Welcher Äther?

Hier werden diverse Äthermodelle diskutiert

Re: Welcher Äther?

Beitragvon Sebastian Hauk » Sa 17. Jan 2009, 14:14

Das Relativitätsprinzip geht daher um eine Stufe zu weit :
Nicht alle IS sind gleichwertig. Der absolute Raum ist höherwertig.
Mit Anerkennung des absoluten Raumes ist die invariante Lg ,sowie Lorentzkontraktion und Zeitdilatation
obsolet.

Trotzdem glaube ich, dass sich die SRT in eine neue Theorie einbauen lässt, wenn die falschen Annahmen (Postulate) korrigiert sind.

Ein Einbau der SRT in eine neue Theorie könnte eine gute Aufgabe für die gut geschulten "Relativisten" darstellen, denn nur ein Einbau in eine neue Theorie
kann einen Großteil der SRT bewahren .


Hallo Hannes,

ohne Zeitdilatation und Lorentzkontraktion kann man im Grunde nicht mehr von der SRT sprechen. Aus diesem Grunde kann dann auch nicht diese SRT in eine neue Theorie eingebaut werden.

Gruß

Sebastian
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Re: Welcher Äther?

Beitragvon Hannes » Sa 17. Jan 2009, 15:06

Hallo Sebastian !

    ohne Zeitdilatation und Lorentzkontraktion kann man im Grunde nicht mehr von der SRT sprechen. Aus diesem Grunde kann dann auch nicht diese SRT in eine neue Theorie eingebaut werden.

Soweit ich die Meinung von Kollegen, besonders Harald Maurers, kenne,
wird der mathematische Formalismus der SRT immer noch gebraucht werden.
Es kommt jetzt darauf an, was man als Grundkonzeption der SRT betrachtet.

Mit Gruß Hannes
Hannes
 
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Re: Welcher Äther?

Beitragvon Faber » Sa 17. Jan 2009, 17:39

Hannes hat geschrieben:Ich bin genau derselben Meinung wie du.


Mal schauen:

Hannes hat geschrieben:
Faber hat geschrieben:Der Raum ist real. Im übrigen ist er in gleiche endliche Längenabschnitte eingeteilt. Ebenso ist die Zeit real und in gleiche endliche Zeitabschnitte eingeteilt. Sonst würden wir nicht überall in der Schöpfung Proportionen bemerken.

Er ist nicht eingeteilt, aber wir können ihn einteilen.

Doch, er ist eingeteilt.

Warum sage ich das?

Weil der reale Raum ohne Einteilung nichts wäre. Die Einteilung ist das Wesentliche des Raums. Sie ist das, was ihn ausmacht. Die Einteilung ist genau das, was ihn überhaupt wirklich, d.h. wirksam macht. Sie zeitigt Wirkungen, die wir detektieren können.

In meinem vorangehenden Beitrag schrieb ich: Sowohl Energie als auch Information sind raumzeitliche Anordnung. Ordnung aber, die nur in bezug auf einen gedachten Raum in unserem Oberstübchen existieren würde, nicht aber in bezug auf einen real existierenden Raum, die würde nicht existieren. Sie wäre selbst nur gedacht.

Hätten wir nun einen absoluten Raum ohne Einteilung, einen absoluten Raum, den wir selbst nach eigenem Gütdünken willkürlich einteilen, dann würde die Einteilung nur in unserem Oberstübchen existieren und wäre bedeutungslos für die wahre Wirklichkeit da draußen. Wie die Einteilung würde auch die Ordnung nur in unserem Oberstübchen existieren, und mit der Ordnung auch Energie und Information.

Die Geometrie ist die Lehre von der Einteilung des Raumes und der Zeit. Sie heißt Geo-metrie und nicht Oberstübchen-metrie. Die Aussage "ein Lichtpuls, der selbst keine Materie sondern Ordnung ist, bewegt sich mit konstanter Geschwindigkeit geradlinig durch den absoluten Raum" wäre sinnlos, wenn der Raum nicht eingeteilt wäre. Wäre die Einteilung nur unser Hirngespinst, so wäre die Gleichförmigkeit der Bewegung nur unser Hirngespinst. Für die Geradlinigkeit muss der Raum wirklich in jeweils gleiche Strecken eingeteilt sein. Für die konstante Geschwindigkeit ist auch die wirkliche Einteilung der Zeit in jeweils gleiche Zeitabschnitte erforderlich.


Hannes hat geschrieben:Nicht alle IS sind gleichwertig. Der absolute Raum ist höherwertig.

Ja, und außerdem: wie könnte ohne absoluten eingeteilten Raum überhaupt von einem Inertialsystem die Rede sein?

Ein Inertialsystem ist ein gedachtes Bezugsystem, das sich -als wäre es etwas wirkliches- gemäß dem ersten Newtonschen Gesetz bewegt, geradlinig mit konstanter Geschwindigkeit.

