Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Sa 5. Feb 2011, 22:00

Highway hat geschrieben:Wir sind uns aber einig, das es für den einen Meßarm, der der in Richtung v zeigt, nix zu messen gib, weil f=f0.

Unfug. Die Frequenz ist in allen Richtung und immer und ewig f=fo.

Und daß es in beiden Richtungen was zu messen gibt, hatte ich Dir doch zweimal geschrieben. Hier zum dritten:

Mit t = 2L/c als Zeit für v=0
t1 = 2L/sqr(c² - v²) = (2L/c) / sqr(1 - v²/c²) = t / sqr( 1 - v²/c²)
t2 = L/(c + v) + L/(c - v) = L*2c / (c² - v²) = (2L/c) / (1 - v²/c²) = t / (1 - v²/c²)
Δt = t2 - t1 = t [ 1 / (1 - c²/v²) - 1 / sqr( 1 - v²/c²)]
Die Phasenverschiebung der beiden Signale entspricht dieser Zeitdifferenz Δt.

Und wie man aus Drehung der Einrichtung dieses Δt ermittelt, habe ich auch schon mehrmals erläutert.

Mal abgesehen davon, dass meiner Meinung nach keine unterschiedliche Phasenlage entstehen kann würde das Eingeständnis das man vieleicht diverse Wellenzüge später oder früher, ohne eine Vorstellung davon zu haben vieviele einem den beim Experiment durch die Lappen gegangen sind, eher auf Vermutung also auf ein Experiment unter kontrollierten Bedingungen schließen lassen.

Sehe gerade, auch das hast Du nicht verstanden. :(

Gruß
Ernst
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Sa 5. Feb 2011, 22:08

Kurt hat geschrieben:Wenn MM den -klassischen- Ätherwind messen würde (angenommen er wäre vorhanden) dann würde sich bei Drehung das Muster ändern.

Ja, Kurt. So ist es. Alles andere soll ja hier erst einmal ausgeklammert werden.

Gruß
Ernst
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Sa 5. Feb 2011, 22:12

Highway hat geschrieben:
Beide Strahlen sind ja schon längst angekommen, wenn Michelson seine Interferenzstreifen begutachtet.


Und genau damit ist dass MM Thema schon zu Ende gekommen, weil genau das nicht passiert wie Doppler beweist. Somit ist alle weiter Argumentation hoffnungslos. MM kann den Beweis eines bewegten Äthers, oder einer dazu bewegeten Messeinrichtung nicht antreten, jedenfalls nicht mittels Phasenverschiebung. That's it.

Du hast das Prinzip des Versuches nicht annähernd verstanden und deine Aussage ist daher Unfug. That´s is.

Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » Sa 5. Feb 2011, 22:15

galactic32 hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:- wenn sich in den beiden Armen bei "Ätherwind" der sich ergebende Unterschied nicht kompensiert dann dies auch messbar wäre.

Nein.
Daß die Arme ihre Länge im Ätherwind beibehalten wurde nicht sogar nie ernsthaft berücksichtigt.


Es gibt keinen Grund warum die Arme kürzer/länger werden sollten.
Wenn dies vorhanden wäre, die Materie gegen den Äther anrennt, dann wäre kein einziger kreisender Planet oder Stern oder Galaxie vorhanden, denn dann würde alles in absoluter Ruhe erstarren.
Denn um die Materie so weit zusammenzuquetschen dass das Licht gerade kompensiert wird, ist ein erheblicher Widersand notwendig.
Der ist nicht.
Also bleiben die Arme so wie sie sind.

galactic32 hat geschrieben:
- wenn sich die Änerungen aufgrund von Mitnahmeeffekten im Strahlteiler und an den Spiegeln kompensieren nichts zu messen ist.
Hängt vom Effect ab.


