Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 24. Mai 2011, 08:12

Mirko hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
"Ein Meter ist diejenige Strecke, die Licht im Vakuum binnen des 299 792 458 sten Teils einer Sekunde zurücklegt.“

Und wie lang ist die Messstrecke?

Die Messstrecke des Lichts ist per Konvention 1 Meter lang: die Längenmaßeinheit ist ja 1 Meter.
Per Konvention hat man festgelegt, dass das Licht binnen 299 792 458 sten Teils einer Sekunde diese Strecke von 1 Meter zurücklegt.

- Wenn das Licht weniger Zeit braucht, um diese Meßstrecke von 1 Meter zurückzulegen (das sieht man an den gemessenen Lichtlaufzeiten, wieviel Zeit das Licht braucht), bedeutet es, dass das Licht auf dieser Meßstrecke von 1 Meter schneller war als 299 792 458 m/s

- Wenn das Licht mehr Zeit braucht, um diese Meßstrecke von 1 Meter zurückzulegen (das sieht man an den gemessenen Lichtlaufzeiten, wieviel Zeit das Licht braucht), bedeutet es, dass das Licht auf dieser Meßstrecke von 1 Meter langsamer war als 299 792 458 m/s.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
Zuletzt geändert von Jocelyne Lopez am Di 24. Mai 2011, 08:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Mirko » Di 24. Mai 2011, 08:18

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Mirko hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
"Ein Meter ist diejenige Strecke, die Licht im Vakuum binnen des 299 792 458 sten Teils einer Sekunde zurücklegt.“

Und wie lang ist die Messstrecke?

Die Messstrecke des Lichts ist per Konvention 1 Meter lang: die Längenmaßeinheit ist ja 1 Meter.
Per Konvention hat man festgelegt, dass das Licht binnen 299 792 458 sten Teils einer Sekunde diese Strecke von 1 Meter zurücklegt.

- Wenn das Licht weniger Zeit braucht, um diese Meßstrecke von 1 Meter zurückzulegen (das sieht man an den gemessenen Lichtlaufzeiten, wieviel das Licht braucht), bedeutet es, dass das Licht auf dieser Meßstrecke von 1 Meter schneller war als 299 792 458 m/s

- Wenn das Licht mehr Zeit braucht, um diese Meßstrecke von 1 Meter zurückzulegen (das sieht man an den gemessenen Lichtlaufzeiten, wieviel das Licht braucht), bedeutet es, dass das Licht auf dieser Meßstrecke von 1 Meter langsamer war als 299 792 458 m/s.

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Aha, also muss die Polizei im Abstand von einem Meter hinter dem anderen Auto herfahren - und der Polizist am Straßenrand darf nur in dem Moment messen, in dem das vorbeifahrende Auto genau einen Meter entfernt ist.
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 24. Mai 2011, 08:27

Mirko hat geschrieben:
Aha, also muss die Polizei im Abstand von einem Meter hinter dem anderen Auto herfahren - und der Polizist am Straßenrand darf nur in dem Moment messen, in dem das vorbeifahrende Auto genau einen Meter entfernt ist.

Nein, das brauchen beide Polizisten nicht: die Meßstrecke von 1 Meter kann man ja vielfachen, d.h. sie besteht dann aus einer Reihe hintereinandergelegten Teilstrecken von jeweils 1 Meter.

Viele Grüße
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Mirko » Di 24. Mai 2011, 08:31

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Mirko hat geschrieben:
Aha, also muss die Polizei im Abstand von einem Meter hinter dem anderen Auto herfahren - und der Polizist am Straßenrand darf nur in dem Moment messen, in dem das vorbeifahrende Auto genau einen Meter entfernt ist.

Nein, das brauchen beide Polizisten nicht: die Meßstrecke von 1 Meter kann man ja vielfachen, d.h. sie besteht dann aus einer Reihe hintereinandergelegten Teilstrecken von jeweils 1 Meter.

Viele Grüße
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Und woher weiß die Polizei, um wie viele Meter sie ihre Teilstücke vervielfachen muss?
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon galactic32 » Di 24. Mai 2011, 09:31

