Begabte Photonen

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Begabte Photonen

Beitragvon Ernst » Sa 10. Mär 2012, 20:45

contravariant hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Richtig. Hier gilt Maxwell nur im jeweiligen BeobachterIS. In hypotetischen IS, wo nicht beobachtet wird, ist eine Gültigkeit belanglos.

Man braucht ja kein hypothetische IS. Zwei gegeneinander bewegte Beobachter, die sich gegenseitig EMWellen zuschicken reichen völlig.

Natürlich. Und jeder findet in seinem BeobachreIS die Gültigkeit von Maxwell.
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Re: Begabte Photonen

Beitragvon contravariant » Sa 10. Mär 2012, 20:52

Ernst hat geschrieben:Natürlich. Und jeder findet in seinem BeobachreIS die Gültigkeit von Maxwell.

Ok. Das Problem ist nur, dass dies nur gelten kann, wenn man zwischen diesen beiden IS mit den LT transformiert. Sonst würde die transformierte EMWelle die transformierten Maxwellgleichungen nicht lösen, was ein Widerspruch wäre.
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Re: Begabte Photonen

Beitragvon julian apostata » Sa 10. Mär 2012, 20:54

Jetzt noch mal die 2 Fragen an die SRT-Kritiker.

1. Soll jetzt die Lorentzsche Äthertheorie an den Schulen gelehrt werden?
2. Wenn ja, ist die Lorentztransformation ein Bestandteil dieser Theorie?

Der Link, den uns J.Lo zu dem Thema präsentiert hat, beinhaltet nur völlig nichtssagendes Blabla und geht nicht ansatzweise auf die naheliegendsten Fragen ein.

http://wissenschaftliche-physik.com/2011/09/die-kritik-des-nobelpreistragers-hendrik-a-lorentz-wird-verschwiegen/

Und damit jetzt keiner daher kommt und meint die Relativisten beantworten keine Fragen, so nehm ich mir jetzt das da vor.

Jocelyne Lopez hat geschrieben:[list]Die Zwillinge A und B sind 28 Jahre alt und beide 1,82 m groß.
Zwilling B geht auf Reise mit Lichtgeschwindigkeit und kommt nach 30 Jahren zurück.

1) Wie viel jünger ist Zwilling B gegenüber Zwilling A, wenn er zurückkommt?

2) Wie viel kleiner ist Zwilling B gegenüber Zwilling A, wenn er zurückkommt?


Frage 2: Seine Größe ändert sich nicht.

All hat geschrieben:so wie du die Aufgabe gestellt hast, ist der reisende Zwilling möglicherwiese tot. :lol:


Das wollen wir natürlich nicht und deswegen beschleunigen wir konstant 7,5 Jahre lang mit 10m/s² bremsen ab beschleunigen wieder und bremsen ab.

Die Rechnungen vereinfachen sich sehr, wenn wir gleich ermitteln c/g=0,95 Jahre.

Bild

Jetzt teilen wir auf beiden Seiten durch c, quadrieren, zählen 1 dazu und stürzen die Brüche, anschließend schreiben wir noch den Differentialquotienten dt’/dt daneben

wurzel(1-v²/c²)=1/wurzel(1+g²*t²/c²)=dt’/dt

Um die Stammfunktion und damit t’ zu ermitteln, reicht schon ein kurzer Blick in die Formelsammlung

t’=(c/g)*arsinh(g*t/c)=0,95Jahre*arsinh(7,5/0,95)~2,625Jahre

Und das mit 4 multipliziert macht etwa 10,5 Jahre.

Der rückkehrende Zwilling ist dann knapp 20 Jahre jünger.

Noch ein Wort zum Impuls. Den kann man sogar teilweise so berechnen wie in der klassischen Physik, nämlich ganz einfach Kraft mal Zeit.

Dieses Produkt macht allerdings schon nach 0,95 Jahren 1*m*c.

Nach 7,5 Jahren hat man dann schon knapp 8*m*c.

Dieser Impuls ist das alltägliche Geschäft der Teilchenbeschleuniger und leitet sich direkt aus der LT ab.

Also überlegt euch gut, wie ihr obige 2 Fragen beantwortet
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Re: Begabte Photonen

Beitragvon Ernst » Sa 10. Mär 2012, 21:09

contravariant hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Natürlich. Und jeder findet in seinem BeobachreIS die Gültigkeit von Maxwell.

Ok. Das Problem ist nur, dass dies nur gelten kann, wenn man zwischen diesen beiden IS mit den LT transformiert. Sonst würde die transformierte EMWelle die transformierten Maxwellgleichungen nicht lösen, was ein Widerspruch wäre.

