Unklarheiten

Harald Maurers Thesen zur Physik, Philosophie, und Biologie

Unklarheiten

Beitragvon taori » So 22. Nov 2009, 19:07

In den Kapiteln 6-7 vom "Prinzip des Seins" bin ich auf mehrere wesentliche Unklarheiten (Missverständnisse? Widersprüche? Auslassungen?) gestoßen, die ein Verständnis der nachfolgenden Kapitel fast unmöglich machen. Ich will diese Punkte im Folgenden schildern und hoffe, dass sie sich hier aufklären lassen.


1. Proton / Impulsfeld / Ausdehnung

Laut Erklärung in Kapitel 3 handelt es sich bei einem Proton um ein Feld zweier Impulse, die einander hinterherlaufen und dabei einen gemeinsam Mittelpunkt umkreisen, offensichtlich in einem bestimmten Radius. Davon ausgehend wird der umlegende Raum polarisiert, da die beiden Impulse ständig neue Impulse gleicher Drehrichtung anregen, die sich "strahlenförmig" (Kap. 4 S. 38) ausbreiten. Demnach hat ein Proton ein "Kernfeld" aus zwei interagierenden Impulsen und eine sich darum ausbreitendes "Halofeld" aus davon unabhängigen Impulsen.

In Kapitel 6 wird nun die Abstoßung der Protonen damit erklärt, dass ihre Felder aufeinander einwirken. Aber wie kann das aufeinandertreffen der strahlenförmig auseinanderlaufenden Impulse irgendwelche Wirkung auf die beiden im Zentrum schwingenden Basisimpulse haben? Die sind doch alle voneinander unabhängig. Eine Wirkung kann doch nur dann auftreten, wenn ein von einen Proton A ausgehender Impuls direkt auf das Zentrum von Proton B trifft.

Unabhängig davon: Wenn ein Proton auf einen gleich polarisierten Impuls eines anderen Protons stößt, kann dabei nicht nur Widerstand, sondern auch Disharmonie oder Veränderung auftreten. Demnach müssten alle Protonen, die aufeinander einwirken (was ja die Regel ist), sich in kürzester Zeit gegenseitig zerstören. Warum tun sie das nicht?


2. Materie/Antimaterie vs. Links/Rechtspolarisation

Die Erklärungen in Kapitel 4 (S. 41) und Kapitel 7 (S. 61) sowie die Anmerkungen zum Neutron auf S. 65 verstehe ich so, dass der Unterschied zwischen Materie und Antimaterie darin besteht, dass ihre Elektronenwellen und damit auch das von ihnen ausgehende Feld unterschiedlich polarisiert sind. Die gleiche Erklärung wird aber u.a. auf Seite 81 (Kap. 9) auch für die "Ladung" von Ionen in Anspruch genommen: Je nach Form der Polarisation kann "negative" (linke) oder "positive" (rechte) Ladung auftreten.

Nun handelt es sich bei verschieden geladenen Ionen natürlich nicht um Materie/Antimaterie. Also wie passt das zusammen? Handelt es sich bei einem links/rechts polarisierten Atom nun um ein negativ bzw. positiv "geladenes" Ion, oder handelt es sich dabei um ein Atom und sein Antiatom? Und wie lässt sich dann das jeweils andere Phänomen erklären?


3. Neutronen

In Kapitel 58 (S. 6) wird der Begriff des Neutrons eingeführt, zunächst mal ohne weitere Erklärung. So wie ich die weiteren Erläuterungen verstehe, unterscheidet sich ein Neutron von einem Proton dadurch, dass es den Raum um sich herum nicht polarisiert. Aber warum tut es das nicht? Auf Seite 65 steht dann, dass es keine Antineutronen gibt. In der Wikipedia gibt's dazu allerdings einem Artikel http://de.wikipedia.org/wiki/Antineutron mit Erstentdeckungsdatum 1956. Was wurde dort entdeckt, wenn's kein Antineutron war?


4. Abstoßung vs. Elektrizität

In Kapitel 6 (S. 55) steht: "Die Kugelfelder erzeugen zueinander eine Kraft ... Wir kennen sie schon: die Elektrizität. ... Es wird dem Alldruck deshalb nicht so ohne weiteres gelingen, Protonen zusammen zu drücken. Die Elektrizität, zusammen mit der allgegenwärtigen Abstoßung, verhindert es erfolgreich."

Ich verstehe den Unterschied nicht, der hier zwischen der "allgemeinen Abstoßung" und der "elektrischen Abstoßung" gemacht wird. Es gibt doch nur eine Art von Abstoßung, nämlich aufgrund von aufeinander treffenden gleich polarisierten Feldern, bei denen dann bei passendem Timing Widerstand auftritt?


Würde mich freuen, wenn mir jemand dabei helfen könnte, diese Dinge aufzuklären.

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Re: Unklarheiten

Beitragvon taori » So 22. Nov 2009, 21:14

Zu Punkt 2 habe ich vorblätternderweise in Kapitel 12 (Seite 109) die Erklärung gefunden, dass um "Atome", die aus mehreren Protonen bestehen, aufgrund von Schwingungsinterferenzen Zonen abweichender Polarisation entstehen können. Das klingt zwar ein wenig nach "Vooodoo", aber es löst zumindest den Widerspruch zwischen Ionen und Antimaterie auf: Ein Ion hat demnach einzelne solcher umgekehrt polarisierten Zonen, die von der Polarisation der zentralen EM-Wellen abweichen, während Antimaterie komplett umgekehrt polarisiert ist.

Demnach lag die Ursache des Missverständnisses in der stark vereinfachenden Darstellung in vorausgehenden Kapiteln, insbesondere in Kapitel 9.


Zu Punkt 4 habe ich am Anfang von Kapitel 14 die Erklärung gefunden, dass es sich bei der "allgemeinen Abstoßung" um die Wirkung unpolarisierter Impulse handelt, um Gegensatz zur "elektrischen" Wirkung polarisierter Impulse. Dieser Hinweis gehört schon in das Kapitel 6, das sonst kaum verständlich ist!

Irgendwie gibt es ja doch sowas wie "Atomkerne". Siehe Punkt 1 oben und Zitat aus Kapitel 14: "Die materielle Erscheinungsform der Impulse ist das atomare Feld, ein Bereich rotierender Impulse; Entstehungsort eines Feldes ... das grundsätzlich unbegrenzt, nur durch den Widerstand zu anderen Feldern seine materielle Dimension annimmt." Dieses atomare Feld ist quasi der stabile Atomkern, an dem auch Rutherfords Alphastrahlen abprallen, während sie durch das umgebende, offenbar wesentlich "dünnere" Abstoßungs- und Elektrofeld glatt durchfliegen.