Harald hat geschrieben:Ihre Meinung ändert nichts an der Tatsache, dass das ohmsche Gesetz auch für induktive und kapazitive Lasten anwendbar ist.
Vermutlich war eher gemeint:es gilt auch für allgemeinere elektrische Bauteile Energieerhaltung, und ein Kirchhoff'sches "Gesetz" ist weiterhin anwendbar.
Die Kenngröße Ohm Ω [U/I] sagt so alleine nicht alles Relevante zum Thema aus.
Ebenso stellt es Frau Lopez falsch dar, wenn in ihrem Blog steht, dass das ohmsche Gesetz nicht mir gilt, weil der Widerstand temperaturabhängig sei.
Wurde so ganz zu recht auch in der Mittelstufe verbreitet.
Wenn im anderen Beispiel der geschmolzene Draht aus ihrem Blog zu einem R gegen unendlich führt, dann ergibt das Ohmsche Gesetz I=0, das ist ebenfalls korrekt.
Läßt sich korrect heraus lesen.
Das Wort "ebenfalls" sagt mir jetzt doch was anderes.
Ihr ganzer Blogbeitrag über das Ohmsche Gesetz ist Unsinn.
Na, ich tippe mal, man muß den Aufsatz schon so verstehend "lesen", wie die Autorin ihre Begriffe, ihr Weltbild auffaßt.
Sie stellt das Ohmsche Gesetz in Frage, stellt tatsächlich aber nur dar, dass es den idealen Ohmschen Widerstand nicht gibt.
Seltsam, ernsthaft in Frage gestellt hat jemand damit die Ohm'schen Gesetzmäßigkeit nicht einmal im Ansatz.
Eher, falls nicht einfach nachgeplappert, wird einfach behauptet es gäbe diesen Idealfall nicht.[Als gäbe es diesen für solche "Denker" jemals?]
Was denn quantitativ "Ideal" sein soll bleibt so noch völlig im Dunkel'n.
Das Argument mit der Temperaturabhängigkeit bleibt so sicher Unfug.
Wird nicht einmal im Ansatz weitergedacht, wie dieses wohl mit Sicherheit längst bekannt ist, und mit welcher Methode sich Gewissheit verschafft wurde.

Wissenschaftlich wirkende Aufsätze schreiben wollen, und wissenschaftlich argumentieren können, bleibt so eindeutig getrennt.
Einfach wie manche kleinstkinder rum-matschen wirkt für mich nicht wie Kunst.
Da ist's so mit einer Schwelle zwischen discipliniertem Lernen wollen, und diesem Ich-austoben bei noch Grundschul-unreifen Kindern.

Und Wissenschaft ist für mich keine Eintagsfliege, so eine Art daily-soap-opera-Ersatz.
Mehr um des Zerreden's Willen, Aufsätze zu erstellen, lassen sich erkennen.
[Ich meine: hinterher haben wir solch blinde Aktionismen ja dann wieder auch nicht gewollt]

Gruß
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon galactic32 » Di 24. Mai 2011, 09:52

Mirko hat geschrieben:Und wie lang ist die Messstrecke? Welche Entfernung legen denn die Impulse bei der Messung zurück?
Die Meßimpulse selbst können nicht weiter gemessen werden , bzw. wie denn ?
Der mit c "reisende" Meßimpuls hat so keine Eigenzeit, wie soll der denn Messen, Daten sammeln,welche "Strecke" dieser durchreist hat?
Oder die Meßimpulse legen eher eine rein zeitliche Entfernung zurück.

Übrigens was ist hier Information?
Was stellt die Zahl dar, dieser Wert, solchartiger Messungen?

Gruß
galactic32
 
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 24. Mai 2011, 10:05

Mirko hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Mirko hat geschrieben:
Aha, also muss die Polizei im Abstand von einem Meter hinter dem anderen Auto herfahren - und der Polizist am Straßenrand darf nur in dem Moment messen, in dem das vorbeifahrende Auto genau einen Meter entfernt ist.

Nein, das brauchen beide Polizisten nicht: die Meßstrecke von 1 Meter kann man ja vielfachen, d.h. sie besteht dann aus einer Reihe hintereinandergelegten Teilstrecken von jeweils 1 Meter.

Und woher weiß die Polizei, um wie viele Meter sie ihre Teilstücke vervielfachen muss?

Die Polizei weiß es nicht und braucht es auch nicht zu wissen, aber die Laserpistole weiß es.

Die räumlichen Abstände zwischen Laserpistole und Zielfahrzeug werden fortlaufend durch den Aufprall des Lichtstrahls auf die Materie des Zielfahrzeuges und den Aufprall des reflektierten Lichts auf die Materie des Lichtsdetektors bestimmt. Die Strecke, die jedes Lichtsignal zurücklegt wird also jeweils fortlaufend durch das Aufprallen des Lichts auf zwei materielle Objekte festgehalten, die Strecke jedes Signals wird sozusagen "abgesteckt" zwischen irgendeinem materiellen Punkt auf dem Zielfahrzeug und irgendeinem materiellen Punkt auf dem Lichtdetektor der Laserpistole. Die Zeit, die ein Signal gebraucht hat, um die Strecke zwischen einem materiellen Punkt auf dem Zielfahrzeug und einem materiellen Punkt auf dem Lichtdetektor zurückzulegen, wird mit einer Uhr gemessen, die in der Laserpistole eingebaut ist und mit dem Lichtdetektor verbunden ist.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Mirko » Di 24. Mai 2011, 10:16

