was er beabsichtigt, wenn er mich zwischen den Zeilen mit gerichtlichen Schritten wegen Fehlinterpretation seiner eigenen Auffassung der Natur der Längenkontraktion droht... :? Naja, lassen wir uns überraschen was die Richter in der Bundesrepublik Deutschland über die richtige oder falsche Interpretation der Natur der Längenkontraktion in der Relativitätstheorie zu sagen haben... ;)

Viele Grüße
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Britta » So 15. Aug 2010, 15:51

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Gertrud Walton: „On the nature of relativistic effects”[/url][/b]

Dort findet sich auf Seite 6-9 eine kabarettreife Vorführung der Theorie; man beachte den schönen Eddington-Ausspruch:

„The shortering of the moving rod is true, but it is not really true”.

(das könnte fast von Dr. Markus Pössel stammen…)

Mehr an Unterhaltungswert kann man aus einer physikalischen Theorie wohl nicht herausholen.


Ich frage mich, ob das für dich überhaupt irgendeinen Unterhaltungswert hat, wo du doch kein english verstehst, und wie du dann überhaupt behaupten kannst, von wem was stammen könnte?
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » So 15. Aug 2010, 19:21

Britta hat geschrieben:
Ich frage mich, ob das für dich überhaupt irgendeinen Unterhaltungswert hat, wo du doch kein english verstehst, und wie du dann überhaupt behaupten kannst, von wem was stammen könnte?


Na ja, so viel Englisch kann ich erst einmal lesen, dass ich die 8 verschiedene Erklärungen über die Natur der Längenkontraktion verstanden habe, die von Gertrud Walton dokumentiert wurden, und allein das ich schon ziemlich lustig für eine Kernaussage der behaupteten best bestätigten und bewiesenen Theorie der Welt :lol: : http://ekkehard-friebe.de/blog/gertrud- ... #more-2832

Zitat Gertrud Walton:

On the nature of relativistic effects
[...]
The reciprocal effect of length contraction and time dilation, which appears by logical necessity to emerge from the kinematic part of the special theory of relativity, has been variously explained as:

1. true but not really true (guess who)
2. real
3. not real
4. apparent
5. the result of the relativity of simultaneity
6. determined by measurement
7. a perspective effect
8. mathematical


(Zitatende, Hervorhebungen in ROT durch Friebe)



Ich übersetze und fasse es wie folgt kurz zusammen:

1. „Wahr, aber nicht wirklich war“, ein Juwel der Rhetorik mit Unterhaltungswert, in der Tat :lol: - und zwar von dem fanatischen Relativist Eddington, der auch die Ergebnisse der Sonnenfinsternis von 1919 verfälscht hat, siehe Sonnenfinsternis von 1919: Nachgewiesene Fälschung der Ergebnisse und Wie man Heilige erschafft, sowie Sonnenfinsternis über die theoretische Physik?
2. Real: Arzelies, Krane, Matveyev, Møller, Pauli, Schwinger, Tolman
3. Nicht real: Taylor & Wheeler
4. Scheinbar: Aharoni, Cullwick, Jackson, Joos, McCrea, Nunn, Whitrow
5. Folge der Relativität der Gleichzeitigkeit: Bohm, French, Rosser, Stephenson & Kilmister
6. Meßeffekt: Schwartz
7. Perspektiveffekt (Optischer Effekt): Rindler
8. Mathematisch: Eddington, Minkowski, Rogers,
wobei die "Erklärung" von Minkowski mit "a gift from above" auch ein Juwel ist. :P

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