Michelson Morley Experiment

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Harald Maurer » Mi 21. Mai 2014, 07:24

fallili hat geschrieben:Oder was würdest Du annehmen was passiert wenn man zwei Wellen, von denen eine um 0,0000013 s früher ankommt, überlagert?

Da hast Du nur das Wort "früher" aufgeschnappt - und den Rest hast Du nicht verstanden! Lies meinen Beitrag also nocheinmal, gaaanz langsam und denke mit! Ich schrieb, früher als im ruhenden Zustand! Wenn der Empfänger gegenüber dem bewegten Sender ruht (der sich von ihm weg bewegt), empfängt er jede Amplitude diese 0,0000013 s später als im Fall, wenn beide ruhen! Das ergibt längere Periodendauer und verminderte Frequenz. Bewegt sich der Empfänger auch gleich wie der Sender, sind es wieder 0,0000013 s früher - also wieder ganz gleich wie im Fall, wenn beide ruhen würden! Das ergibt deshalb konstante Periodendauer, konstante Frequenz und selbstverständlich für den Empfänger wieder die gleiche Wellenlänge wie im ruhenden Fall, also wenn beide ruhen! Für den Empfänger verändert sich nichts durch die Bewegung beider, Sender und Empfänger, im Medium!
Es wundert mich wirklich, dass hier Leute, die ansonsten zeigen, dass sie in Physik recht gut beschlagen sind, bei so einfachen Dingen derart gewaltige Denkblockaden haben! Ich schrieb nicht, dass eine Welle früher als eine andere ankommt - wie also kommst Du darauf? Ich beschrieb eine einzige Welle - und wie sich das auf einer Laufstrecke des MMI abspielt. Auf den anderen Laufstrecken spielt sich das ebenso ab. Es gibt keine Veränderung einer einmal gegebenen Situation aufgrund einer Bewegung des MMI im Medium - egal, wie man es dreht!

Grüße
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Harald Maurer » Mi 21. Mai 2014, 09:21

Highway hat geschrieben:Ihr geht immer von L=n*λ, wobei λ=λ0*(c+/-v)/c sei, aus. In Wahrheit muss die Rechnung aber lauten: L=n*λ0, da der Empfänger λ0 misst! Dabei entfällt der Term (c+/-v)/c und damit die Abhängigkeit von v. Das ist genau das, was ich seinerzeit mit Dehnung durch den Sender und Stauchung durch den Empfänger, bei Rückenwindsituation, bezeichnet habe.

So ist es!
Es ist wirklich unfassbar, dass intelligente Menschen das nicht auf die Reihe kriegen! Ich erkläre es mal für kleine Kinder:
Es fahren im BS der Straße zwei grüne Autos im Abstand von 100 m mit 5 m/s hintereinander auf ein am Ende der Straße ruhendes rotes Auto zu. Die "Wellenlänge" dieser Autos ist also 100 m, und sie werden das ruhende Auto im zeitlichen Abstand von 20 s passieren, T=20 s!

Und nun lassen wir das zuvor ruhende Auto gegen diese beiden Autos mit 2,5 m/s fahren. Wenn es am ersten Auto an einem bestimmten Punkt der Straße, sagen wir bei x=20 m, vorbeikommt, ist das andere Auto 100 m entfernt, fährt mit 5 m/s auf das rote Auto zu und das rote fährt gleichzeitig auf das grüne mit 2,5 m/s zu. In welchem Abstand entfernt von x=20 werden sie aneinander vorbeifahren und nach welchem Intervall?
Das rote Auto hatte ruhend den Abstand und die Zeit, in welchem die grünen Autos an ihm vorbeifahren, gemessen mit 20 s und 100 m.
Was misst nun das bewegte rote Auto, wenn es mit 2,5 m/s den grünen entgegenfährt und wiederum den Abstand und die Zeit misst, in welchem die grünen Autos vorbeikommen?
T wird nun etwa 13,33 s sein, und der Punkt von der ersten Passage des ersten grünen Autos bei x=20 zur nächsten Passage des zweiten grünen Autos wird x≈ 53,33 m sein. Was misst also das rote Auto für einen Abstand von der ersten Passage zur zweiten Passage? 33,33 m. Das ist nun die "Wellenlänge" der grünen Autos, welche das rote bewegte Auto nun messen wird!

Wenn das einmal verstanden ist, können wir etwas weiter denken. Wieso könnten die grünen Autos im Abstand von 100 m gefahren sein? Sie sind von einem Transporter herunter gefahren, der sich mit 2,5 m/s vom roten Auto weg bewegt hat. Auf diesem langen Transporter fuhren sie im Abstand von 33,33 m und alle 13,33 s fuhr eines herunter und weiter auf der Straße. Wenn also eines herunter fuhr, wurde das nächste noch 13,33 s lang mit 2,5 m/s weiter transportiert und das macht etwa 33,33 m aus. Währenddessen hatte sich das erste Auto 13,33 s lang mit 5 m/s 66,66 m vom Transporter weg bewegt und das nächste Auto kommt 13,33 s später herunter, macht in Summe 100 m!

Die "Wellenlänge" der Autos betrug auf dem Transporter (der "Sender") also 33,33 m mit T=13,33 s.
Was misst das hinter dem Transporter mit gleicher Geschwindigkeit fahrende rote Auto? 33,33 m und T=13,33 s !!!

Und was wäre das Ergebnis, wenn das rote Auto und der Transporter sich nicht auf der Straße bewegen, aber die grünen Autos im Abstand von 33,33 m mit 5 m/s herunter fahren und am roten Auto vorbeikommen? Sie kommen im Abstand von 13,33 s im Abstand von 33,33 m vorbei! Alles gleich wie im Fall, wenn sich beide, rotes Auto und Transporter mit gleicher Geschwindigkeit im konstanten Abstand zueinander auf der Straße bewegen!

Alles klar?

Grüße
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » Mi 21. Mai 2014, 13:42

Harald Maurer hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Nein Harald, Da gleicht sich gar nichts aus. Was du wieder beschreibst, ist die Konstanz der Frequenz.

Nein, lieber Ernst, wenn die Frequenz konstant bleibt, bleibt auch alles andere konstant, Periodendauer und Wellenlänge. Denn die Wellenlänge verhält sich umgekehrt proportional zur Frequenz!

Nein, eben nicht. Wellengeschwindigkeit und Wellenlänge können sich gleichsinnig ändern bei Beibehaltung der Frequenz.
Für die Phasengeschwindigkeit w gilt

w = λ*f

f ist wegen der zu fordernden Kontinuität konstant

f = w / λ

und daher ist

f = (c+v)/ λ1 = (c-v) / λ2 = w_irgendwas/ λ_irgendwas= immer konstant. Bei konstanter Frequenz: Je größer die Phasengeschwindigkeit, desto größer die Wellenlänge.

Und ist eine Wellenlänge irgendwo einmal erzeugt, dann behält sie ihre Länge in jedem Bezugssystem. :!: :!: :!:

Das alles ist unumstößlich. Da helfen auch keine noch so sophistischen Beispiele; die sind alle falsch ausgedacht.

Es ist wirklich unfassbar, dass intelligente Menschen das nicht auf die Reihe kriegen!

PS: Mit der Intelligenz ist das so'ne Sache

Ich erkläre es mal für kleine Kinder:

Denen kannst du auch nicht weismachen, daß sich der Abstand zweier hintereinander fahrenden grünen Autos dadurch verändert, indem du ihnen mit einem roten Auto entgegen fährst.

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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Yukterez » Mi 21. Mai 2014, 14:18

Highway hat geschrieben:Wo willst du das gefunden haben?
Vom Server wird auch eine Datei des Namens MichelsonMorleyExperiment.pdf ausgeliefert.

Die direkte URL habe ich mir nicht notiert aber es war im Grunde der angebotene Link von hier. Soll aber schon ein alter Schmäh sein: http://www.pcwelt.de/news/EXE-im-PDF-Erster-Schaedling-nutzt-PDF-Nicht-Luecke-374241.html

Ernst kann das auch bezeugen:

Ernst hat geschrieben:Ich hab dei exe geladen aber nicht exekutiert. Der Virus kam schon beim Laden.

Anscheinend hat er auf "speichern" und ich direkt aus dem Firefox auf "mit Acrobat öffnen" geklickt.

Anzeige gegen Unbekannt erstattend,

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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon fallili » Mi 21. Mai 2014, 17:22

Ich versuch verzweifelt zu verstehen was Harald meint - noch komplizierter geht's wohl nicht.
Was heisst:
Wenn das einmal verstanden ist, können wir etwas weiter denken. Wieso könnten die grünen Autos im Abstand von 100 m gefahren sein? Sie sind von einem Transporter herunter gefahren, der sich mit 2,5 m/s vom roten Auto weg bewegt hat. Auf diesem langen Transporter fuhren sie im Abstand von 33,33 m und alle 13,33 s fuhr eines herunter und weiter auf der Straße. Wenn also eines herunter fuhr, wurde das nächste noch 13,33 s lang mit 2,5 m/s weiter transportiert und das macht etwa 33,33 m aus. Währenddessen hatte sich das erste Auto 13,33 s lang mit 5 m/s 66,66 m vom Transporter weg bewegt und das nächste Auto kommt 13,33 s später herunter, macht in Summe 100 m!


Wir haben also einen mit 2,5 m/s Transporter (soll wohl den Sender darstellen) - alle 13,33 Sekunden fällt ein Auto herunter (soll wohl die Frequenz darstellen). Dann haben wir aber noch ein rotes Auto mit dem ich nix anfangen kann.
Den Empfänger kann es ja nicht repräsentieren - denn Sender und Empfänger bewegen sich im MMI ja nicht relativ zueinander. Den Spiegel auch nicht - der bewegt sich ja auch nicht relativ zu Sender und Empfänger.

Was ist das also und was soll das repräsentieren, was sich da mit 2.5 m/sek relativ zum Transporter bewegt?
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » Mi 21. Mai 2014, 17:46

Spacerat hat geschrieben:Ich werde Leute finden, die es ebenso logisch finden wie ich und dann evtl. doch noch mal nachdenken. Kann bzw. möchte mir jedenfalls nicht vorstellen, dass diese verbohrte Ignoranz ala Ernst allgegenwärtig ist. Mehr als 100 Jahre Schwachsinn rechnen, sollte hinlänglich genug sein. Erst recht dann, wenn man deswegen Schwachsinn postulieren muss. Die Natur (inkl. ihrer Sprache) ist jedenfalls kein Wunschkonzert. Da zählen nur Beobachtungen, für die man eine Formel findet und keine Formeln, die man mit Interpretationen der Beobachtungen erklärt.

Als Basis für die SRT taugt MM ohnehin nicht. Darum geht es gar nicht.
Es geht einfach um die Funktionsfähigkeit des MMI zur Messung eines Äthers, wenn er denn vorhanden ist und wenn das MMI in ihm bewegt ist.
Und da liegt das Nachdenken bei dir. Die Funktion ist nämlich ganz simpel. Am einfachsten zu beschreiben aus dem Bezugssystem des MMI. Da du aber in Gemeinschaft mit manchen anderen den Umweg über das Bezugssystem Äther gehen willst; Bitte. Ich hab die verhältnisse im horizontalen Arm nochmal dargestellt. Das ist fundamentale Physik:

MMI im BS Äther.JPG
MMI im BS Äther.JPG (19.29 KiB) 5809-mal betrachtet


Ich denke doch, das ist ohne weiteren Kommentar verständlich.
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » Mi 21. Mai 2014, 18:40

Spacerat hat geschrieben:@Ernst: Bekommst du das auch hergeleitet? Einfach ein paar Formeln hin klatschen bekomm ich auch noch hin (so viel zum Thema "Kommentarlos").

Das ist die Herleitung. :!:

Das sollte doch sofort ersichtlich sein. Was verstehst du darin nicht? Oder muß ich diese Herleitung speziell für dich doch näher kommentieren?
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » Mi 21. Mai 2014, 18:55

MMI BS Äther.JPG
MMI BS Äther.JPG (20.74 KiB) 5830-mal betrachtet


Etwas vervollständigt.
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Harald Maurer » Mi 21. Mai 2014, 19:19

fallili hat geschrieben:Dann haben wir aber noch ein rotes Auto mit dem ich nix anfangen kann.
Den Empfänger kann es ja nicht repräsentieren - denn Sender und Empfänger bewegen sich im MMI ja nicht relativ zueinander.

Wie kommst Du darauf? Ich schrieb im 2. Absatz des Beitrags "Und nun lassen wir das zuvor ruhende Auto gegen diese beiden Autos mit 2,5 m/s fahren."
Das rote Auto fährt (=Empfänger) also ebenso wie der Transporter (=Sender) mit 2,5 m/s im gleichbleibenden Abstand gegen die grünen Autos!
Das ist aus meinem Beitrag so leicht zu entnehmen, dass ich den Verdacht nicht loswerde, dass Du dich absichtlich begriffsstutzig stellst, um mich zu verschaukeln. Da muss ich dann doch darauf hinweisen, dass ich dieses Forum nicht zu dem Zweck betreibe, mich von Teilnehmern verschaukeln zu lassen!

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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » Mi 21. Mai 2014, 19:28

Spacerat hat geschrieben:Deine Vervollständigung nutzt dir gar nichts.

Ich hatte gedacht, etwas minimale Selbstrechnung kann jeder selbst vornehmen. Aber bitte, die Gebrauchs-Anleitung:

Bild

Das Bild zeigt das BS Äther. Also der Äther steht fest und das MMI bewegt sich mit der Geschwindigkeit v nach rechts.
Das ausgesendete Licht trifft nach der Zeit t1 auf den Spiegel und hat dabei den Weg c*t1 zurückgelegt. Während der Zeit t1 hat sich das MMI um den Weg v*t1 nach rechts bewegt.
Geometrisch ergibt sich also wie dargestellt

c*t1 = v*t1 + L

Nun reflektiert der Spiegel das Licht wieder zurück. Nach der Zeit t2 hat es den Weg c*t2 zurückgelegt. Während dieser Zeit hat der Nullpunkt (Achsenkreuz) des MMI den Weg v*t2 zurückgelegt.
Geometrisch ergibt sich also wie dargestellt

c*t2 + v*t2 = L

Weiter gehts mit simpler Mathematik

c*t1 - v*t1 = L
c*t2 + v*t2 = L

t1 = L/(c-v)
t2 = L/(c+v)
t1+t2 = L/(c-v) + L/(c+v)
t1+t2= 2*c*L/(c²-v²)

t1+t2 = (2L/c)/(1-v²/c²)
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