Die These sagt aus, daß die beobachtete LG immer konstant c ist und die beobachteten Vorgänge immer Maxwell konform sind.

Sie sagt nicht, was der Beobachter im BeobachterIS vermutet, daß ein anderer Beobachter in einem anderen IS sehen muß (wie es die SRT unnötigerweise tut).

Fragt er aber den anderen Beobachter, so bestätigt der ihm, daß in seinem IS auch c konst ist und Maxwell gilt.
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Re: Begabte Photonen

Beitragvon julian apostata » Sa 10. Mär 2012, 21:20

Ernst hat geschrieben:In der Alternative ist die LG nur im IS konstant, in welchem der Beobachter ruht , in anderen IS ist sie c'=c+-v. Daher gelten die klassischen Verhältnisse gleiche Zeit, gleiche Länge, keine RdG.


Nur mal eine Verständnisfrage: Ist dein Satz analog zu diesem Vergleich?

Wir haben einen völlig windstillen Tag und wir ruhen auf der Erdoberfläche. Die Schallgeschwindigkeit ist dann für uns immer konstant, egal ob die Schallquelle sich bewegt (vorbeifahrendes Auto) oder relativ zu uns ruht?

Bewegen wir uns dagegen mit v relativ zur Erdoberfläche, so ist die Schallgeschwindigkeit für uns v+-c?
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Re: Begabte Photonen

Beitragvon contravariant » Sa 10. Mär 2012, 21:22

Ernst hat geschrieben:Die These sagt aus, daß die beobachtete LG immer konstant c ist und die beobachteten Vorgänge immer Maxwell konform sind.

Das ist ja auch kein Problem, wenn man zwischen den beiden IS per LT transformiert.

Ernst hat geschrieben:Fragt er aber den anderen Beobachter, so bestätigt der ihm, daß in seinem IS auch c konst ist und Maxwell gilt.

Wie gesagt, die EMWellen lösen die Maxwellgleichungen in System A, das sieht Beobachter A. Die EMWellen aber auch die Maxwellgleichungen in System B, das sieht Beobachter B. Aber was genau sieht nun Beobachter A von den Vorgängen in System B? Man sollte meinen, dass auch aus Sicht von A die EMWellen die Maxwellgleichungen in B lösen, oder nicht?
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Re: Begabte Photonen

Beitragvon Bell » Sa 10. Mär 2012, 22:38

Ernst hat geschrieben:
Bell hat geschrieben:Wenn ich es richtig sehe, ist doch aber auch bei dem von Dir Formulierten die 'RdG immer noch zwangsläufig vorhanden. Diese ergibt sich doch unmittelbar aus dem Postulat, dass für jeden Beobachter in seinem IS (IS in welchem der Beobachter ruht) die LG tatsächlich konstant ist.

Nein, in der SRT ist die LG in jedem IS konstant c.
Das läßt sích nur hinbiegen durch eine Verbundmaßnahme aus ZD, LK und RdG.
In der Alternative ist die LG nur im IS konstant, in welchem der Beobachter ruht , in anderen IS ist sie c'=c+-v.
Nein. Das ist falsch, bzw der Satz 'die LG ist in jedem System konstant' ist in diesem Sinne etwas zweideutig, aber eben genauso gemeint, wie Du es formulierst, nämlich ähnlich wie
Die LG ist in jedem im IS konstant, in welchem der Beobachter ruht .

Betrachtet Beobachter A aus seinem IS (in welchem er ruht) Beobachter B, so bewegt sich das Licht naqch Ansicht von A nicht mit c von B weg sondern mit c+-v (des v des Beobachters B gegenüber A).

Und genauso formulierst Du ja die angebliche Alternative. (Die aber gar keine ist, sondern identisch ist mit dem Postulat der Konstanz der LG der SRT).
Daher gelten die klassischen Verhältnisse gleiche Zeit, gleiche Länge, keine RdG.


Doch, natürlich ... genau aus dieser (nämlich auch Deiner) Sicht folgt ganz unmittelbar die RdG. Siehe das Eisenbahn-/Bahnsteigbeispiel.