Die Aussage "ein Objekt ruht in einem Inertialsystem" beinhaltet die zweite Aussage "wir denken uns ein Bezugsystem, das sich in bezug auf den absoluten Raum gemäß dem ersten Newtonschen Gesetz bewegt". Ohne die reale Existenz des absoluten Raumes sowie der absoluten Zeit und ohne reale Einteilung derselben wäre die erste Aussage frei von jeglichem Realitätsbezug.

Die Formulierung "ein in einem Inertialsystem ruhendes Objekt" kann nur dann einen Realitätsbezug haben und nicht etwa nur bloße Hirnakrobatik repräsentieren, wenn es die absolute Raumzeit wirklich gibt und diese absolute Raumzeit wirklich äquidistant eingeteilt ist.


Fazit:

Die absolute eingeteilte Raumzeit ist da draußen in der Realität vor dem Eingang der Höhle (s. Höhlengleichnis, Platon). Um sie zu entdecken, müssen wir uns das Schauspiel der Schatten an der Wand anschauen und ein wenig nachdenken, so wie Galileo Galilei es vorgemacht hat. Er konnte dem hl. Robert Bellarmin den absoluten Raum nicht per physikalischem Experiment nachweisen. Aber er konnte sicher die Wahrheit erkennen. Darum beharrte er auf seinem Standpunkt.

Das Verhältnis der Einteilungen von Raum und Zeit nennen wir c (Planck-Länge geteilt durch Planck-Zeit).

Gruß
Faber

Edit: Ich hatte Hannes mit herschel verwechselt (s. folgender Beitrag von Hannes). Ist nun korrigiert.
Zuletzt geändert von Faber am Sa 17. Jan 2009, 18:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Welcher Äther?

Beitragvon Hannes » Sa 17. Jan 2009, 18:05

Hallo Faber !

    herschel hat geschrieben:
    Faber hat geschrieben:
    Der Raum ist real. Im übrigen ist er in gleiche endliche Längenabschnitte eingeteilt. Ebenso ist die Zeit real und in gleiche endliche Zeitabschnitte eingeteilt. Sonst würden wir nicht überall in der Schöpfung Proportionen bemerken.
    Er ist nicht eingeteilt, aber wir können ihn einteilen.

Du hast mich mit dem Diskussionspartner Herschel verwechselt, der ein
wesentlich besserer Kenner der Materie ist als ich.

Deine Ordnungsliebe ist sicher angebracht und ich habe ja auch geschrieben:
Wir können den Raum einteilen, aber ich meine, das hat noch keiner in der Realität versucht.

Ein Inertialsystem ist auch nur ein Gedankengebilde, das jeder Beobachter anders verlegen kann.

Da aber von den Anhängern der SRT sogar der "absolute Raum" abgelehnt wird,
ist es sicher zu früh, von einer Einteilung zu sprechen.
Die Anregung,den Raum in Planck-Längen einzuteilen ist sicher überlegenswert.
Aber dazu bin ich zuwenig Fachmann.

Mit Gruß Hannes
Hannes
 
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Re: Welcher Äther?

Beitragvon Faber » Sa 17. Jan 2009, 18:17

Hannes hat geschrieben:Du hast mich mit dem Diskussionspartner Herschel verwechselt

Ooops. In der Tat. Ich glaube, ich korrigiere das wohl besser.

Gruß
Faber
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Re: Welcher Äther?

Beitragvon ungläubige » Sa 17. Jan 2009, 18:50

Das Verhältnis der Einteilungen von Raum und Zeit nennen wir c (Planck-Länge geteilt durch Planck-Zeit).


Die Plancklänge ist sqrt(hG/c³). Die Einheit dieser Länge ist m*sqrt(1/rad).
Die Plankzeit ist sqrt(hG/c^5). Die Einheit der Planckzeit ist s*sqrt(1/rad).
Das Verhältnis von Raum und Zeit ist demnach m*sqrt(1/rad) / s*sqrt(1/rad) = m / (s * rad) = c.

Weder hat die Plancklänge die Einheit einer Länge noch die Planckzeit die Einheit einer Zeit noch c die Einheit einer Geschwindigkeit.

http://home.att.net/~numericana/answer/constants.htm

Ein wirkendes Drehmoment liefert über den einem Vollkreis entsprechendem Drehwinkel eine Arbeit = Drehmoment * Drehwinkel.

Die Einheit des Drehwinkels ist demnach Arbeit je Drehmoment. Die Einheit des Drehmoments ist demnach Arbeit je Drehwinkel.

Probe:

Das Drehmoment sei 5J/° und der Drehwinkel sei 30°. Daraus folgt eine Arbeit von 5J/° * 30° = 150 J

Das Drehmoment sei nun 5 J/rad und der Drehwinkel 30°. Daraus folgt die Arbeit von 5 J/rad * 30° * 2*pi rad / 360° = 2,62 J

Energie hat die Einheit J. Wirkungsquantum mal Kreisfrequenz ergibt Energie. Die Einheit des Wirkungsquantums ist daher Energie je Kreisfrequenz, also J/(rad/s) = Js/rad. Die Einheit des Wirkungsquandumms ist dagegen Js.

