Einzug der Kritik der RT in die Universitäten

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Re: Einzug der Kritik der RT in die Universitäten

Beitragvon Ernst » Fr 26. Mär 2010, 18:48

Britta hat geschrieben:Zeit ist wichtig für das Entstehen und Vergehen der Dinge und dafür, dass es Unterschiede gibt, die wir wahrnehmen oder dafür, das überhaupt unsere Welt existiert. Man kann sie nicht anfassen, so wie man auch ein Gefühl, einen Traum oder eine Erinnerung nicht anfassen kann.

Damit und dem übrigen hast Du das Wesen der Zeit schön beschrieben.
Irgendwo hier steht noch: Zeit ist das, was dafür sorgt, daß nicht alles auf einmal geschieht.

@Kurt
Was hat altern mit Zeit zu tun?

Komische Frage. Ich alter mit der Zeit. Du nicht?
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Re: Einzug der Kritik der RT in die Universitäten

Beitragvon Gerhard Kemme » Fr 26. Mär 2010, 19:10

Britta hat geschrieben:
Gerhard Kemme hat geschrieben:Der Aufbau einer kritischen Position gegenüber einer Theorie, die man für nicht mehr zeitgemäß hält, muss erstmal geschafft werden, d.h. es muss die zu kritisierende Theorie verstanden worden sein, man hat im günstigsten Fall eigene theoretische Entwürfe als Alternative anzubieten und somit eine konstruktive Kritik zu betreiben.

Jeder versteht die Theorie aber anscheinend anders und viele verstehen sie falsch. Möglicherweise sollte vor dem Aufbau einer kritischen Position noch in Betracht gezogen werden, dass es Dinge gibt, die nicht jeder verstehen kann weil nicht jeder Mensch gleich intelligent ist oder dass es auch Dinge gibt, die missverstanden oder unglücklich erklärt werden. Auch ist manchmal die Bezeichnung unglücklich gewählt und führt zu Verwirrung, oder aber manch einer denkt viel zu kompliziert und interpretiert mehr hinein, weil ja seiner Meinung nach alles viel komplizierter sein muß, sodass man auf die simpelsten Dinge nicht kommt.


Es gibt bestimmte Anforderungen an Theorien, u.a. dass solche wissenschaftlichen Gebilde in klarer Sprache und schlüssig verfasst worden sind - das sind dann oftmals Mängel der Theorie und nicht Ausbildungsmängel der Theorie-Kritiker. Insbesondere ist die SRT nun seit 80 Jahren debattiert worden, so dass sich doch eine gewisse auch kritische Kenntnis angesammelt hat.

Britta hat geschrieben:Ein schönes Beispiel ist da Jocelyne mit der LK. Sie möchte das gerne so heiß kochen, wie es gar nicht gegessen wird. Es würde jedes Kind verstehen, wenn man erklärt dass ein Objekt das sich bewegt in dem Moment, wo ich vorne anfange zu messen und mein Blick dann nach hinten geht, sich bereits weiter bewegt hat und das es dadurch eben verkürzt erscheint. Will ich die tatsächliche Länge wissen, muß ich das berücksichtigen. Logisch messe ich es kürzer, wie es wirklich ist.


Seit etwa 1980 habe ich mit der RT zu tun - nicht ständig als Hauptthema - aber immer als ein Thema unter anderen, das studiert, verstanden und gelehrt werden musste. Während dieser Zeit war es immer wieder Gegenstand von Nachfragen, Diskussionen und nächtelangen Rechnungen, ob die LK der SRT etwas mit der Zeitverzögerung aufgrund der Signalisierungsgeschwindigkeit zu tun hätte, d.h. ob es bei der SRT also um die Bereitstellung eines Messverfahrens - z.B. Radar oder Lichtreflektion - mit Wellen handelt, die mit Lichtgeschwindigkeit übertragen werden. Das Ergebnis solcher Recherchen war, dass ein solches Messverfahren mit Hilfe von Radar, Laser (war noch nicht vorhanden) oder aber bestimmten Verfahrensweisen mit Synchronisierungen von Uhren und allen möglichen anderen Verfahrensweisen nicht bis zu den Formeln der SRT, mit welchen Längenkontraktion und Zeitdilatation berechnet werden können in der SRT von Albert Einstein nicht aufzufinden ist. Also - ich lasse mich da gerne belehren, indem ein Nachweis gebracht wird, dass die Lorentz-Transformation sich aus irgendwelchen Messverfahren herleiten lässt.