Der Effekt ist der dass Licht ein rein mechanischer Vorgang ist.
Ohne Materie kein Licht, ohne Resonanzen in der Materie kein Licht.
Bei Resonanzen gibt es Einwirkungen auf die Nachbarresonanzkörper, also eine Beeinflussung.
Und wenn die Unterschiede nicht allzugewaltig sind dann phasen sich die einzelnen Resonqnzkörper gegenseitig ein.
Eine etwaige Differenz wird ausgemittelt.
Bei MM heisst das: kein Messwert.
Nur wenn die Unterschiede gross genug sind dann zeigt sich was, ansonnsten nicht.


galactic32 hat geschrieben:
- dann nichts zu messen ist wenn die Erde den Bezug für das in den Armen laufende Licht erzwingt.

Na dann beweg so ein Interferometer doch mal mit 8Km/sec im Bezug Erde.


Es bewegt sich mit Null KM gegen die Erde, also ist auch Null Differenz vorhanden/messbar.
Wenn es schnell genung bewegt wird dann misst es auch.


galactic32 hat geschrieben:
- wenn gezeigt werden kann dass sich in den Armen unterschiedliches Verhalten ergibt je nachdem wie sie sich gegen den "Ätherwind" bewegen, man davon ausgehen kann dass dann eigentlich was zu messen sein müsste.

Unterschiedliches Verhalten ergibt sich aus Messungen.Da cirkelt sich was logisch.


Ein bisserl sprachenverdreht.
Wenn theoretisch bewiesen werden kann das MM funktioniert dann müsste auch was gemessen werden können.
Und ich bilde mir ein behaupten zu können dass MM vom Prinzip her funktioniert.
Die Einphasgeschichte mal weggelassen.

galactic32 hat geschrieben:
- dass Haralds Aussage zur Lichtuhr, ihr Verhalten bei Bewegung, so nicht stimmen dürfte
Welche Aussage genau?


Dass die Bewegung keine Rolle spielt.
Es gibt sogar zweierlei Ergebnisse je nach Bewegungsrichtung.
Und damit lässt sich MM als funktionierend beweisen.

Gruss Kurt
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » Sa 5. Feb 2011, 22:36

Ernst hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Wenn MM den -klassischen- Ätherwind messen würde (angenommen er wäre vorhanden) dann würde sich bei Drehung das Muster ändern.

Ja, Kurt. So ist es. Alles andere soll ja hier erst einmal ausgeklammert werden.


Und das ist nicht (bei Drehung).
Somit ist entweder keine sich gegen den Äther bewegende Erde vorhanden, kein -mit den angenommenen Eigenschaften-, Äther vorhanden, kein Licht vorhanden.
Da aber Licht da ist, erkennbar ist dass es einem Bezug folgt, bleibt:
Die Erde erzwingt den Bezug im Träger.
Oder soll ich folgern dass unsere heissgeliebtes Erdenlein der Mittelpunkt des All ist, alles drumrumeiert.


Gruss Kurt
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Harald Maurer » Sa 5. Feb 2011, 22:39

Highway hat geschrieben:Dazu ist es aber erst einmal erforderlich, dann man gleichzeitiges eintreffen der Wellen am Strahlteiler bei gleicher Phasenlage akzeptiert.