Die Planklänge, die Planckmasse wie auch die Planckzeit samt c existieren also nur dann, wenn man mit dem falschen Wirkungsquandumm rechnet. Darauf ist die Esoterenphysik wie auch die Einsteinphysik gegründet.

Wie oben nun nachgewiesen hat c die richtige Einheit m/(s*rad), wenn man die falsche Plank"länge" und die falsche Planck"zeit" durcheinanderdividiert und als falsche Geschwindigkeit "c" behauptet.

Ich hoffe, lieber Faber, daß Ihnen dies zu Denken gibt.

Lieben Gruß
die ungläubige

NS:
Ooops. In der Tat. Ich glaube, ich korrigiere das wohl besser.

Personenverwechslungen treten leicht dann auf, wenn eine Person an einer Persönlichkeitsspaltung leidet. Dann tritt diese eine Person als zwei Personen auf.
Zuletzt geändert von ungläubige am Sa 17. Jan 2009, 18:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Welcher Äther?

Beitragvon Faber » Sa 17. Jan 2009, 18:54

Hannes hat geschrieben:Da aber von den Anhängern der SRT sogar der "absolute Raum" abgelehnt wird,
ist es sicher zu früh, von einer Einteilung zu sprechen.

Sie haben -so scheint es- meine Ausführungen nicht verstanden.

Ein absoluter Raum und eine absolute Zeit ohne jeweilige Einteilung wäre bedeutungslos für das tatsächliche Geschehen. Ein SRT-Anhänger (oder wer auch immer), der solcherlei als völlig sinnleer, irrelevant und seine schließliche Existenz oder Nicht-Existenz als bedeutungslos erkennt, trifft den Nagel auf den Kopf.

Vielleicht gelingt mir gelegentlich eine besser verständliche Darstellung.

Hannes hat geschrieben:Die Anregung,den Raum in Planck-Längen einzuteilen ist sicher überlegenswert.
Aber dazu bin ich zuwenig Fachmann.

Das spielt im Zusammenhang keine weitere Rolle. Es geht mir nur darum, dass die real gegebene Einteilung auch prinzipiell auffindbar ist. Ob mit Planck-Länge und Planck-Zeit die Einteilung gefunden ist, sei dahingestellt. Was den Quotienten c betrifft, tippe ich: ja.

Mein Punkt ist -wie gesagt- der: es geht nicht darum, eine Einteilung "vorzunehmen", wie Sie formulieren. Das wäre Hirngespinst. Es geht darum, die gegebene Einteilung zu erkennen.

Gruß
Faber
Zuletzt geändert von Faber am Sa 17. Jan 2009, 22:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Welcher Äther?

Beitragvon Faber » Sa 17. Jan 2009, 19:35

ungläubige hat geschrieben:Die Plancklänge ist sqrt(hG/c³). Die Einheit dieser Länge ist m*sqrt(1/rad).
Die Plankzeit ist sqrt(hG/c^5). Die Einheit der Planckzeit ist s*sqrt(1/rad).
Das Verhältnis von Raum und Zeit ist demnach m*sqrt(1/rad) / s*sqrt(1/rad) = m / (s * rad) = c.

Was würden Sie davon halten, nach Bildung des Quotienten aus Einheit der Plancklänge und Einheit der Planckzeit den Faktor sqrt(1/rad) herauszukürzen? Etwa so:

Code: Alles auswählen
m*sqrt(1/rad)      m
-------------  =  ---
s*sqrt(1/rad)      s


ungläubige hat geschrieben:Wie oben nun nachgewiesen hat c die richtige Einheit m/(s*rad)

m/s ist wohl schon korrekt.

Gruß
Faber
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Re: Welcher Äther?

Beitragvon ungläubige » Sa 17. Jan 2009, 20:16

Lieber Faber
das hat man davon, wenn man die einzelnen Größen samt * Zeichen einfach ohne Klammer kopiert :D

Klar, das kürzt sich bei c weg. Dennoch bleiben die anderen Fehler mit allen Folgen bestehen.

Lieben Gruß
die ungläubige
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Re: Welcher Äther?

Beitragvon Faber » Sa 17. Jan 2009, 21:43

ungläubige hat geschrieben:Dennoch bleiben die anderen Fehler mit allen Folgen bestehen.

Mag sein. Ich hätte bereits Einwände gegen Voraussetzungen, die Sie implizit machen. Daran liegt mir aber (jetzt hier) nichts.

Im Zusammenhang des Themas "Welcher Äther" habe ich den absoluten skalierten bzw. quantisierten Raum eingebracht als so etwas wie einen immatieriellen abstrakten Äther.

Gruß
Faber
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