Auf der anderen Seite wird festgestellt, dass sich die Lorentz-Transformation:

    x'=(x-v*t)/sqrt(1-v²/c²)
    t'=(t-v*x/c²)/sqrt(1-v²/c²)

rein axiomatisch herleiten lässt, indem:
    von zwei Bezugssystemen ausgegangen wird
    es postuliert wird, dass die Geschwindigkeit eines Lichtstrahls im Ruhe- und Bewegtsystem die gleiche Geschwindigkeit hat
    die physikalischen Größen Weg x, Geschwindigkeit v und c, Zeit t vorhanden sind

Wenn Behauptungen gemacht werden, wonach sich die obigen Gleichungen der LT der SRT aus Messungen ergeben, dann bitte dies einmal von A bis Z herleiten. Denn aus der LT lassen sich dann LK und ZD herleiten.

mfg
Zuletzt geändert von Gerhard Kemme am Fr 26. Mär 2010, 19:25, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Einzug der Kritik der RT in die Universitäten

Beitragvon Kurt » Fr 26. Mär 2010, 19:14

Ernst hat geschrieben:
Britta hat geschrieben:Zeit ist wichtig für das Entstehen und Vergehen der Dinge und dafür, dass es Unterschiede gibt, die wir wahrnehmen oder dafür, das überhaupt unsere Welt existiert. Man kann sie nicht anfassen, so wie man auch ein Gefühl, einen Traum oder eine Erinnerung nicht anfassen kann.

Damit und dem übrigen hast Du das Wesen der Zeit schön beschrieben.
Irgendwo hier steht noch: Zeit ist das, was dafür sorgt, daß nicht alles auf einmal geschieht.

@Kurt
Was hat altern mit Zeit zu tun?

Komische Frage. Ich alter mit der Zeit. Du nicht?
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Ernst, das ist keine komische Frage, das hat mit dem Begriff Zeit zu tun.
Du alterst nicht weil die Zeit vergeht, sondern weil deine Menge an Teilungen deiner Zellen erschöpft ist/wird, Spuren hinterlässt.

Halt die Teilung auf, oder erhöhe die Zahl.
Das was eine Uhr anzeigt (Zeit) ist dabei völlig belanglos.
Wenn du das für (w)richtig hältst dann wirf deinen Perperdeckel weg.

Gruss Kurt
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Re: Einzug der Kritik der RT in die Universitäten

Beitragvon Ernst » Fr 26. Mär 2010, 20:14

Kurt hat geschrieben:Ernst, das ist keine komische Frage, das hat mit dem Begriff Zeit zu tun.
Du alterst nicht weil die Zeit vergeht, sondern weil deine Menge an Teilungen deiner Zellen erschöpft ist/wird, Spuren hinterlässt.

Und wie kann sich was teilen, ohne daß Zeit vergeht? Halte mal den Projektor an, da teilt sich im Film nichts mehr.
Das Vergleichsmaß für das menschliche Altern ist die Zeitdauer eines Jahres respektive eines Erdumlaufs um die Sonne. Und ein Mensch unter üblichen Lebensbedingungen (also nicht tiefgefrostet) lebt da mehr oder weniger Jahre. Aber weil die Zeit vergeht (die Jahre vergehen), altert er und irgendwann ist´s auch zu Ende.

Britta hat das Wesen der Zeit schon ganz treffend beschrieben. Sie macht, daß Dinge sich verändern. Gäbe es keine Zeit, wäre alles erstarrt. In der Physik ist die Größe Zeit ohnehin unverzichtbar. Wie wollte man sonst eine Geschwindigkeit messen, rechnen, vergleichen?

Kurt, ich bemerke, daß Du zu vielen Dingen, die Konsens in der etablierten Physik sind, einen differenten, in meinen Augen exotischen, Alternativansatz hast. Ich dagegen bevorzuge die klassische Sichtweise. Da gibt es u.a. Zeit und Energie als sinnvolle Begriffe zur Berechnung realer Vorgänge.
SRT, ART und manches postmoderne gehören jedoch m.Es eher in den Bereich Mathematische Virtualität ohne Bezug zur jener Physik, welche die Wirklichkeit beschreibt, welche der Mensch erleben kann.

