GE3: Die Geschwindigkeitskaskade

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: GE3: Die Geschwindigkeitskaskade

Beitragvon Kurt » Do 10. Jun 2010, 18:32

Harald Maurer hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Hallo Harald, welche Aussagen sind aus diesem Experiment zu ziehen?

Das Experiment in ähnlicher Form ist im Buch:
Max Born: "Die Relativitätstheorie Einstens"
Aufl 7 Seite 327 Bild 144 beschrieben.

Das Alväger Experiment eignet sich daher gut zur Widerlegung der ballistischen Lichttheorie.


Ja das sehe ich auch so.

Harald Maurer hat geschrieben: Es eignet sich aber nicht als experimentum crucis zwischen LET und SRT, weil mit der Einsteinschen Methode synchronisiert wurde. Das heißt, auch im Äther bzw. einer allenfalls existerenden Ätherdrift kann man aufgrund der Einsteinschen Gleichzeitigkeitsdefinition immer nur c messen, weil praktisch mit dem Licht, das man misst, auch synchronisiert wird.


Allein die Aussage das Licht immer auf jeden gleich schnell zukommt/von ihm weggeht, egal ob und wie er sich bewegt, ist doch schon "Seltsamkleit" genug, darüber auch noch zu streiten und es als richtig und wahr hinzustellen, halt ich für reines festhalten an Glaubensbekenntnissen, ausdruck von -Herdengebaren-.

Harald Maurer hat geschrieben:Das Alväger-Experiment ist deshalb sicher eine harte Nuss für Emanationstheoretiker, für die Vertreter von Äthertheorien stellt es hingegen kein Problem dar.


Doch schon, denn -die Äthertheorie- gibts nicht, es gibt eine ganze Kirm voll davon.
Darum hab ich mich entschlossen einen anderen Namen zu verwenden.
Denn nur dadurch ist es möglich eine gemeinsame Linie/Beredungsbasis zu erstellen.

Der Träger dient als übergeordnetes, Struktur habendes, sich durch seine Resonanzschwingung erhaltende Grösse (All).
Innerhalb dieses Grundstockes gibt es Ortsfaktoren.
Diese bestimmen was am Orte jeweils wie geschieht.

Dadurch ergeben sich von vorneherein keine Diskrepanzen in Bezug "Erde ist der Mittelpunkt", Sonne ist der Mittelpunkt" usw.
Erde und Sonne (jede Materieansammlung) sind für sich ein Bezugsbildner für Lichtlaufen und Gravitationsstärke (Eigenbeschleuniguing der Materie) in der Umgebung.

Die Entscheidung ob nun der Äther mitgerissen wird, die Sonne ihn ihm ruht, es eine Differnzgeschwindigkeit der Erde bei ihrem Weg um die Sonne gibt oder nicht, fällt vom Tisch.

Es kann sich darauf konztentriert werden was ist, nämlich darauf dass Licht auf der Erdoberfläche Erdoberflächen bezogen läuft, auf einem Planeten in Andromeda oder einem Mond des Jupiter, den dortigem Bezuge folgt.
Darum hab ich das Alfägerexp- gebracht, weil es gerade dass zeigt, zeigt dass Licht einem Bezug folgt.
Deshalb ich Lichtlaufen völlig unabhängig vom v des Erzeugers, vom v des Detektors.
Es ist doch undendlich genau erkennbar, der Dopplereffekt beweist das unumstösslich.
Es ist mir ein unerklärliches Rätsel wieso man soviel Hartnäckigkeit zeigt wenn es darum geht hirnrissige Behauptungen hochzuhalten (naja, viel Lärm um nichts, um die Invarianz von Licht).

