Internationale Suche nach der Lösung des Zwillingsparadoxons

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Internationale Suche nach der Lösung des Zwillingsparadoxons

Beitragvon julian apostata » Mi 1. Feb 2012, 17:20

Solkar hat geschrieben:vgl. viewtopic.php?p=36168#p36168; Ich mag mich hier nicht wiederholen.


Mir wird die Sache schon längst zu albern! In dem Beispiel, was wir besprachen, war die Summe der Impulsquadrate vor dem Stoß größer als 0 nach dem Stoß ergab die Summe dann 0.

m=wurzel(E²/c^4-p²/c²)

Irgendwie lässt das auch tief blicken, dass er rosenkranzmäßig ständig die Behauptung runterbetet, ich hätte keine Ahnung und der einzige Strohhalm an den er sich klammern kann ist der, dass ich mal

verschwindende Impulse gesagt habe…

wo ich besser verschwindende Impulsquadrate hätte sagen sollen.

Wie lange willst du jetzt noch davon zehren?
julian apostata
 
Beiträge: 1920
Registriert: Mi 28. Dez 2011, 12:03
Wohnort: Nürnberg

Re: Internationale Suche nach der Lösung des Zwillingsparadoxons

Beitragvon julian apostata » Do 2. Feb 2012, 17:12

Solkar hat geschrieben:es gibt schon genügend gute Lehrbücher zu dem Thema - da braucht es keine Nacherklärungen.


Das ist ja auch so was von originell, dass wenn man zu einem Thema nix Anderes beizutragen hat, als hochnäsige Trollerei, dann verweist man auf Fachbücher.
´
Solkar hat geschrieben:und nicht nicht nur von Dir unverstandene Formeln abmalen


Interessant! Jetzt unterstellt er mir die eigene Geistlosigkeit und Unselbstständigkeit, die ihm selbst eigen ist.

So, und aus welchem schlauen Buch hab ich wohl die Ableitung der Lorentztransformation abgemalt?

Bild

Viel Spaß beim Recherchieren!

Also malt keine Formeln ab (so wie ich angeblich :lol: ), leitet sie euch selbst ab, dann versteht ihr sie auch!
julian apostata
 
Beiträge: 1920
Registriert: Mi 28. Dez 2011, 12:03
Wohnort: Nürnberg

Re: Internationale Suche nach der Lösung des Zwillingsparadoxons

Beitragvon julian apostata » Fr 3. Feb 2012, 22:09

Solkar hat geschrieben:ich will Dir nicht zu nahe treten, aber könnte es vlt sein, dass Deine Aversion gegenüber Fachliteratur auch darin begründet liegt, dass Du Dir z.Zt. keine teuren Bücher leisten kannst?


Schmarrn. Ausserdem kann man sich dieses Buch zumindest in der Nürnberger Stadtbibliothek umsonst ausleihen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Relativit%C3%A4tstheorie_Einsteins_(Max_Born)

Mittels der relativistischen Additionstheoreme für Geschwindigkeiten und der Analyse des unelastischen Stoßes wird zunächst die Geschwindigkeitsabhängigkeit der Masse aufgezeigt und darauf aufbauend die Trägheit der Masse, das heißt die Äquivalenz von Masse und Energie hergeleitet,


Das hat mich zu dieser Grafik animiert.

Bild

Nun ist es halt so, dass Max Born nicht nur Diplompysiker war, sondern auch noch Nobelpreisträger!

Und einen Diplomphysiker die SRT erklären zu lassen ist in etwa genauso, wie wenn ein Diplommathematiker einer Grundschulklasse das kleine Einmaleins nahe bringen wollte. Diese Leute sind für einen solchen Job deutlich überqualifiziert!

Und sie neigen halt dazu, die allereinfachsten Sachen ziemlich unnötig zu verkomplizieren. Besorg dir mal das Buch und les es nach.

Ich mein, wenn man schon mal das da hat…

Bild

…dann mach ich nur mehr 2 kleine Umformungen und dann bin ich schon fast am Ziel!

Bild

Bild

(Und wo hab ich übrigens die letzte Formel abgeschrieben?)

JGC hat geschrieben:Wirklich blöd, das ich in Mathe kein Plan hab,


Und welches Fachbuch würdest du diesem User empfehlen?

Wenn du auf irgendwelche Bücher vertröstest, dann offenbarst du doch nur deine Unfähigkeit, die SRT auch absoluten Mathephobikern zu erklären.
julian apostata
 
Beiträge: 1920
Registriert: Mi 28. Dez 2011, 12:03
Wohnort: Nürnberg

Re: Internationale Suche nach der Lösung des Zwillingsparadoxons

Beitragvon julian apostata » So 5. Feb 2012, 10:56

Chief hat geschrieben:Der "unbeschleunigte" wird ebenfalls (mit g) beschleunigt. Oder nicht?


http://de.wikipedia.org/wiki/Zeitdilatation

So läuft die Zeit auf der Erdoberfläche um etwa den Faktor 7·10−10 langsamer ab als im fernen, näherungsweise gravitationsfreien Weltraum


Den Faktor Erdgravitation kannst du also bei interstellaren Reisen getrost vernachlässigen.