Gruß
Ernst
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Re: Einzug der Kritik der RT in die Universitäten

Beitragvon Kurt » Fr 26. Mär 2010, 21:00

Hallo Ernst,
ich weiss, ich habe Britte -hart- geantwortet.
Das ist aber nötig.

Ernst hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Ernst, das ist keine komische Frage, das hat mit dem Begriff Zeit zu tun.
Du alterst nicht weil die Zeit vergeht, sondern weil deine Menge an Teilungen deiner Zellen erschöpft ist/wird, Spuren hinterlässt.

Und wie kann sich was teilen, ohne daß Zeit vergeht? Halte mal den Projektor an, da teilt sich im Film nichts mehr.
Das Vergleichsmaß für das menschliche Altern ist die Zeitdauer eines Jahres respektive eines Erdumlaufs um die Sonne. Und ein Mensch unter üblichen Lebensbedingungen (also nicht tiefgefrostet) lebt da mehr oder weniger Jahre. Aber weil die Zeit vergeht (die Jahre vergehen), altert er und irgendwann ist´s auch zu Ende.


Denn wie sollte es sonst ein Nachdenken geben.
Du siehst es ja, es bleibt alles beim alten.
Es liegen Erklärungsgrundsätze vor, nichts Entscheidendes geht weiter.
Diese Erklärungsgrundsätze benützen -Hirngespinnste- und Hilfs- und Falschvorstellungen um die Abläufe in der "Natur" zu erklären.

Ernst hat geschrieben:Britta hat das Wesen der Zeit schon ganz treffend beschrieben. Sie macht, daß Dinge sich verändern. Gäbe es keine Zeit, wäre alles erstarrt. In der Physik ist die Größe Zeit ohnehin unverzichtbar. Wie wollte man sonst eine Geschwindigkeit messen, rechnen, vergleichen?


Hat sie nicht, sie hat Märchen erzählt, sie ist nicht in der Lage das was sie erzählt hat mit Fakten zu untermauern..
Es sind lauter nebulöse Darbietungen ohne realen Hintergrund.

Du hast recht, in der Physik geht nichts ohne Zeit, das ist ja richtig, ja notwendig.
Nur sollte das was man da verwendet auch klar sein.
Ein ellenlanges Darlegen von irgendwelchen Annahmen ist da fehl am Platz.
Zeit wird gebraucht, Zeit ist was?????
Zeit ist das was Uhren zeigen, so Albert Einstein.
Und dabei sollte man es bewenden lassen.

Überlege was Uhren zeigen.
Vergiss all die Zeitvorstellungen, sie sind uninteressant, nur für den der etwas damit verschleiern will von Bedeutung.

Wenn du vom Altern redest, von Teilungsmengen, dann bedenke dass es sich dabei um Zahlen handelt, um Mengen an Ereignissen.
Und wenn du diese mit einer Zeit vergleichen willst dann bedenke dass du dann nur vergleichst.
Und zwar Mengen an Ereignissen, erfassts mit einer Uhr, genannt Zeit.

Ernst hat geschrieben:Kurt, ich bemerke, daß Du zu vielen Dingen, die Konsens in der etablierten Physik sind, einen differenten, in meinen Augen exotischen, Alternativansatz hast. Ich dagegen bevorzuge die klassische Sichtweise. Da gibt es u.a. Zeit und Energie als sinnvolle Begriffe zur Berechnung realer Vorgänge.


Exotisch ist er nur wenn man ihn nicht kennt.
Es ist jeden freigestellt das zu -glauben- was man ihm beigebracht hat.

Zur Berechnung realer Vorgänge sind die Begriffe Zeit und Energie hervorragend geeignet, ja sie sind genial.
Sie dienen der Berechnung, mehr nicht.
Es gibt weder Energie noch Zeit.

Mir hat mal ein Physiker geschrieben dass die grosse Masse der Physiker weiss das es sich bei Energie nur um Hilfsbegriffe hat, dieser keine reale Existenz zusteht.

Wenn du davon ausgehst das Energie und/oder Zeit irgendeinen Einfluss auf irgendwelche Vorgänge hat/haben, dann hast du dich abgekoppelt von der Wirklichkeit.
Dann hast du die Möglichkeit und die Notwendigkeit verspielt die Natur zu verstehen.
Denn dann besteht ja keine Notwendigkeit mehr weiterzudenken/forschen/spekulieren/philosophieren/erkennen was abgeht in dem was wir Natur nennen.

