Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Ralf Maeder » Mi 12. Jun 2013, 04:41

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Damit Du die SRT kennenlernst, ist es aus meiner Sicht wichtig auf den schwammigen Sprachgebrauch von Einstein in seiner SRT hinzuweisen, der ein Verständnis seines Gedankenganges extrem erschwert bzw. unmöglich macht, weil es die Grundlage seiner Theorie berührt: Man kann nämlich durch den Sprachgebrauch von Einstein nie klar entscheiden, ob er meint, dass die Blitze tatsächlich den Schaffner ungleichzeitig erreichen (= physikalischer Vorgang, sprich eine Messung), oder ob er meint, dass ein Außerbeobachter "sieht", dass die Blitze den Schaffner ungleichzeitig erreichen (= kein physikalischer Vorgang, keine Messung).

Diese Unsicherheit zwischen physikalischer Realität und Schein zieht sich wie einen roten Faden durch die ganze SRT. Das ist auch ein Dauerbrenner seit 100 Jahren in der Kritikergemeinde, was zum Beispiel von der Forschungsgruppe G.O. Mueller analysiert wurde:

Relativistische Effekte: Anschein oder Realität?

oder zum Beispiel auch von Wolfgang Herrig
13. Brief aus meiner Mühle

oder zum Beispiel auch von Peter Ripota in seinem Gartenzaunparadoxon: "Was ist da geschehen? Das Wechseln des Standpunkts macht etwas möglich, was vorher unmöglich war. Aber, ist das Ganze vielleicht nur Illusion? Dann muss auch, aus Symmetriegründen, das Zwillingsparadoxon Illusion sein, und wir brauchen uns um beides keine Gedanken machen. Mit anderen Worten: Wären die Effekte nur scheinbar, wäre auch die Relativitätstheorie überflüssig, denn Physik beschäftigt sich mit Sein, nicht mit Schein."

Es war auch meine Erfahrung, dass die Originalschrift von Einstein zum Erlernen oder Kennenlernen der Theorie ziemlich unbrauchbar ist. Das mag an verschiedenen Gruenden liegen, wie alte Sprache, unklarer Gebrauch von Anfuehrungsstrichen, komplizierte Art und Weise Sachverhalte zu erklaeren, und vielleicht ist die Schwierigkeit auch in meiner Auffassungsgabe zu suchen. Ich bin dann auf andere alternative Lektuere ausgewichen, die das von Einstein Gemeinte in die Moderne bringt, ausgehend von der Annahme, dass sich in dieser modernen Lektuere die Theorie vollends kohaerent darstellt und vielleicht sogar moegliche Unstimmigkeiten oder Fehler korrigiert wurden.
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Deshalb interessiere ich mich nie für das ganze Chaos mit den Transformationsvorgängen, weil sie keine physikalischen Messungen sind, sondern nur willkürlich verwendete theoretische Grundlagen, die man beliebig anders gestalten kann, um beliebig festzulegen, was der Außenbeobachter vermeintlich "sieht", wenn er beobachtet, wie der lichtempfangende (Haupt)Beobachter das Licht tatsächlich empfängt. Man kann zum Beispiel willkürlich die Lorentztransformation oder die Galileitransformation anwenden, oder auch meinetwegen jede andere beliebige Transformation, um blind festzulegen, was der Außenbeobachter vermeintlich "sieht", wenn er den lichtempfangenden Beobachter beobachtet.

Ich kann durchaus verstehen, dass sich hier auf den ersten Blick eine gewisse Willkuer vermuten laesst. Es lohnt sich trotzdem, sich mit den Vorraussagen der LT der SRT auseinanderzusetzen, so wirst du die gleiche Sprache wie die Relativisten sprechen koennen.

Gruss Ralf.
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon julian apostata » Mi 12. Jun 2013, 09:04

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Wir untersuchen ein und dasselbe vorgegebenen physikalische Szenario und wir dichten keine esoterische Geschichte, auch mit mathematischen Formeln nicht. 8-)


Die Gleichungen der LT stehen aber in Widerspruch zu deinen Aussagen.

Du kritisierst also nicht die SRT, sondern was Anderes! Was kritisierst du eigentlich?

Harald Maurer hat geschrieben:Bild
Die Skizze sagt schon alles.


Nein, sagt sie nicht. Wenn du klarere Angaben zu deiner Skizze machen würdest, könnte ich dir genau erklären wo dein Denkfehler liegt.

Sind beispielsweise beide Systeme wirklich gleich lang? Das wäre möglich, wenn sie von einem mittigen Beobachter gemessen würden, das eine System also von der Mitte aus sich mit 0,5*c nach links und das andere System mit 0,5*c nach rechts bewegt, beide Systeme sich also mit 0,8*c voneinander entfernen.

