Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Harald » Sa 11. Jun 2011, 20:01

Ich muss Veritatibus Recht geben: Wenn man ihn als Steinheitphysiker bezeichnet, dann scheint das als in Ordnung betrachtet zu werden. Reagiert er darauf mit "Crank", dann ist der Protest groß. Ich habe wieder einmal den Eindruck gewonnen, dass die Kritiker zweierlei moralische Maßstäbe haben. Könnten nicht beide Seiten zur Sachlichkeit zurückkehren? Dann ist es nämlich interessanter mitzulesen.

Viele Grüße
Harald
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon galactic32 » Sa 11. Jun 2011, 20:47

Artie hat geschrieben:Könnte es sein, das man ... keine Argumente hat?
Was wäre denn ein Argument?
So z.B. ?

Es sieht sogar eher darnach aus, daß man eh keine physikalischen Fragen hat, die es anzudiskutieren gäbe.
"Die Physik" weiß mir ja so schon alles.

Gruß
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon galactic32 » Sa 11. Jun 2011, 23:36

Artie hat geschrieben:Wenn du oder Chief rumtrollen und die Leute anmachen ist das in Ordnung,
Wieso ist das denn nun in Ordnung?

Gruß
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon galactic32 » Sa 11. Jun 2011, 23:55

Chief hat geschrieben:
Artie hat geschrieben:Veritatibus trollt nicht...

So hoch der Geist...:mrgreen:
Schreib uns besser mal was Klärendes zum "Photonenzerfall", als Meister Artie aufzuziehen.
irgendwer hat geschrieben:...Eine Sinuswelle mit einer einzigen Wellenlänge, also eine harmonische
Welle, wird nie ausgesandt. Wellen mit einer einzigen Wellenlänge gibt es
nicht in der Natur, wegen der Unschärferelation.
Aber auch so, jede Welle die von der Sinusform abweicht besteht bereits aus
mehreren Sinuswellen.

Beim Photon wird ein "Ping" ausgesandt, welcher das Interferenzergebnis aus
den Wellen eines engen Frequenzbandes ist.
Als Interferenzergebnis erzielt man einen zeitlich begrenzten "Ping" der
mit Amplitude Null beginnt, dann über ein Maximum wieder auf Null absinkt.
...
Stimmt das so ?
Was fehlt?
jemand hat geschrieben:Ein Photon ist vielmehr sowas wie das Pendant des Phonons im Vakuum.
In der Festkörperphysik beschreibt man einen Festkörper durch ein unendlich ausgedehntes 3d-Gitter mit Atomen an den Gitterpunkten. Jedes Atom befindet sich im Austausch mit seinen nächsten Nachbarn und erfährt noch ein Hintergrundpotential, was eine Näherung für alle anderen Atome des Gitters darstellt.
In so einem System können Schwingungen oder Schockwellen, die sich durch das Gitter ausbreiten durch Phononen beschrieben werden. Phononen sind Quasiteilchen und gehören zu den Bosonen.
Was soll denn ein "Boson" sein?

Gruß
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Hannes » So 12. Jun 2011, 07:47

Hallo Diskussionspartner !

Eine Forumdiskussion ist kein Kindergarten. Da fliegen öfters die Fetzen. Aber das kommt im Kindergarten auch vor.
Wenn die Diskussion aber zu emotional wird, sollte man sie wieder einbremsen. Die Diskussionspartner sind keine Unmenschen. Sie sind zum größten Teil sehr gut akademisch geschulte Leute, denen man Intelligenz nicht absprechen kann. Weder den Kollegen Relativisten/Innen noch deren Kritiker und Kritikerinnen.
Die Diskussion entzündet sich immer wieder an der Tatsache, dass eine Gruppe an einer Meinung festhält, die schön langsam in die Jahre kommt und von neueren Erkenntnissen infrage gestellt wird.
Nur kommen die Diskussionspartner nicht auf die Idee, gemeinsam an einer Weiterentwicklung zu arbeiten, wobei selbstverständlich überholtes Gedankengut still und heimlich entsorgt werden muss, sodass die damals handelnden Personen und deren heutige Vertreter nicht zuviel an Reputation einbüßen.

