Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Trigemina » Di 19. Nov 2013, 01:21

Ernst hat geschrieben:
Trigemina hat geschrieben:Setzt man den (falschen) Gammafaktor in Δx'=vtg ein, ergibt sich (richtig): Δx'=vt/g die Entfernung Erde-Myon in S' zum Entstehungszeitpunkt.

Man muß beim "falschen Richtigen" bleiben.


Das erklärt den Faktor γ² und somit die superluminale Geschwindigkeit.

Δt' = Δt/γ ist unstrittig.
Δx' = v*Δt*γ = Δx*γ ist umstritten.

Die Motivation dafür ist mir nicht klar. Dividiert man Weg durch Zeit in S'
v' = Δx'/Δt' = Δx*γ / (Δt/γ) = Δx*γ²/Δt
wird v' um den Faktor γ² zu gross und steht im Widerspruch zu
v = Δx/Δt in S.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Di 19. Nov 2013, 09:12

Ernst hat geschrieben:Da berechnest du etwas anderes.

Nein.
Ernst hat geschrieben:Du berechnest einfach statisch eine Strecke.

Weder ist meine Rechnung eine Strecke, noch ist sie statisch. Meine Rechnung ergibt die Bewegungsgleichung eines Punktes in S', der in S bei x=d ruht:
Bild
Ernst hat geschrieben:Meine Rechnung bezieht sich bei Transformation von S nach S' auf die Bewegung des Koordinatenursprungs von S' in S.

Nein, denn der Koordinatenursprung von S' (x'=0), der in S durch die Bewegungsgleichung x=vt beschrieben wird, ergibt nach Transformation von S nach S' wieder x'=0, was sonst.
Ernst hat geschrieben:t' ist dabei stets die Zeit im Ursprung von S' :!:

t' ist die Zeit überall in S', nicht nur im Ursprung.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 19. Nov 2013, 09:22

Hartmut Pohl hat geschrieben:
Also mir zumindest ist diese Motivation sofort klar... Man rechnet halt nicht umständlich in SRT und zurück. Deswegen dürfen in der Rechnung auch v>c mitgeführt werden und man braucht auch keine RdG. Das Ergebnis ist das Gleiche, aber gut. So was sehen anscheinend nur Mathematiker, evtl. auch noch andere, nur keine SRT-Verfechter.


Möglicherweise ist es hier eine ein bisschen abgewandte Thematik, aber ich bin auf einen aktuellen Artikel aus dem Tagesspiegel vom 14.11.2013 gestoßen, wo ich mich frage, wie die etablierten Astronomen die Geschwindigkeiten von zueinander bewegten Objekten im All messen, und zwar primär nicht mit Formeln, sondern primär mit Messinstrumenten, also mit einem Beobachter: Geschosse im All:


Die Forscher wiesen mithilfe des Australia Telescope CompactArray und des europäischen Röntgensatelliten XMM-Newton während eines Ausbruchs von 4U 1630-47 die typische Strahlung von elektrisch positiv geladenen Nickel- und Eisen-Ionen nach. Sie wurden mit zwei Dritteln der Lichtgeschwindigkeit in entgegengesetzte Richtungen aus dem Schwarzen Loch geschleudert.


Erst einmal habe ich bis jetzt geglaubt, dass nichts aus den ominösen Schwarzen Löchern wieder rauskommen würde, die alles für immer verschlucken... Na ja, schön, dass sie doch freundlicherweise ab und zu etwas wieder rauspucken, wir erhalten zumindest ein bisschen der für immer im Nirvana verlorene Materie zurück... ;)

Dann frage ich mich, wie die Astronomen die „zwei Drittel der Lichtgeschwindigkeit“ gemessen haben. Wie ist hier 2/3 der LG zu verstehen, wonach die Strahlen sich im All jeweils in entgegengesetzter Richtung verbreiten? Was ist das Bezugssystem dieser 2/3 LG? Sprich: Was ist hier konkret der Beobachter? Das Teleskop? Der Satellit? Bekanntlich ist die Angabe einer Geschwindigkeit ohne Bezugssystem sinnfrei.