Ernst hat geschrieben:SRT, ART und manches postmoderne gehören jedoch m.Es eher in den Bereich Mathematische Virtualität ohne Bezug zur jener Physik, welche die Wirklichkeit beschreibt, welche der Mensch erleben kann.


Überlege mal wozu in der RT der Begriff Zeit, das in Köpfen eingepflanzte Unding/diese Nichtexistenz/diese (vorsätzliche?) Falschauslegung verwendet wird.

Es geht nicht an dass ich nur kritisiere, ich muss auch zeigen was Zeit ist.
Wenn es von Interesse ist, gerne.


Gruss Kurt
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Re: Einzug der Kritik der RT in die Universitäten

Beitragvon Jocelyne Lopez » Sa 27. Mär 2010, 09:59

Kurt hat geschrieben:
Denn wie sollte es sonst ein Nachdenken geben.
Du siehst es ja, es bleibt alles beim alten.
Es liegen Erklärungsgrundsätze vor, nichts Entscheidendes geht weiter.
Diese Erklärungsgrundsätze benützen -Hirngespinnste- und Hilfs- und Falschvorstellungen um die Abläufe in der "Natur" zu erklären.


Dieses notwendige Nachdenken in der theoretischen Physik kann nur dann stattfinden, wenn die Kritik im Bildungssystem zugelassen wird und wenn sie den Schülern und Studenten bewußt und gezielt übermittelt und zur Verfügung gestellt wird, damit sie die Möglichkeit haben, sich damit auseinanderzusetzen. Die Schüler und Studenten sind nicht im Unterricht da, um jeder für sich allein das Rad in allen Disziplinen neu zu erfinden. :roll: Das wäre ein Unding von heranwachsenden Menschen zu erwarten, dass sie von sich selbst auf alle Denkansätze kommen sollen, die die vorherigen Generationen vor ihnen gebracht haben. Ausbildung ist Übertragung von Erkenntnissen an die nachkommende Generation. In der Ausbildungsphase werden in einer Disziplin keine Erkenntnisse gewonnen, sondern lediglich übertragen. Zu dieser Übertragung von Erkenntnissen gehören alle Denkansätze, die von den vorherigen Generationen von Wissenschaftlern und Denkern bei einer bestimmten Thematik geleistet wurden. Die Übertragung der Kritik einer Theorie gehört unzertrennlich zur Übertragung der Theorie selbst. Das ist selbstverständlich und das ist auch die Tradition der Wissenschaft, worauf sie ihre Fortschritte aufgebaut hat. Die Kritik zu verschweigen oder zu vertuschen ist ein intellektuelles Verbrechen und eine gravierende Fehlleistung der etablierten Wissenschaftsgemeinde und des Bildungswesens. Siehe hier zum Beispiel G.O. Mueller Die Existenz einer ungebrochenen Kritik-Tradition.

Im Falle der Speziellen Relativititätstheorie wird nachweislich seit Generationen kein einziger Ansatz der Kritik im Bildungssystem übertragen, nichts, kein bisschen. :o Die kritischen Argumentierungen werden komplett ausgeblendet und den Schülern und Studenten verschwiegen, sie sind in keinem einzigen Lehrbuch enthalten, obwohl diese Gegenpositionen seit mehr als 100 Jahren von der Wissenschaftsgemeinde weltweit und kontinuierlich herausgearbeitet wurden. So ist auch zu erklären, dass die einmalige Zusammenstellung der weltweiten Kritik seit 95 Jahren von ca. 1300 Wissenschaftlern mit ca. 4000 Arbeiten und einem Fehlerkatalog von ca. 130 Fehlern durch die Forschungsgruppe G.O. Mueller eine Art "Kulturschock" im Internet ausgelöst hat, wo sie plötzlich und unerwartet aufgetaucht ist.

Durch eine „Hintertür“ ist jedoch seit kurzem die Kritik der Speziellen Relativitätstheorie in Universitäten schon eingezogen, da immerhin 66 Universitätsbibliotheken das einmalige Nachschlagewerk der Kritik vom GOM-Projekt katalogisiert haben und den Studenten zur Verfügung stellen. Es ist aber eine völlig groteske Situation, dass die Studenten ohne Hinweis und ohne Begleitung in Lehrbüchern und Lehrinhalten sich allein mit der weitaus unbekannten Kritik der Relativitätstheorie auseinandersetzen sollen, falls sie im Internet zufällig davon erfahren. Siehe auch ein Bericht von G.O. Mueller in seinem Kapitel 9: Die Versorgung der Bibliotheken und die Zensur:

Zitat G.O. Mueller:

Die Versorgung der Bibliotheken und die Zensur

Die Recherchearbeit für die Dokumentation und die Beschaffung der ermittelten kritischen Veröffentlichungen zur Auswertung haben in den meisten Fällen ein trostloses Bild von der Verfügbarkeit kritischer Veröffentlichungen in den Beständen der wissenschaftlichen Bibliotheken ergeben, sowohl in Deutschland wie auch im Ausland.