Kommt das Licht aus einer Quelle eines anderen IS, ist die LG im "BeobachterIS" immer c. D.h. im QuellenIS besitzt sie c+-v. Das Licht legt also in der universellen Zeiteinheit im QuellenIS tatsächlich einen anderen Weg zurück als im BeobachterIS. Gemessen mit der gleichen universellen Zeit und dem gleichen universellen Längenmaß. Längen und Zeiten sind unverändert.
Korrekt ... genauso beschrieben, wie ich bisher alle Beschreibungen zur RdG verstanden habe. Aus der Sicht des QuellenIS(Beobachter ruht also im QuellenIS) schaut es natürlich so aus, dass sich eben dieses Licht mit c von der Quelle entfernt. Und genau daraus ergeben sich ja die klassischen Widersprüche. ...

b) durch die Annahme, die LG ist ausschießlich im BeobachterIS konstant und in andere IS variabel. Ergibt keine merkwürdigen Folgerungen und alles bleibt physikalisch klassisch.

Doch, natürlich ergeben sich die gleichen klassischen Widersprüche ... denn Dein b) kann ja nicht etwa lauten: "Nur in einem einzigen BeobachterIS dieses Universums ist die LG immer konstant", sondern muß natürlich lauten: "In jedem BeobachterIS (in dem der Beobachter ruht) ist die LG konstant und in den beobachteten beträgt sie scheinbar gegenüber den dortigen Beobachtern c+-v."
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Re: Begabte Photonen

Beitragvon Jocelyne Lopez » So 11. Mär 2012, 10:01

julian apostata hat geschrieben:Jetzt noch mal die 2 Fragen an die SRT-Kritiker.

1. Soll jetzt die Lorentzsche Äthertheorie an den Schulen gelehrt werden?
2. Wenn ja, ist die Lorentztransformation ein Bestandteil dieser Theorie?

Du hast meiner Meinung nach noch nicht verinnerlicht, was der Sinn und Zweck eines verantwortungsvollen Wissenstransfers ist - wie er auch vom Grundgesetz vorgesehen ist: Hier sollen die eingehenden Physiker in der theoretischen Physik die Möglichkeit haben, sich mit den wichtigsten Modellen der Lichtausbreitung und ihren jeweiligen kritischen Einwänden auseinanderzusetzen und dabei die Möglichkeit haben, sich ihre eigene Meinung zu bilden. Das setzt voraus, dass man sie über die wichtigsten schon vorhandenen Modelle neutral informiert, ohne dass man sich ein einzelnes Modell rauspickt und allein als einzig gültig und wahr lehrt, wie es zurzeit der Fall ist. Das ist der vernünftige und verantwortungsbewußte Sinn der Gebote der "Nicht-Identifikation mit einer Theorie" und der "meinungsneutralen Wissenschaftspflege", die dem Gesetzgeber per Grundgesetz dem Staat vorschreibt.

Konkret könnte es zum Beispiel bei den wichtigsten Modellen der Lichtausbreitung (Äthertheorien, Emissionstheorien) meiner Meinung nach so aussehen:

    - Die Äthertheorie von Lorentz soll zusammen mit ihren kritischen Einwänden vermittelt werden.

    - Die Äthertheorie von Lenard soll zusammen mit ihren kritischen Einwänden vermittelt werden.

    - Die Emissionstheorie von Walter Ritz soll zusammen mit ihren kritischen Einwänden vermittelt werden.

    - Die Spezielle Relativitätstheorie von Einstein soll zusammen mit ihren kritischen Einwänden vermittelt werden.

So jetzt meine Fragen an Dich:

1) Was hast Du gegen so einen Wissenstransfer einzuwenden?

2) Was würde Dich stören, wenn der Wissenstransfer im Fach „Theoretische Physik“ so durchgeführt wäre?

3) Was für einen Nachteil für die Schüler, die Studenten, die Forschung und die Gesellschaft würdest Du bei so ein Wissenstransfer im Fach "Theoretische Physik" sehen?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Begabte Photonen

Beitragvon Bell » So 11. Mär 2012, 10:08

Ernst hat geschrieben: Das Licht legt also in der universellen Zeiteinheit im QuellenIS tatsächlich einen anderen Weg zurück als im BeobachterIS.

Und genau diese Aussage führt doch ganz direkt und unmittelbar zur RdG. Sorry ... fällt mir erst jetzt auf.
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Re: Begabte Photonen

Beitragvon Bell » So 11. Mär 2012, 10:13

julian apostata hat geschrieben:Jetzt noch mal die 2 Fragen an die SRT-Kritiker.

1. Soll jetzt die Lorentzsche Äthertheorie an den Schulen gelehrt werden?

Ich hoffe es leuchtet Dir unmittelbar ein, dass es ein großer Fehler war, Frau Lopez die Gelegenheit zu geben, auch diesen Thread in einen "Annette Schavan"-Thread zu verwandeln.
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