Ich habe vor einigen Tagen eine These präsentiert, die sicher nicht nur auf meinen Gedanken basiert, sondern aus der Diskussion heraus entstanden ist. Ich stelle daher auch keinen Alleinanspruch darauf. Plagiat sie sicher nicht. Aber ich weiß, dass ich in Übereinstimmung mit mehreren kompetenten Diskussionspartnern bin, die ich nicht namentlich aufzählen brauche.

Da ich fast keine Reaktion darauf erhalten habe, möchte ich sie noch einmal zur Diskussion stellen. Ich habe schon befürchtet, “in der Luft zerrissen zu werden“, aber nicht einmal das ist eingetreten :

Ausbreitungsgeschwindigkeit elektromagnetischer Wellen und Impulse.

1.Elektromagnetische Wellen und Impulse breiten sich mit spezifischer Geschwindigkeit
relativ zu einer Meßstrecke innerhalb von speziellen Lichtleitern aus, unabhängig von deren Bewegungszustand.
Als Lichtleiter ist jeder räumlich definierbare Lichtleiter zu verstehen.
c_spezifischer Lichtleiter= m/t = konstant
m= zurückgelegte Streck der Amplitude
t= Zeit

2. Bei Übertritt der elmag-Wellen oder Impulse von einem bewegten Lichtleiter zu einem anders bewegten Lichtleiter ändert sich deren Wellenlänge entsprechend der vektoriellen Bewegung der beiden Lichtleiter zueinander.
Lambda 1+- lambda 2= m1/t+- m2/t vectoriell
Lambda = Abstand zweier Amplituden
m1/t oder m2/t= jeweilige vektorielle Geschwindigkeit der Lichtleiter zueinander

Ich möchte dazusagen dass dies ein Entwurf ist der selbstverständlich noch präzisiert werden kann. Mathematikfehler sind eventuell zu korrigieren.

Zur laufenden Diskussion möchte ich noch bemerken: sollte sich der eine oder andere Teilehmer angegriffen fühlen, so bitte ich ihn, etwas nachsichtig zu sein und auf keinen Fall beleidigt zu sein.Ich werde mich auch bemühen.

Mit Gruß
Hannes
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Kurt » So 12. Jun 2011, 07:59

Artie hat geschrieben:Und wenn man genau hinkuckt und Links folgt, dann sieht man auch das der Benutzer "rop" abgewatscht wird, weil er kein Heiliger ist.


Und wenn man genau sucht, wenn man genau und ausdauernd sucht, dann findet man wohl hier und dort und drüben und hüben einen ganz guten Grundstock.
Einen Stock der frei von den "ich hab den .." Gehabe ist.
Kindergartengehabe gehört in den Kindergarten.
Wir sollten doch eigentlich weiter sein!

Gruss Kurt
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » So 12. Jun 2011, 09:57

Hannes hat geschrieben:
Die Diskussion entzündet sich immer wieder an der Tatsache, dass eine Gruppe an einer Meinung festhält, die schön langsam in die Jahre kommt und von neueren Erkenntnissen infrage gestellt wird.

Nur kommen die Diskussionspartner nicht auf die Idee, gemeinsam an einer Weiterentwicklung zu arbeiten, wobei selbstverständlich überholtes Gedankengut still und heimlich entsorgt werden muss, sodass die damals handelnden Personen und deren heutige Vertreter nicht zuviel an Reputation einbüßen.