Wir haben daher Veröffentlichungen unseres Forschungsprojekts grundsätzlich gebührenfrei an einen Kreis von bisher 138 Bibliotheken im Inland und Ausland versandt. Bisher haben 66 Bibliotheken die Geschenke angenommen und in ihren Katalogen nachgewiesen.

Daß rund die Hälfte der Bibliotheken unsere Veröffentlichungen in die Papierkörbe entsorgt haben, ist ihr gutes Recht, weil keine Bibliothek unaufgefordert zugesandte Geschenke annehmen muß. Allerdings stellt sich die interessante Frage, welche anderen, besseren Nachweise von kritischer Literatur zur Speziellen Relativitätstheorie diese Bibliotheken ihren Benutzern bieten können?

Da uns keine konkurrierenden Dokumentationen bekannt geworden sind, nehmen wir an, daß diese Bibliotheken die Benutzer vor der Konfrontation mit garstiger Theoriekritik behüten wollen: die Bibliothekare dieser Bibliotheken verstehen sich als Gouvernanten in Diensten des Zensurkartells. Um so erfreulicher bewerten wir die andere Hälfte der Bibliotheken und Bibliothekare!

Auch andere Kritiker haben gelegentlich ihre Veröffentlichungen an Bibliotheken geschenkt. Mit der kontinuierlichen Versorgung eines größeren Kreises von Bibliotheken aber haben wir einen neuen Weg beschritten. Die Benutzer der besser informierenden Bibliotheken werden bei ihren Katalogrecherchen zur Relativitätstheorie auf unsere Dokumentation und die “Offenen Briefe” stoßen.


Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Einzug der Kritik der RT in die Universitäten

Beitragvon Ernst » Sa 27. Mär 2010, 11:01

Kurt hat geschrieben: Zur Berechnung realer Vorgänge sind die Begriffe Zeit und Energie hervorragend geeignet, ja sie sind genial.
Sie dienen der Berechnung, mehr nicht.
Es gibt weder Energie noch Zeit.

Ja. siehst Du? Der letzte Satz ist widersprüchlich zum Davorstehenden. Wenn sie zur Berechnung taugen, dann sind sie als physikalische Größe doch relevant und existent. Und sie taugen daher zur präzisen Beschreibung von Vorgängen. Daß die Mehrzahl der physikalischen Größen Abstraktionen sind, steht außer Frage. Man kann sie nicht anfassen oder angucken. Die Realität des Universums zu verstehen, ist uns Menschen ohnehin infolge der subjektiven Beschränktheit verwehrt. Wir können die Abläufe beschreiben; verstehen können wir sie nicht. Und zur Beschreibung taugen die genannten physikalischen Größen Zeit und Energie und viele andere bestens; was willst du mehr? Was ist dein Beweggrund zu einer Revision; wo doch physikalisch alles bestens beschreibbar ist? Wohin willst Du?

Darüberhinausgehende Gedanken gehören in den Bereich der Philosophie. Und da hat Britta eine erste gelungene Brücke geschlagen.

Gruß
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Re: Einzug der Kritik der RT in die Universitäten

Beitragvon Ernst » Sa 27. Mär 2010, 11:23

Chief hat geschrieben:Aber es scheint tatsächlich Menschen zu geben die ernsthaft glauben, dass ein Flugzeug einfach so oben in der Luft stehen bleiben würde wenn man die "Zeit" anhalten könnte.

Nicht lange suchen, ich bin einer davon :)
Wenn das Wörtchen wenn nicht wäre. Zeit ist nicht anhaltbar. Aber wenn es so wäre:
Das Flugzeug bewegt sich vorwärts mit ds= v*dt. Halte die Zeit an, s=0. So, da steht es; nichtmal herunterfallen kann es ;)
im Filmprojektor miemt der Vorschub die Zeit. Halte ihn mal an, wenn im Film gerade ein Flugzeug fliegt. Wundere Dich nicht; es bleibt stehen.