Oh Mann, der didaktische Aufbau dieses "wir nennen das einfach mal Schwingung, obwohl das falsch ist" Buchs lässt zu wünschen übrig. Ab Kapitel 6 baut es nicht mehr sauber aufeinander auf, sondern man muss Querlesen und sich manches selbst zusammenreimen. Ich versuche mittlerweile, mir alle Lücken in der Darstellung soweit "zuzudefinieren", dass sich alles wieder zu einem logischen Ganzen zusammenfügt. Den frommen Wunsch aus Kapitel 1, dass es sich nur bei der Beschreibung der TAO-Grundfunktionen um Fiktion handelt, lässt sich nicht durchhalten - man muss auch an vielen weiteren Stellen metaphysisch kreativ sein.

Dass die Physiker hier ins Rotieren geraten, kann man ihnen nicht verdenken.

Trotzdem eine tolle Sache! :-) Alleine schon die Zurückführung von Energiequanten und relativistischer Zeitdilatation auf exakt ein und denselben Basiseffekt ist genial.
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Re: Unklarheiten

Beitragvon taori » So 22. Nov 2009, 22:32

5. Elektronenspin

In Kapitel 7 (Seite 63) steht, ein Elektron (bzw. eine "Elektronenwelle") mit umgekehrtem Spin sei ein Positron, und beide zusammen könnten das instabile Impulsfeld Positronium bilden. In http://de.wikipedia.org/wiki/Positronium steht aber, dass es zwei Arten von Positronium gibt: bei dem einen haben Elektron und Positron den gleichen Spin, bei dem anderen unterschiedlichen; demnach wären Spin und "Ladung" nicht gleichzusetzen, sondern zwei verschiedene Eigenschaften.

Wie ist das zu erklären - was haben die Physiker hier gemessen? Wenn die "Ladung" der Physiker der Impuls-Drehrichtung im TAO entspricht, was ist dann die TAO-Entsprechung von dem, was die Physiker "Spin" nennen? Oder haben die Physiker hier nur etwas falsch interpretiert - wenn ja, was?
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Re: Unklarheiten

Beitragvon Harald Maurer » Mo 23. Nov 2009, 09:49

taori hat geschrieben:Wie ist das zu erklären - was haben die Physiker hier gemessen? Wenn die "Ladung" der Physiker der Impuls-Drehrichtung im TAO entspricht, was ist dann die TAO-Entsprechung von dem, was die Physiker "Spin" nennen? Oder haben die Physiker hier nur etwas falsch interpretiert - wenn ja, was?


Die Physiker der Schulphysik haben weder eine Ahnung, was eine "Ladung" sein könnte noch haben sie eine genaue Vorstellung vom "Spin", der sich zwar wie ein Drehimpuls verhält, aber mit Rotation nichts gemeinsam hat;
der Spin ist zwar eine der Quantenzahlen, es gibt aber kein anschauliches Modell für dieses Phänomen. Das liegt daran, dass man auch vom Elektron kein Bild hat, das zwar als Teilchen eine Ladung trägt, aber keine Ausdehnung hat. Ich lege hingegen in meinem Buch eine bildhafte Beschreibung des Elektrons als wellenähnliche (polarisierbare Vibrationen od. Oszillationen in der Matrix) vor und das unterscheidet sich ganz wesentlich von der Schulphysik, weil es hier tatsächliche Rotationen gibt, wobei keine Teilchen rotieren, sondern die Ausbreitungsrichtung und Wirkung der Impulse unterschiedliche Orientierungen haben kann. Der Spin in meiner Theorie ist also nicht identisch mit dem Spin der Quantenphysiker, wo er eher ein Bestandteil eines mathematischen Schemas darstellt - was außerdem aus Symmetriegründen zur Annahme von Antiteilchen führt, die teilweise vielleicht nicht existieren oder nicht nachgewiesen sind. Ein typisches Beispiel hiefür ist die Annahme zweier Positronium-Arten mit unterschiedlichen Spins. Abgesehen davon, dass in meinem Buch keine Eingrenzung auf eine bestimmte Art vorliegt - denn es wird nur eine schematische Erklärung geliefert und keine detaillierte Atomphysik! - wurde bislang nur eine Positronium-Art nachgewiesen. In den meisten Fällen muss man sich klar sein, dass Physiker in diesen Gebieten entweder nichts gemessen, sondern bloß theoretisch konstruiert haben, oder die Messungen anhand von Spuren in Teilchendetektoren erfolgten - was eine höchst hinterfragbare Methode ist, da die Messungen in Wahrheit eigentlich theorieabhängige Interpretationen sind.

Meine Methode, ein schwieriges Buch zu lesen, besteht darin, es erst einmal durch zu lesen, da erfahrungsgemäß so manche Erklärung sich erst im Zusammenhang mit anderen Kapiteln ergibt - besonders, wenn es sich nicht um ein Schulbuch handelt, welches sich keine didaktische Aufgabe gestellt hat. Mein Buch springt in unterschiedlichsten Wissengebieten hin und her, weil es ein komplettes, wenngleich unfertiges und flüchtiges Weltbild vorlegt. Erst wenn sich nach Leküre des Gesamtwerks Fragen ergeben, beginne ich mit der Analyse einzelner Kapitel. Nicht immer ist der Autor schuld, wenn ich etwas nicht sofort verstehe. Oft hat man ein Verständnisproblem, weil man von der Schulphysik noch zu sehr beeinflusst ist. Mein Buch liefert nur teilweise Erklärungen für die Theorien des gültigen Paradigmas - vieles weicht aber auch davon ab ... und es hat daher wenig Sinn, bei Wikipedia stets nachzuschauen, ob dort dasselbe steht. Denn auch die Theorien im Lexikon sind in Entwicklung und enthalten keine unumstößlichen Wahrheiten.

Ich würde Dir also raten, das Buch erstmal zuende zu lesen, und dann Deine Fragen zu stellen und nicht jeden Absatz sofort zu "zerlegen". Manche Fragen wirst Du am Ende des Buches selbst beantworten können.

