Messungen mit Laserpistolen

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Messungen mit Laserpistolen

Beitragvon Ernst » Sa 13. Feb 2010, 09:55

Jocelyne Lopez hat geschrieben: So sehe ich das zumindest.

Wie gesagt, ein Trugschluß. Alles spielt sich im IS des Polizisten ab. Und da bewegt sich der Lichtstrahl mit c auf das Auto zu und das Auto mit v auf den Laser. Das verbietet die SRT doch nicht. Bitte lies mein Beispiel und auch Haralds Hinweis noch einmal durch. Da ist kein Konflikt.

Gruß
Ernst
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Re: Messungen mit Laserpistolen

Beitragvon Jocelyne Lopez » Sa 13. Feb 2010, 10:58

Ernst hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben: So sehe ich das zumindest.

Wie gesagt, ein Trugschluß. Alles spielt sich im IS des Polizisten ab. Und da bewegt sich der Lichtstrahl mit c auf das Auto zu und das Auto mit v auf den Laser. Das verbietet die SRT doch nicht. Bitte lies mein Beispiel und auch Haralds Hinweis noch einmal durch. Da ist kein Konflikt.


Ob man der Polizist oder der Autofahrer als Beobachter definiert spielt nach dem Relativitätsprinzip (und auch nach Einstein 1. Postulat) keine Rolle um zu definieren, wer bewegt oder unbewegt ist: sie dürfen es gleichberechtigt jederzeit und abwechselnd sein - zumal es sich hier um rein kinematische Prinzipien handelt, wo man die Wirkung von Kräften wie z.B. Äther nicht zu berücksichtigen braucht (Dynamik). Da ist in der Tat kein Konflikt.

Das ändert alles nicht an der Tatsache, dass Einstein sein 2. Postulat nur für relativ zum Licht ruhende Beobachter formuliert hat, wo also logischerweise keine Abstandsänderungen zur Lichtquelle stattfinden. Der Fall, den wir gerade in diesem Thread untersuchen und den Du auch richtig beschreibst mit "da bewegt sich der Lichtstrahl mit c auf das Auto zu und das Auto mit v auf den Laser" ist zwar nicht "verboten", aber er ist nun mal nicht Bestandsteil des Postulats. Da hilft nichts. Deshalb gilt auch bei der SRT nur die Relativgeschwindigkeit c und nie die Relativgeschwindigkeit c + v.

Argumentiert und rechnet man also mit Abstandsänderungen, dann argumentiert und rechnet man im Rahmen der klassischen Physik, und nicht im Rahmen der SRT. Und gegen die klassische Physik und ihre Berechnungen habe ich nichts, sie entspricht der Erfahrung und der Natur, sie hat sich auch schon sehr lange brillant in der Empirie und der Technologie bewährt, sie macht brauchbare Voraussage, auch eben bei Messungen mit Radaren und Laserpistolen. Trugschlüße entstehen nur durch die SRT.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Messungen mit Laserpistolen

Beitragvon Mordred » Sa 13. Feb 2010, 11:47

Hallo Jocelyne,
Jocelyne hat geschrieben:In unserem Beispiel mit den Radaren bedeutet es:
c ist immer gleich schnell relativ zu einem parkenden Auto. Einverstanden?
Absolut!

Jocelyne hat geschrieben:Das erlaubt aber keine Aussage darüber, wie schnell c zu einem fahrenden Auto ist, auch einverstanden?
Bedingt.
Denn ob das Auto sich nun bewegt, ist dem Licht egal. Es behält seine Geschwindigkeit bei.
Jocelyne hat geschrieben:
Der bewegte Beobachter misst c+v oder c-v. Das ändert aber nichts daran dass das Licht mit c ankommt.

Wir sind uns damit einig.

Jepp. c +v ist in diesem Falle eine Verschiebung nach Blau.
Dagegen ist c – v rotverschoben.

Licht kommt also beim Auto mit norm. C an (Weiß)
Durch die (zu)Bewegung des Autos wird das Licht deformiert, gedrückt, verschoben.
Diese Verschiebung kommt desto schneller das Auto fährt, blauverschoben an.
Nur noch die Verschiebung in Relation setzen, und Du hast somit die Differenz.

Jocelyne hat geschrieben:Also bei unserem Radar-Beispiel ist nach Einstein ein fahrendes Auto messtechnisch gleichzusetzen mit einem parkenden Auto:
Richtig !
Beide Male wird das Licht vom Auto reflektiert.
Exakt zum Punkt der Reflektion spielt es keine Rolle ob sich das Auto bewegt oder nicht.
Somit wäre ein Auto beim Radarbeispiel lediglich eine bewegte Quelle.
Dieses sendet/reflektiert das Licht mit c ab.
Dadurch dass es sich nun aber gegen bewegt, wird die Frequenz „gedrückt“
Das Licht kommt also mit c in die Pistole, aber eben mit höherer Frequenz.

Für mich in meinem Modell wird lediglich das Quant gepuscht.
Wäre weißes Licht geladene Masse1, wäre ein Quant bei z.B. 100 Km/h gepuscht, mit Masse1,06238 geladen.
Diese Ladung wird in Kraftrichtung mit c übertragen.
Höhere Ladungsmenge, mehr Energieaufnahme zu bestimmter Zeit der Pistole, Andere "Wellen"länge, etc.
Jocelyne hat geschrieben:Beide haben keinen Einfluss auf die magische Relativgeschwindigkeit c, die unberührt von allen und allem absolut konstant zu allem was im Universum ruht oder sich bewegt bleibt. Es gibt nach Einstein keinen Unterschied zwischen den beiden Konstellationen "parkendes" und "fahrendes" Auto.
Stimmt, Licht wird einfach nur gesendet.
Lediglich die Ladungsmenge unterscheidet sich relativ zur Bewegung.

Nehmen wir mal nur einen einzigen Impuls.
Dieser wird übertragen. Und zwar immer mit c Raumdichte.
Von Radarpistole zum Auto mit c Raumdichte.
Dann wird vom Auto der Impuls reflektiert.
In diesem Moment wird das Auto zur Quelle.
Wenn es steht, reflektiert der Impuls mit c und gleicher "Frequenz" zurück.
Fährt nun das Auto, wird der Impuls „gedrückt“ es ändert sich lediglich seine "Frequenz". Die Geschwindigkeit die nun vom Auto zur Pistole gilt, ist wieder c Raumdichte!

Nimm mal ein Stück Knete als Beispiel.
Ruht das Auto wird die Knete nicht eingedrückt.
Sie kommt wie gesendet zurück.
Nun bewege das Auto auf die Pistole zu.
Die Knete wird nun durch das fahrende Auto etwas eingedrückt.
Je schneller du fährst, desto mehr wird die Knete deformiert.
Diese Deformation bei der Knete, ist nichts anderes als die Verschiebung der Frequenz durch höhere Energieaufnahme.
(mehr energetische Masse).
Je schneller also das Auto, desto "verschobener" das Licht welches in der Pistole ankommt.

Gruß
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Re: Messungen mit Laserpistolen

Beitragvon Mordred » Sa 13. Feb 2010, 12:11

Chief hat geschrieben:Der Strahl bewegt sich mit c+v auf das Auto zu, das kann man nicht in Frage stellen (sowohl im IS des Polizisten als auch im IS des Autos).
Ne, der Strahl bewegt sich mit c auf das Auto zu.
Das Auto, würde es das messen können, würde eine Blauverschiebung, also c +v messen.

Andersrum. Das Auto sendet nun c+v (Blauverschiebung)
Was die Quelle sendet, wird übertragen, und kommt genau so in der Pistole an.
V ist aber hier nicht als Geschwindigkeit zu verstehen, sondern als Frequenz/ Ladungs- Änderung.

Es gibt 2 Varianten der Blauverschiebung.
1.) Quelle bewegt sich auf das Objekt zu.
2.) Objekt bewegt sich auf Quelle zu.
Bei der Rotverschiebung hingegen ist es egal ist ob sich nun die Quelle oder das Objekt weg bewegt.

Ich weiß nicht ob die SRT c+v akzeptieren kann?

Wie gesagt, +v ist keine Geschwindigkeit im herkömmlichen Sinne.
V ändert nur die Verschiebung, genau so wie +v nur den Wasserdruck für Dich erhöht wenn Du ihm entgegen rennst.
Das Wasser wird dadurch aber nicht schneller. Es kommt immer mit c aus der Pistole.


Gruß
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Re: Messungen mit Laserpistolen

Beitragvon Mordred » Sa 13. Feb 2010, 12:40

Chief hat geschrieben:Das Auto sieht die Blauverschiebung (wurde schon mal berechnet).

Natürlich, aber die Verschiebungen haben halt nur in sofern was mit der Geschwindigkeit zu tun, weil sie durch v Objekt ihre Frequenz ändern.
Übertragen werden sie dennoch weiterhin mit c.
es kommt also nicht mit c +v an, also wie bei 100Km/h +10Km/h = 110Km/h
Es ist wie mit Bildern, ..stell dir im Abstand von einem Meter ein Bild vor.
Diese bewegen sich mit 10 Km/h auf Dich zu. Nun renne mit 10Km/h dagegen.
Nun nimmst Du die Bilder doppelt so schnell wahr als würdest du ruhen.
Das ware blauverschoben.
Die Bilder sind aber dennoch nur 10Km/h schnell.
Nun stell dich mit den Bildern auf das Laufband.
Du bist genauso schnell wie die Bilder.
Du bewegst dich mit dem einen Bild konstant mit 10Km/h weg.
Die anderen Bilder bleiben in gleichem Abstand und du wirst das nächste Bild erst sehen wenn du langsamer wirst.
Du wechselst das Laufband. Dieses entfernt sich mit 5 Km/h.
Da die Bilder aber mit 10 Km/h transportiert werden, dauert es länger als würdest Du ruhen, bis nun die Bilder bei dir vorbei kommen.
Sie kommen dann eben nur mit einer Geschwindigkeit von 5 Km/h an Dir vorbei.
Das würde man dann eben rotverschoben bezeichnen.

Gruß
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Re: Messungen mit Laserpistolen

Beitragvon Mordred » Sa 13. Feb 2010, 12:55

@Poet,
Poet hat geschrieben:Also erst mal ist die Geschwindigkeit des Wassers das auf Dich trifft selbstverständlich höher, wenn Du dem entgegen rennst. Hier reicht Newton.
v ändert beim Licht nur die Verschiebung (höhere Ladung), genau so wie +v nur den Wasserdruck für Dich erhöht wenn Du ihm entgegen rennst. Das Wasser wird dadurch aber nicht schneller. Es kommt immer mit c aus der Pistole.
Poet hat geschrieben:Hat der Strahl 50km/h und Du rennst mit 15km/h dann trifft das Wasser Dich mit 65km/h.

Ja, Du hast es treffend beschrieben, ..trifft DICH mit 65Km/h
Der Strahl an SICH wird aber nicht schneller...oder ?

Poet hat geschrieben:Aber mal eine andere Frage, wenn nun v+ keine Geschwindigkeit im herkömmlichen Sinne ist, welche Einheiten hat die dann?
V+ gilt bei allen Projektilen. Bei allem was ich von A nach B schießen kann.
Licht wird aber nicht von A nach B geschossen !
Licht ist kein Projektil !

Licht lässt sich weder anschubsen, noch verzögern.
Licht wird mit einer Reaktions-/Übergabegeschwindigkeit von c Raumdichte übertragen.
Und zwar immer !

Gruß
Mordred
 
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Re: Messungen mit Laserpistolen

Beitragvon Harald Maurer » Sa 13. Feb 2010, 14:12

Chief hat geschrieben:Das stimmt überhaupt nicht, Harald betrachtet Laser als unbewegt relativ zum Äther, nur in diesem Fall kann man so rechnen. Ruht aber das Auto relativ zum Äther dann ist die Laufzeit des Lichts vom Laser bis zum Auto immer gleich, ganz egal ob der Laser bewegt ist oder nicht. Die Laufzeit hängt nur ab vom Abstand zum Zeitpunkt der Emission.


Die Laufzeit wird in beiden Verfahren über den Doppler Effekt ermittelt. Beim Radar direkt mit den Dezimeterwellen, beim Laser mit eigens generierten Impulsen, weil die Lichtfrequenz des Lasers selbst viel zu hoch wäre.
Ermittelt wird stets die Relativgeschwindigkeit zwischen dem Lasergerät und dem Objekt. Da dies über den Doppler erfolgt, spielt es keinerlei Rolle, ob sich das in einem Äther abspielen könnte oder nicht.
Eine direkte Messung der Laufzeit gibt es nicht - das wäre ja eine Messung von Milliardstelsekunden, abgesehen davon, dass das Messgerät die zurückkehrenden Impulse nicht identifizieren könnte. Dopplereffekte, die bereits durch Bewegung im Äther auftreten, tun dies bei beiden Beteiligten im entgegen gesetzten Sinn - sie kompensieren einander... und so bleiben nur jene übrig, die durch die Relativbewegung entstehen!
Sollten Lichtgeschwindigkeiten von c+/-v auftreten, kann das mit Einhaltung der SRT-Messvorschrift nicht festgestellt werden, da ja die Uhren mit demselben Licht synchronisiert werden müssten. Auch im System des Lasergerätes ist die angenommene Konstanz von c eine Messkonstanz und stützt sich auf dieselbe Messvorschrift bzw. Gleichzeitigkeitsdefinition anhand der Verwendung von Lichtstrahlen! Klar, dass da immer nur c heraus kommt! Für Physiker ist immer das Realität, das er misst!

Das wollte ich eigentlich schon mit diesem Bild darstellen:
Bild
Und mit dem Hinweis auf § 1 ZEBK darauf hinweisen, dass es sich beim 2. Postulat um eine Messkonstanz handelt. Es wird doch keiner glauben, dass das Licht über die ganze Autobahn-Szene hinweg dieselbe Geschwindigkeit hat und sich nur jeweils an das Bezugssystem der einzelnen Fahrzeuge anpasst. So etwas hätte uns Einstein wohl nicht zugemutet, denn das wäre ja eine sehr mysteriöse Angelegenheit. Wenn aber jeder im seinem Fahrzeug den § 1 bei der Messung berücksichtigt, misst er tatsächlich immer nur "c" - egal, ob er sich bewegt oder nicht. Mit dieser Messvorschrift wollte Einstein die Ätherhypothese überflüssig machen. Das geht aber insoferne schief, als dass dieser Kunstgriff des Messens in der Folge zu Absurdem führt, das man als Aussage der Theorie zu akzeptieren habe (ZD, LK).

Was für eine Geschwindigkeit das Licht dem bewegten Objekt gegenüber HAT, interessiert die SRT gar nicht. Mit großer Selbstverständlichkeit findet man c+/-v in den Formeln zum Doppler-Effekt - na klar, denn diese Geschwindigkeiten könnte es ja zwar geben, aber nicht gemessen werden. Der feine Unterschied wird klar, wenn man das 2. Postulat wörtlich nimmt und folgert, das Licht müsse dem bewegten Objekt gegenüber nach wie vor unbedingt nur c HABEN - dann kann man eben ein Paradoxon konstruieren, wie ich es bereits einmal vorgeführt habe oder hier diskutiert wird.

In der Arbeit Einsteins ist ganz deutlich erkennbar, dass mit semselben Licht, das es zu messen gilt, auch die Uhren synchronisiert werden. Hier öffnet sich schon ganz zu Beginn ein Zirkelschluss, aus welchem die Theorie nie mehr herauskommt. Wenn man sich schon anfangs nicht darum kümmert, welche unterschiedliche Geschwindigkeiten das zur Synchronisation eingesetzte SIgnal haben könnte und einfach annimmt, es habe hin- und zurück dieselben Laufzeiten, dann ist eine genaue Theorie des Messens nicht mehr zu erwarten, denn das Licht könnte ja aufgrund von Bewegungen im Äther sehr wohl unterschiedliche Geschwindigkeiten haben. Nur aus dem Kniff, dass sich das zu Messende selber misst sollte man keine so schwerwiegenden Folgerungen ziehen, wie es die SRT eben macht. Das führt zu hundertjährigen Streitdebatten. ;)

Grüße
Harald Maurer
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Re: Messungen mit Laserpistolen

Beitragvon Hannes » Sa 13. Feb 2010, 14:43

Hallo Manuel !

    v ändert beim Licht nur die Verschiebung (höhere Ladung), genau so wie +v nur den Wasserdruck für Dich erhöht wenn Du ihm entgegen rennst. Das Wasser wird dadurch aber nicht schneller. Es kommt immer mit c aus der Pistole.

Die Geschwindigkeitsmessung ist so ein Problem !
Mißt du die Geschwindigkeit nach der Straße oder nach dem Meßpunkt ?
Solange du auf der Straße fährst, decken sich beide Meßmethoden.
Im Flugzeug ist das schon wieder ganz anders:
Du kannst die Geschwindigkeit nach der Bewegung durch die Luft messen
oder auch nach der Bewegung relativ zum Boden.
Und wenn ich mit dem Flugzeug durch die Luft bewege , wenn ich, wie du sagst,
der Luft entgegenrenne, ist die Geschwindigkeit höher !
Frag doch einen Piloten, was für ihn wichtig ist !
Den interessiert die Geschwindigkeit zum Boden überhaupt nicht !
Leider ist die geozentrische Sichtweise den meisten Menschen so vertraut,
dass sie sich nichts anderes vorstellen können.

Hannes
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Re: Messungen mit Laserpistolen

Beitragvon Jocelyne Lopez » Sa 13. Feb 2010, 15:09

Mordred hat geschrieben:
Jocelyne hat geschrieben:Das erlaubt aber keine Aussage darüber, wie schnell c zu einem fahrenden Auto ist, auch einverstanden?

Bedingt.
Denn ob das Auto sich nun bewegt, ist dem Licht egal. Es behält seine Geschwindigkeit bei.


Uns trennen hier nur verschiedene Ausdrucksweisen für dieselbe Gegebenheiten, das ist nicht so schlimm ;) :
Deine Ausdrucksweise "Das Licht behält seine Geschwindigkeit bei" ist undeutlich, weil man bei einer Geschwindigkeit immer angeben muss, worauf sie sich bezieht und hier hast Du es eben wieder nicht angegeben. :(
Unmissverständlich sollte also Dein Satz lauten:
"Denn ob das Auto sich nun bewegt, ist dem Licht egal. Es behält seine Geschwindigkeit relativ zu unbewegten Objekten bei".
Einverstanden?

Relativgeschwindigkeiten entstehen ja immer nur paarweise, wobei sie gleichzeitig paarweise zu unendlich vielen Objekten entstehen. Deshalb ist es extrem wichtig, immer den Bezug anzugeben und nie von einer Geschwindigkeit ohne Bezug zu reden, man sollte sich in einer Diskussion von dieser Angewohnheit unbedingt trennen. ;)

Wenn das Auto sich bewegt, ändert sich also die Relativgeschwindigkeit zwischen Auto und Licht, sie beträgt dann c + v.
Gleichzeitig bleibt jedoch die Relativgeschwindigkeit zwischen Licht und unbewegten Objekten davon unberührt, sie beträgt weiterhin c.

Aber wir waren uns schon trotz diesen verschiedenen Ausdrucksweisen über die physikalische Gegebenheiten einig.

Mordred hat geschrieben:
Jocelyne hat geschrieben:Also bei unserem Radar-Beispiel ist nach Einstein ein fahrendes Auto messtechnisch gleichzusetzen mit einem parkenden Auto:

Richtig !
Beide Male wird das Licht vom Auto reflektiert.
Exakt zum Punkt der Reflektion spielt es keine Rolle ob sich das Auto bewegt oder nicht.
Somit wäre ein Auto beim Radarbeispiel lediglich eine bewegte Quelle.
Dieses sendet/reflektiert das Licht mit c ab.
Dadurch dass es sich nun aber gegen bewegt, wird die Frequenz „gedrückt“
Das Licht kommt also mit c in die Pistole, aber eben mit höherer Frequenz.


Auch hier sind wir uns in der Sache einig: Eine Erhöhung der Frequenz entsteht nur dann, wenn das Auto sich tatsächlich in Richtung Laserpistole bewegt, also wenn Abstandsänderungen tatsächlich stattfinden und eine Änderung der Relativgeschwindigkeit zwischen Auto und Licht bewirken: c + v.
Das ist hier klassische Physik. Das ist aber nicht die SRT...

In der SRT ändert sich nämlich die Relativgeschwindigkeit zwischen Auto und Laserpistole nie, sie bleibt per Postulat immer konstant c. Das bedeutet: es finden keine Abstandsänderungen des Autos in Richtung Laserpistole statt, es gilt nie c + v, es gilt immer nur c, wie relativ zu allen unbewegten Objekten. Es wird damit postuliert, dass bei einem bewegten Auto alles so bleibt wie bei einem parkenden Auto: Keine Abstandsänderung zur Lichtquelle, keine Frequenzänderung, keine Änderung der Relativgeschwindigkeit c. Nur so kann nämlich die Relativgeschwindigkeit unverändert mit c bleiben.

Wäre es so, dann könnte eine Laserpistole konkret keine Abstandsänderungen registrieren (es gäbe keine, wie bei einem parkenden Auto) und Radare keine Frequenzänderungen (es gäbe keine, wie bei einem parkenden Auto). Diese Geräte registrieren aber sowohl Abstandsänderungen als auch Frequenzänderungen, woraus man schließen kann, dass die Relativgeschwindigkeit nicht c konstant bleibt, sondern c + v beträgt.

Insofern halte ich weiterhin die Aussage von Chief für richtig, dass die Messung von Geschwindigkeiten mit Licht oder em Welle c + v nachweist.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Messungen mit Laserpistolen

Beitragvon Mordred » Sa 13. Feb 2010, 15:48

Harald hat geschrieben:Was für eine Geschwindigkeit das Licht dem bewegten Objekt gegenüber HAT, interessiert die SRT gar nicht.
Wozu auch ?
Harald hat geschrieben:Mit großer Selbstverständlichkeit findet man c+/-v in den Formeln zum Doppler-Effekt - na klar, denn diese Geschwindigkeiten könnte es ja zwar geben, aber nicht gemessen werden.
V+ oder – ist keine Addition oder Subtraktion von der Geschwindigkeit c
V ist hierbei lediglich eine Frequenzänderung und hat mit Geschwindigkeit nichts zu tun.
Licht ist kein Projektil
Harald hat geschrieben:Der feine Unterschied wird klar, wenn man das 2. Postulat wörtlich nimmt und folgert, das Licht müsse dem bewegten Objekt gegenüber nach wie vor unbedingt nur c HABEN

Hat es auch, nur der bewegte Beobachter misst eine Verschiebung, und sagt, diese Verschiebung zeigt eine andere Geschwindigkeit an.
Tut sie aber nicht.
Die Geschwindigkeit ist die selbe. Nur die Frequenz ist eine Andere.
Harald hat geschrieben:dann kann man eben ein Paradoxon konstruieren, wie ich es bereits einmal vorgeführt habe oder hier diskutiert wird.
Paradox ist daran eigentlich überhaupt nichts.
V ist nur die Eigengeschwindigkeit die dann eben die Frequenz je schneller desto höher, ändert.
Egal aber welche Frequenz das Licht hat.
Es wird immer gleich schnell mit(c Raumdichte) transportiert.

@Jocelyne
Jocelyne hat geschrieben:Uns trennen hier nur verschiedene Ausdrucksweisen für dieselbe Gegebenheiten, das ist nicht so schlimm :
Deine Ausdrucksweise "Das Licht behält seine Geschwindigkeit bei" ist undeutlich, weil man bei einer Geschwindigkeit immer angeben muss, worauf sie sich bezieht und hier hast Du es eben wieder nicht angegeben.
Unmissverständlich sollte also Dein Satz lauten:
"Denn ob das Auto sich nun bewegt, ist dem Licht egal. Es behält seine Geschwindigkeit relativ zu unbewegten Objekten bei".
Einverstanden?
Auch wieder bedingt.
Denn auch zum bewegten Objekt behält c immer seine Eigengeschwindigkeit.
Während jedoch beim ruhenden Objekt das Licht weiß zurück kommt, wird es eben beim bewegten Objekt, je nach Richtung, verschoben.
Das ist aber nur die Frequenz die verschoben wird.
Das Licht ist und bleibt trotzdem immer gleich schnell.

Relativgeschwindigkeiten entstehen ja immer nur paarweise, wobei sie gleichzeitig paarweise zu unendlich vielen Objekten entstehen. Deshalb ist es extrem wichtig, immer den Bezug anzugeben und nie von einer Geschwindigkeit ohne Bezug zu reden, man sollte sich in einer Diskussion von dieser Angewohnheit unbedingt trennen.
Dem Licht ist es egal welchen Bezug ich wähle.
Licht hat nur eine Geschwindigkeit, und die ist Raumdichte abhängig.

Jocelyne hat geschrieben:Wenn das Auto sich bewegt, ändert sich also die Relativgeschwindigkeit zwischen Auto und Licht, sie beträgt dann c + v.
Nein, zu c kommt kein v als Geschwindigkeit hinzu oder weg.
EigenV ändert lediglich die Frequenz.

Jocelyne hat geschrieben:Gleichzeitig bleibt jedoch die Relativgeschwindigkeit zwischen Licht und unbewegten Objekten davon unberührt, sie beträgt weiterhin c.
Eben. Ohne Änderung der Frequenz eben.

Jocelyne hat geschrieben:Auch hier sind wir uns in der Sache einig: Eine Erhöhung der Frequenz entsteht nur dann, wenn das Auto sich tatsächlich in Richtung Laserpistole bewegt,
Absolut.
also wenn Abstandsänderungen tatsächlich stattfinden und eine Änderung der Relativgeschwindigkeit zwischen Auto und Licht bewirken: c + v.
Das ist hier klassische Physik.

In der klassischen Physik wäre hier c als Projektil zu sehen.
( Auto 100Km/h Projektil von Auto mit 10Km/h abgeschossen = Projektil 110Km/h.)
c ist aber kein Projektil und somit nicht vergleichbar.

Jocelyne hat geschrieben:In der SRT ändert sich nämlich die Relativgeschwindigkeit zwischen Auto und Laserpistole nie, sie bleibt per Postulat immer konstant c.
Richtig.

Jocelyne hat geschrieben:Das bedeutet: es finden keine Abstandsänderungen des Autos in Richtung Laserpistole statt, es gilt nie c + v, es gilt immer nur c, wie relativ zu allen unbewegten Objekten.
Auch Richtig.
Das Licht richtet sich nicht nach der Bewegung.
Ab dem Punkt wo das Licht zurückgeworfen wird zählt einzig dieser kurze Moment.
Die Bewegung davor oder danach Interessiert das Licht nicht.
Es ist also fast ein Bewegungsnullpunkt.
Dieses fast, reicht aber aus, um die Frequenz zu ändern.

Jocelyne hat geschrieben:Es wird damit postuliert, dass bei einem bewegten Auto alles so bleibt wie bei einem parkenden Auto:
Jepp. aber halt nur fast. Und dieser Bruchteil fast, verschiebt das ganze.

Jocelyne hat geschrieben:Keine Abstandsänderung zur Lichtquelle, keine Frequenzänderung, keine Änderung der Relativgeschwindigkeit c. Nur so kann nämlich die Relativgeschwindigkeit unverändert mit c bleiben.
C bleibt immer c, ..nur die Frequenz ändert sich.

Gruß
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