Die Natur wird von Kräften "regiert", nicht von der Zeit.

Die Natur wird gar nicht regiert. Sie ist einfach so, wie sie ist. Und von uns grundsätzlich nicht erkennbar, sondern lediglich beschreibbar. Und bei solcher physikalischen Beschreibung läuft ohne die Größe Zeit überhaupt nichts.

Und wie übrigens ist das mit der Kraft. Kann man die anfassen? Nein, sie ist ebenso eine abstrakte physikalische Größe, wie die Zeit auch.

Gruß
Ernst
Zuletzt geändert von Ernst am Sa 27. Mär 2010, 11:28, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Einzug der Kritik der RT in die Universitäten

Beitragvon Britta » Sa 27. Mär 2010, 14:27

Kurt hat geschrieben:Vom menschlichem Bewusstsein wahrgenommen

Wenn wir etwas wahrnehmen, dann ist da doch etwas.
Kurt hat geschrieben:Was ist wenn es kein menschliches Bewusstsein gibt/da ist/schläft, was ist dann mit der Zeit?
Ist sie dann beleidigt?

Die Zeit braucht den Menschen nicht. Im Universum vergeht sie weiter, auch wenn es kein Bewußtsein gäbe, dass die Veränderung wahrnehmen könnte, so könnte ja wieder Bewußtsein entstehen - irgendwann.
Kurt hat geschrieben:Ist es nicht so dass Erfahrung Erfahrung, Bewegung Bewegung, Entwicklung Entwicklung ist,
wozu ist da noch etwas erforderlich, warum ausgerechnet Zeit?

Gäbe es denn das Alles, ohne die Zeit?
Kurt hat geschrieben:
Was ist das Zeit, was könnte da etwas wie stillestehen, wie geht das, wie würde das gehen, was würde da stillstehen?

Alles würde stillstehen, vielleicht sogar aufhören zu existieren, denn nichts könnte existieren ohne die Zeit.
Kurt hat geschrieben:
Britta hat geschrieben: und der jetzige Moment ewig dauern,

Es wäre schön wenn du den Begriff Moment etwas näher erläutern würdest, was du darunter verstehst.

Ein Moment als kleinste, unvorstellbar kleine Zeiteinheit.
Kurt hat geschrieben:
Britta hat geschrieben: wir würden es nicht bemerken. Wir würden auch nicht altern, solange die Zeit stillsteht.

Was hat altern mit Zeit zu tun?

Wenn es keine Zeit gibt, dann altern wir auch nicht. Aber bemerken würden wir das auch nicht. Wir würden noch nicht mal uns selbst bemerken und auch nicht wissen, dass es uns gibt. Wir hätten auch nichts zum Vergleichen.
Kurt hat geschrieben:Was ist das was du da beschreibst?
Zeit?
Nun die Frage ist noch nicht beantwortet, was ist Zeit?
Angenommen es gibt Zeit oder nicht, was hat das auf dein Verhalten vor dem PC zu tun?
Wie wirkt dieses Ding, die Zeit, wie macht sie das.
Du sagst das Zeit nicht greifbar ist, du weisst aber das es Zeit gibt, also woher weisst du das?

Weil die Zeit ja so nicht greifbar ist, hat der Mensch die Zeitmesser erfunden. Ein Tag, ein Monat, ein Jahr - Dinge die sich wiederholen. Es ist wichtig, den richtigen Zeitpunkt zu kennen. Wer früher den Menschen, die nicht begriffen was Zeit ist, sagen konnte wann sie ihre Felder bestellen müssen, der hatte eine angesehene Position in seiner Gesellschaft und das nur, weil er begriffen hatte, was Zeit ist.

Wie lange brauche ich, um einen Buchstaben auf der Tastatur zu drücken, wie lange brauche ich, um zur Arbeit zu kommen und woher weiß ich, dass ich Feierabend habe.

Manchmal habe ich kein Gefühl dafür, wie viel Zeit vergangen ist und wie lang ich für etwas gebraucht habe, da bin ich dann auch mal überrascht, dass es so lange war, kam es mir doch so kurz vor. Da hilft mir dann die Uhr. Ich trage nie eine.
Kurt hat geschrieben:Was? du kannst die Dauer messen, dafür hat man Uhren erfunden!
Nun, sag mir wie du das mit dem Messen machst.
Ist es nicht so dass du nur vergleichst?

