Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Gluon » So 13. Jun 2010, 18:10

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Wenn du mir nicht glaubst, lies dir die Newtonschen Gesetze in den diversen Textbüchern nach.


Du meinst Lehrbücher, oder? Übersetzungsfehler ;)
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon scharo » So 13. Jun 2010, 18:11

Wenn schon von freiem Fall die Rede ist, dann:
Natürlich ist ein frei fallender Körper nicht kräftefrei.
Es gibt kein Gleichgewicht zwischen G-Kraft und Trägheitskraft. Sonst würde der Körper nicht fallen, bzw. beschleunigt.
Die Trägheitskraft (reale) verhindert nur, dass der Körper instantan mit der max. Beschleunigungskraft-Geschwindigkeit fällt. Wenn also die G-Kraft (Feld) eine Geschwindigkeit c hätte, dann würde jeder Körper ohne die Wirkung der Trägheitskraft, sofort auf c beschleunigt, keine weitere Beschleunigung.
Früher (Newton) war so: Träge Masse – wirkt bei Beschleunigungen, schwere Masse – bei Gravitation – und hier wird eher an Körper auf der Erdoberfläche gedacht. Schwere und träge Masse sind proportional zueinander.
Einstein (Abraham u.a. vor ihm) forderten eine Äquivalenz zwischen schwerer und träger Masse. Somit werden Gravitation und Beschleunigung äquivalent.
Wenn er, oder egal auch wer von Kräftefreiheit beim freien Fall redet, ist das der Fall aus der Sicht eines mitbeschleunigten BS. Das ist seine frei fallende Aufzugskabine, in der dann die Gravitation verschwindet. Und umgekehrt – ob in einer mit g beschleunigten, oder in gleicher stehenden auf der Erdoberfläche Kabine – ist nicht zu unterscheiden (fast, wegen der Richtung der Kräfte, wie er selbst auch zugab). Daher sein Äquivalenzprinzip, aus dem er die absolut falsche Annahme des sich im Beschleunigungsfeld krümmenden Lichtstrahls ableitete.

Sonst, was fb557.. über die sich mit der Erde drehenden, aber unbewegt zueinander Uhren spricht, ist Unsinn. Das hat mit dem Begriff der Synchronisation durch langsamen Uhrentransport nichts zu tun.
Beim Vorhandensein eines absoluten Äthers werden die Uhren natürlich zwischen Tag und Nacht asynchron, genauer asynton, das wäre aber nur die Wirkung der Rotationsgeschwindigkeit der Erde, die für solche Messungen zu klein ist.
Die Behauptung, so was wäre Bestätigung der SRT ist natürlich auch Unsinn. Was ist mit mitbewegtem Äther oder Emissionstheorie?

Gruß
Ljudmil
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » So 13. Jun 2010, 18:39

Gluon hat geschrieben:
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Wenn du mir nicht glaubst, lies dir die Newtonschen Gesetze in den diversen Textbüchern nach.


Du meinst Lehrbücher, oder? Übersetzungsfehler ;)

Danke, ich wollte nicht so offensiv sein. Lehrbuch klingt nach belehren ....
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » So 13. Jun 2010, 18:50

scharo hat geschrieben:Wenn schon von freiem Fall die Rede ist, dann:
Natürlich ist ein frei fallender Körper nicht kräftefrei.

Zumindest nach Newton, trotzdem danke.

scharo hat geschrieben:Sonst, was fb557.. über die sich mit der Erde drehenden, aber unbewegt zueinander Uhren spricht, ist Unsinn. Das hat mit dem Begriff der Synchronisation durch langsamen Uhrentransport nichts zu tun.

Das kannst du bei Sexl, Mansouri nachlesen. Das als Unsinn einfach abzutun ist simple. Korrekt muss dazu im Detail auf die Arbeit von Sexl und Mansouri eingegangen werden und müssen konkret Punkt für Punkt die Fehler nachgewiesen werden um zu belegen, dass das einfach Unsinn ist. Sieh dir im Citation-Index mal an, welche Aufmerksamkeit Sexl, Mansouri erregt haben. Nicht zuletzt auch bei den Kritikern der Relativitätstheorie, da sie mit einigen Mythen der RT aufgeräumt haben. Schließlich haben sie nachgewiesen, dass in kinematischer Hinsicht die RT von einer ganzen Klasse von Äthertheorien ununterscheidbar ist; also zu solchen Theorien gleichwertig einzustufen ist.
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Ernst » Mo 14. Jun 2010, 19:55

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:m*d²s/dt² = m*g; d²s/dt² = g. Und mit diesem Mechanismus wird eben z.B. die Kräftefreiheit bzw. "Schwerelosigkeit" in der ISS beschrieben. Der Astronaut kann nicht unterscheiden, ob er sich gleichförmig bewegt oder in Ruhe ist oder aber frei fällt. Das alles stammt von Newton.

Das stammt eben nicht von Newton. .

Das stammt genauso von Newton, wie es da steht, oder genauer so:

P_grav = m_grav*k*m_erde/r_erde²
k *m_erde/r_erde² = 9,81 m/s² genannt g
P_grav = m_grav*g
Das ist das Newtonsche Gravitationsgesetz.