Oder ist hier das All selbst als Bezugssystem dieser LG zu verstehen, obwohl das All kein Beobachter ist und gar keine Geschwindigkeit messen kann? Wenn das All selbst als Bezug dieser LG anzusehen ist, dann wäre die LG unzulässig als absolute Geschwindigkeit ohne Bezugssystem abgetan, oder?


Und wie ist es mit der Berechnung der Relativgeschwindigkeit zwischen den beiden sich in entgegengesetzter Richtung mit je 2/3 der LG bewegten Stahlen? Wie wird sie berechnet, und zwar als Geschwindigkeit durch Messung von Weg und Zeit und Bildung des Quotienten Weg/Zeit als Wert der Geschwindigkeit?

Die Gewinnung der konkreten Meßdaten dieser Beobachtung ist mir unklar (Messung von Weg und Zeit und Bildung des Quotienten Weg/Zeit als Wert der Geschwindigkeit).

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon All » Di 19. Nov 2013, 09:48

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Erst einmal habe ich bis jetzt geglaubt, dass nichts aus den ominösen Schwarzen Löchern wieder rauskommen würde, die alles für immer verschlucken... Na ja, schön, dass sie doch freundlicherweise ab und zu etwas wieder rauspucken, wir erhalten zumindest ein bisschen der für immer im Nirvana verlorene Materie zurück... ;)


Für jeden Unsinn gibt es ein passendes Gegenstück.

Kuckst du da:

http://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fes_Loch



Wenn es anders wäre, dann wäre unser Universum irgendwann wech.

Aber vielleicht würde es sich dann in Dimensionen befinden die zur Zeit noch aufgerollt sind.


Gruß

All
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon HD116657 » Di 19. Nov 2013, 09:56

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Möglicherweise ist es hier eine ein bisschen abgewandte Thematik, aber ich bin auf einen aktuellen Artikel aus dem Tagesspiegel vom 14.11.2013 gestoßen, wo ich mich frage, wie die etablierten Astronomen die Geschwindigkeiten von zueinander bewegten Objekten im All messen, und zwar primär nicht mit Formeln, sondern primär mit Messinstrumenten, also mit einem Beobachter: Geschosse im All:


Die Forscher wiesen mithilfe des Australia Telescope CompactArray und des europäischen Röntgensatelliten XMM-Newton während eines Ausbruchs von 4U 1630-47 die typische Strahlung von elektrisch positiv geladenen Nickel- und Eisen-Ionen nach. Sie wurden mit zwei Dritteln der Lichtgeschwindigkeit in entgegengesetzte Richtungen aus dem Schwarzen Loch geschleudert.


Erst einmal habe ich bis jetzt geglaubt, dass nichts aus den ominösen Schwarzen Löchern wieder rauskommen würde, die alles für immer verschlucken... Na ja, schön, dass sie doch freundlicherweise ab und zu etwas wieder rauspucken, wir erhalten zumindest ein bisschen der für immer im Nirvana verlorene Materie zurück... ;)

daß ist falsch: das sind Jets... - die kommen nicht "aus" Schwarze Loch, sondern werden bei Einfall in Schwarze Loch so aufgeheizt daß weggeschleudert werden..... - "aus" Schwarze Loch nur Strahlung von Hawking, doch das nicht Nickel- und Eisen-Ionen
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon All » Di 19. Nov 2013, 10:13

HD116657 hat geschrieben:daß ist falsch: das sind Jets... - die kommen nicht "aus" Schwarze Loch, sondern werden bei Einfall in Schwarze Loch so aufgeheizt daß weggeschleudert werden..... - "aus" Schwarze Loch nur Strahlung von Hawking, doch das nicht Nickel- und Eisen-Ionen


Hi lieber Freund....wieder da (raus).

Wenn das aber Strahlung von Hoking ist......... wie hat Hoking die Strahlung da rein gekriegt.....in das schwarze Loch....was es nicht gibt......

Kennst du Steigerung von Mathematik?

Guckst du da.