Nein, ich vergleiche nicht, denn es gibt viele unterschiedliche Dinge die ich tue. Wenn ich auf die Uhr schaue, dann weiß ich wann Zeit ist um ins Bett zu gehen aber die Dauer, wie lange ich schlafen kann, werde ich vor dem Einschlafen nicht messen und wenn der Wecker klingelt, dann muß ich die Dauer auch nicht messen, weil ich ja dann schon weiß, wie lange ich geschlafen habe und wie spät es ist.
Kurt hat geschrieben:Die Zeit war schon vorher da???
Nun was war denn da da?
Das Wort "Zeit" wurde erfunden, die Zeit war aber schon da.
Meinst du nicht auch dass da etwas nicht stimmt, dass es sich um etwas Eingebildetes handelt.
Warum sollte es denn ohne Zeit keine Bewegung geben?
Was hat Bewegung damit zu tun?

Natürlich war die Zeit schon vorher da. Auch wenn es keine Menschen gibt, ist die Zeit da - nur halt kein Mensch, der sie wahrnimmt.

Was wissen wir Menschen mit unserer beschränkten Wahrnehmung schon darüber, wie unsere Welt funktioniert? Manch einer stellt sich Zeit als Teilchen vor. Vielleicht ist es aber auch nur Information und wenn man eine Sekunde der Zeit isolieren und betrachten könnte und man könnte alles sehen, was sich überall in unserem Universum in dieser Sekunde abgespielt hat, könnte man da als Mensch sehr lange schauen. Was würde diese Sekunde alles beinhalten, an guten oder schlechten Ereignissen, an Lebewesen, Gefühlen, Entwicklungen? Was weiß ich als kleiner Mensch schon, wer oder was diese Informationen verwertet, zu was sie gut sind oder was daraus entsteht? Diese Sekunde hat existiert und sie geht nicht verloren, genausowenig wie ein einmal gedachter Gedanke.
Kurt hat geschrieben:
Britta hat geschrieben:Selbst ohne Uhren würde Zeit vergehen, wir würden es nur nicht messen.

Starke Behauptungen die du da anbringst.
Selbst ohne Uhren würde etwas vergehen, was würde/vergeht da??
Und messen?, nun was misst man denn da, womit misst man das/was??

Wir können die Größen nur ungefähr bestimmen, so wie wir festlegen, was ein Meter ist. Ob das immer und überall gleich ist, ist egal. Hauptsache wir kommen damit klar in unserer Welt und haben eine Möglichkeit gefunden, uns zu besser zu organisieren.

Welche Art Uhr oder Metermaß du dafür benutzt, ist egal. Selbst wenn du es hochgenau messen kannst, ist es nie 100%ig aber ausreichend.
Kurt hat geschrieben:Sekunde, die Sekunde, was ist die Sekunde?

Sekunde ist ein Wort, das der Mensch erfunden hat. Das Wort beschreibt eine Zeiteinheit.
Kurt hat geschrieben:Ist es nicht so dass die Sekunde eindeutig festgelegt ist, dass es sich dabei um eine Menge handelt!
Eine Menge an ganz bestimmten Ereignissen.

Bei einer Sekunde handelt es sich um die Menge Eins. Die Sekunde ist keine Menge.
Kurt hat geschrieben:Diese Menge an bestimmten Ereignissen einer ganz bestimmten schwingung die sekunde ergibt.
Was hat das mit zeit zu tun.
Ist es nicht eher so dass diese Sekunde dann Zeit genannt wird.

Die Sekunde ist eine Maßeinheit für das, was man Zeit nennt.
Kurt hat geschrieben:Es sich bei Zeit um eine Menge an Ereignissen handelt.
Diese Menge Ereignisse wiederum eine weitere Menge ergeben, diese Menge dann Zeit genannt wird.
Sich so die "Zeit" ergibt.
Die Zeit also ein Hilfsmittel ist um sich mit diese zusammengezählten Mengen nutzbar zu machen?
Aus dieser SI-Einheit, der Sekunde, auf einfache Art, einfach durch Zählen, sich ein Hilfskonstrukt ergibt dass uns hilft durch den Tag, durchs Leben, durch die Nanosekunde zu kommen, ein Hilfsmittel dass es ermöglicht Abläufe vergleichbar zu machen.
Ist es nicht so dass das Zeit ist?!?