In deinem Szenario würden sich die Kontakte vom mittigen System aus gesehen gleichzeitig berühren, vom jeweils anderen System gesehen natürlich nicht (allein schon wegen der Längenkontraktion)

Also bitte die Angaben präzisieren, damit ich das Szenario nach den Regeln der LT zerlegen kann.
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Harald Maurer » Mi 12. Jun 2013, 09:17

Artie hat geschrieben:Klar, deswegen bedeutet Längenkontraktion in diesem lustigen Gif, das der bewegte Zug *länger* wird.
FAIL!
Highway : 6 setzen!

Blödsinn, da sieht man wieder, dass Artie nicht weiß, was die Lorentztrafo eigentlich macht.
Die LT gibt die im IS Bahndamm gemessenen Werte so wieder, wie sie der Schaffner im Zug messen würde. Der Schaffner misst sie aber in seinem Ruhesystem (!), und daher ist für ihn das IS Bahndamm das bewegte, deshalb längenkontrahierte IS !
Der Schaffner befindet sich daher in einem längeren, nicht kontrahierten IS! Und das stellt die LT daher genau dar - und Highwy ist es gelungen, das sogar in einer Animation zu zeigen!
Artie: Nicht genügend! Zurück auf die Schulbank!
Artie hat geschrieben:Wenn statt Kontraktion eine Elongation auftritt, dann fällts mir schwer nicht in Gelächter auszubrechen.

Artie, lies mal ein Physikbuch. Das könnte so peinliche Auftritte im Forum verhindern.
Artie hat geschrieben:Wer es schafft da die Lorenztrafo so einzusetzen das beide Blitze mittig beim Schaffner eintreffen, hat wirklich was geleistet

Danke für das Lob! Wie ich das geschafft habe, kann nachgerechnet werden! Kannst Du das nicht, Artie? Kennst Du dich bei der LT nicht aus? Dabei habe ich alles besonders ausführlich und korrekt dargestellt. Bis jetzt hat aber noch keiner einen Fehler entdeckt - gibt Dir das nicht zu denken?
Artie hat geschrieben: Ich denke das Gelächter der wissenschaftlichen Gemeinschaft dürfte im ihm Sicher sein.

Da denkst Du falsch, wie immer. Das Gelächter der wissenschaftlichen Gemeinschaft wäre schon längst in diesem Forum angekommen, wenn man auch nur den kleinsten Lapsus in meiner Rechnung gefunden hätte!

Grüße
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Ernst » Mi 12. Jun 2013, 09:32

Harald Maurer hat geschrieben:Daher kann die Behauptung, der bewegte Schaffner würde die Blitze ungleichzeitig wahrnehmen, nicht konsistent mit der SRT sein!


Ist sie auch nicht, wie ganz leicht in der folgenden Darstellung zu zeigen ist:

Bild

Die Blitze schlagen zu den gezeigten Zeitpunkten links und rechts bei +-750m ein:

Die Mitteluhr des bewegten Mittelbeobachters steht zu diesem Zeitpunkt bei 0µs. Zu diesem Zeitpunkt der Mitteluhr schlagen im Abstand von 750m links und rechts die Blitze ein. Von dort zur Mitte benötigen sie jeweils 2,5µs. Die Mitteluhr steht also dann bei 2,5µs, wenn sie gleichzeitig von den beiden Blitzen getroffen wird.
Bei dieser simplen Betrachtung muß man sich um die RdG gar nicht mal kümmern.
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Ernst » Mi 12. Jun 2013, 09:39

julian apostata hat geschrieben:Wenn du klarere Angaben zu deiner Skizze machen würdest, könnte ich dir genau erklären wo dein Denkfehler liegt.

Die Angaben sind vollständig, klar und eindeutig. Du mußt nur die Augen aufmachen. :!:

Beide Systeme sind im gezeigten IS mit gleichem Betrag v (in entgegengesetzter Richtung) bewegt. Wo soll da eine LK Differenz entstehen?

Mannomann. 1x1 der SRT lernen.
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Ernst » Mi 12. Jun 2013, 11:39

Lübecker hat geschrieben:Die RdG sagt, zwei räumlich getrennte Ereignisse, welche in einem Bezugsystem gleichzeitig stattfinden, finden in einem zu diesem System bewegten Bezugsystem nicht gleichzeitig statt.

Richtig

Ganz deutlich, die SRT sagt nicht, der Schaffner (in der Mitte des Zuges zum Zug stehend) auf dem Bild müsste vom Licht beider Blitze gleichzeitig erreicht werden.

Falsch. Natürlich sagt sie das.