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Die räumlichen Abstände zwischen Laserpistole und Zielfahrzeug werden fortlaufend durch den Aufprall des Lichtstrahls auf die Materie des Zielfahrzeuges und den Aufprall des reflektierten Lichts auf die Materie des Lichtsdetektors bestimmt. Die Strecke, die jedes Lichtsignal zurücklegt wird also jeweils fortlaufend durch das Aufprallen des Lichts auf zwei materielle Objekte festgehalten, die Strecke jedes Signal wird sozusagen "abgesteckt" zwischen irgendeinem materiellen Punkt auf dem Zielfahrzeug und irgendeinem materiellen Punkt auf dem Lichtdetektor der Laserpistole. Die Zeit, die ein Signal gebraucht hat, um die Strecke zwischen einem materiellen Punkt auf dem Zielfahrzeug und einem materiellen Punkt auf dem Lichtdetektor zurückzulegen, wird mit einer Uhr gemessen, die in der Laserpistole eingebaut ist und mit dem Lichtdetektor verbunden ist.


Wenn man nach deiner Argumentation geht, wird also aus der Zeit und c+unbekanntem v die Strecke errechnet und dann nimmt man die Strecke, um das v zu bestimmen.
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 24. Mai 2011, 10:42

Mirko hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Die räumlichen Abstände zwischen Laserpistole und Zielfahrzeug werden fortlaufend durch den Aufprall des Lichtstrahls auf die Materie des Zielfahrzeuges und den Aufprall des reflektierten Lichts auf die Materie des Lichtsdetektors bestimmt. Die Strecke, die jedes Lichtsignal zurücklegt wird also jeweils fortlaufend durch das Aufprallen des Lichts auf zwei materielle Objekte festgehalten, die Strecke jedes Signal wird sozusagen "abgesteckt" zwischen irgendeinem materiellen Punkt auf dem Zielfahrzeug und irgendeinem materiellen Punkt auf dem Lichtdetektor der Laserpistole. Die Zeit, die ein Signal gebraucht hat, um die Strecke zwischen einem materiellen Punkt auf dem Zielfahrzeug und einem materiellen Punkt auf dem Lichtdetektor zurückzulegen, wird mit einer Uhr gemessen, die in der Laserpistole eingebaut ist und mit dem Lichtdetektor verbunden ist.


Wenn man nach deiner Argumentation geht, wird also aus der Zeit und c+unbekanntem v die Strecke errechnet und dann nimmt man die Strecke, um das v zu bestimmen.

Nein, eine Laserpistole ermittelt kein v, sie ermittelt einzig c + v.
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Mirko » Di 24. Mai 2011, 10:53

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Mirko hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Die räumlichen Abstände zwischen Laserpistole und Zielfahrzeug werden fortlaufend durch den Aufprall des Lichtstrahls auf die Materie des Zielfahrzeuges und den Aufprall des reflektierten Lichts auf die Materie des Lichtsdetektors bestimmt. Die Strecke, die jedes Lichtsignal zurücklegt wird also jeweils fortlaufend durch das Aufprallen des Lichts auf zwei materielle Objekte festgehalten, die Strecke jedes Signal wird sozusagen "abgesteckt" zwischen irgendeinem materiellen Punkt auf dem Zielfahrzeug und irgendeinem materiellen Punkt auf dem Lichtdetektor der Laserpistole. Die Zeit, die ein Signal gebraucht hat, um die Strecke zwischen einem materiellen Punkt auf dem Zielfahrzeug und einem materiellen Punkt auf dem Lichtdetektor zurückzulegen, wird mit einer Uhr gemessen, die in der Laserpistole eingebaut ist und mit dem Lichtdetektor verbunden ist.


Wenn man nach deiner Argumentation geht, wird also aus der Zeit und c+unbekanntem v die Strecke errechnet und dann nimmt man die Strecke, um das v zu bestimmen.

Nein, eine Laserpistole ermittelt kein v, sie ermittelt einzig c + v.


Sag ich ja - nach deiner Argumentation misst sie c+v - und berechnet dann die Strecke, die das Signal zurückgelegt hat aus der Laufzeit eines Signals, das mit c+v unterwegs ist. Nur wie findet man dann heraus, wie groß v ist?
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