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Re: Unklarheiten

Beitragvon Harald Maurer » Mo 23. Nov 2009, 10:15

Vielleicht noch ergänzend etwas zum Spin. Die Drehrichtung der Impulse ist in meiner These ist entscheidend für jede Wirkung, die Teilchen und Wellen zueinander ausüben. Anziehung und Abstoßung wird durch diese Spins gesteuert, ebenso jene Wirkungen, die wir gewöhlich auf "Ladungen" zurückführen. Aber in meinem Buch gibt es keine positiven oder negativen Ladungen. Sondern nur das Ladungs-Phänomen, das in meinem Buch eine andere Erklärung. eben jene der Spinwirkungen, hat. Das gilt für Magnetismus ebenso; Elektrizität und Magnetismus sind Hauptursachen für das Erscheinungsbild der Materie - wir leben quasi in einer elektromagnetischen Welt. Die geltenden Theorien haben das auch längst erkannt, auch hier bildet der Spin Grundlage für das Verständnis vieler elektromagnetischer Phänomene.
Wichtig zu wissen ist auch, dass dieses Spiel der Spins innerhalb eines Universums läuft, das unter Druck steht - daher wird von mir auch eine Pushing Gravity vertreten. Alle materiellen Erscheinungen sind nicht Auswirkung intrinsischer Eigenschaften von Atomen, sondern diese Eigenschaften entstehen erst aufgrund der Existenz umliegender Materie - und die Spins regulieren die Kräfte, welche entscheiden, was geschieht oder aufgebaut oder zerstört wird.
Wir existieren in einer schattenhaften Welt voll gähnender Leerräume, sowohl mikro-als auch makrokosmisch und nehmen Materie nur deshalb wahr, weil gleichartige Kräfte mit gleichartigen Kräften reagieren (Widerstand). Das hat Ähnlichkeit mit einem Hologramm, nämlich mit dem Wellenbild, das sich vor einem Hologramm bildet...
Da wird es wohl noch viel Denksport für den Philosophen geben :-)

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Re: Unklarheiten

Beitragvon taori » Mo 23. Nov 2009, 12:42

Danke für die Erläuterungen zum Thema "Spin"! Die Modelle aus dem Buch direkt mit irgendwelchem physikalischen Standardwissen zu vergleichen ist wohl in der Tat problematisch, weil man bei letzteren teils schwer abschätzen kann, wie es zustande gekommen ist. Wenn der "Spin" der Physiker wirklich nur eine theoretische Rechengröße ist, so wie die "Austauschteilchen" etc. dann hat er natürlich wenig Relevanz für die Überlegungen hier.

Das Antineutron wurde aber tatsächlich nachgewiesen, und ich zitiere mal von Seite 20: "Glaubwürdig werden wir nur sein, wenn wir bereit sind, die durch die Erkenntnisse der Wissenschaft gesicherten Phänomene als Tatsachen zu akzeptieren." In diesem Sinne müsste noch eine Erklärung für die Existenz des Antineutrons gefunden werden.


Ich würde Dir also raten, das Buch erstmal zuende zu lesen, und dann Deine Fragen zu stellen und nicht jeden Absatz sofort zu "zerlegen". Manche Fragen wirst Du am Ende des Buches selbst beantworten können.

Naja, ich habe versucht mich an den Rat von Seite 12 zu halten: "Sinnlos wäre es, nach Nichtverstandenem einfach weiter zu lesen; der Zusammenhang wäre zerstört." Und es ist leider so, dass beim Weilterlesen mehr neue Widersprüche auftauchen, als bestehende Unklarheiten beseitigt werden. Nur mal ein paar Stichworte:

- Wenn man die Kugel von Abbildung 18 in Rotation versetzt, entsteht dabei offensichtlich nicht das, was in Abbildung 19 dargestellt ist. Es fehlt auch eine Erklärung für die Pfeile in Abb. 18, 20 etc. Die von der Kugel ausgehenden Spiralstöße gehen ja gleichmäßig in alle Raumrichtungen weg, also wie soll da eine tangentiale Richtung entstehen? Dies nur als ein Beispiel für zahlreiche Widersprüche in diesem Kapitel.

- Auf Seite 82/83 steht, dass bei einem Wasserstoff-Molekel die Krümmkraft aufgrund des Abstands der beiden Atome nur schwach wirkt. Dies steht im Widerspruch zur Erkäuterung der Krümmkraft auf S. 56/57. Wenn man Abb 42. mit Abb. 16 vegleicht ist auf den ersten Blick klar, dass die beiden Schwingungsfelder von Abb. 42 so nicht existieren dürften, sondern sich durch den starken (!) Krümmkrafteinfluss vereinigen müssten.

- Bei der Erklärung der Trägheit auf Seite 134 werden Beschleunigung und Geschwindigkeit verwechselt. Die Trägheit wird damit erklärt, dass die Atome eines beschleunigten Körpers sich nicht in neue Impulsräume- und Folgen schieben lassen und dem einen Widerstand entgegen setzen. Das ist zwar plausibel, aber es gilt für jede Bewegung, nicht nur für beschleunigte Bewegung!

An gleicher Stelle wird die Lorentzkontraktion damit erklärt, dass eine Beschleunigung nur zeitverzögert weitergegeben wird. Das ist auf den ersten Blick plausibel, würde aber bedeuten, dass nur beschleunigte Körper lorentzkontrahiert sind, denn nach Ende der Beschleunigungsphase wird ja die Weitergabe der Beschleunigung durch einen Körper noch weiter laufen, so lange, bis dessen Felder alle wieder die gleiche Lage zueinander haben wie zuvor. Die Lorentzkontraktion ist aber nicht Beschleunigungs- sondern geschwindigkeitsabhängig! Außerdem: Wenn ein Körper nicht durch einen "anstoßenenden" anderen Körper, sondern durch Gravitation = abgeschatteten Raumdruck beschleunigt wird, dann setzt diese Beschleunigung nicht der ""Hinterkante" des Körpers an, sondern quer durch den ganzen Körper an allen Einzelfeldern. Hier kann der oben beschriebene "Stauchungseffekt" also gar nicht bzw. nur in vernachlässigbarem Ausmaß auftreten.

- Auf den mutmaßlichen Widerspruch bei der Erklärung von Quantenwahrscheinlichkeiten (Kapitel 3, Seite 31) hatte ich ja schon in einem anderen Thread hingewiesen. Man stelle sich nur mal eine Lichtquelle vor, die ein einzelnes ungerichtetes Photon abgibt (solche Lichtquellen gibt es!), und um die ein kugelförmiger Detektorschirm aufgestellt ist ...