Gruss Kurt
Kurt
 
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Re: GE3: Die Geschwindigkeitskaskade

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Sa 12. Jun 2010, 06:38

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:
harald Maurer hat geschrieben:Nein, auch nach klassischer Addition hätten sie nicht 1,2 c oder 0,8 c messen müssen, denn dass sich Wellenausbreitungen nicht zur Geschwindigkeit der Quellen addieren, ist auch klassisch selbstverständlich! Ist so beim Schall und bei jeder Art von Wellen. Richtig ist, dass diese Versuche auf der sich bewegenden Erdoberfläche durchgeführt wurden, und die Geschwindigkeiten sich zur Erdgeschwindigkeit, z.B. jene zum Sternbild Löwen mit v=371 km/s addierten bzw. subtrahierten. Die Versuche hätten also zeigen müssen, dass auch in Bezug zum Raum (CMB!) die Geschwindigkeiten der von den Pionen abgestrahlten Photonen c nicht überstiegen haben. Das haben diese Versuche nicht gezeigt. Sie zeigten lediglich die Unabhängigket der Lichtausbreitung von der Quelle - das kann man auch einfach mit Schall oder Wasserwellen demonstrieren und hat mit SRT gar nichts zu tun.

Die Unabhängigkeit der Wellenausbreitung des Lichts von der Geschwindigkeit der Quelle ist zwar nach der Äthertheorie gegeben, aber eben nur im Bezugssystem des Äthers. Gemessen wurde aber im Bezugssystem der Erde, die sich angeblich mit 371 km/s im Äther bewegt. Damit dürfte die Wellenausbreitung auf der Erde eben nicht mit c gemessen werden. Wäre das tatsächlich so, dann macht dein Jupiterexperiment gar keinen Sinn, denn die Wellenausbreitung wäre unabhängig von der Geschwindigkeit der Quelle immer c, auch auf der Erde.

Harald Maurer hat geschrieben:Sie hatten c in Bezug zur bewegten Erdoberfläche. Hier geht es nicht um die Theorie, die ich vertrete, sondern darum, ob sich die Geschwindigkeit der Erdoberfläche zu c addiert oder subtrahiert, wenn man sich das von einem anderen Bezugssystem anschaut. Würden wir z.B. vom Mond aus einen beleuchteten Fußballplatz betrachten, würden wir ja sehen, dass das Licht sich mit der Erdoberfläche mitbewegt, der Platz bleibt trotz der Erdrotation gleichmäßig beleuchtet. Deshalb scheint sich das Licht so zu verhalten, als bekäme es die Geschwindigkeit der Erdoberfläche mit, was man mit mitgeführtem Äther oder Emanationstheorie erklären müsste. Die Frage ist, ob man dennoch vom Bezugsystem Mond aus eine Isotropie der Flutlichtausbreitung beobachten würde - obwohl sich die Flutlichtsphäre am Fußballplatz ja insgesamt mitbewegt. Diese Frage ist durch kein Experiment geklärt.
Ich vertrete eine Theorie, in welcher ähnlich wie in der LET sich die Lichtgeschwindigkeit auf das Absolutsystem bezieht. Dass das Licht mit dem Fußballplatz mitzugehen scheint, hängt mit der ständig neu erzeugten Lichtsphäre zusammen. Der Lichtschein am Platz ist ja kein einmal produziertes Phänomen, sondern wird ständig mit der entsprechenden Frequenz von den Quellen neu ausgestrahlt (THz!). Dadurch fließt die Quellengeschwindigkeit in die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Lichts ein - und man kann den Bezug der Photonengeschwindigkeit zum Absolutsystem nicht ohne weiteres feststellen.


Was denn nun? Einmal ist die Photonengeschwindigkeit (Wellenausbreitung) unabhängig von der Quellengeschwindigkeit (siehe Hervorhebung):
Sie zeigten lediglich die Unabhängigkeit der Lichtausbreitung von der Quelle ...

und einmal nicht:
Dadurch fließt die Quellengeschwindigkeit in die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Lichts ein..

Dieser essentielle Widerspruch zum Verständnis des Äthers bedarf noch einer Aufklärung.
fb557ec2107eb1d6
 
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Re: GE3: Die Geschwindigkeitskaskade

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Sa 12. Jun 2010, 08:17

Harald Maurer hat geschrieben:Das heißt, auch im Äther bzw. einer allenfalls existerenden Ätherdrift kann man aufgrund der Einsteinschen Gleichzeitigkeitsdefinition immer nur c messen, weil praktisch mit dem Licht, das man misst, auch synchronisiert wird.