P = m_träg* d²s/dt²
Das ist das allgemeine Newtonsche Trägheitsgesetz

Beim freien Falle ist die beschleunigende Kraft P die Gravitationskraft P_grav

P=P_grav
m_träg*d²s/dt² = m_grav*g
Nun setzt Newton m_grav=m_träg und erhält
d²s/dt² = g
Das ist das Newtonsche Fallgesetz

Newton hat die schwere Masse gleich der trägen Masse gesetzt. sonst hätte er sein Fallgesetz gar nicht formulieren können.
Das heißt, alle Massen fallen gleich schnell und der ISS-Bewohner kann folglich nicht erkennen, ob er fällt.
Was bitte ist da nicht von Newton?

Laut Newton bewegt sich ein kräftefreier Körper gleichförmig oder verharrt im Zustand der Ruhe.

Ich habe doch bereits gesagt, daß eine eingeprägte Kraft natürlich vorhanden sein muß, um eine beschleunigte Bewegung zu verursachen. Das dabei vorhandene Kräftegleichgewicht mit der Trägheitskraft ist dynamischer Natur. Ein Kräftegleichgewicht bedeutet natürlich Gesamtkraft gleich Null. Das bezieht sich hier aber auf die Summe aus eingeprägten und Trägheitskräften. Nur in dieser Beziehung, und nicht begrenzt auf eingeprägte Kräfte, ist ein fallender Körper kräftefrei.
Da der ISS-Bewohner dem Newtonschen Fallgesetz unterliegt, scheint er in seiner Kapsel schwerelos, kräftefrei, zu sein, obgleich er eine beschleunigte Bewegung ausführt. Er fällt nämlich gleichschnell wie die Kapsel. Alles frei nach Newton. Auch der Einsteinsche Dachdecker hätte seine Geschichte bereits von Newton erklärt bekommen.
Das Genie Newtons wird heute häufig unterschätzt.
Ein Studium seines Originalwerkes würde das schnell ändern.

Gruß
Ernst
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Di 15. Jun 2010, 08:41

Ernst hat geschrieben:P_grav = m_grav*k*m_erde/r_erde²
k *m_erde/r_erde² = 9,81 m/s² genannt g
P_grav = m_grav*g
Das ist das Newtonsche Gravitationsgesetz.

P = m_träg* d²s/dt²
Das ist das allgemeine Newtonsche Trägheitsgesetz

Beim freien Falle ist die beschleunigende Kraft P die Gravitationskraft P_grav

Also ist der Körper nicht kräftefrei.

1. Newtonsches Gesetz:

„Ein Körper verharrt im Zustand der Ruhe oder der gleichförmigen Translation, sofern er nicht durch einwirkende Kräfte zur Änderung seines Zustands gezwungen wird.“

2. Newtonsches Gesetz:

„Die Änderung der Bewegung einer Masse ist der Einwirkung der bewegenden Kraft proportional und geschieht nach der Richtung derjenigen geraden Linie, nach welcher jene Kraft wirkt.“

Einfach Frage an dich, Ernst:

Ist ein frei fallender Körper (Ball, ISS, Astronaut, Mond) beschleunigt?
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Re: Kraft

Beitragvon Kurt » Di 15. Jun 2010, 11:55

Highway hat geschrieben:" Wenn nicht dynamische Kräftefreiheit vorliegen würde im freien Fall, dann würde eine Masse ungehemmt beschleunigen."

Ein interessanter Gedanke. ;-)


Sie beschleunigt ungehemmt.
Interessant ist dabei wie die Trägheit zustandekommt.
Das/die lässt sich erklären.
Auch wie die Beschleunigung zustandekommt.
Beides gehört zusammen.


Gruss Kurt
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Ernst » Di 15. Jun 2010, 16:17

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:1. Newtonsches Gesetz:
„Ein Körper verharrt im Zustand der Ruhe oder der gleichförmigen Translation, sofern er nicht durch einwirkende Kräfte zur Änderung seines Zustands gezwungen wird.“
2. Newtonsches Gesetz:
„Die Änderung der Bewegung einer Masse ist der Einwirkung der bewegenden Kraft proportional und geschieht nach der Richtung derjenigen geraden Linie, nach welcher jene Kraft wirkt.“
Einfach Frage an dich, Ernst:
Ist ein frei fallender Körper (Ball, ISS, Astronaut, Mond) beschleunigt?

Selbstverständlich. Das steht doch außer Zweifel. Natürlich erfordert eine Beschleunigung eine einwirkende oder bewegende oder eben "eingeprägte" Kraft. Das ist im Falle des freien Falls die Gravitationskraft. Eine fallende Masse ist bezüglich der angreifenden eingeprägten Kräfte nicht kräftefrei. Newton führt aber zur Beschreibung der beschleunigten Bewegung eine zweite Kategorie von Kräften ein; Kräfte, die dynamisch scheinbar vorhanden sind: die Trägheitskräfte. Unter Einbeziehung dieser Trägheitskräfte ist dann der fallende Körper kräftefrei.
Damit wird ein fallender Körper hypothetisch kräftefrei. Die Kräftefreiheit ala RT ist ebenfalls hypothetischer Natur; die Hypothese ist nur anders.

Interessanter ist meines Erachtens der Ursprung der Gleichsetzung der trägen mit der schweren Masse. Dieser Gleichsetzung hatte ich ja gerade über das Fallgesetz Newton als "Erfinder" zugeordnet. Und als Konsequenz hatte ich beschrieben, daß wegen des laut Fallgesetz "gleichschnellen Falles" ein Astronaut in der Kapsel nicht unterscheiden kann, ob er ruht, sich gleichförmig bewegt, oder aber frei fällt. Deine Antwort: Das stammt nicht von Newton.

Einfache Frage an Dich, fb557ec2107eb1d6 :
Inwiefern nicht?

Gruß
Ernst
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