Und so weiter und so fort.

Sicher ist es möglich, jeden dieser von mir aufgezeigten Widersprüche anhand irgendwelcher aus dem Buch abgeleiteten Erklärungen (scheinbar) aufzuklären. Das ist wie bei der SRT: Mit etwas, das in sich widersprüchlich ist, kann man alles und nichts beweisen. Aus einer unlogischen Aussage folgt jede andere Aussage, ohne dass das irgendwie hilfreich wäre.


Werde das Buch trotzudem zuende lesen, denn es enthält unzählige geniale Einzelideen und Denkanstöße. Und es ist mit viel Liebe geschrieben und verdient eigentlich nicht, dass man so unflätig damit umgeht wie ich es oben getan habe.

- taori
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Re: Unklarheiten

Beitragvon Harald Maurer » Di 24. Nov 2009, 00:39

taori hat geschrieben:- Wenn man die Kugel von Abbildung 18 in Rotation versetzt, entsteht dabei offensichtlich nicht das, was in Abbildung 19 dargestellt ist. Es fehlt auch eine Erklärung für die Pfeile in Abb. 18, 20 etc. Die von der Kugel ausgehenden Spiralstöße gehen ja gleichmäßig in alle Raumrichtungen weg, also wie soll da eine tangentiale Richtung entstehen? Dies nur als ein Beispiel für zahlreiche Widersprüche in diesem Kapitel.


Hier die Abbildung 18:
Bild

Und der Text dazu:
Wir erkennen unsere „Spiralen“ wieder, die dem Raum die spezielle, polarisierte Ordnung verleihen. Diese Spiralen setzen sich aus zwei Bewegungskomponenten zusammen. Zum Einen erkennen wir die wegströmende (radiale) Richtung, die wir durch gerade Pfeile symbolisiert haben, zum Anderen die seitliche (tangentiale) Komponente, die sich durch Kreise darstellen lässt. Beide Richtungen stehen zueinander senkrecht. Wir haben diese beiden Wirkungsebenen bereits bezeichnet, als wir den Begriff „Elektromagnetische Welle“ einführten. Wir wollen daher die wegströmenden Pfeile das elektrische Feld und die Kreise das magnetische Feld nennen.

Du konstruierst Widersprüche, wo sie nicht existieren. Entweder machst Du das absichtlich, oder Du verstehst wirklich den Text zum Bild nicht. Spiralen haben nun mal zwei Bewegungsrichtungen, zum Einen die Vorwärtsbewegung, zum Anderen die Oszillation senkrecht dazu. Diese beiden Bewegungen sind in der Abb. 18 dargestellt, wobei die Pfeile für die radiale Richtung und die Kreise für die tangentiale Komponente stehen. So wie es der Text beschreibt. Wo also ist das Problem?

Man stelle sich eine auf diese Weise "geladene Kugel" vor, die an einer Schnur hängt und erstmal eine Kreisrotation ausführt. Dann entsteht durch die kreisförmigen Feldlinien das Magnetfeld wie beschrieben.

BildBild

Der Text dazu auf Seite 68:
Wir bauen unser Experiment ein wenig aus, indem wir die geladene Kugel kreisen lassen also mit ihr einen Kreis beschreiben. Wenn wir uns vergegenwärtigen, was nun geschieht, wird uns bald klar, dass ein ganz ähnliches Bild wie zuvor entstehen muss.
Die Erdkugel in der Abb. 19 (oben rechts) hat das Magnetfeld nicht deshalb, weil sie in ihrem Innersten einen Eisenkern verbirgt, sondern weil sie rotiert. Die Pole bilden sich, weil längs der Rotationsachse die "Pfeile" (Spiralen!) bestehen bleiben, wogegen senkrecht zur Achse die Kreise dominieren. Da braucht man schon etwas Vorstellungskraft, um das zu erkennen und wer es nicht gleich sieht, sollte ein wenig darüber meditieren.

taori hat geschrieben:An gleicher Stelle wird die Lorentzkontraktion damit erklärt, dass eine Beschleunigung nur zeitverzögert weitergegeben wird. Das ist auf den ersten Blick plausibel, würde aber bedeuten, dass nur beschleunigte Körper lorentzkontrahiert sind,


Ja, korrekt. In meiner These gibt es keine Kontraktionen oder sonstige materielle Veränderungen bei gleichförmig bewegten Körpern, sondern nur bei Beschleunigung. Daher ist in diesem Zusammenhang im Buch immer nur von Beschleunigung die Rede!

taori hat geschrieben:- Bei der Erklärung der Trägheit auf Seite 134 werden Beschleunigung und Geschwindigkeit verwechselt. Die Trägheit wird damit erklärt, dass die Atome eines beschleunigten Körpers sich nicht in neue Impulsräume- und Folgen schieben lassen und dem einen Widerstand entgegen setzen. Das ist zwar plausibel, aber es gilt für jede Bewegung, nicht nur für beschleunigte Bewegung!


Nein, für die gleichförmig lineare (inertiale) Bewegung gilt es nicht. Und der Grund steht auch im Text, aus dem Du Deine Zitate nimmst und den Kontext ignorierst:


Wenn wir an den Körper eine Kraft anlegen, etwa mit der Hand anstoßen, heißt das, dass die Felder meiner Hand Widerstand finden an den Feldern des Körpers - und die Impulse der Randatome des Körpers zuerst davon beeinflusst werden. Sie weichen zurück. Und wir wissen ja, dass sich der Körper gar nicht kompakt bewegt, sondern sich seine Einzelatome durch die Matrix fortpflanzen... Die Atome reichen die Impulsveränderung weiter - der Körper bewegt sich also „auf Raten“, d.h. er pflanzt sich fort... Und das erklärt nun einige ganz wesentliche Dinge: Erstens: die angelegte Kraft pflanzt sich durch den Körper weiter - sie wirkt nicht instantan auf den Körper. Ein Atom stößt das andere an ... und das bedeutet auch, der Körper bewegt sich gar nicht an beiden Enden gleichzeitig - denn die Kraft wird ja mit einer endlichen Geschwindigkeit weitergereicht: Wir kennen diese Geschwindigkeit schon: es ist die Lichtgeschwindigkeit! Zweitens: alle Atome dieses Körpers sind ja (grob betrachtet) Kreisel - mit Rotation oder Spin. Sie lassen sich also nicht ohne weiteres in neue Impulsfolgen und Impulsräume schieben und erzeugen Widerstand. Das tun sie solange, solange wir Kraft anlegen - also beschleunigen. Und das ist bereits die Auflösung des Rätsels der Trägheit! Drittens: wenn sich der Körper gar nicht kompakt bewegt, und eine Kraft von einem Ende zum anderen (in der Bewegungsrichtung) marschiert und der Reihe nach Impulsfelder andrückt, so verkürzt sich der Körper in der Bewegungsrichtung etwas. Da würde sich der Physiker Lorentz jetzt freuen, denn genau das hat er ja vermutet (und Einstein lächelt auch ein bisschen, aber das werden wir ihm noch austreiben)! Davon aber später. Wenn wir die Kraft nicht mehr anlegen, verändern sich auch die Atome nicht mehr. Sie ziehen weiter ihre Kreise ... und nichts geschieht sonst ... einmal eingependelt, pflanzt sich der Körper eben weiterhin fort...
taori hat geschrieben:Sicher ist es möglich, jeden dieser von mir aufgezeigten Widersprüche anhand irgendwelcher aus dem Buch abgeleiteten Erklärungen (scheinbar) aufzuklären.


Es ist aber so, dass Du diese Widersprüche erzeugst, indem Du Textstellen aus dem Zusammenhang reisst oder nicht warten kannst, bis diese vermeintlichen Widersprüche sich aufklären. So wirst Du später im Buch lesen, dass diese Kontraktion immer nur bei Beschleunigung auftritt - dadurch unterscheidet sich meine These eben von der Lorentz'schern oder Einstein'schen SRT.

taori hat geschrieben:Das Antineutron wurde aber tatsächlich nachgewiesen,


Das Neutron zerfällt angeblich in ein Proton und ein Elektron, das Antoneutron in ein Antiproton und ein Positron. Wenn man weiß, dass es Elektronen in der Form, wie es die Modelle beschreiben, gar nicht gibt und schon der Zerfall des Neutrons eine reine Interpretationsangelegenheit ist, die sich nach dem gerade gültigen Modell richtet (ein Modell, das eigentlich längst obsolet ist), dann braucht man sich auch nicht über den Zerfall des "Anti"-Neutrons den Kopf zerbrechen. Die Nachweise solcher Art sind mathematische Auswertungen von Spuren in Detektoren, auf Filmen und Nebelkammern etc. und diese Auswertungen orientieren sich an der gerade aktuellen Theorie. Ändert sich die Theorie, sieht alles sofort anders aus. Niemand hat jemals ein Elektron gesehen, das um einen Kern kreist und niemand hat jemals gesehen, dass das Elektron als "Teilchen" den Kern bzw. das Proton verlässt etc. Das alles sind theoretische Modelle, von denen man sogar weiß, dass sie so nicht real sind. Wenn man Phänomene damit erklärt, dass man Modelle zerfallen lässt und damit neue Modelle schafft, hat das keinerlei Bezug zu den wahren Prozessen, die hier ablaufen und die man nicht kennt, nicht sieht und nur aus den Wirkungen erahnt. Nachweise solcher Art sind keine unüberwindbaren Argumente!

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Re: Unklarheiten

Beitragvon taori » Di 24. Nov 2009, 11:53

Ok, dann will ich auch nochmal versuchen, dir zu antworten. Der Leser mag sich dann ein eigenes Urteil darüber bilden, wessen Argumente logisch schlüssiger sind.

Vorweg zu meiner Motivation: Es geht mir hier nicht darum etwas "schlecht zu machen", sondern ich bin nach wie vor auf der Suche nach dem Prinzip des Seins und ich möchte rausfinden, welche deiner Hypothesen und Schlussfolgerungen einer kritischen Prüfung standhalten, ganz im Sinne von Popper: Eine gute Theorie ist eine, die möglichst viele Falsifikationsversuche überlebt hat. Was diese kritische Prüfung übersteht, ist dann eine gute Basis für weiter Überlegungen. Wenn sich daraus dann ein überarbeitetes / korrigiertes und komplett stimmiges Prinzip des Seins ableiten ließe, würde ich mich sehr darüber freuen.


Zunächst noch ein weiteres Problem:

Alldruck und Abstoßungsprinzip

Der Alldruck ist wegen der Struktur des Universums nicht überall exakt gleich, muss aber in jeder bestimmten Gegend des Alls in etwa konstant sein. Somit muss jeweils eine Obergrenze für alle Arten von "Anziehungsscheinkräften" existieren. Das heißt, sowohl die mit einem Elektromagnet erzeugbare Feldstärke also auch die Scheinkraft "Gravitation" eines Himmelskörpers müssten eine obere Grenze haben, und die Stärke eines solchen Magnetfeldes bzw. der Gravitation müsste bei zunehmendem Strom bzw. zunehmender "Masse / Dichte" asymptotisch gegen diesen Grenzwert laufen, was sie aber offensichtlich nicht tun. Anschaulich:

Stellen wir uns mal einen Himmelskörper vor und ein Gravitationsmessgerät, das auf dessen Oberfläche steht. Nehmen wir an, der Himmelskörper schattet aus Sicht des Messgerätes die Hälfte der von "unten" kommenden Alldruck-Impulse ab; somit wird unser Messgerät mit der Häfte des maximal möglichen Alldrucks nach unten gedrückt: G = 1 Alldruck (von oben) - 0,5 Alldruck (von unten) = 0,5 Alldruck. Nun verdoppeln wir wahlweise die Dichte oder das Volumen des Himmelskörpers. Somit müsste sich die Zahl der pro Zeiteinheit von unten durchkommenden Alldruckimpulse nochmals halbieren. Damit ergibt sich G = 1 Alldruck - 0,5 * 0,5 Alldruck = 0,75 Alldruck. Die gemessene Gravitation müsste sich bei jeder Dichte- oder Volumenverdoppelung halb so stark erhöhen wie bei der letzten Verdopplung. Sämtliche Experimente und astronomischen Daten zeigen hier aber einen linearen Zusammenhang; nichts deutet auf eine Obergrenze hin.