Nicht der Einsteinschen Gleichzeitigkeitsdefinition, sondern der Einsteinschen Uhrensynchronisation. Die Art der Uhrensynchronisation hat natürlich einen Einfluss auf die Messung der Lichtgeschwindigkeit. Aber auch mit der Einsteinschen Uhrensynchronisation misst man dann und nur dann in jedem Inertialsystem isotropes c, wenn zusätzlich auch der Gammafaktor für die Zeitdilatation und die Längenkontraktion physikalische Realität ist. D.h., wenn die SRT gilt.

Würde die Galilei-Transformation gelten, würde auch mit der Einsteinschen Uhrensynchronisation eine Richtungsabhängigkeit der Lichtgeschwindigkeit gemessen werden:

c(θ) = c (1 - v²/c²'(1-0.5 sin²θ))

(siehe Sexl, Mansouri, A Test Theorie of Special Relativity: I, General Relativity and Gravitation, Vol. 8, No. 7 (1977), p. 511, Eqn. 6.17)

Ein interessanter Umstand ist auch, dass nur dann die Methode der Uhrensynchronisation mittels langsamen Uhrentransports und die Einsteinsche Uhrensynchronisation identisch sind, wenn die SRT gilt. Wäre die Galilei-Transformation richtig, müssten die beiden Synchronisationsmethoden unterschiedliche Ergebnisse liefern. Das lässt sich auch überprüfen (Messen) indem man am Ort A eine Atomuhr mit einer zweiten synchronisiert und dann eine der beiden zum Ort B transportiert. Eine zweite Atomuhr am Ort B wird mit der Atomuhr am Ort A per Radiosignale synchronisiert (Einsteinsche Synchronisation). Danach vergleicht man die beiden Atomuhren am Ort B. Sind sie synchron, bestätigt das die SRT. Messungen dieser Art bestätigen mittlerweile die SRT mit einer Genauigkeit von 10^-6.
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Re: GE3: Die Geschwindigkeitskaskade

Beitragvon Harald Maurer » Sa 12. Jun 2010, 08:33

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Die Unabhängigkeit der Wellenausbreitung des Lichts von der Geschwindigkeit der Quelle ist zwar nach der Äthertheorie gegeben, aber eben nur im Bezugssystem des Äthers. Gemessen wurde aber im Bezugssystem der Erde, die sich angeblich mit 371 km/s im Äther bewegt. Damit dürfte die Wellenausbreitung auf der Erde eben nicht mit c gemessen werden. Wäre das tatsächlich so, dann macht dein Jupiterexperiment gar keinen Sinn, denn die Wellenausbreitung wäre unabhängig von der Geschwindigkeit der Quelle immer c, auch auf der Erde.

Was gemessen wird, hängt von der Synchronisationsmethode ab, die angewendet wird. Beim Alväger-Experiment wurde nach Poincare-Einstein synchronisiert (siehe Max Born "Die Relativitätstheorie Einsteins", Seite 328, 3.Absatz), damit kann eine evtl. Ätherdrift nicht aufgezeigt werden. Im Jupiter-Experiment wurde aber eine absolute Gleichzeitigkeitsdefinition angewandt.
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Was denn nun? Einmal ist die Photonengeschwindigkeit (Wellenausbreitung) unabhängig von der Quellengeschwindigkeit (siehe Hervorhebung):
Sie zeigten lediglich die Unabhängigkeit der Lichtausbreitung von der Quelle ...
und einmal nicht:
Dadurch fließt die Quellengeschwindigkeit in die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Lichts ein..

Dieser essentielle Widerspruch zum Verständnis des Äthers bedarf noch einer Aufklärung.