Du sprichst da aus meiner Sicht einen sehr wichtigen Punkt an: Die SRT musst in der Tat entsorgt werden, weil sie das wissenschaftliche Denken vernichtet und die Vernunft pervertiert, sowie die geistige Entwicklung der neuen Generationen von Physikern beeinträchtig und die Forschung blockiert. Von einer „Weiterentwicklung der SRT“ zu sprechen, wie Du es seit Jahren hier im MAHAG-Forum forderst, macht keinen Sinn, man kann ja nicht etwas Falsches „richtig weiterentwickeln“, man kann nicht richtig auf Fehler aufbauen. Von einer Weiterentwicklung der SRT zu sprechen ist zwar ein lobenswerter psychologischer Versuch, die Sache durch die Blumen zu sagen, man lügt sich aber dabei in die eigene Tasche und vor allem das bringt nichts, das sieht man doch! Es wird seit 100 Jahren nur auf Fehler „weiterentwickelt“, mit gigantischen personellen und finanziellen Mitteln. Man sieht doch seit mehr als 100 Jahren, dass eine Weiterentwicklung nicht möglich ist, sondern dass man noch tiefer in die Sackgasse fährt: Seit mehr als 100 Jahren sind doch weltweit wertvolle Alternativtheorien vorhanden, sowohl Äther- als auch Emissionsmodelle, die man wirklich weiterentwickeln könnte, nicht zuletzt aufgestellt von hochrangigen und hochqualifizierten Wissenschaftlern, zum Beispiel mit der Theorie von Lorentz, die direkt in Konkurrenz zu der SRT steht. Was hat es genützt? Nichts, und wieder nichts! Alle dieser Alternativtheorien, die seit mehr als 100 Jahren vorhanden sind, werden nicht beachtet, werden geschmäht, ignoriert und als fehlerhaft unwiderruflich disqualifiziert.

Das bringt nichts zu fordern, dass die SRT „weiterentwickelt“ werden muß, Du hast es diesmal aus meiner Sicht richtig gesagt: Die SRT muss entsorgt werden.

Die Frage ist nur, wie sie realistisch in der Praxis entsorgt werden kann.

Ich bin der Meinung, dass eine harte Entsorgung nicht möglich ist: Zu viele Interessen, finanziell und psychologisch, stehen im Spiel: Milliarde von Ausbildungs- und Forschungsgeldern und Milliarde von kommerziellen Interessen, die SRT ist nur Marketing, sowie nicht zuletzt die Blamage für zu vielen führenden zeitgenössischen Persönlichkeiten. Nein, eine harte Entsorgung ist meiner Meinung nach nicht möglich, zu viel Geld, zu viel Prestigedenken, zu viel Eitelkeit und auch zu viel Angst sind im Spiel, die Angst der Relativisten und die Angst der Kritiker. Die Maschinerie der Fehlerdurchsetzung, die schon zu lange historisch entstanden ist, ist meiner Meinung nach nicht frontal mit einer harten Entsorgung zu begegnen, man stößt auf einen verzweifelten und erbitterten Widerstand, mit allen Mitteln, auch eklatant ersichtlich auf verlorenen Posten. Man kann den Denkmal SRT nicht direkt umstürzen, das geht wohl nicht.

Meiner Meinung nach ist nur eine „sanfte“ Entsorgung realistisch, die sowohl die finanziellen als auch die psychologischen Strukturen schont und scheinbar unbemerkt auf natürlicher Weise umstellt, "still und heimlich" wie Du es ausgedrückt hast. Ein einfacher und realistischer Weg dahin wäre eben die Einführung der Lehre der Kritik der Relativitätstheorie in die Universitäten. Dabei würde die SRT mittelfristig auf sanfte Weise von der nachkommenden Generation von Studenten und Forschern entsorgt, unter Schonung von allen finanziellen und psychologischen Interessen. Diese Vorstellung habe ich zum Beispiel in meinem Blog-Beitrag dargelegt: Unterdrückung der Kritik der Relativitätstheorie: Eine einfache Lösung:

24.09.10 - Zitat von Jocelyne Lopez:

Das ist meiner Meinung nach der springende Punkt: Erst wenn das Thema nicht mehr Tabu und in den Unis offiziell „freigegeben“ wäre, würde sich das Problem der Unterdrückung der Kritik der Relativitätstheorie und der Diskriminierung ihrer Kritiker ganz von allein im Selbstgang lösen: Etablierte Verlage würden kritische Bücher drucken, kritische Bücher könnten als Schulbücher den Schülern und Studenten empfohlen werden, sowie in allen Uni-Bibliotheken zu finden sein, kritische Autoren könnten zu Gastvorträgen bei Seminaren eingeladen werden, kritische Thesen würden von der etablierten wissenschaftlichen Presse behandelt werden, Experimente von Kritikern würden in den Unis vorgestellt, vorgeführt oder wiederholt werden, die öffentliche Diffamierung und die Hetze gegen die Privatperson von Kritikern würde verpönt sein und aufhören. Die theoretische Physik würde sich auf einmal im Selbstgang sanieren und ein normaler wissenschaftlicher Betrieb sich von allein einstellen. Das Problem der Unterdrückung der Kritik der Relativitätstheorie und der Diffamierung ihrer Kritiker ist also äußerst einfach und kostengünstig zu lösen: Das Thema muss lediglich in den Unis „freigegeben“ werden.

Es gibt laut dem Direktor vom Albert Einstein Institut Prof. Dr. Hermann Nicolai gegenwärtig „zwei C4 (W3) Professuren an deutschen Universitäten“ für die Relativitätstheorie. Man sollte also genau gleichberechtigt zwei C4 (W3) Professuren mit allem, was dazu gehört, für die Lehre der Kritik der Relativitätstheorie ausschreiben, und die Sache ist geregelt. Eine kostengünstige und sachgerechte Lösung, die jedem nur Recht sein kann. Nur fanatischen und dogmatischen Relativisten könnten bei dieser Vorstellung auf die Palme gehen und tollwütig werden.


Die Zulassung und die Lehre der Kritik der Relativitätstheorie in den Universitäten wäre eine sanfte Lösung. Die Frage ist nur, wie man diesen entscheidenden Schritt vom Ministerium für Bildung und Forschung erreichen könnte. Der Weg dazu ist allerdings weder sanft noch einfach. ;)

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon galactic32 » Mo 13. Jun 2011, 12:01

Artie hat geschrieben:Man muss dazu erstmal *funktionierende" Gegenkonzepte haben, aber die gibt es nicht.
Ähm, gibt es nicht?

Ein *nicht funktionierendes* Konzept als funktionierend darzustellen kann's doch wohl nicht sein.
Modell-Ansätze dürften doch wohl auch ganz akceptabel sein, oder warum nicht?
Als (anzugehender) Wissenschaftler dürfte verstanden werden wie unentwickelt ein Modell sein kann, abgesehen davon daß einem Meßergebnisse und experimentelle Erkenntnisse möglichst uninterpretiert zur Verfügung stehen müssten, als "Grundlage" einer Hypothesenfreien Wissenschaft.
.../blog/kritiker/hartwig-thim-und-sein-unsinn-uber-das-michelson-morley-experiment hat geschrieben:Es ist zu hoffen, dass die Vorlesung von den Studenten mit der notwendigen kritischen Distanz und Urteilsfähigkeit gehört wird – wenn überhaupt, denn „Bullshit is a greater enemy of the truth than lies are“[3].
...experiment/comment-page-2#comments hat geschrieben:Die wirklichen Dummschwätzer sind diejenigen, die den SRT-Unsinn noch immer in die Lehrbücher hineinschreiben und die Studenten damit verunsichern.
... na ja, da wollen wohl beide Seiten den Studenten ihr bestes ...
Jocelyne hat geschrieben:Ich bin der Meinung, dass eine harte Entsorgung nicht möglich ist: Zu viele Interessen, finanziell und psychologisch, stehen im Spiel: Milliarde von Ausbildungs- und Forschungsgeldern und Milliarde von kommerziellen Interessen, die SRT ist nur Marketing, sowie nicht zuletzt die Blamage für zu vielen führenden zeitgenössischen Persönlichkeiten. Nein, eine harte Entsorgung ist meiner Meinung nach nicht möglich,
Wenn die SRT-Leute hardwaremäßig den irdischen Gegebenheiten entsteigen, haben wir es schon mit einer harten Entsorgung zu tun.
Andererseits fehlt Studenten in der That eine notwendige kritische Grundeinstellung, wenn diese leichtfertig Dummgeschwätz absorbieren .
Was die SRT-Vermarktung angeht, solche Auswüchse gehen hier mit der Überlebensunwilligkeit einer evolutiv zum Aussterben bestimmten (Zweig einer) Spezies einher.