Entsprechendes gilt für die Stärke von Elektromagneten. Bei Verdopplung des Stroms durch die Spule dürfte sich die Feldstärke nicht verdoppeln, sondern müsste nach einem ähnlichen Gesetz ansteigen wie oben für die Gravitation beschrieben und sich dabei einer absoluten Grenze nähern. Tut sie aber nicht: Feldstärke H = I * n / l, mit I = Strom, l = Spulenlänge und n = Windungszahl. Doppelter Strom macht doppelte Feldstärke, ohne Limit. Zwei entgegengesetzt polarisierte Elektromagnet-Enden können also beliebig große Kräfte aufeinander ausüben.

Demnach kann die Alldruckhypothese so nicht stimmen.


zu Kapitel 8 / Abbildung 18-20:

Die Feldlinien in Abbildung 19 (Erdkugel) soll laut Buchtext durch eine reine Eigenrotation entstehen - kann ja auch nicht anders sein bei der Erde; erst bei Abbildung 20 ("wir bauen unser Experiment ein wenig aus, indem wir die Kugel kreisen lassen") geht es um eine Rotation auf einer Kreisbahn. Wie bei der Erdkugel durch reiner Eigenrotation - abgeleitet aus Abb. 18 - solche Feldlinien enstehen sollen, ist nicht nachvollziehbar. Ok, das ist etwas spitzfindig - aus den nachfolgenden Erläuterungen kann man auf andere Weise Erklärungungen für das Erdmagnetfeld ableiten, also diesen Kritikpunkt könnten wir als unbedeutenden Detailfehler abkahen.

Grundsätzlich unklar ist aber, wie in Abb. 18 (und allen weitern) die mit Pfeilen markierten Feldlinien enstehen sollen. Die transversalen Oszillationen der nach außen strebenden Impulse gehen ja jeweils nicht nur in eine, sondern in alle orthogonal zur Impulsrichtung liegenden Raumrichtungen, und zudem laufen die Impulse nicht synchron sondern zeitversetzt nach außen. Außerdem muss man sich das Ganze räumlich vorstellen, nicht nur zweidimensional wie in Abb. 18. Es gibt einfach nichts, was die in Abb. 18 eingezeichneten Pfeile erklären kann. Nichts steht hier in einem kreisförmig gerichteten Zusammenhang, und wenn man sich das Ganze noch dreidimensional vorstellt, passt es erst recht nicht mehr.


zur Lorentzkontraktion:

Ja, korrekt. In meiner These gibt es keine Kontraktionen oder sonstige materielle Veränderungen bei gleichförmig bewegten Körpern, sondern nur bei Beschleunigung.

Da haben wir uns missverstanden. Deine These, so wie man sie aus deinem Buchzitat entnehmen kann, lautet: Während einer Beschleunigungsphase wird der Körper infolge der verzögerten Weitergabe der beschleunigenden Kraftwirkung kontrahiert, und nach Ende der Beschleunigungsphase bleibt diese Kontraktion bestehen. Beides kann nicht sein: Erstens weil eine Bechleunigung per Alldruck - mehr oder weniger gleichmäßig - quer durch den ganzen Körper ansetzt und nicht nur an einem Ende, somit hier auch kaum etwas verzögert weiter gegeben wird, und zweitens weil im Falle einer einseitig ansetzenden Kraft die verzögerte (nicht verringerte!) Weitergabe der Beschleunigung nach Wegfall der Kraft noch so lange weiter laufen wird, bis wieder alles seinen ursprünglichen Abstand erreicht hat.

Außerdem: man stelle sich mal vor, so ein durch die Gegend fliegender Quetschkörper würde dann wieder abgebremst, indem er auf einen anderen trifft. Dann müsste er ja nochmal zusätzlich gequetscht werden und wäre schließlich kürzer als vorher! Die Lebensdauer von Automobilen wäre dann recht begrenzt, da sie bei jeder Beschleunigung und bei jedem Abbremsvorgang ein Stück kürzer würden, bis sie schließlich platt sind. :)

Mit anderen Worten: Die Lorentzkontraktion kann nicht durch Beschleunigung verursacht werden, sondern sie kann nur etwas mit der Geschwindigkeit zu tun haben. Hierfür fehlt noch eine Erklärung.

--> Mit deinem Modell der Beschleunigungs-Stauchung könnte man allerdings die beschleunigungsbedingte Zeitdilatation (Uhr im Tal geht langsamer als Uhr auf dem Berg) erklären, sofern sie sich auch mit der quer durch einen Körper ansetzenden Gravitationswirkung ein Einklang bringen lässt!


zum Neutron / Antineutron

Ok, das Antineutron ist nur indirekt nachweisbar. Demnach ist dessen Existenz tatsächlich eine Glaubensfrage.


noch offen

Auf die folgenden Punkte bist du bislang nicht eingegangen:

- Wie kann alleine eine Wirkung der Protonenfelder aufeinander abstoßend auf die Protonen wirken, wo die Felder doch nur aus unabhängigen Impulsen (hinter jedem Impuls ist Ruhe!) bestehen?

- Wie kann es sein, dass die beiden Protonen von Abb. 16 durch die Krümmkraft "zusammenschnellen" (S. 57) und "nicht nebeneinander, sondern ineinander" (S. 58) zu liegen kommen, während bei Abb. 43 die Protonen "von der Krümmkraft gerade soviel spüren, um sich locker miteinander zu befreunden" (S. 82), obwohl sie sich offensichtlich deutlich näher gekommen sind?

- Wie lassen sich mit dem Matrix-Impuls-Modell die Quantenwahrscheinlichkeiten erklären? Zur Veranschaulichung stelle man sich dies vor:

Bild

Wenn wir um unsere Lichtquelle nun einen kugelförmigen Detektorschirm aufstellen und dann einzelne Lichtquanten = Photonen losschicken (es gibt Lichtquellen, mit denen das geht), dann werden wir die Photonen an beliebigen, nicht vorhersagbaren Stellen einschlagen sehen - jeweils ein Photon mit genau der Energie, mit der es auf den Weg geschickt wurde. Dies steht jedoch im Widerspruch zu dem, was du in Kapitel 3 auf Seite 31/32 schreibst: Obwohl sich die Stöße des Impulses rundum fortpflanzen, wird für einen Beobachter immer nur jener Stoß existieren, der auf ihn zukommt. / Wir wissen, dass jeder Rundumstoß eigentlich grenzenlos weiterzieht und sich auf immer größere Raumgebiete aufteilt. Seine Energie nimmt daher im Quadrat zur Entfernung ab. Demnach dürften auf dem Schirm keine einzelnen Punkte mit dem gesamten Energiequantum aufblitzen, sondern der gesamte Schirm müsste jeweils ganz schwach aufblitzen. Tut er aber nicht.