Mathematik, Mathematiker, Hoking.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 19. Nov 2013, 10:15

HD116657 hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Erst einmal habe ich bis jetzt geglaubt, dass nichts aus den ominösen Schwarzen Löchern wieder rauskommen würde, die alles für immer verschlucken... Na ja, schön, dass sie doch freundlicherweise ab und zu etwas wieder rauspucken, wir erhalten zumindest ein bisschen der für immer im Nirvana verlorene Materie zurück... ;)

daß ist falsch: das sind Jets... - die kommen nicht "aus" Schwarze Loch, sondern werden bei Einfall in Schwarze Loch so aufgeheizt daß weggeschleudert werden..... - "aus" Schwarze Loch nur Strahlung von Hawking, doch das nicht Nickel- und Eisen-Ionen


Ach so? Die Schwarzen Löcher haben nur Appetit auf die '"Strahlung von Hawking" und sonst auf nichts? Zum Beispiel nicht auf Nickel und Eisen? Das ist eine gute Nachricht, sie werden uns zum Beispiel nicht Schokolade verschlucken, was eine ganze Menge Leute freuen wird. :)
.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon HD116657 » Di 19. Nov 2013, 10:28

Hartmut Pohl hat geschrieben:Was diesen Bezugspunkt angeht... In der linearen Algebra hat man eigentlich immer einen absoluten Bezugspunkt und zwar den Ursprung des Koordinatensystems, in welchem man rechnet (P[0,0,0]). In einem homogenen Koordinatensystem wäre dies dann P[0,0,0,1], was für die Raumzeit P[0,0,0,c] bedeuten würde. Prinzipiell kann man diesen Ursprung dahin setzen, wo man es selbst für richtig hält. Absolute Geschwindigkeiten sind also nichts weltbewegend falsches. Aber wie man so etwas in Theorien verwenden kann, wo sonst alles andere nur relativ sein darf, ist mir ein Rätsel.

dafür gibt in Lineare Algebra Koordinatentransformation...

Hartmut Pohl hat geschrieben:Was die schwarzen Löcher angeht... Das sind so Dinger, über die man sich nur selbst Gedanken machen kann, wenn man es für notwendig erachtet.

schwarze Loch passiert wenn Fluchtgeschwindigkeit größer Lichtgeschwindigkeit wird

Hartmut Pohl hat geschrieben:Ich könnte mir jedenfalls vorstellen, dass jedes einzelne schwarze Loch genug Potential hat, um daraus wieder solche Dinge entstehen zu lassen, die von einem solchen aufgesaugt wurden, also Galaxien, Sonnen, Planeten, Monde usw. Wenn so etwas erst einmal beobachtet werden würde, wäre es mit der Urknall-Theorie recht schnell vorbei.

verstehe ich nicht... - kannst Du bitte vorrechnen?
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon julian apostata » Di 19. Nov 2013, 10:28

Erst mal Folgendes über den Zusammenhang von Halbwertszeit und durchschnittlicher Lebensdauer.

Durchschittliche Lebensdauer=Halbwertszeit/ln(2)

Und k= -Kehrwert =-ln(2)/Halbwertszeit~-0,456/us (Bei Halbwertszeit von 1,52us)

Bei einer Halbwertszeit von 48,1us (0,9995*c) kommt eine völlig andere Kurve (rot k=-0.01441/us) raus.

http://www.mathe-fa.de/de
exp(-0.456*x)
exp(-0.01441*x)
Bild

http://m.schuelerlexikon.de/phy_abi2011/Myonenzerfall_und_Zeitdilatation.htm

Geschwindigkeiten kann man im Ringbeschleuniger ganz einfach dosieren, wie folgende Gleichung zeigt.

(B=magnetfeldstärke P=Impuls des myons Q=Ladung des Myons R=7 Meter)

Bild

Man kann also die Feldstärke so einstellen, dass sich nur die Myonen an die Kreisbahn anpassen, die eine bestimmte Geschwindigkeit annehmen und alle anderen gegen die Wand knallen.

So kann man also sowohl langsame und schnelle Myonen testen.

Wenn nun diese Dinger sich nicht an die Vorgaben der SRT hielten, dann wäre das ja schon längst aufgefallen.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon HD116657 » Di 19. Nov 2013, 10:31

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Ach so? Die Schwarzen Löcher haben nur Appetit auf die '"Strahlung von Hawking" und sonst auf nichts? Zum Beispiel nicht auf Nickel und Eisen?

doch, haben Appetit auf alles, was Masse hat..... - aber Nickel und Eisen zuviele Masse, um als Strahlung von Hawking wieder herauskommen können
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