Der Strahl von der Lichtquelle ist ein einziger Strahl. Daher ist es klar, dass nach der Aufspaltung beide Teilstrahlen mit gleicher Phasenlage weiter ziehen! Der Strahlteiler trennt den zweiten Strahl ja bei einer gerade vorliegenden Phasenlage ab.
Die Strahlen sind vom Strahlteiler weg praktisch phasengleich. Die vertikalen Wellenzüge gehen nach oben, dabei werden sie genau im Verhältnis zur langsameren Geschwindigkeit kürzer. Sie kommen zwar später am Spiegel an, als die longitudinalen, aber mit der gleichen Phasenlage wie die longitudinalen Wellenzüge. Der obere Spiegel schickt mit Nominalfrequenz die Wellenzüge runter zum Okular oder Detektor. Dabei sind sie wiederum verkürzt und verlangsamt. Der Spiegel im waagrechten Arm reflektiert die Wellenzüge ebenfalls mit derselben Phasenlage zum Strahlteiler - die Phasenlage ist immer noch unverändert durch den Doppler-Effekt, vom Strahlteiler gehen die Wellenzüge ebenfalls runter zum Okular, auch sie sind ab jetzt genau im Verhältnis zur Geschwindigkeit verkürzt.
Eine Verschiebung könnte sich höchstens dadurch ergeben, dass der vom oberen Spiegel stammende Strahl, der ja durch den Strahlteiler hindurchgeht, nicht genau phasengleich mit den Wellenzügen ist, die da gerade reflektiert werden. Die Wellenzüge könnten deshalb nur auf dem letzten Viertel der Gesamtstrecke verschoben sein. Da Michelson von einer Erdgeschwindigkeit von 32 km/s ausgegangen ist, könnte er nur ein Viertel davon gemessen haben. Und genau das soll ja auch der Fall gewesen sein (angeblich ca. 8 km/s).
Eine Drehung des Apparats verändert nichts. Denn die Doppler-Effekte verändern sich genau dieser Drehung entsprechend. Michelson hat mit den Geschwindigkeiten gerechnet. Aber die unterschiedlichen Geschwindigkeiten werden durch die dementsprechende Veränderung der Wellenlängen ausgeglichen. Eine Frequenzmessung am Detektor würde auch nichts bringen, denn da trifft die Nominalfrequenz ein (langsamere Geschwindigkeit, kürzere Wellenlängen).

Highway hat geschrieben:Es gibt faktisch keinen Zeitunterschied beim Hin- und Rückweg

Doch, den gibt es! Denn die Anzahl der Wellenzüge je Arm ist unterschiedlich. Aber sie kommen, wenngleich zu einander verzögert mit derselben Phasenlage an - oder mit einer Verschiebung, die nur aus dem letzten Viertel der Gesamtstrecke stammt. Deshalb ist der gesamte Zeitunterschied interferometrisch nicht sichtbar. Die Doppler-Effekte sorgen dafür, dass die Phasenlagen unverändert bleiben, und natürlich auch die Frequenz.

Grüße
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » Sa 5. Feb 2011, 22:45

Hallo Highway,
warum sagst du fast immer nein.
Was sind die Gründe dafür?

Gruss Kurt
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Harald Maurer » Sa 5. Feb 2011, 22:57

Highway hat geschrieben:Gleiche Phasenlage bedeutet aber auch implizit gleiche Zeit


Nein, gleiche Phasenlage bedeutet gar nichts. Wenn man in zwei ungleich lange Strecken zwei Teilstrahlen schickt und spiegelt, kann man durch Bewegung eines der Spiegel eine Interferenz, also eine gleiche Phasenlage einstellen, obwohl die Strahlen über die ungleichen Strecken auch ungleiche Laufzeiten hatten! Und jetzt könnte man diese Anordnung drehen soviel man möchte im Ätherwind, es wird sich nichts an der einmal eingestellten Interferenz rühren. Aus den von mir genannten Gründen. Ganz besonders wesentlich ist, dass auch keine Aberration der Strahlen auftritt. Das ist wichtig gegen das Argument, bei einem Ätherwind müsste an den kilometerlangen Laserstrahlen der Gravitationswellen-Messanlagen eine Verwehung bzw. Aberration festzustellen sein. Dass es das nicht geben kann, dürfte mittlerweile ja geklärt sein.
Viele zerbrechen sich nach wie vor den Kopf, wie es bei angenommenem Ätherwind möglich sein kann, dass die genau rechtwinkelig angeordneten Spiegel genau von den Strahlen getroffen werden, ohne dem Strahlteiler einen dementsprechenden Winkel vorzugeben. Da muss ich jetzt lachen.

Grüße
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Sa 5. Feb 2011, 22:58

Highway hat geschrieben: Es gibt faktisch keinen Zeitunterschied beim Hin- und Rückweg .

Du meinst, in und entgegen Ätherwind?
Wenn ja, träume schön weiter. Und wenn du wieder munter bist, denk mal.

Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Sa 5. Feb 2011, 23:03

Highway hat geschrieben: Und jetzt nochmal von vorne? Woher soll deiner Meinung nach jetzt Wellenzüge entstehen oder verloren gehen? Kapiere ich nicht?


Zehnmal erklärt.

Gruß
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