Hab' ich hier irgendwas falsch verstanden?

- advocatus diaboli ;)
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Re: Unklarheiten

Beitragvon Harald Maurer » Mi 25. Nov 2009, 11:55

Hallo advocatus diaboli!

taori hat geschrieben:Stellen wir uns mal einen Himmelskörper vor und ein Gravitationsmessgerät, das auf dessen Oberfläche steht. Nehmen wir an, der Himmelskörper schattet aus Sicht des Messgerätes die Hälfte der von "unten" kommenden Alldruck-Impulse ab; somit wird unser Messgerät mit der Häfte des maximal möglichen Alldrucks nach unten gedrückt: G = 1 Alldruck (von oben) - 0,5 Alldruck (von unten) = 0,5 Alldruck. Nun verdoppeln wir wahlweise die Dichte oder das Volumen des Himmelskörpers. Somit müsste sich die Zahl der pro Zeiteinheit von unten durchkommenden Alldruckimpulse nochmals halbieren. Damit ergibt sich G = 1 Alldruck - 0,5 * 0,5 Alldruck = 0,75 Alldruck. Die gemessene Gravitation müsste sich bei jeder Dichte- oder Volumenverdoppelung halb so stark erhöhen wie bei der letzten Verdopplung. Sämtliche Experimente und astronomischen Daten zeigen hier aber einen linearen Zusammenhang; nichts deutet auf eine Obergrenze hin.


Abgesehen davon, dass Du den Eigendruck der Körper übersehen hast, ist Deine Rechnung falsch. Die Kraft, die sich aus der Durchlässigkeit eines Körpers für die Alldruckimpulse ergibt, hängt nicht mit dem Volumen, sondern mit dem Durchmesser zusammen. Tatsächlich hängt die Gravitation gar nicht von der Masse (die nur eine Rechengröße darstellt) sondern von der Dichte ab. Ein erdnaher Satellit umkreist den Globus in rund 84 Minuten; ein Staubkorn umkreist einen faustgroßen Meteoriten ebenfalls in 84 Minuten, soferne der Meteorit dieselbe Dichte hat wie die Erde.
Mit Pushing Gravitys beschäftigten sich einschließlich Newton immer wieder viele andere Theoretiker (LeSage, Lord Kelvin etc.) - und es gibt auch viele Einwände gegen diese Theorien. Die von Dir vorgebrachten sind nicht dabei, weil sie nicht zutreffen.

Links dazu:
http://www.hansschauer.de/html/dir6/ch05s04.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Le-Sage-Gravitation

taori hat geschrieben:Entsprechendes gilt für die Stärke von Elektromagneten. Bei Verdopplung des Stroms durch die Spule dürfte sich die Feldstärke nicht verdoppeln, sondern müsste nach einem ähnlichen Gesetz ansteigen wie oben für die Gravitation beschrieben und sich dabei einer absoluten Grenze nähern. Tut sie aber nicht: Feldstärke H = I * n / l, mit I = Strom, l = Spulenlänge und n = Windungszahl. Doppelter Strom macht doppelte Feldstärke, ohne Limit. Zwei entgegengesetzt polarisierte Elektromagnet-Enden können also beliebig große Kräfte aufeinander ausüben.

Alle Formen des Magnetismus haben einen Sättigungspunkt, nach dem sich eine weitere Steigerung der Kraft nicht erzielen lässt. Die Flussdichte einer Spule kann schon aus Temperaturgründen (Widerstand) nicht endlos gesteigert werden und hat auch bei Einsatz von Supraleitern einen unübersteigbaren Grenzwert. Eisenkerne oder sonstige ferromagnetische Kerne in Spulen weisen ebenfalls Sättigungspunkte auf, die nicht überstiegen werden können. Dein Argument ist daher schlicht und einfach unzutreffend.
Über das Thema ist schon hier mal debattiert worden: http://www.mahag.com/grav/kruem2.php

taori hat geschrieben:Grundsätzlich unklar ist aber, wie in Abb. 18 (und allen weitern) die mit Pfeilen markierten Feldlinien enstehen sollen. Die transversalen Oszillationen der nach außen strebenden Impulse gehen ja jeweils nicht nur in eine, sondern in alle orthogonal zur Impulsrichtung liegenden Raumrichtungen, und zudem laufen die Impulse nicht synchron sondern zeitversetzt nach außen. Außerdem muss man sich das Ganze räumlich vorstellen, nicht nur zweidimensional wie in Abb. 18. Es gibt einfach nichts, was die in Abb. 18 eingezeichneten Pfeile erklären kann. Nichts steht hier in einem kreisförmig gerichteten Zusammenhang, und wenn man sich das Ganze noch dreidimensional vorstellt, passt es erst recht nicht mehr.


Bild

Sowohl die Pfeile als auch die Kreise symbolisieren die Ausbreitungsrichtungen der spiralförmigen Impulse!
Die Spiralen streben selbstverständlich dreidimensional von der Kugel weg. Die Pfeile symbolisieren diese Richtungen. Die transversal zu diesen Richtungen liegenden Auslenkungen der Spiralen werden durch die Kreise symbolisiert. Beides, Pfeile und Kreise stellen grafisch die Wirk-Ebenen dar, nämlich die elektrische und die magnetische Ebene. "Feldlinien" gibt es real ja nicht. Es entstehen daher auch keine "Feldlinien", sondern je nach Bwegungszustand der Kugel (Rotation) unterschiedliche Wirkungen, je nachdem, ob ein elektrostatisches Feld (Pfeile) oder ein Magnetfeld (Kreise) vorliegt.

taori hat geschrieben:Während einer Beschleunigungsphase wird der Körper infolge der verzögerten Weitergabe der beschleunigenden Kraftwirkung kontrahiert, und nach Ende der Beschleunigungsphase bleibt diese Kontraktion bestehen.


Wo steht im Buch, dass die Kontraktion nach der Beschleunigungsphase bestehen bleibt? Das wäre tatsächlich unsinnig.

taori hat geschrieben:--> Mit deinem Modell der Beschleunigungs-Stauchung könnte man allerdings die beschleunigungsbedingte Zeitdilatation (Uhr im Tal geht langsamer als Uhr auf dem Berg) erklären, sofern sie sich auch mit der quer durch einen Körper ansetzenden Gravitationswirkung ein Einklang bringen lässt!