Grundsätzlich wäre eine vernünftige Raumtheorie alleine zu viel ein Herumpfuschen an Symptomen, denn dieses lenkt von den eigentlichen Verursachungen solchen Spiel's ab.

Gruß
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 14. Jun 2011, 06:20

Zur Information: Mein gestriger Beitrag in der Diskussion von Dr. Markus Pössel „Was ist eine gute Maßeinheit?“: http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/r ... ment-28207

@ Dr. Markus Pössel:

Zitat von Dr. Markus Pössel:

Um nicht ein neues Thema anzuschneiden, bevor wir das alte abgeschlossen haben: Kann ich aus der Tatsache, dass sich Ihre Einwände nur noch auf das Postskriptum beziehen, und zudem nur Messungen auf Pluto oder sonstwo abseits der Erde betreffen, schließen, dass wir jetzt zumindest Einigkeit über die praktisch-irdische Überlegenheit der Meterdefinitionen von 1960 bzw. 1983 über ihre Vorgänger erzielt haben?

Ich bleibe bei meiner Auffassung, dass man durch eine Definition der Längeneinheit Meter weder genauer noch besser reproduzierbar messen kann: Dies bleibt einzig von der gewährleisteten Unveränderlichkeit der Urmaßstäbe und ihrer Reproduktionen abhängig, sowie von den meßtechnischen Bedingungen. Noch einmal, man misst nicht mit einer Definition, sondern mit Gegenständen (mit Meßinstrumenten, Uhren, Lichtdetektoren), die Definition spielt keine Rolle sobald diese Objekte konkret zum Einsatz kommen, sondern einzig die Beschaffenheiten dieser materiellen Objekte sind maßgebend. Die Möglichkeit einer feineren Unterteilung der Maßeinheiten Meter und Sekunde bedeutet keine genauere Messung, das ist eben nur eine feinere Unterteilung, mehr nicht. Dabei bleibt ein Meter immer ein Meter und eine Sekunde immer eine Sekunde, sobald man die Urmaßstäbe gewählt hat, die ihre eigenen Maßen für alle Vergleiche mit anderen Objekten vorgeben. Man muss per Konvention voll akzeptieren, dass ein Meter immer ein Meter und eine Sekunde immer eine Sekunde ist, sobald sie von den materiellen Urmaßstäben vorgegeben sind, sonst stellt man das ganze Maßeinheitsystem in Frage. Das ist per Konvention zu akzeptieren, die Unveränderlichkeit von Maßeinheiten soll nicht in Frage gestellt werden. Man darf nie behaupten, das ist nicht zulässig, dass ein gemessener Meter in manchen Fällen anders ist als ein Meter und eine gemessene Sekunde anders ist als eine Sekunde, solange sie mit einer exakten Reproduktion (bzw. Synchronisation) der jeweiligen Urmaßstäbe gemessen wurden.

Aber unsere abweichenden Auffassungen über die Bedeutung der Definitionen von Maßeinheiten sollten uns nicht davon abbringen, weiter in die Einführung „Einstein verstehen“ fortzufahren.


Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Mirko » Di 14. Jun 2011, 06:35

Man darf nie behaupten, das ist nicht zulässig, dass ein gemessener Meter in manchen Fällen anders ist als ein Meter und eine gemessene Sekunde anders ist als eine Sekunde, solange sie mit einer exakten Reproduktion (bzw. Synchronisation) der jeweiligen Urmaßstäbe gemessen wurden.


Was verstehst du eigentlich unter Messgenauigkeit?
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