Die Uhr des Schaffners zeigt gerade 0s, als die Blitze in den Bahndamm einschlagen. Im IS des Schaffners schlagen sie an den Zugenden ungleichzeitig ein. Aber er sieht das nicht..
Er sieht in diesem Moment nur seine Uhr auf 0s. Die Blitzlichter sind noch gar nicht bei ihm angekommen. Die kommen erst nach ihrer Laufzeit über die Strecke von den beiden Zugenden bei ihm an. Und da beide Zugenden gleichweit von ihm entfernt sind, sind beide Laufzeiten gleich (t_z=c/L). Also treffen beide Blitze gleichzeitig ein. Die Uhr des Schaffners zeigt da t_z an.

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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Harald Maurer » Mi 12. Jun 2013, 11:51

julian apostata hat geschrieben:Also bitte die Angaben präzisieren, damit ich das Szenario nach den Regeln der LT zerlegen kann.

Da freu ich mich schon darauf! ;)
Also, hier die Ausgangssituation für die LT:
ausgangsituation.jpg
ausgangsituation.jpg (13.76 KiB) 3956-mal betrachtet

Wir definieren IS_S als ruhend. Der Detektor D befindet sich in der Mitte bei x=0 eines Koordinatensystems von 2 LS Länge. Bei x1=299792,458 km blitzt eine Lichtquelle auf und gleichzeitig macht das bei x2=-299792,458 km eine zweite Lampe. Die LT soll die entsprechenden Koordinaten für das relativ bewegte IS_S' ermitteln, die Relatvgeschwindigkeit beträgt v=0,5 c. Das Experiment ist so konstruiert, dass die Lampen in dem Moment aufblitzen, wenn sich die beiden IS und somit auch die beiden Detektoren auf gleicher Höhe befinden. Wir wollen feststellen, ob das gleichzeitige Eintreffen der Lichtimpulse im IS_S am Detektor D auch am Detektor D' im IS_S' stattfindet, oder nicht! Wir transformieren mit der LT daher von S nach S' mit den Formeln der Lorentztransformation...
Bild : Bild
...ausgehend von den Werten:
v=0,5 c
c=299792,458 km/s
x1= 299792,458 km
x2=-299792,458 km
x=0
t1=t2=0

Wir transformieren also das gleichzeitige Aufleuchten der Blitzlampen bei t1=t2=0 an den Endpunkten der Koordinatensysteme:

x1 --> x1'= 346170,5126546391520 km, t1'= -0,577350 s
x2 --> x2'= -346170,5126546391520 km, t2'= 0,577350 s

Die gleichzeitigen Ereignisse, das Aufleuchten der Blitzlampen in IS_S findet für das IS_S' also nicht gleichzeitig statt. Die Blitzlampe bei x1' leuchtet auf und die Uhr zeigt -0,577350 s ! Und die Uhr bei x2' steht schon auf 0,577350 s, wenn es blitzt! Das ist das Resultat der Relativität der Gleichzeitigkeit. Zwischen dem Aufleuchten der Blitzbirnen liegt eine Zeitdifferenz von 1,15470 s. Dieses Ergebnis erhalten wir auch sofort mit
Bild

Wir können das Ereignis, auf das es uns ankommt, nämlich das gleichzeitige Eintreffen der Lichtimpulse bei D in IS_ S auch sofort transformieren. Von den beiden Lampen in 1 LS Entfernung braucht das Licht 1 s bis zum Detektor D.

Also:
x = 0 --> x'= -173085,2563273195760 km
t = 1 --> t'= 1,15470 s
also findet dieses Eintreffen der Lichtimpulse für das IS_S' bei D' an der Koordinate x'= -173085,2563273195760 km zur Zeit t'= 1,15470 s statt.

Jetzt überprüfe mal das alles, rechne nach! Wenn die berechneten Werte stimmen, können wir weitermachen und darüber nachdenken, was die transformierten Werte bedeuten (warum sie z.B. größer sind als die Ausgangswerte) und was die LT da eigentlich durchführt. Und nachschauen, wo in IS_S' die Lichtimpulse zusammenkommen und sich der Detektor D' befindet!

Grüße
Harald Maurer
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon julian apostata » Mi 12. Jun 2013, 11:56

Ernst hat geschrieben:
Bild

Die Blitze schlagen zu den gezeigten Zeitpunkten links und rechts bei +-750m ein:

Die Mitteluhr des bewegten Mittelbeobachters steht zu diesem Zeitpunkt bei 0µs.


Sie kapiern’s einfach nicht! Relativistische Effekte die beim gegenüberliegenden IS wahrgenommen werden, sind nicht real!

Die Mitteluhr im Zug zeigt nicht 0us wenn am Zugende der Blitz bei 1.5us einschlägt. Die Mitteluhr ebenfalls 1,5us im System des Zuges.

Die eingezeichneten Zeiten und Längen sind die, die vom Bahndamm aus abgelesen werden.

Auch ist der Zug nicht wirklich so verkürzt, dass seine 1500 Meter genau auf die 1200 des Bahndamms passen.