Richtig. Das wird im Kapitel Relativität auch behandelt. Die Lorentzkontraktion (im Buch als Möglichkeit angedeutet) halte ich für nicht real, aber den Einfluss der Bewegung durch die Matrix (oder den Lorentzäther) auf Uhren dagegen schon.

taori hat geschrieben:- Wie kann alleine eine Wirkung der Protonenfelder aufeinander abstoßend auf die Protonen wirken, wo die Felder doch nur aus unabhängigen Impulsen (hinter jedem Impuls ist Ruhe!) bestehen?


Die Oszillationen der Impulse sind ein platzfordernder Prozess. Sie erzeugen durch hohe Geschwindigkeit in Kreisbahnen eine gewisse Kompaktheit - in den gängigen Atommodellen wird ganz derselbe Effekt mit Teilchen beschrieben (Elektronen z.B.). Auch elektromagnetische Wellen üben dennoch einen Lichtdruck aus, obwohl ihre Intensitäten nicht voneinander abhängen. Das Schlüsselexperiment zu Kraftwirkungen nur aufgrund der Existenz von Impulsen ist der Casimir-Effekt. Einen ähnlichen Effekt gibt es zwischen längsseitig liegenden Schiffen, wo nur aus dem Umstand, dass zwischen ihnen weniger unterschiedliche Wellenlängen auftreten können, ein Druck von außen entsteht, sodass sie zusammen treiben. Druck bzw. Schub oder Abstoßung entsteht also offenbar schon bloß aus der unterschiedlichen Anzahl von Ereignissen, die zueinander gar keine direkte Wechselwirkung haben müssen. Bei materiellen Feldern entsteht die Abstoßung durch Reflexion der Impulse, wodurch die Wechselwirkung des Widerstands entsteht. Es hat seinen Grund, weshalb ich als Denkhilfe immer wieder das Kugelstoßpendel vorführe.

reflexion.GIF
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<em>taori</em> hat geschrieben:- Wie kann es sein, dass die beiden Protonen von Abb. 16 durch die Krümmkraft "zusammenschnellen" (S. 57) und "nicht nebeneinander, sondern ineinander" (S. 58) zu liegen kommen, während bei Abb. 43 die Protonen "von der Krümmkraft gerade soviel spüren, um sich locker miteinander zu befreunden" (S. 82), obwohl sie sich offensichtlich deutlich näher gekommen sind?


Es hängt vom Überlappungsintegral ab, ob und weiweit sich Kugelfelder vereinigen oder neben einander bestehen bleiben. Und von den Informationen, die sich durch die Polarisation der Räume um diese Kugelfelder ("Protonen") ergeben. Im ersten Fall (Abb.16) ist von Protonen die Rede, im zweiten Fall (ABb. 43) von Atomen! Dazu ein Tipp: den zu den Bildern gehörenden Text lesen!

taori hat geschrieben:Hab' ich hier irgendwas falsch verstanden?


Offenbar. Der Text im Buch, auf den Du dich beziehst, lautet:

Diese gekreuzte Verflechtung der Wirkung kommt erst in der Beziehung zwischen Verursacher und Wahrnehmer zum Ausdruck. Jede Störung wird erst als solche existent, wenn tatsächlich etwas oder jemand gestört wird. Obwohl sich die Stöße des Impulses rundum fortpflanzen, wird für einen Beobachter immer nur jener Stoß existieren, der auf ihn zukommt. In der Sprache der Quantenphysiker heißt das, jedes Quant existiert nur in dem Moment, in dem es gemessen wird.
Nehmen wir einmal an, irgendwo im Stockdunkeln steht ein Boxfanatiker, der im wahrsten Sinn des Wortes Schattenboxen betreibt. Er teilt, während er sich dreht, rings um sich nach allen Richtungen Fauststöße aus. Wir können diese Stöße nicht sehen, aber fühlen, wenn wir uns nahe genug an den Boxer heran begeben. Von Zeit zu Zeit werden wir einen Schlag erhalten. Von all den anderen Schlägen werden wir nichts erfahren - sie gehen ins Leere. Der Wahrnehmer spürt daher immer nur jene Wirkung, die zum Körper des Boxers gleichermaßen wie zum Körper des Wahrnehmers senkrecht steht. Das gilt auch für jede Energiewirkung eines T.A.O.-Impulses. Jedes Messinstrument - auch jedes unserer Sinnesorgane - erfährt deshalb nur einen Bruchteil der Wahrheit. Jede Energie, die wahrgenommen wird, ist nur ein kleiner Betrag der gesamten Energie eines Impulses. Wenn Physiker in dieser Welt von Energie sprachen, so meinten sie lange Zeit immer nur jenen kleinen spürbaren Betrag der Energie - eben den beobachtbaren oder messbaren Bruchteil. Von diesem Bruchteil aus zogen sie ihre Schlüsse. Erst in neuerer Zeit stellten sie fest, dass viele dieser Schlüsse falsch sein müssen. Wir werden später noch davon sprechen.


Wo ist da von Photonen die Rede? Der Abschnitt behandelt die Beziehung zwischen Verursacher und Wahrnehmer und den Prozess der Selektion, die uns zum Glück von der gesamten Energie des Universums immer nur einen bestimmten Teil zeigt - was genau zum Bild des Universums führt, wie wir es erleben. Mit der Quantenwahrscheinlichkeit hat das nichts zu tun. Die wird in einem Aufsatz hier http://www.mahag.com/allg/spalt.php behandelt.
Wenn Du dich in Dein Zimmer stellst und feststellst, dass Du von jedem Punkt des Zimmers jeden anderen Punkt wahrnehmen kannst, wirst Du nicht bestreiten, dass in dem Zimmer wesentlich mehr Energie verbreitet ist, als Du momentan gewahr wirst. Und jene Energie, die Dir bewusst wird, wird nur aufgrund einer ganz bestimmten Konstellation, die Du gegenüber den Quanten oder Photonen einnimmst, übertragen - und da spielt die rechtwinkelige, kreuzweise Verflechtung der Wirkungsebenen eine Rolle, wie ich sie im Buch andeute! Das versuche ich mit dem Boxergleichnis zu symbolisieren. Du musst zugeben, dass ich hier Inhalte zu übermitteln versuche, die sehr komplex sind. Also, den Text genau lesen und keine Beziehungen herstellen zwischen Dingen, die nicht zusammengehören.

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
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