Der Poet und das TAO der Physik

Harald Maurers Thesen zur Physik, Philosophie, und Biologie

Re: Der Poet und das TAO der Physik

Beitragvon Kurt » Fr 31. Aug 2012, 22:57

Yukterez hat geschrieben:Das Lustige bei einem einzelnen Atom ist, wenn ich den Kolben reinschiebe während das Atom unterwegs ist, und darauf achte, daß immer wenn das Atom mit dem Kolben kollidiert, dieser stillsteht, und so keinen Zusatzimpuls liefert (oder beim Expandieren abzieht), dann bleibt die Temperatur die gleiche. Der Druck wird natürlich trotzdem höher, da das Atom so zwar nicht schneller geworden ist, aber dafür öfter pro Zeiteinheit am Kolben anschlägt:



Der Druck wird natürlich trotzdem höher


Diese Aussage hat nur Bestand wenn du mehrere Atome verwendest!!

Der Druck wird natürlich trotzdem höher, da das Atom so zwar nicht schneller geworden ist, aber dafür öfter pro Zeiteinheit am Kolben anschlägt:


Vor vier Tagen habe ich mir mit dem Hammer auf den Fingernagel....
Ich habe micht schon oft mit dem Hammer... und es hat immer ein bisserl weh getan.
Diesmal aber war es anders, es war ein Schlag mit viel Geschwindigkeit, und das habe ich "besonders" gespürt (er ist rundrum blau).

Ergo:
Es ist nicht primär die Anzahl Ereignisse (Atomanschläge), sondern deren Geschwindigkeit (der Atome) die die Temperatur bestimmt.

Temperatur steht also für "Wirkungsgrösse der Bewegung".
Und diese ist nicht Geschwindigkeitsproportional sondern warscheinlich v²


Gruss Kurt
Kurt
 
Beiträge: 9907
Registriert: Sa 7. Nov 2009, 14:07
Wohnort: Bayern

Re: Der Poet und das TAO der Physik

Beitragvon Yukterez » Sa 1. Sep 2012, 03:48

Kurt hat geschrieben:Diese Aussage hat nur Bestand wenn du mehrere Atome verwendest!!

Hier haben wir ja ein One Atom Gas. Der Druck (kg/m/sek²) ist eine Beschleunigung mal Masse (Kraft, kg*m/sek²) pro Quadratmeter. Je öfter pro Zeit der Kolben vom Atom getroffen wird, desto mehr müsste er dann auch beschleunigen [da er aber als fix gedacht ist wirkt dann eine höhere Force pro m² -> ergo: mehr Druck] Vergleich.png <- hier hat man bei optimalem Einschieben gleiche Temperatur plus etwas höheren Druck, und bei konstanter Kolbenführung eine höhere Temperatur plus sehr viel höheren Druck.

Zum Hammer, du kennst ja die Technik der 1000 Nadelstiche. Schnell genug hintereinander, und sie sind ebenso tötlich wie eine Patrone. Dass dein daumen in zwischen den Hieben Zeit zum Heilen hat ist eine andere Geschichte. Man darf aber nicht rechnen 2x100km/h = 200km/h, sondern muss nach der kinetischen Energie E=m*v²/2 gehen.
Yukterez
 
Beiträge: 9367
Registriert: So 8. Apr 2012, 19:55

Re: Der Poet und das TAO der Physik

Beitragvon Kurt » So 2. Sep 2012, 21:27

Yukterez hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Diese Aussage hat nur Bestand wenn du mehrere Atome verwendest!!

Hier haben wir ja ein One Atom Gas.

Eben darm.
Darum haut das mit der Umsetzung zur -Temperatur- eben nicht so hin.

Temperatur muss immer mit Fläche -besehen- werden.
Denn -die Temperatur- als eine Umsetzungsgrösse der "Energie" ist nunmal an die Fläche mitgebunden.
Denn je kleiner die Fläche desto höher die Temperatur (bei gleicher "Energie").

Yukterez hat geschrieben: Der Druck (kg/m/sek²) ist eine Beschleunigung mal Masse (Kraft, kg*m/sek²) pro Quadratmeter. Je öfter pro Zeit der Kolben vom Atom getroffen wird, desto mehr müsste er dann auch beschleunigen [da er aber als fix gedacht ist wirkt dann eine höhere Force pro m² -> ergo: mehr Druck] Vergleich.png <- hier hat man bei optimalem Einschieben gleiche Temperatur plus etwas höheren Druck, und bei konstanter Kolbenführung eine höhere Temperatur plus sehr viel höheren Druck.


Druck hat nur indirekt mit Temperatur zu tun (eine volle Gasflasche ist ja auch nicht heiss).
Temperatur sehe ich indirekt als eine Mengenbezeichnung der Erhaltungsgrösse -Bewegung- an.

Es kommt also auf die "Konzentration" der Erhaltungsgrösse an welche -Temperatur- dabei entsteht.
Letztendlich sagt der Wert "Temperatur" nur aus wieviel Erhaltungsgrösse auf eine gegebene Fläche wirkt.

Gruss Kurt




Yukterez hat geschrieben:Zum Hammer, du kennst ja die Technik der 1000 Nadelstiche. Schnell genug hintereinander, und sie sind ebenso tötlich wie eine Patrone.

Die Technik der 1000.. kenn ich zwar nicht, aber ich mein zu verstehen was das bedeutet.

Yukterez hat geschrieben: Dass dein daumen in zwischen den Hieben Zeit zum Heilen hat ist eine andere Geschichte. Man darf aber nicht rechnen 2x100km/h = 200km/h, sondern muss nach der kinetischen Energie E=m*v²/2 gehen.


Dass die Hammergeschwindigkeit ("Energie") nicht einfach addiert wirkt ist mir klar.
Das zeigt sich überall in der Natur so.
An meinem Finger hat es sich auch gezeigt.
Kurt
 
Beiträge: 9907
Registriert: Sa 7. Nov 2009, 14:07
Wohnort: Bayern

Vorherige

Zurück zu Philophysik

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast