gravitatorische Rotverschiebung ja/nein

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: gravitatorische Rotverschiebung ja/nein

Beitragvon Kurt » Mo 26. Nov 2012, 00:06

Lübecker hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Die Uhr wird herunten mit 1 Ghz gemessen und zum geostationärem Ort hochgebracht. Herunten wird nun 1,11 Ghz empfangen. Einverstnden?

Das eine Uhr oder ein Sender auf der Erde mit höherer Frequenz empfangen wird ist doch nun bekannt, genaue Werte selber sind nicht so wichtig.


Eben.

Lübecker hat geschrieben:Hier kann doch jeder was er will interessant finden und die Fragen stellen, die er zum Thema passen findet, oder? Es gibt ganz klar einen Effekt, und die Frage war mit welchen Methoden dieser berechnet werden kann.


Nein, hier geht es darum ob der behauptete Effekt existiert oder nicht.

Also, bist du mit dem was ich angesetzt habe einverstanden?
Zusammenfassung:
Sender sendet herunten mit 1 Ghz, Sender wird hochgebracht, herunten wird eine Frequenz von 1,11 Ghz empfangen.

Es ist also klar dass sich die Sendefrequenz verändert/erhöht hat.
Also schwingen oben die Atome der Uhr schneller.

Somit gibts keine Blauverschiebung des gesendeten Signals weil dieses mit 1,11 Ghz gesendet wurde.
Die Behauptung dass es einen solchen Effekt, also Blauverschiebung, gibt ist also falsch.
Oder siehst du das anders?
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Re: gravitatorische Rotverschiebung ja/nein

Beitragvon julian apostata » Mo 26. Nov 2012, 05:29

Chief hat geschrieben:Die Frage war, schwingt die "Atom-Uhr" oben schneller oder nicht bzw. werden em-Wellen "rot/bauverschoben" oder nicht? Bisher ist von Dir nur sinnlose Trollerei gekommen!


Nein die Zeit vergeht schneller, die Uhr zeigt lediglich die Zeit an.

Und auch die Frequenz ist dieselbe. Strahlt eine Lichtquelle mit 1 Mhz, so produziert sie auf der Erde 1 Million Schwingungen in 1 Erdsekunde und im Orbit 1 Million Schwingungen in 1 Orbitsekunde.

Ernst hat geschrieben:H&K haben nämlich experimentell ermittelt, daß die Uhr in der Höhe und in Bewegung tatsächlich schneller bzw. langsamer tickt, als am Erdboden.

Damit ist meine Version in Übereinstimmung mit dem Experiment begründet .


Der Gang der Zeit stimmt genau mit der Theorie überein, die den Zeitenlauf über den Weg des Lichtes von unten nach oben beziehungsweise umgekehrt berechnet.

Und deine Version stimmt ja allein schon aus dem Grunde nicht, weil du gar keine Version hast.

julian apostata hat geschrieben:Der “Kritiker” behauptet allerdings, nur die Verhältnisse vor Ort haben Einfluss auf die Lichtfrequenz. Kann also der “Kritiker” eine Gleichung dazu angeben, welche keine Infos über den Weg enthält? Genau das sollte nämlich möglich sein, sollte deren Theorie etwas mit der physikalischen Realität zu tun hat.


Was ist denn jetzt? Kommt da noch irgendwas zum Thema oder nicht?
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Re: gravitatorische Rotverschiebung ja/nein

Beitragvon Joachim Stiller » Mo 26. Nov 2012, 07:37

Uhren und Frequenz einer Elektromagnetischen Welle sind unabhängig.

1. Im Orbit gehen die Uhren schneller, wegen der Gravitatiionszeitdilatation auf der Erdoberfläche. Das wurde beispielsweise beim Hafele-Keating-Experiment berücksichtigt.

2. Eine Elektromagnetische Welle, die sich von der Erdoberfläche in den Orbit bewegt, ist zum Langwelligen hin verschoben, beim Licht zum Roten. Grund: Gravitatiosnrotverschiebung
...Eien Elektromagnetische Welle, die sich vom Orbit zur Erdoberfläche hin bewegt, ist zum Kurzwelligen hin verschoben, bei Licht zum Blauen. Grund: Gravitationsblauverschiebung.

Gruß Joachim Stiller Münster
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Re: gravitatorische Rotverschiebung ja/nein

Beitragvon Harald Maurer » Mo 26. Nov 2012, 10:40

Chief hat geschrieben:Auch hier nochmal die Frage: Werden diese 10,23MHz empfangen weil die Uhr oben schneller schwingt oder schwingt die Uhr oben und unten gleich schnell?

Die Uhr oben schwingt schneller! Das hier strapazierte Argument, man müsse im jeweiligen Bezugssystem messen, ist Unsinn. Alle Messungen finden im Bezugssystem Erde, genauer im nicht mitrotierenden IS Erdmittelpunkt statt.
Ich kann ja einem Polizisten, welcher mir wegen Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit einen Strafzettel ausstellt, nicht mit dem Argument kommen, ich hätte diese Geschwindigkeit nur in seinem Bezugssystem gehabt, in meinem wäre ich hingegen stillgestanden! ;)
Auch das Argument, man müsse die auf dem Boden herabgestimmte Frequenz 10,229999995453 MHz mit der Uhr im Bezugssystem Orbit beurteilen, geht fehl, denn die Uhren im Orbit laufen schneller, und 10,229999995453 MHz gemessen mit einer kürzeren Sekunde wären rotverschoben, also noch mal vermindert auf 10,229999990906 MHz. Eine bestimmte Frequenz gemessen mit einer verlangsamten Uhr wird höher gemessen, mit einer schnelleren Uhr hingegen wird sie niedriger. D.h. der auf 10,229999995453 MHz in Bezug zur Zeit am Boden herabverstimmte Sender würde im Orbit in Bezug zur Zeit im Orbit mit 10,229999990906 MHz senden und nicht mit der korrigierten Frequenz.
Die korrigierte Frequenz 10,229999995453 MHz bezieht sich auf die Zeit am Boden. Will der Sender diese Frequenz im Orbit ebenfalls ausstrahlen, dann muss er diese Zeit quasi dorthin mitnehmen, denn nur in Bezug zur Bodenzeit sind es diese 10,229999995453 MHz, also gemessen mit der dilatierten Uhr am Boden. Deshalb geht auch das Argument Lübeckers daneben, der vermeint, nur gemessen mit der dilatierten Uhr am Boden errechneten sich 10,23 MHz, denn das kann natürlich nicht zutreffen, wenn just zu dieser Uhr bezogen der Sender auf 10,229999995453 MHz verstimmt wurde! Bezogen und berechnet mit der Uhr am Boden können daher aus den 10,229999995453 MHz nur dann 10,23 MHz werden, wenn Uhr samt Sender im Orbit schneller laufen!
Für die Konstrukteure des GPS ist das alles kein Problem. Sie wussten, dass die Atomuhr im Orbit schneller laufen wird und die Uhr daher eine höhere Frequenz als 10,23 MHz generieren würde. Also stellten sie die Uhr etwas langsamer ein, im Orbit läuft sie nun schneller und die Frequenz wird dadurch wieder zu 10,23 MHz. Ob diese Korrektur überhaupt Sinn macht, nachdem die Daten ohnehin ständig durch Korrekturpolynome korrigiert werden müssen, ist eine andere Frage. Sie macht keinen Sinn, weil Boden- und GPS-Uhren ohnehin zu jedem Messzeitpunkt synchronisiert werden und daher nicht die ganze Zeit über synchron laufen müssten und die von den Satelliten verbreitete GPS-Zeit gar nicht mit den Uhren in den Satelliten generiert wird, sondern mit Uhren am Boden! Der Versuch, Einsteins RT "alltagsrelevant" zu machen bzw. zu bestätigen, misslingt aber, weil die Rot-bzw. Blauverschiebung, die sich lt. ART aufgrund des Äquivalenzprinzips und der Energieerhaltung durch das Fallen des Lichts nach unten bzw. Hochsteigen nach oben ergeben muss, also auf dem Weg von einem Potenzial zum anderen, ganz offensichtlich nicht stattfindet. Die im Orbit schneller laufende Uhr schiebt die Frequenz bereits auf 10,23 MHz und so kommt sie am Boden auch an.
Die ART benötigt zur Erklärung des Effektes zwei unterschiedliche Erklärungen, die einander ausschließen. Entweder die unterschiedlich laufenden Uhren (wobei das Äquivalenzprinzip und die Energieerhaltung verletzt sind) oder keine unterschiedlich laufenden Uhren, aber Energiegewinn oder Energieverlust auf dem Weg nach unten oder oben.
Das nennt man einen "inneren Widerspruch" !

Grüße
Harald Maurer
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Re: gravitatorische Rotverschiebung ja/nein

Beitragvon Joachim Stiller » Mo 26. Nov 2012, 11:24

Du Redest, wie jeamnd, der keine Ahnung von RT hat, weil er es studiert hat... Mahlzeit... :lol: Gruß Joachim Stiller Münster
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Re: gravitatorische Rotverschiebung ja/nein

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Mo 26. Nov 2012, 12:06

Harald Maurer hat geschrieben:Alle Messungen finden im Bezugssystem Erde, genauer im nicht mitrotierenden IS Erdmittelpunkt statt.

Falsch. Jede Messung findet in einem Bezugssystem statt, in dem das Messgerät ruht.
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Re: gravitatorische Rotverschiebung ja/nein

Beitragvon Joachim Stiller » Mo 26. Nov 2012, 12:15

Ansonstne hat Harald Maurer natürlich Recht: Uhren im Orbit gehen schneller. Und eben das ist der Beweis für die Gültigkeit der RT, zumindest in dieser Hinsicht. Denn die RT macht genau diese Vorhersage, was Harald Maurer offensichtlich nicht weiß... Das dazugehörige Phänomen auf der Erdoberfläche nennt sich Gravitationszeitdilatation. Auch dazu gibt es natürlich ein Pendent: die von mir entdeckte Gravitationslängenkontraktion. Auf der Erdoberfläche sind alle Dinge etwas keliner, als im Orbit. Aber nur in Richtung der Gravitationsfeldlinien... Gruß Joachim Stiller Münster

Man vergleiche:

- Sexl, Schmidt: Relativitätstheorie, S.76-78

- Beyvers, Krusch: Kleines 1 x 1 der Realtivitätstheorie, S.227ff

- Karamanolis: Albert Einstien für Anfänger, S.69-70

Gruß Joachim Stiller Münster
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Re: gravitatorische Rotverschiebung ja/nein

Beitragvon julian apostata » Mo 26. Nov 2012, 14:39

Lübecker hat geschrieben:k = Weg * ?

Der Unterschied der Gravitationspotentiale könnte eine Rolle spielen:

k = ΔΦ * ?



Es ist so: man kann nur dann mit dem Ausdruck h*g/c² arbeiten, wenn man ein nahezu homogenes Gravitationsfeld hat.

Ansonsten gilt:

Bild

Besonders einfach wird die Lösung wenn man r1 gegen unendlich gehen lässt, das Licht den Himmelskörper also ganz verlässt

Bild

Mit anderen Worten: Nimmt man einen Planeten der die vierfache Masse hat, bei doppeltem Radius, so haben beide Planeten auf ihrer Oberfläche zwar ein und dieselbe Schwerkraft, weil der zweite doppelten Radius hat ist dessen Licht auch doppelt frequenzverschoben.

Dieses Phänomen lässt sich über die Verhältnisse vorort nicht mehr erklären, sondern allein über das Integral g dh, also den Lichtweg.

Harald Maurer hat geschrieben:Entweder die unterschiedlich laufenden Uhren (wobei das Äquivalenzprinzip und die Energieerhaltung verletzt sind) oder keine unterschiedlich laufenden Uhren, aber Energiegewinn oder Energieverlust auf dem Weg nach unten oder oben.
Das nennt man einen "inneren Widerspruch" !

Den Ausdruck “Uhren laufen unterschiedlich” werde ich in Zukunft vermeiden, statt dessen werde ich sagen: die Zeit läuft unterschiedlich, das sorgt für weniger Missverständnisse.

Also die Zeit läuft oben schneller als unten.

Licht welches nach oben strahlt verliert beim Aufstieg Energie, das System selbst gewinnt potentielle Energie. Die Energiebilanz ist ausgeglichen. Ein Widerspruch existiert nicht!

Chief hat geschrieben:Also nochmal, werden diese 10,23MHz empfangen weil die Uhr oben schneller schwingt oder ist das die "Blauverschiebung"?


Das Wörtchen “oder” in deiner Frage ergibt keinen Sinn!

Dafür dass unten eine höhere Frequenz ankommt kann man zugleich mehrere Gründe angeben.

1. Die zeit läuft unten schneller
2. Das Licht wird unterwegs blau verschoben.
3. Wollen wir die gekrümmte Raumzeit nicht vergessen.

Also, ein Phänomen und (mindestens) 3 Gründe!

Genau das spricht ja so für die RT, weil man immer mehrere Gründe angeben kann.

Während der “SRT-Kritker” auf Begründungen gänzlich verzichtet.
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Re: gravitatorische Rotverschiebung ja/nein

Beitragvon Kurt » Mo 26. Nov 2012, 17:28

Joachim Stiller hat geschrieben:Uhren und Frequenz einer Elektromagnetischen Welle sind unabhängig.

1. Im Orbit gehen die Uhren schneller, wegen der Gravitatiionszeitdilatation auf der Erdoberfläche. Das wurde beispielsweise beim Hafele-Keating-Experiment berücksichtigt.

2. Eine Elektromagnetische Welle, die sich von der Erdoberfläche in den Orbit bewegt, ist zum Langwelligen hin verschoben, beim Licht zum Roten. Grund: Gravitatiosnrotverschiebung
...Eien Elektromagnetische Welle, die sich vom Orbit zur Erdoberfläche hin bewegt, ist zum Kurzwelligen hin verschoben, bei Licht zum Blauen. Grund: Gravitationsblauverschiebung.


Herzlich willkommen im Club der Naivgläubigen!!

Setze man ein Beispiel auf das deine Aussagen als Gedankenkonstrukt darlegen kann.
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Nachtrag:
nimm das mit der Atomuhr und dem geostationärem SAT, das mit den 1 Ghz, den 10% usw. dann gehts in einem Aufwisch.
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Re: gravitatorische Rotverschiebung ja/nein

Beitragvon Ernst » Mo 26. Nov 2012, 18:42

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:
Harald Maurer hat geschrieben:Alle Messungen finden im Bezugssystem Erde, genauer im nicht mitrotierenden IS Erdmittelpunkt statt.

Falsch. Jede Messung findet in einem Bezugssystem statt, in dem das Messgerät ruht.

Ist doch kein Widerspruch. Das Meßgerät ruht auf der Erde und mißt Parameter im bewegten System. Und mißt auf diese Weise die ZD am bewegten Objekt. Das ergibt für unsere bewegte und gravitationsbeeinflußte Uhr eine höhere Frequenz gegenüber ihrer zuvor gemessenen Frequenz, als sie noch auf der Erde ruhte.
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