Zeit zu begreifen ist natürlich eine Hilfe um unsere Welt zu verstehen, zu vergleichen und zu organisieren.
Kurt hat geschrieben:Zeit, eine Menge an Ereignissen, erstellt durch Zählen von Takten in einem Gerät dass Uhr heisst.
Zählen der in der Uhr erzeugten Takte.

Ich habe was besseres zu tun, wie die Takte von Uhren zu zählen. Das macht die Uhr schon für mich. Mir reicht es, ab und zu mal drauf zu schauen.
Kurt hat geschrieben:Es gibt sie!! so deine Aussage.
N un, was ist es denn dass es da gibt?
Und sie vergeht, nun was vergeht denn da?
Und es gibt Unterschiede im Vergehen, Unterschiede in was?
Und Messen, Unterschiede messen, messen von was, welchen Unterschieden?

Die Unterschiede sind so gering, dass wir sie weder wahrnehmen noch messen können. Sie sind so klein, dass sie für uns irrelevant sind. Es gibt einfach keine absolute Genauigkeit. Nichts in unserer Welt gleicht dem Anderen. Mehr wollte ich damit nicht ausdrücken.
Kurt hat geschrieben:Und warum ist dazu Zeit wichtig?

Weil wir in diesem Leben nicht unbegrenzt Zeit haben, z.B.
Kurt hat geschrieben:Was hat denn unsere Welt mit Zeit zu tun?
Etwas das man nicht greifen kann hat also zu existieren.

Unsere Welt existiert in der Zeit.

Wenn irgendwann einmal Zeitreisen möglich sind, können Menschen für die Zeit nicht existiert das vielleicht auch mal begreifen. Wir leben jetzt und hier in unserer Zeit. Wenn ich Julius Caesar besuchen möchte, dann werde ich ihn morgen bestimmt nicht in Rom treffen können, denn seine Zeit ist schon lange vorbei.
Kurt hat geschrieben:Warum lässt du dieses Hirngespinnst nicht einfach weg und schaust den Begriff Zeit als das an was es ist, als eine geniale Erfindung von genialen Köpfen.
Erfunden um sich zurechtfinden zu können, um ein Vergleichsinstrument zu haben.

Das wäre zuwenig.
Kurt hat geschrieben:Wächst mit der Zeit, womit denn, was ist Zeit?
Was interessiert sich unser All dafür ob wir uns etwas einbilden dass nicht existiert?

Das, was wir mit unserem Bewußtsein an Veränderung wahrnehmen.
Kurt hat geschrieben:---------------Wiki------
Der Begriff Zeit bezeichnet in der Philosophie die vom menschlichen Bewusstsein wahrgenommene Form der Veränderungen oder der Abfolge von Ereignissen
-------

Oder die Abfolge von Ereignissen.
Ich meine besser kann man es nicht benennen.

und, existiert nun Zeit für dich oder nicht?
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Re: Einzug der Kritik der RT in die Universitäten

Beitragvon Britta » Sa 27. Mär 2010, 14:41

Chief hat geschrieben:Die Sekunden MÜSSEN gleich sein. Die Sekunde ist immer zu einer "Referenzsekunde" definiert und die darf sich nicht ändern. Wenn eine Uhr etwas anderes misst, muss sie nachgeeicht werden.

MÜSSEN muß gar nichts. Wenn der Unterschied so klein ist, dass er für uns nicht feststellbar ist, ist es auch egal. Sekunden können auch gar nicht gleich sein, denn in jeder passiert was anderes. Sie sind also schonmal unterschiedlich, was die Information betrifft und Information ist in unserer Welt was sehr wichtiges.
Chief hat geschrieben:Was ist daran so besonderes? Jeder weiß, dass das Licht für eine kürzere Strecke weniger Zeit braucht.

Ohne dir aber eine festgelegte Größe vorzustellen, brauchst du auch nicht rechnen. Wenn die Konstante nicht stimmen sollte, könntest du das dann irgendwann an der Abweichung feststellen. Also macht es schon Sinn, erstmal von einer Konstante auszugehen, solange bis man weiß, warum das so ist.
Chief hat geschrieben:
Ich finde es eher traurig, dass manche nicht über den eigenen Horizont hinausdenken können.

Warum soll man weiter "hinausdenken"? Alle physikalische Phänomene können problemlos mit der "alten Physik" erklärt werden.

Warum sollten die Menschen geistig stillstehen?
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