Warum nun der reisende Zwilling wesentlich jünger zurück kommt, auch wenn er derselben Schwerkraft ausgesetzt ist, wie sein Bruder, kann man sich auch so ableiten.


http://de.wikipedia.org/wiki/Rapidit%C3%A4t_(Physik)


Bild


Nach v aufgelöst macht das

v=c*tanh(rapidität)

Die Rapidität multilpiziert mit c ist nun die Geschwindigkeit die beim Beschleunigungsvorgang sich ergeben würde, wenn man klassisch rechnete, bei konstanter Beschleunigung g hieße das dann:

v=c*tanh(g*t‘/c) (t‘=Bordzeit, t=Erdzeit)

Da nun auch gilt:
v/wurzel(1-v²/c²)=g*t

Eliminiert man aus beiden Gleichungen v und löst nach t‘ auf, so kommt genau das raus, was ich am 30.1 schon gepostet habe.
t’=(c/g)*arsinh(g*t/c)

Ja, auch in der Mathematik gilt der Satz. „Viele Wege führen nach Rom“

Solkar hat geschrieben:Erstmal würde ich Dir empfehlen, dass Du Dich dringend mit Linearer Algebra beschäftigst - davon hast Du nämlich keinen Plan.


Ich sags ja, lasst euch die Sache nicht von Diplomphysikern erklären, die sind nur selten in der Lage, simple Dinge allgemein verständlich rüber zu bringen, ganz im Gegenteil, oft stiften sie auch noch heillose Verwirrung!

Haltet euch lieber an solche Mathedilettanten wie mich.

@Solkar: haben wir da nicht was vergessen?

Schlagartig verschwindende Impulse. :lol:
Zuletzt geändert von julian apostata am Mo 6. Feb 2012, 16:44, insgesamt 1-mal geändert.
julian apostata
 
Beiträge: 1920
Registriert: Mi 28. Dez 2011, 12:03
Wohnort: Nürnberg

Re: Internationale Suche nach der Lösung des Zwillingsparadoxons

Beitragvon julian apostata » Mo 6. Feb 2012, 16:53

Chief hat geschrieben:Nein, kann ich nicht, die Rakete wird ebenfalls beschleunigt!


Man kann es ja durchaus so einrichten, dass beide Zwillinge während der ganzen Zeit der gleichen Schwerkraft ausgesetzt sind.

Trotzdem gibt es da fundamentale Unterschiede. Der Zwilling auf der Erde schleicht im Schneckentempo (ca. c/10 000) im Inertialsystem der Sonne umher.

Der reisende Zwilling aber entfernt sich viel weiter von seinem ursprünglichen Inertialsystem.

Man kann es auch so sehen. Inertialsysteme können nicht beschleunigt werden, denn würde man sie beschleunigen, dann wären sie ja keine Inertialsysteme mehr.

Nur Objekte können beschleunigen, indem sie ständig ihr Inertialsystem wechseln.
julian apostata
 
Beiträge: 1920
Registriert: Mi 28. Dez 2011, 12:03
Wohnort: Nürnberg

Re: Internationale Suche nach der Lösung des Zwillingsparadoxons

Beitragvon julian apostata » Mo 13. Feb 2012, 18:05

Nun gut, die einwöchige Auszeit hab ich mal dazu benutzt, das Zwillingsparadoxon grafisch darzustellen, streng nach den Regeln der LT, die man so formulieren könnte.

1. Gegenüberliegende Uhren ticken um den Faktor wurzel(1-v²/c²) langsamer.
2. Gegenüberliegende Maßstäbe erscheinen um den Faktor wurzel(1-v²/c²) verkürzt.
3. Gegenüberliegende Uhren ticken derart zeitversetzt, so dass in beiden Systemen ein und die selbe Lichtgeschwindigkeit gemessen wird.

So kann sich vielleicht auch der gemeine Mathephobiker ein Bild von der LT machen.

Und nun zu den Bildern: Zwilling A verharrt still und unauffällig in seinem Bezugssystem. Zwilling B wechselt zum Zeitpunkt t=t’=0 in einen Zug, der sich mit 0,8*c von B weg bewegt, und zwar 3 Sekunden lang aus Sicht von A und 1,8 Sekunden lang aus Sicht von B.

Siehe Bilder 1a bis 1d, welche die Perspektive aus Sicht von A darstellt. Bei der Rückkunft ist A 6 Sekunden und B 3,6 Sekunden gealtert. Zu der Bildfolge will ich erst mal gar nicht so viel erklären. Einfach mal hinschauen!

Bild

So, und jetzt kommt der Gag an der Sache! Folgende Grafik zeigt nämlich die Weltsicht von B. Gegen Regel 1 muss nämlich hier gar nicht verstoßen werden!

Die Uhr bei A kann die ganze Zeit langsamer laufen, als die Uhr von B und trotzdem altert B weniger.

Regel 3 macht’s nämlich möglich! Diese sorgt nun dafür, dass beim gegenüberliegenden Zug so eine Art Zeitgefälle sich einstellt.

Und jetzt guckt ihr auf 2b und 2c. Zwischen 2b und 2c ist nämlich genau der Moment, in dem B wieder auf einen rücklaufenden Zug aufspringt, und in diesem Zug registriert nun der Beobachter gegenüber A die Zeit 4,92 Sekunden (im vorherigen Zug waren es noch 1,08 Sekunden)

Die Rückreise dauert nun für B 1,8 Sekunden, während die Uhr für A von 4,92 Sekunden auf 6 Sekunden sich bewegt, sie also um den Faktor 0,6 langsamer läuft als B.

Trotzdem ist B bei der Rückkunft jünger als A.

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich find die LT einfach affengeil! :P

Bild

Um sich das klar zu machen, braucht man keine Fachbücher. (Wer kann mir übrigens sagen, in welchem Buch das mit der Umpolung des Zeitgefälles steht).

Und irgendwelche genervten Physikprofessoren zu fragen, macht ganz sicher auch keinen Sinn.

Also noch mal: Denkt selber nach und macht eure Bücher zu.
julian apostata
 
Beiträge: 1920
Registriert: Mi 28. Dez 2011, 12:03
Wohnort: Nürnberg

Vorherige

Zurück zu Relativitätstheorie

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 27 Gäste