Mein Gott, das werden sie wirklich nie kapieren, dass dies lediglich Messeffekte sind.

Realität wird erst dann daraus, wenn man vom Bahndamm aus alle Zugwaggons gleichzeitig stoppt.

Dann wird er natürlich zusammengestaucht, das sieht man auch an den Uhren, dass zuerst der erste Waggon (im Zugsystem) angehalten wird und erst 3us später der letzte Waggon. Erst dann werden auch im Zug die angegebenen Längen und Zeiten real.

Ernst hat geschrieben:
julian apostata hat geschrieben:Wenn du klarere Angaben zu deiner Skizze machen würdest, könnte ich dir genau erklären wo dein Denkfehler liegt.

Die Angaben sind vollständig, klar und eindeutig. Du mußt nur die Augen aufmachen. :!:


Wie nicht Anders zu erwarten, kapiert er auch nicht warum Haralds Angaben unvollständig sind.
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Ernst » Mi 12. Jun 2013, 12:53

julian apostata hat geschrieben:Sie kapiern’s einfach nicht! Relativistische Effekte die beim gegenüberliegenden IS wahrgenommen werden, sind nicht real!

Du bist mir schon Vogel. Das predige ich schon die ganze Zeit:
Es ist die Realität im betrachtenden IS und nicht die im "gegenüberliegenden" IS.
Oder präziser: Bei der Transformation von S nach S' ergibt sich die Realität in S und nicht die in S'.

Wäre vorteilhaft, Wenn du wenigstens etwas mitdenken würdest, worüber hier gesprochen wird.

Das was ich beschrieben habe, ist die Darstellung im IS, in welchem der Bahnsteig ruht. Es ist das, was aus Sicht IS Bahnsteig im IS des Schaffners "wahrgenommen" wird, wie du es so prosaisch ausdrückst. Daß du den Gehalt des Bildes nicht einmal verstehst, ist schon betrüblich.

Im IS Bahnsteig wird "wahrgenommen", daß das Licht des Blitzes den Schaffner gleichzeitig erreicht. Genau das habe ich beschrieben. Und daher natürlich auch im Ruhe IS des Schaffners, denn gleichzeitige Ereignisse an einem singulären Punkt sind in allen denkbaren IS gleichzeitig.

Wie nicht Anders zu erwarten, kapiert er auch nicht warum Haralds Angaben unvollständig sind

Das ist auch nicht zu kapieren. Die Angaben sind vollständig (auch wenn Harald sie nun geändert hat). Die Schwerfälligkeitl iegt bei dir. Wie oben und immer.
.
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Zuletzt geändert von Ernst am Mi 12. Jun 2013, 14:12, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Ernst » Mi 12. Jun 2013, 13:10

Lübecker hat geschrieben:Nein das ist falsch. Sollte auch einleuchten, es wird nur aus dem IS_zu beschrieben, der Schaffner ist in der Mitte. Die Blitze schlagen aber für den Schaffner nicht ein, als er auf seine Uhr 0s sieht, einer schlägt kurz vorher einer kurz danach ein. Die Aussage war ja, die Blitze schlagen für den Schaffner nicht gleichzeitig ein. Der Schaffner ist in der Mitte, das Licht läuft mit c im IS_des Schaffners. Wenn für den Schaffner die Blitze nicht gleichzeitig an den Zugende einschlagen können sie ihn nicht gleichzeitig erreichen, wenn das Licht in seinem IS mit c läuft. Dafür müsste das Signal das als erstes in den Zug eingeschlagen ist mit c – v und das andere mit c + v im IS_zug laufen. Das steht aber im Widerspruch zur SRT. Der Schaffner kann danach nur in der Mitte des Zuges gleichzeitig von Lichtsignalen erreicht werden, welche auch gleichzeitig in den Zug eingeschlagen sind, und für die gleiche Strecke bei gleicher Geschwindigkeit c auch die gleiche Zeit laufen. Jeder irrt eben mal.


Bild

Du verstehst davon noch weniger als dein Partner. Das Bild ist eine Momentaufnahme des IS, in welchem der Bahnsteig ruht, für den Zeitpunkt der Blitzeinschläges bei 0s am Bahnsteig.
Und nun mußt du nur de Augen aufmachen. In diesem Moment des Blitzeinschlages zeigt die Uhr des Schaffners auch genau 0s. (Die Uhren an den Zugenden zeigen in diesem Moment eine andere Zeit.) Der Schaffner hat aber an seinem Ort nur seine eigene Uhr und die zeigt eben 0s. Da sich der Schaffner in Zugmitte befindet, ist die Lichtlaufzeit, gerechnet von den 0s seiner Uhr, aus beiden Richtungen gleich, wegen des konstanten c. Das Blitzlicht erreicht ihn gleichzeitig.

Mal sehen, wer von Euch beiden Experten das eher schnallt.
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