Wie man an jedem beleuchteten und vorbeifahrenden Zugabteil sehen kann, fährt das Licht offensichtlich mit dem Zug mit. Auch die Schweinwerferkegel meines Autos bewegen sich mit der Geschwindigkeit des Autos mit; nicht zuletzt kann man dem MM-Versuch entnehmen, dass sich das Licht mit der Erdoberfläche mitbewegt. Wie ich schon im Beitrag erwähnte, liegt das daran, dass Licht sich aus kontinuierlich neu erzeugten Sphären oder Strahlen bildet, wobei die Erzeugungsorte mit der Quelle mitgehen. Jede Sphäre ist zur nächstfolgenden in der Bewegungsrichtung der Quelle versetzt. Auf diese Weise fließt die Quellengeschwindigkeit in den Energietransport ein, obwohl sich jede der einzelnen Sphären in Bezug zum Äther vom Erzeugungspunkt gleichmäßig mit c ausbreitet. Deshalb geht der Lichtschein einer Lampe mit der Lampe mit. Wäre das nicht so, könnten wir an keinem Objekt sehen, dass es sich uns nähert oder von uns weg bewegt. Da wir das aber sehen, bedeutet dies, dass sich die Sphäre od. der Strahl des erzeugten oder gestreuten Lichts samt Objekt auf uns zu oder weg bewegt. Es trifft also beides zu: die Unabhängigkeit der Ausbreitung einzelner Sphären von der Quelle und die Abhängigkeit der Sphären-Erzeugungspunkte von der Quellenbewegung bzw. deren Geschwindigkeit.
bewegte_sphaere.gif
bewegte_sphaere.gif (717.6 KiB) 4472-mal betrachtet

Lichtsphären bewegen sich mit der Quelle. weil sie während der Bewegung ständig neu entstehen. Wer innerhalb dieser Sphären Messungen durchführt, muss diese Bewegung berücksichtigen! Um die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Photonen zu messen, müsste man einzelne Photonen messen können. Das ist wegen der hohen Frequenzen allerdings schwierig. Und das Ergebnis hängt von der Synchronmethode ab. Licht kann man mit Licht jedenfalls nicht messen...

Grüße
Harald Maurer
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Re: GE3: Die Geschwindigkeitskaskade

Beitragvon Ernst » So 13. Jun 2010, 06:38

Harald Maurer hat geschrieben: Lichtsphären bewegen sich mit der Quelle. weil sie während der Bewegung ständig neu entstehen.

Deine Animation zeigt den senderseitig verursachten Dopplereffekt. Die LG relativ zum Äther ist c. Die LG relativ zur Quelle ist c ± v.

Gruß
Ernst
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Re: GE3: Die Geschwindigkeitskaskade

Beitragvon Kurt » So 13. Jun 2010, 11:00

Ernst hat geschrieben:Deine Animation zeigt den senderseitig verursachten Dopplereffekt. Die LG relativ zum Äther ist c. Die LG relativ zur Quelle ist c ± v.


So passts.

Kurt

PS: ich würde nicht Äther schreiben, sondern Bezug fürs Lichtlaufen im Träger.
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Re: GE3: Die Geschwindigkeitskaskade

Beitragvon Britta » Sa 26. Jun 2010, 13:31

nocheinPoet hat geschrieben:.
Versuchsaufbau ist ganz einfach, wir haben ein Objekt, von mir aus einen Zug und der fährt fröhlich durch die Welt mit einer relativen Geschwindigkeit zum Boden von v = x. Wir betrachten in dem Gedankenexperiment die Erde als ruhendes IS. Wer damit Probleme hat, kann sich auch eine unendliche Ebene im All vorstellen auf der unser Zug fährt.

Nun stellen wir auf unseren Zug einfach einen weiteren, der sich relativ zum darunterliegenden auch wieder mit v = x bewegt. Einige würden nun sagen, ein Beobachter der auf der Ebene steht würde die Geschwindigkeit des zweiten Zuges mit v = 2x messen müssen. Ein braver und linientreuer Relativist würde da ohne Frage intervenieren, wenn er dann in seiner Jugend genügend Gehirnwäsche erhalten hat.


Der Beobachter in der Ebene sieht eine Kaskade, wo der untere Zug sich mit 0,5 c bewegt, der mittlere mit 0,8 c und der obere mit 0,929 c. Soweit ist das verständlich.

Wenn ich nun im mittleren Zug sitze, der sich mit 0,8 c bewegt, wie sehe ich dann den Zug unter mir und wie den über mir?

Bewegt sich mein Zug für mich mit 0,3 c gegenüber dem unteren Zug und der obere Zug sich mit 0,129 gegenüber dem oberen Zug oder vergeht für mich die Zeit im mittleren Zug wieder ganz anders?

Wie würde ich die Geschwindigkeit des unteren und des oberen Zuges zu meinem Zug messen?
Britta
 
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